DE57525C - Verfahren zur Darstellung von 2. 3-Dioxynaphtalin - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2. 3-Dioxynaphtalin

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DE57525C
DE57525C DENDAT57525D DE57525DA DE57525C DE 57525 C DE57525 C DE 57525C DE NDAT57525 D DENDAT57525 D DE NDAT57525D DE 57525D A DE57525D A DE 57525DA DE 57525 C DE57525 C DE 57525C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/01Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by replacing functional groups bound to a six-membered aromatic ring by hydroxy groups, e.g. by hydrolysis
    • C07C37/04Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by replacing functional groups bound to a six-membered aromatic ring by hydroxy groups, e.g. by hydrolysis by substitution of SO3H groups or a derivative thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Verschmelzen .der ß-Naphtol-a-disulfosä'ure (R-SaIz) mit etwa der doppelten Menge Aetznatron entsteht bei 240 bis 2800 C. eine Dioxynaphtalinmonosulfosäure (im Nachfolgenden als Diqxynaphtalinmonosulfosäure R bezeichnet), deren Natronsalz in farblosen, glänzenden Blättchen krystallisirt.
Bei weiterem Verschmelzen dieser Dioxynaphtalinmonosulfosäure R bei höherer Temperatur und Anwendung gröfserer Mengen Aetznatron, entsteht nicht, wie zu erwarten, ein Trioxynaphtalin, sondern als einzig greifbares Product ein bisher unbekanntes Dioxynaphtalin.
Es hat sich ferner gezeigt, dafs es hierbei nicht nöthig ist, die Dioxynaphtalinmonosulfosäure R zuvor in reinem Zustand abzuscheiden, sondern dafs man auch, direct von der ß-Naphtol-a-disulfosäure (R-SaIz) ausgehend, durch gesteigerte Einwirkung des Aetzalkalis zum Dioxynaphtalin gelangen kann, wobei die Dioxynaphtalinmonosulfosäure als Zwischenproduct auftritt.
Endlich kann man dasselbe Dioxynaphtalin durch Erhitzen des Natronsalzes der Dioxynaphtalintnonosulfosäure R für sich oder mit Mineralsäuren gewinnen.
Das neue Dioxynaphtalin ist infolge seiner grofsen Krystallisationsfähigkeit leicht von den begleitenden Verunreinigungen zu trennen und zeichnet sich dadurch aus, dafs es, in Farbencomplexe verschiedenster Art eingeführt, diesen den Charakter von Beizenfarbstoffen verleiht. Die Analyse ergab 74,94 pCt. C und 5,16 pCt. H (berechnet 7 5 pCt. C und 5 pCt. H), der Schmelzpunkt desselben liegt bei 160 bis 1610C; mit Eisenchlorid giebt die wässrige Lösung eine intensive Blaufärbung.
Seiner Entstehung und seinen Eigenschaften nach ist der neue Körper als 2 . 3-Dioxynaphtalin zu bezeichnen. Die folgende Tabelle giebt eine vergleichende Zusammenstellung der bekannten Dioxynaphtaline mit dem 2.3-Dioxynaphtalin:
Dioxy
naphtalin
Dargestellt aus Litteratur Schmelz
punkt
Krystallform
Reaction einer kalten
wässrigen Lösung
ι : 1000 mit Eisenchlorid
1.2 ß-Naphtochinon, durch
Reduction
Liebermann
& Jacobsen, Ann. 211,
S. 58.
Liebermann, Ber.XIV,
S.1313
6o°
Blättchen
schwache gelbbräunliche
Färbung
1.4 α-Naphtochinon, durch
Reduction
Groves, Ann. 167, S.359.
Plimpton,
Chem. Soc. 37, S. 365
1760
Nadeln '
!•5 Armstrong's Naphtalin-
disulfosäure, durch Aetz-
natronschmelze
Bernthsenu. Semper,
Ber. XX, S. 938.
Ewer & Pick,"Patent
No. 41934
258 bis 2600
Nadeln
Ausscheidung weifser
Flocken
Dioxy-
naphtalin
Dargestellt aus Litteratiar Schmelz
punkt
Krystallform
Reaction einer kalten
wässrigen Lösung
1:1000 mit Eisenchlorid
1.6
(2-5)
β-α-Naphtalindisulfosäure,
ß-Naphtolsulfosäure ent
sprechend der ß-Naphtyl-
aminsulfosäure des Pa
tentes No. 29084
Ewer & Pick, Patent
No. 45229.
