DE602095C - Verfahren zur Darstellung von indigoiden Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von indigoiden Farbstoffen

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DE602095C
DE602095C DEI43457D DEI0043457D DE602095C DE 602095 C DE602095 C DE 602095C DE I43457 D DEI43457 D DE I43457D DE I0043457 D DEI0043457 D DE I0043457D DE 602095 C DE602095 C DE 602095C
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DE
Germany
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acids
acid
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dyes
dimethyl
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DEI43457D
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Inventor
Dr Walter Brunner
Dr Norbert Steiger
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von indigoiden Farbstoffen Es wurde gefunden, daß sich Xylidinsulfosäuren mit Hilfe einer Reihe an sich bekannter Reaktionen in einfacher Weise über die Dimethylalkoxyoxythionaphthene in wertvolle indigoide Küpenfarbstoffe überführen lassen.
  • Die so erhaltenen Dimethylalkoxyoxythionaphthene liefern für sich oder in Kombination mit den für die Herstellung von indigoiden Farbstoffen üblichen Komponenten Farbstoffe von überraschenden Nuancen; so sind z. B. symmetrische Thioindigofarbstoffe der Benzolreihe von grauer Nuance (wieder Farbstoff des Beispiels 2) bisher unbekannt. Ebenso auffallend ist das lebhafte und vorzüglich echte Scharlach des Farbstoffes gemäß Beispiel 5.
  • Die auf diese Weise gewonnenen Farbstoffe zeichnen sich zum Teil durch gute Echtheitseigenschaften und Lebhaftigkeit der Nuance aus. Sie lassen sich durch Halogenieren in weitere wertvolle Farbstoffe überführen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Xylidinsulfosäuren durch Diazotieren und Verkochen derDiazoverbindungeninDimethyloxybenzolsulfosäuren umgewandelt. Diese Säuren lassen sich durch Alkylieren in Dimethylalkoxybenzolsulfosäuren überführen. Aus den daraus hergestellten Sulfochloriden erhält man durch Reduktion die Dimethylalkoxybenzolmerkaptane.
  • Diese Merkaptane können aber auch erhalten werden durch Xanthogenieren und Verseifen von Aminodimethylalkoxybenzolen.
  • Die erwähnten Merkaptane lassen sich durch Einwirkung von Monochloressigsäure in Dimethylalkoxybenzolthioglykolsäuren überführen. Aus diesen entstehen durch Ringschluß die bisher unbekannten Dimethylal,koxyoxythionaphthene. Die einzelnen Stufen dieses kombinierten Verfahrens werden durch umstehende Formeln näher erläutert.
  • Die neuen Dimethylalkoxyoxythionaphthene lassen sich nun durch Behandeln mit Oxydationsmitteln in die symmetrischen Thioindigofarbstoffe überführen. Kondensiert man .die Dimethylalkoxyoxythionaphthene. mit cyclischen Diketonen oder deren 2-Derivaten (wie Isatine und Naphthisatine, deren Chloride und Arylide), mit Oxythionaphthenen und Naphthoxythionaphthenen und deren Anilen, ferner mit Acenaphthenchinon -bzw. setzt man Dimethylalkoxy - 2 # 3 - diketodihydrothiortaphthen-2-anile mit Körpern um, die eine reaktionsfähige Methylengruppe enthalten, 'so erhält man gemischte Thioindigofarbstoffe, die die unten angegebenen Eigenschaften zeigen. Beispiel I a) Darstellung der 2 . 3-Dimethyl-4.-.methoxybenzol-I-sulfosäure. 26o g 2 . 3-Dimethyl-4-aminobenzol-I-sulfosäure (I . 2-Xylidin-3-stilfosäur&6) werden in goo ccm Wasser und 140 ccm Natronlauge (33° B8) gelöst, 84 g Natriumnitrit zugesetzt und diese Lösung bei gewöhnlicher Temperatur in 350 ccm Schwefelsäure Iofach n und I 5oo ccm Wasser einfließen gelassen. Auf dem Wasserbad wird bis zum Verschwinden der Diazoreaktion erwärmt, dann dampft man ein, bis sich Kristallkrusten bilden, und versetzt mit I5oo ccm Salzwasser (2q:° Be). Das Mononatriumsalz der 2 # 3-Dimethyl-q.-oxybenzol-I-sulfosäure scheidet sich nach kurzem Stehen vollständig aus. Man saugt scharf ab und alkyliert wie folgt: Das Natriumsalz dieser Xylenolsulfosäure wird in 500 ccm Wassergelöst, Zoo ccm Natronlauge (4o° B6) zugesetzt und bei 25 bis 30° Ioo ccm Dimethylsulfat innerhalb einer Stunde zugetropft. Man läßt i Stunde nachrühren und setzt neuerdings weitere Ioo ccm Dimethylsulfat zu, dann erwärmt man i Stunde auf 5o° Hierauf dampft man auf dem Wasserbad bis zur beginnenden Kristallisation ein. Beim Abkühlen erhält man einen steifen Kristallbrei des 2 -3-dimethyi-q.-methoxybenzol-i-sulfosauren Natriums. Dasselbe wird scharf abgesaugt und getrocknet.
