DE971013C - Verfahren zur Herstellung von reinem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan

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DE971013C
DE971013C DEC10250A DEC0010250A DE971013C DE 971013 C DE971013 C DE 971013C DE C10250 A DEC10250 A DE C10250A DE C0010250 A DEC0010250 A DE C0010250A DE 971013 C DE971013 C DE 971013C
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DE
Germany
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dioxydiphenyldimethylmethane
water
crude product
pure
crude
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Expired
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DEC10250A
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English (en)
Inventor
Dr Hans Erich Anker
Dipl-Chem Hubertus Von Mueller
Dr Alfons Von Putzer-Reybegg
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Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/68Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C37/86Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation by treatment giving rise to a chemical modification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von reinem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan Es ist bekannt, daß sich aus Phenol und Aceton unter Verwend.Ing von Schwefelsäure als Katalysator p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan bildet Das hierbei erhaltene feinkristalline Rohprodukt wurde bisher durch Waschen mit Wasser von der Hauptmenge des Kondensationsmittels befreit und anschließend getrocknet. Für viele Zwecke ist aber das hergestellte p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan nicht rein genug, so daß es noch destilliert werden muß. Die Destillation bereitet jedoch erhebliche Schwierigkeiten, da selbst hei bestem Vakuum Zersetzung eintritt, die in der Hauptsache auf noch eingeschlossene Reste der Schwefelsäure und der bei dr Umsetzung gebildeten Phenolsulfonsäure zurückzuführen ist. Auch wenn das Rohprodukt nach dem Waschen mit Wasser noch mit Alkalien, wie Ammoniak oder Natronlauge, weitergewaschen wird, läßt sich das Produkt immer noch nicht destillieren, auch dann nicht, wenn das Waschen bef erhöhten Temperaturen, -beispielsweise bei Temperaturen von 50 bis 600, durchgeführt wird.
  • Es ist weiter bekannt, daß man durch Umfällen des rohen p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethars aus alkalischer Lösung mittels Kohlensäure die sauren Einschlüsse entfernen und dadurch zu einem destillierbaren Rohprodukt kommen kann.
  • Eine weitere Möglichkeit, zu einem destillierbaren Rohprodukt zu gelangen, besteht darin, daß das Rohprodukt in organischen Lösungsmitteln, besonders unter Zusatz von Aktivkohle, umkristallisiert wird. Bei der letztgenannten Umkristallisie rungsmaßnahme wird ein Rohprodukt erhalten, in dem die in den Kristallen eingeschlossenen Säurereste entfernt sind. Die Annahme wird dadurch gestützt, daß völlig reines und destillierbares p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan durch Zusätze geringster Mengen (o,5 O/o und weniger) an Phenolsulfonsäure oder Schwefelsäure wieder undestillierbar wird.
  • Die geschilderten Verfahren zur Herstellung eines destillierbaren p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethans sind jedoch alle sehr umständlich und weisen verschiedene Nachteile auf. überraschenderweise wurde nun gefunden, daß reines p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan aus rohem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan, das aus Phenol und Aceton unter Verwendung von Schwefelsäure als Katalysator hergestellt worden ist, durch Behandeln des mit Wasser gewaschenen Rohproduktes mit einer neutralisierend wirkenden Base dadurch hergestellt werden kann, daß man das Rohprodukt zunächst durch Kochen mit Wasser unter lebhaftem Rühren in eine Dispersion überführt, diese durch Zusatz einer geringen Menge der Base auf einen p-Wert von 7 bis 9 einstellt und hierauf kurze Zeit auf annähernd Siedetemperatur erhitzt, das Gemisch durch Zusatz weiterer Mengen Wasser abschreckt und die gebildeten Granulate dann abfiltriert. Das Granulat kann gegebenenfalls getrocknet werden.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird derart gearbeitet, daß das in bekannterWeise durch Waschen mit Wasser weitgehend von Säure bebreite rohe p, p'-Dioxydiphenytdimethylmethan, das auf I Teil Trockensubstanz annähernd I Teil Wasser enthält, in weiter zugesetztem Wasser, mindestens in solcher Menge, als zur Emulsionsbildung erforderlich ist, fein aufgeschlämmt und dann unter Rühren zum Sieden erhitzt wird. Hierbei verflüssigt sich das p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan bei 80 bis I00° und bildet mit dem Wasser, vornehmlich bei 94 bis 970, eine Emulsion, deren Bildung auf Grund der äußerst geringen Löslichkeit des p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethans in Wasser und infolge seines höheren Schmelzpunktes nicht vorauszusehen war.
