DE97099C - - Google Patents

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DE97099C
DE97099C DENDAT97099D DE97099DA DE97099C DE 97099 C DE97099 C DE 97099C DE NDAT97099 D DENDAT97099 D DE NDAT97099D DE 97099D A DE97099D A DE 97099DA DE 97099 C DE97099 C DE 97099C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
DiePyrocatechinmonosulfosäure hat seit einiger Zeit in der chemischen Industrie eine gewisse Bedeutung erlangt, indem sie sich leicht in Pyrocatechin überführen lä'fst, durch Erhitzen mit Mineralsä'uren.
Bei der Prüfung der verschiedenen Verfahren , die zur Darstellung der Pyrocatechinmonosulfosäure dienen, erschien es erwä'genswerth, ob es nicht rationell wäre, von einer halogensubstituirten, ρ -Phenolsulfosäure auszugehen , um durch. Schmelzen mit kaustischen Alkalien zu der Pyrocatechinmonosulfosäure zu gelangen. Die Versuche haben diese Erwartung vollständig gerechtfertigt.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren der Herstellung der Pyrocatechinmonosulfosäure besteht demgemäfs darin, eine m-Halogenphenol-p-sulfosäure. durch Kalischmelze in Pyrocatechinmonosulfosäure überzuführen.
OH
OH
KOH =
OH
+ KCl
S0„0H
S0,0H
Sennhofer giebt in den Annalen 156, 105 an, dafs er beim Schmelzen von o-Bromphenolp-sulfosäure mit kaustischem Kali aus der angesäuerten Lösung der Schmelze durch Extrac-, tion mit Aether einen weifsen krystallisirten Körper erhalten hatte, der mit Eisenchlorid eine violette Färbung gab. Er hat also weder Dioxyphenolmonosulfosäure noch Pyrocatechin erhalten, denn diese zwei Körper geben mit Eisenchlorid schöne Grünfärbung. Petersen und Bähr-Pedran geben in den Annalen 157, 151 an, dafs die ρ - Bromphenolsulfosäufe ihnen beim Schmelzen mit kaustischen Alkalien Pyrogallussäure gegeben hat.
•Bei vorliegender Erfindung hat sich folgendes Verfahren für die Herstellung der Pyrocatechinmonosulfosäure alsvortheilhaft erwiesen:
Das Natronsalz der m-Halogenphenolsulfosäure wird mit 1J2 oder 1 Mal dem gleichen Gewicht von kaustischem Natron in wässeriger Lösung versetzt. Das Ganze wird gut vermischt und offen oder unter Druck während 8 bis ίο Stunden auf über 2500 erhitzt. Man nimmt zweckmäfsig das Natron in Lösung von 500 B., erhitzt zuerst vorsichtig bis zu teigiger Consistenz und führt dann die Schmelze in angegebener Weise durch.
Durch diese Schmelze ist es gelungen, die Halogenphenolsulfosäure fast vollständig in Pyrocatechinmonosulfosäure umzuwandeln. Man löst die Schmelze in Wasser, neutralisirt mit einer Mineralsäure, am besten mit Schwefelsäure von 30 pCt, die in geringem Ueberschufs zugesetzt wird.
Die so erhaltene Lösung ist violett gefärbt und giebt mit Eisenchlorid die schöne grüne Färbung, die für Pyrocatechinmonosulfosäure.
charakteristisch ist. Diese Farbe geht bei Zusatz von Soda von grün durch blau und violett in roth über.
Man verdunstet die wässerige Lösung bis zur Syrupconsistenz, läfst erkalten und entfernt so durch !Crystallisation das Natriumsulfat, die Krystalle werden abfiltrirt und mit kaltem Wasser bis zur Entfärbung gewaschen.
Die Waschwasser dienen zum Auflösen einer neuen Schmelze, oder sie können eingedampft und der ursprünglichen Lösung zugesetzt werden. Diese letztere stellt eine concentrate Lösung von Pyrocatechinmonosulfosä'ure dar, welche, mit Minerälsäuren erhitzt, sehr reines Pyrocatechin giebt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Darstellung von Pyrocatechin-p-monosulfosäure durch Schmelzen von m-Halogenphenolp-sulfosäure mit der halben oder gleichen Menge von kaustischem Kali oder Natron offen oder unter Druck bei Temperaturen über 2500.
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