  • b) Darstellung der 2 - 3-Dimethyl-q.-methoxyphenyl-I-thioglykolsäure. I2o g des nach a hergestellten -trockenen Natriumsalzes werden mit 150 g Phosphorpentachlorid bei I Io° 2 Stunden verschmolzen. Man zersetzt mit Eis, saugt das feste Sulfochl.orid ab, das zurReduktion in3ooccmChlorbenzol gelöst und mit 2oo g Zink und 6oo ccm Schwefelsäure Iofach n bei Ioo° in 8 Stunden reduziert wird. Nach beendigter Reduktion wird die chlorbenzolische Lösung des Merkaptans mit Ioö ccm Natronlauge Iofach n versetzt und eine alkalische Lösung von 5o g Monochloressigsäure zugesetzt. Hierauf wird das Chlorbenzol mit Wasserdampf abgeblasen und die verbleibende wässerige Lösung angesäuert. Die 2 - 3-Dimethyl-4.-methoxyphenyl-I-thioglykolsäure scheidet sich kristallinisch -aus.
  • In der gleichen Weise erhält man aus der I - 2-Xylidin-q.-sulfosäure-5 die 3 - q.-Dimethyl-6-methoxyphenyl-I-thiog@ykolsäure, aus der i - 3-Xylidin-2-sulfosäure-5 die 3 - 5-Dimethyi-4-methoxyphenyl-i-thioglykolsäure, aus der I - 3-Xyli.din-q;-sulfosäure-5 die 3 - 5-Dimethyl-6-methoxyphenyl-i-thioglykolsäure, aus der I - 4.-Xylidin-2-sulfosäure-5 die 2 - 5-Dimethyl-4.-methoxyphenyl-i-thioglykolsäure, aus der i - 4-Xylidin-2-sulfosäure-6 die 2 - 5-Dimethyl-3-methoxyphenyl-i-thioglykolsäure.
  • c) Darstellung des 5-Methoxy-6-7-dimethyloxythionaphthens.
  • 3o kg der 2 - 3 Dirnethyl-q.-methoxyphenyl-I-thioglykolsäure werden mit 40 kg Phosphortrichlorid 2 Stunden zum Sieden erhitzt; hierauf wird von dem Phosphorrückstand abgegossen,- das Phospho.rtrichlorid im Vakuum abdestilliert, das verbleibende Thioglykolsäurechlorid mit 50 kg Schwefelkohlenstoff verdünnt und bei 15 bis 30° mit 36 kg Aluminiumchlorid verrührt. Der Schwefelkohlenstoff wird albdestilliert und der Rückstand in Eis und Wasser ausgetragen. Das fast farblose Oxythionaphthen schmilzt bei 15o°. Beispiel2 Io kg des nach Beispiel I gewonnenen Oxythionaphthens werden in Zoo 1 Natronlauge n und 5o 1 Alkohol bei 5o° gelöst und mit einer wässerigen Lösung von 15 kg Kaliumferricyanid oxydiert. Der Farbstoff 5- 5'-Dimethoxy-6 # 7 - 6' - 7'-tetramethylthi.oindigo ist von schwarzvioletter Farbe, verküpt leicht mit gelbbrauner Farbe und färbt auf die vegetabilische Faser ein neutrales Grau von guter. Echtheit. Bemerkenswert ist auch die gute Fixation im Druck.