  • Es ist unbedingt auf weitgehende Emulgierung zu achten, da bei bloßer Verflüssigung unter Ausbildung von zwei Phasen, einer wäßrigen Schicht und der Schmelze, der angestrebte Effekt nur unvollständig erreicht wird.
  • Dem emulgierten Produkt werden neutralisierend wirkende Basen bei der Emulsionstemperatur in solchen Mengen zugesetzt, daß ein p-Wert von 7 bis 9, vorzugsweise von 7,8 bis 8,2, eingestellt wird. Das so behandelte Gemisch wird dann noch kurze Zeit bei 970 gerührt und mit Wasser abgeschreckt, damit das geschmolzene p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan sofort als Granulat ausfällt und sich nicht, wie es bei langsamem Abkühlen der Fall ist, an der Kesselwand und dem Rührer festsetzt. Hierauf wird weiter auf Temperaturen unter 350 abgekühlt, um zu vermeiden, daß Verluste an p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan eintreten, da dieses in heißem Wasser etwas löslich ist. Wird die Mutterlauge bei dem nächsten Ansatz zum Waschen oder Abkühlen erneut eingesetzt, genügt ein Abkühlen auf 600 zur Festigung des Granulats.
  • Die Überführung des p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethans in ein Granulat hat den Vorteil, daß dieses nach dem Abrutschen etwa 75 bis So 0/0 Trockensubstanz enthält, während der bei normaler Aufarbeitung anfallende feine Kristallbrei mit nur 50 O/o Trockensubstanz gewonnen wird. BeimTrocknen des Granulats ist infolgedessen weniger Wasser zu verdampfen als beim Trocknen des nach üblichen Methoden hergestellten rohen p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethans.
  • Beispiel I 400 kg nasses, durch Waschen mit Wasser von der anhaftenden Schwefelsäure befreites rohes p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan mit 50 °/o Trokkensubstanz, 200 kg Wasser und 0,5 kg 330/oige Natronlauge werden unter Rühren zum Kochen gebracht. Bei 94 bis 970 verflüssigt sich das p, p'-Dioxydiplienyldimethylmethan, und es entsteht eine Emulsion. Jetzt wird noch so viel Natronlauge zugesetzt, bis eine abgekühlte und filtrierte Probe einen p-Wert von 7,8 bis 8,2 aufweist. Dabei werden im Durchschnitt noch 0,05 kg 330/oige Lauge verbraucht, je nachdem, wie gut das Rohprodukt ausgemrtschen war. Das Gemisch wird dann noch 1/4 bis 1/2 Stunde bei 970 unter Kontrolle des p-Wertes gerührt und mit 250 kg Wasser zur Granulatbildung abgeschreckt. Nach weiterem Abkühlen unter 350 wird abgenutscht, der Filterrückstand soweit wie möglich trocken gesaugt und anschließend getrocknet. Als Ausbeute werden I99 kg trockenes p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan erhalten, welche in einem Vakuum von I bis 25 mm destillierbar sind (Kp. zip0/2 mm bzw. 250°/ 25 mm).
  • Beispiel 2 400 kg nasses, gut gewaschenes p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan werden mit 200 kg Wasser und I60g Calciumhydroxyd, wie im Beispiel 1, aufgearbeitet.
  • Beispiel 3 400 kg nasses, gut gewaschenes p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan werden mit 200 kg Wasser und o,6 kg Triäthanolamin, wie im Beispiel I, aufgearbeitet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan aus rohem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan, das aus Phenol und Aceton unter Verwendung von Schwefelsäure als Katalysator hergestellt worden ist, durch Behandeln des mit Wasser ge- waschenen Rohprodukts mit einer neutralisletrend wirkenden Base, dadurch gekennzeichnet, daß man das Rohprodukt zunächst durch Kochen mit Wasser unter lebhaftem Rühren in eine Dispersion überführt, diese durch Zusatz einer geringen Menge der Base auf einen p-Wert von 7 bis 9 einstellt und hierauf kurze Zeit auf annähernd Siedetemperatur erhitzt, das Gemisch durch Zusatz weiterer Mengen Wasser abschreckt und die gebildeten Granulate dann abfiltriert.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr.
  2. 2 I82 308.
DEC10250A 1954-11-12 1954-11-12 Verfahren zur Herstellung von reinem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan Expired DE971013C (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073504B (de) * 1960-01-21 Farbenfabriken Bayer Aktien gesellschaft I everkuscn Verfahren zur Herstellung von remen im Kern halogenierten Dioxydiarylalka nen
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2182308A (en) * 1938-06-18 1939-12-05 Dow Chemical Co Manufacture of phenol-ketone condensation products

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