DE195874C - - Google Patents

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DE195874C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C50/00Quinones
    • C07C50/26Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms
    • C07C50/34Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms the quinoid structure being part of a condensed ring system having three rings

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Description

M Salc·t ι l'owa la.
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Ott)
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT.
KLASSE 12 #. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von λ, ß-Oxyanthrachinonen bzw. Anthrachinone, ß-oxysulfosäuren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juli 1903 ab.
Die Anthrachinon-a-sulfosäuren (i-Monosulfosäure ι · 5- und 1 · 8-Disulfosäuren) wie auch die gemischten α, ß-Anthrachinonsu1fosäuren (1 · 6- und I · 7-Disulfosäuren), welche bis vor kurzem entweder unbekannt waren, oder nur mühsam dargestellt werden konnten, sind jetzt technisch leicht zugängliche wichtige Ausgangsprodukte geworden (vgl. Patente 149801 und 157123, Kl. 120 sowie französisches Patent 332709; denn die den betreffenden α- bzw. a, ß-Sulfosäuren unmittelbar entsprechenden nicht färbenden Oxyanthrachinone stellen wichtige Materialien zur Herstellung von Farbstoffen dar. Die Alkalischmelzen der Anthrachinon-a-sulfosäuren verlaufen jedoch unter starkem Zerfall des Anthrachinönkerns. Es lag daher nahe, das Verfahren des Patentes 106505, Kl. 12 (Verschmelzen der Anthrachinon-ß-sulfosäuren mit Erdalkali unter Druck) auch auf die a-Sulfosäuren zu übertragen. In der Tat lassen sich in dieser Weise die Anthrachinon-a-sulfosäuren in die entsprechenden Oxyanthrachinone überführen (vgl. Patente 170108 und 172642, Kl. I2q). Aus der Patentschrift 17627, Kl. 22 ist es bekannt, bei der Alkalischmelze von Anthrachinonsulfosäuren Erdalkalihydrate und Chloride oder andere Salze der Erdalkalien zuzusetzen, jedoch bezweckt dieser Zusatz, wie aus der Patentschrift 106505, Kl. 12 hervorgeht, lediglich die Wiedergewinnung des bei der Alizarinschmelze im großen Überschuß angewendeten Ätzalkalis und übt keine Wirkung auf den Verlauf der Schmelze aus.
Wie nun gefunden wurde, gehen auch die Anthrachinon-α, β-sulfosäuren in der Erdalkalischmelze glatt in die entsprechenden Oxyderivate über, wenn dafür Sorge getragen wird, daß das Auftreten von freiem Alkali in der Schmelze vermieden wird. Es wird dies dadurch erreicht, daß man entweder die reinen Erdalkalisalze der entsprechenden Sulfosäuren verwendet, oder im Falle der Anwendung von sulfosäuren Alkalisalzen, zu der Erdalkalischmelze das entsprechende Erdalkalichlorid (z. B. im Falle einer Kalkschmelze Chlorcalcium) zusetzt, welches sich mit dem im Laufe der Reaktion auftretenden Alkali in Alkalichlorid und Erdalkalihydroxyd umsetzt. Schmilzt man z. B. die bei der Quecksilbersulfurierung erhältlichen leicht löslichen Sulfosalze (Beispiel II des französischen Patentes 332709) mit Kalkmilch unter Druck ohne Zusatz von Chlorcalcium, so erhält man nach dem Ausfällen mit Salzsäure neben einer stets dunklen Flüssigkeit nur geringwertige stark verschmierte, dunkle grünstichig gefärbte Produkte, da die Hauptmasse der angewandten Sulfosäuren durch Reduktionsvorgänge in der Schmelze zerstört wird. Ganz anders indessen verläuft dieselbe Kalkschmelze bei Gegenwart von Chlorcalcium. Nach dem Ausfällen mit Salzsäure erhält man die reingelben Flocken der Oxykörper in durchaus reichlicher Menge. Die Mutterlauge ist dann auch in normaler Weise hell gefärbt. Setzt man nun zu der Kalkschmelze außerdem Salpeter, chlorsaures Kali oder
ähnliche Oxydationsmittel hinzu, so wird eine Reduktion ganz vermieden und die Ausbeute sowie die Reinheit der Produkte gesteigert. Entgegen den Erfahrungen bei der Alkalischmelze tritt hier bei Gegenwart der genannten Oxydationsmittel kein weiteres Hydroxyl in das Anthrachinonmolekül ein.
Beispiel.
ioo Teile technisches leicht lösliches Sulfosalzgemenge (Beispiel II des französischen Patentes 332709) werden in 400 Teilen heißem Wasser gelöst, in der Lösung 100 Teile Kalk gelöscht, darauf 30 Teile Salpeter und 200 Teile 2oprozentige Chlorcalciumlösung zugegeben und das Ganze im Autoklaven 10 Stunden unter Rühren auf etwa 2000 erhitzt. Nach dem Abdrücken des Kessels und Fällen mit Salzsäure scheidet sich in gelben Flocken ein Gemenge von 1 · 7-Dioxyanthrachinon, I · 6-Dioxyanthrachinon (vgl. Patent 145188, Kl. I2q) Anthrarufin und Chrysazin aus, welche Körper nach gebräuchlichen Methoden voneinander getrennt werden.
Aus der sauren Mutterlauge dieser Körper scheidet man mit Kochsalz oder Chlorkalium eine bisher unbekannte Oxysulfosäure aus. Das saure Natriumsalz läßt sich aus der mit Salzsäure angesäuerten wässerigen Lösung in Form von feinen, verfilzten orangefarbenen Nadeln erhalten. Die heiße 5 prozentige Lösung dieses Salzes gibt auf Zusatz von Chlorbarium beim Erkalten fast quantitative Ausscheidung von hell orangefarbenen Nadeln des Bariumsalzes. Das Calciumsalz ist bedeutend löslicher als das Bariumsalz und stellt feine orangefarbene Nadeln dar. Tonerdesulfat, Bleiacetat, Chromalaun geben Fällungen erst beim längeren Stehen, Kupfersulfat erzeugt dagegen eine sofortige braunrote Ausscheidung. Die neue Oxysulfosäure stellt einen Beizenfarbstoff dar und färbt vorchromierte Wolle violettrot. Die Verbindung soll außerdem als Ausgangsmaterial zur Darstellung von anderen neuen Farbstoffen dienen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von a. ß-Oxyanthrachinonen bzw. Anthrachinon-a, /3-oxysulfosäuren, darin bestehend, daß man Anthrachinon-a, ß-sulfosäuren (oder deren Alkalisalze unter Zusatz von Erdalkalisalzen) zweckmäßig bei Gegenwart von Oxydationsmitteln in wässeriger Lösung oder Suspension mit Erdalkalihydroxyden unter Druck erhitzt.
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