  • Der symmetrische Farbstoff, der in gleicher Weise aus der I - 2-Xylidin-4-sulfosäure-5 über das 4 - 5-Dimethyl-7-methoxyoxythionaphthen gewonnen wird, färbt Baumwolle aus der Küpe grünstichigblau. Beispie13 5 kg 5-Methoxy-6 - 7-di.methyl-oxythionaphthen, 6,6 kg 2 - i-Naphthoxythiophenanil, I2o kg Eisessig werden unter Rühren 5 Stunden lang auf I I5° erhitzt. Der ausgeschiedene Farbstoff wird abgesaugt, getrocknet und aus Schwefelsäure verpastet.
  • Das Produkt färbt die Faser aus goldgelber Küpe oliv. Die Färbungen sind hervorragend lichtecht. Der Farbstoff ist auch für den Zeugdruck geeignet.
  • Beispiel4 46 kg 4. - 6-Dimethyl-7-äthoxyoxythionaphthen werden in 5oo 1 Chlorbenzol bei 8o° gelöst und mit einer bei Ioo° aus 5 kg 4.-Methyl-5-chloT-7-methoxyisatin, 52kgPhosphorpentachlorid und 5oo 1 Chlorbenzol hergestellten Lösung vonq.-Methyl-5-chlor-7-methoxyisatinu-chlorid bei 85° kondensiert. Der Farbstoff verküpt grüngelb, färbt und druckt auf Baumwolle ein lebhaftes grünstichiges Blau von guten Echtheiten. Beispie15 2 5 kg 3 - 5 - Dimethyl - q. - rnethoxyphenyli-thioglykolsäure werden bei -12° in .450 kg Chlorsulfonsäure eingetragen und ungefähr q. Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Es wird auf Eis ausgetragen, das so erhaltene q. - 6-Dimethyl-5-methoxyoxythionaphthen abgesaugt, mit Wasser neutral gewaschen und vorsichtig getrocknet. 25 kg dieses Oxythonaphthens, 22 kg 5 - 7-Dichlorisatin, 5001 Eisessig und o,1 1 Salzsäure (spez. Gewicht =1,z9) werden etwa 5 Stunden auf 115 bis 12o° unter Rühren und Rückfiußkühlung erwärmt. Der ausgeschiedene Farbstoff wird abgesaugt und aus konzentrierter Schwefelsäure vergastet. Das Produkt verküpt farblos und färbt Baumwolle lebhaft rot in bemerkenswert guter Echtheit an. Beispie16 45 kg 4. 7-Dimethyl-6-äthoxyoxythionaphthen, 55 kg Oxythionaphthen-2-anil und etwa 7oo kg Eisessig werden unter Rühren und Rücktlußkühlung ungefähr 6 Stunden lang zum schwachen Sieden erhitzt. Der ausgeschiedene Farbstoff wird abgenutscht, mit Alkohol ausgewaschen, getrocknet und mit Schwefelsäure vergastet. Der Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure schwarzviolett, verküpt mit gelber Farbe und färbt auf Baumwolle ein lebhaftes Scharlach von guten Echtheiten. DerFarbstoff ist für den Zeugdruck sehr geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von indigoiden Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Dimethylalkoxybenzolmerkaptane, wie man sie durch Diazotieren von Xylidinsulfosäuren, Verkochen der Diazoverbindungen, Alkylieren der erhaltenen Dimethyloxybenzolsulfosäuren und Reduktion der daraus erhältlichen Sulfochloride oder durch Xanthogenieren von Dimethylalkoxyaminobenzolen und Verseifender Xanthogenverbindungen erhält, mit Monochloressigsäure zu Dimethylalkoxybenzolthioglykolsäuren kondensiert, daraus durch Ringschluß Dimethylalkoxyoxythionaphthene herstellt und die so erhaltenen Oxythionaphthene entweder oxydiert oder dieselben bzw. deren 2-Anile mit zur Darstellung indigoider Küpenfarbstoffe_ geeigneten Komponenten kondensiert und gegebenenfalls halogeniert.
DEI43457D 1932-01-12 1932-01-12 Verfahren zur Darstellung von indigoiden Farbstoffen Expired DE602095C (de)

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