DE195874C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE195874C DE195874C DENDAT195874D DE195874DA DE195874C DE 195874 C DE195874 C DE 195874C DE NDAT195874 D DENDAT195874 D DE NDAT195874D DE 195874D A DE195874D A DE 195874DA DE 195874 C DE195874 C DE 195874C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- anthraquinone
- sulfonic acids
- melt
- alkaline earth
- alkali
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C50/00—Quinones
- C07C50/26—Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms
- C07C50/34—Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms the quinoid structure being part of a condensed ring system having three rings
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Cosmetics (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
- Coloring (AREA)
Description
M Salc·t ι l'owa la.
iqijFüqt bet. Sa-
Ott)
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT.
KLASSE 12 #. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von λ, ß-Oxyanthrachinonen
bzw. Anthrachinone, ß-oxysulfosäuren.
Die Anthrachinon-a-sulfosäuren (i-Monosulfosäure
ι · 5- und 1 · 8-Disulfosäuren) wie
auch die gemischten α, ß-Anthrachinonsu1fosäuren (1 · 6- und I · 7-Disulfosäuren), welche
bis vor kurzem entweder unbekannt waren, oder nur mühsam dargestellt werden konnten,
sind jetzt technisch leicht zugängliche wichtige Ausgangsprodukte geworden (vgl. Patente
149801 und 157123, Kl. 120 sowie
französisches Patent 332709; denn die den betreffenden α- bzw. a, ß-Sulfosäuren unmittelbar
entsprechenden nicht färbenden Oxyanthrachinone stellen wichtige Materialien zur
Herstellung von Farbstoffen dar. Die Alkalischmelzen der Anthrachinon-a-sulfosäuren verlaufen
jedoch unter starkem Zerfall des Anthrachinönkerns. Es lag daher nahe, das Verfahren
des Patentes 106505, Kl. 12 (Verschmelzen der Anthrachinon-ß-sulfosäuren mit
Erdalkali unter Druck) auch auf die a-Sulfosäuren zu übertragen. In der Tat lassen
sich in dieser Weise die Anthrachinon-a-sulfosäuren in die entsprechenden Oxyanthrachinone
überführen (vgl. Patente 170108 und 172642,
Kl. I2q). Aus der Patentschrift 17627, Kl. 22 ist es bekannt, bei der Alkalischmelze von
Anthrachinonsulfosäuren Erdalkalihydrate und Chloride oder andere Salze der Erdalkalien
zuzusetzen, jedoch bezweckt dieser Zusatz, wie aus der Patentschrift 106505, Kl. 12 hervorgeht,
lediglich die Wiedergewinnung des bei der Alizarinschmelze im großen Überschuß angewendeten Ätzalkalis und übt keine Wirkung
auf den Verlauf der Schmelze aus.
Wie nun gefunden wurde, gehen auch die Anthrachinon-α, β-sulfosäuren in der Erdalkalischmelze
glatt in die entsprechenden Oxyderivate über, wenn dafür Sorge getragen wird, daß das Auftreten von freiem Alkali
in der Schmelze vermieden wird. Es wird dies dadurch erreicht, daß man entweder die
reinen Erdalkalisalze der entsprechenden Sulfosäuren verwendet, oder im Falle der Anwendung von sulfosäuren Alkalisalzen, zu
der Erdalkalischmelze das entsprechende Erdalkalichlorid (z. B. im Falle einer Kalkschmelze
Chlorcalcium) zusetzt, welches sich mit dem im Laufe der Reaktion auftretenden Alkali in Alkalichlorid und Erdalkalihydroxyd
umsetzt. Schmilzt man z. B. die bei der Quecksilbersulfurierung erhältlichen leicht löslichen
Sulfosalze (Beispiel II des französischen Patentes 332709) mit Kalkmilch unter Druck ohne Zusatz von Chlorcalcium, so erhält
man nach dem Ausfällen mit Salzsäure neben einer stets dunklen Flüssigkeit nur geringwertige stark verschmierte, dunkle grünstichig gefärbte Produkte, da die Hauptmasse
der angewandten Sulfosäuren durch Reduktionsvorgänge in der Schmelze zerstört wird.
Ganz anders indessen verläuft dieselbe Kalkschmelze bei Gegenwart von Chlorcalcium.
Nach dem Ausfällen mit Salzsäure erhält man die reingelben Flocken der Oxykörper
in durchaus reichlicher Menge. Die Mutterlauge ist dann auch in normaler Weise hell
gefärbt. Setzt man nun zu der Kalkschmelze außerdem Salpeter, chlorsaures Kali oder
ähnliche Oxydationsmittel hinzu, so wird eine Reduktion ganz vermieden und die Ausbeute
sowie die Reinheit der Produkte gesteigert. Entgegen den Erfahrungen bei der Alkalischmelze
tritt hier bei Gegenwart der genannten Oxydationsmittel kein weiteres Hydroxyl in das Anthrachinonmolekül ein.
ioo Teile technisches leicht lösliches Sulfosalzgemenge
(Beispiel II des französischen Patentes 332709) werden in 400 Teilen heißem Wasser gelöst, in der Lösung 100 Teile Kalk
gelöscht, darauf 30 Teile Salpeter und 200 Teile 2oprozentige Chlorcalciumlösung zugegeben
und das Ganze im Autoklaven 10 Stunden unter Rühren auf etwa 2000 erhitzt.
Nach dem Abdrücken des Kessels und Fällen mit Salzsäure scheidet sich in gelben Flocken
ein Gemenge von 1 · 7-Dioxyanthrachinon, I · 6-Dioxyanthrachinon (vgl. Patent 145188,
Kl. I2q) Anthrarufin und Chrysazin aus,
welche Körper nach gebräuchlichen Methoden voneinander getrennt werden.
Aus der sauren Mutterlauge dieser Körper scheidet man mit Kochsalz oder Chlorkalium
eine bisher unbekannte Oxysulfosäure aus. Das saure Natriumsalz läßt sich aus der mit
Salzsäure angesäuerten wässerigen Lösung in Form von feinen, verfilzten orangefarbenen
Nadeln erhalten. Die heiße 5 prozentige Lösung dieses Salzes gibt auf Zusatz von Chlorbarium
beim Erkalten fast quantitative Ausscheidung von hell orangefarbenen Nadeln
des Bariumsalzes. Das Calciumsalz ist bedeutend löslicher als das Bariumsalz und stellt
feine orangefarbene Nadeln dar. Tonerdesulfat, Bleiacetat, Chromalaun geben Fällungen
erst beim längeren Stehen, Kupfersulfat erzeugt dagegen eine sofortige braunrote Ausscheidung.
Die neue Oxysulfosäure stellt einen Beizenfarbstoff dar und färbt vorchromierte
Wolle violettrot. Die Verbindung soll außerdem als Ausgangsmaterial zur Darstellung
von anderen neuen Farbstoffen dienen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von a. ß-Oxyanthrachinonen bzw. Anthrachinon-a, /3-oxysulfosäuren, darin bestehend, daß man Anthrachinon-a, ß-sulfosäuren (oder deren Alkalisalze unter Zusatz von Erdalkalisalzen) zweckmäßig bei Gegenwart von Oxydationsmitteln in wässeriger Lösung oder Suspension mit Erdalkalihydroxyden unter Druck erhitzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE195874C true DE195874C (de) |
Family
ID=458896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT195874D Active DE195874C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE195874C (de) |
-
0
- DE DENDAT195874D patent/DE195874C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE195874C (de) | ||
| DE515468C (de) | Verfahren zur Darstellung von ª‰-Naphthylaminophenoxyfettsaeuren | |
| DE218467C (de) | ||
| DE88952C (de) | ||
| DE398406C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiatloesungen | |
| DE654458C (de) | Verfahren zur Herstellung von Indigweiss bzw. dessen Alkalisalzen | |
| DE57525C (de) | Verfahren zur Darstellung von 2. 3-Dioxynaphtalin | |
| DE80853C (de) | ||
| DE171991C (de) | ||
| DE84653C (de) | ||
| DE106505C (de) | ||
| DE964409C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Kaliumsalzen aus Laugen, insbesondere aus Endlaugen der Kaliindustrie | |
| DE664652C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pyren-3, 5-disulfonsaeure und ihrer Salze | |
| DE525654C (de) | Verfahren zur Darstellung einer o-Amino-p-Kresolcarbondaeure | |
| DE562513C (de) | Verfahren zur Trennung der 1-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeure von ihren Isomeren | |
| DE555085C (de) | Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-3-oxynaphthalin | |
| DE224979C (de) | ||
| DE694662C (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten | |
| AT27866B (de) | Verfahren zur Darstellung eines grünen Säurefarbstoffes der Anthrazenreihe. | |
| DE462041C (de) | Verfahren zur Herstellung der ªÏ-Methylsulfonsaeuren von Diaminoanthrachinonen | |
| DE260327C (de) | ||
| DE759005C (de) | Verfahren zur Isolierung von Vanillin unter gleichzeitiger Rueckgewinnung von Natronlauge aus Sulfitablaugen | |
| DE98760C (de) | ||
| DE512820C (de) | Verfahren zur Herstellung von Oxyanthrachinonderivaten, insbesondere Alizarin und seinen Derivaten | |
| DE830191C (de) | Verfahren zur Darstellung ketonhaltiger Abkoemmlinge der hydroxylierten Gallensaeuren |