Claus, J. f. pr. Ch. 39,
S- 31S
■35,5°
Blättchen
blaue Färbung, welche jedoch
sofort verschwindet und dem
Auftreten eines farblosen
Niederschlages weicht
.(1:1) ß-Naphtol-a-sulfosäure
(Patent No. 18027)
Emmert, Ann. 241,
S. 368
1780
Nadeln
': dunkelblaue Färbung, nach
kurzer Zeit blauer Nieder
schlag
1.8 Naphtsulton Erdmann, Ann. 247,
S- 356
1400
Nadeln
weifser flockiger Niederschlag,
bald dunkelgrün werdend
2.6 ß-Naphtolsulfosäure
(Schäffer)
Emmert, Ann. 241,
S. 368
i 2,l6°
Blättchen
gelbliche Fällung
2.7 a-Naphtalindisulfosäure Ebertu. Merz, Ber. IX,
S.609. Weber, Ber.XIV,
S. 2206
i8o°
Nadeln
2·3 ß-Naphtol-a-disulfosäure
(R-SaIz) Dioxynaphtalin-
monosulfosäure R
160 bis 161 °
' Blättchen
intensiv blaue Lösung, welche
stundenlang bestehen bleibt.
I. Darstellung des 2 . 3-Dioxynaphtalins durch Verschmelzen derDioxynaphtalinmonosulfosäure R mit Aetzalkalien.
Die Dioxynaphtalinmonosulfosäure R erhält man durch etwa 3 stündiges Verschmelzen einer Mischung von 6 kg Aetznatron, 0,8 1 Wasser und 3 kg ß-Naphtol-a-disulfosäure (R-SaIz) bei 240 bis 2800 C. Die Schmelze ist zu unterbrechen, wenn die nach dieser Zeit von ι ο zu 10 Minuten gezogenen Proben, mit loprocent. Salzsäure angesäuert, aufgekocht und filtrirt, beim Aussalzen mit Kochsalz eine Zunahme an dioxynaphtalinmonosulfosaurem Natron nicht mehr erkennen lassen.
Man säuert hierauf die gesammte Schmelze mit loprocent. Salzsäure an, kocht auf, filtrirt und sättigt das Filtrat mit Kochsalz. Das nach dem Erkalten ausgeschiedene Natronsalz der Dioxynaphtalinmonosulfosäure R wird durch Lösen in heifsem Wasser und Ausscheiden mit Kochsalzlösung gereinigt; es stellt farblose glänzende Blättchen dar.
10 kg des so erhaltenen Natronsalzes der Dioxynaphtalinmonosulfosäure R werden in eine auf 2500C. erhitzte Mischung von 20 kg Aetznatron und 2,51 Wasser eingetragen; man steigert hierauf die Temperatur auf 300 bis 3200C. und erhält die Schmelze bei dieser Temperatur etwa ι Stunde, bezw. so lange, bis die von Zeit zu Zeit gezogenen Proben nach dem Ansäuern mit Salzsäure eine Zunahme an ätherlöslichem Product nicht mehr erkennen lassen.
Die Schmelze wird hierauf in eine Mischung von 26 kg Schwefelsäure (66° B.) und 200 1 Wasser eingetragen. Nach dem Aufkochen wird heifs filtrirt, das erkaltete Filtrat wird mit Aether oder Fuselöl extrahirt.
Nach dem Abtreiben des Lösungsmittels wird das zurückbleibende OeI mit Wasser ausgekocht und das aus dem erkalteten Filtrat ausgeschiedene Dioxynaphtalin durch mehrfaches Umkrystallisiren aus Wasser gereinigt. Dasselbe bildet so dargestellt grofse farblose Blätter vom Schmelzpunkt 160 bis 161 °, die in kaltem Wasser nur wenig löslich sind; in heifsem Wasser lösen sich dieselben reichlich, und auch von Alkohol, Aether und Fuselöl werden sie leicht aufgenommen.
II. Darstellung des 2 . 3-DioxynaphtaHns durch Verschmelzen der ß-Naphtol-a-disulfosäure (R-SaIz) mit Aetzalkalien.
In eine auf ca. 2000 C. erhitzte Lösung von 40 kg Aetznatron und 5 1 Wasser werden unter fortwährendem Rühren allmälig 10 kg R-SaIz eingetragen. Man steigert hierauf die Temperatur auf 300 bis 3200C. und erhält die Schmelze auf dieser Temperatur, bis eine weitere Zunahme an ätherlöslichem Product in einer mit. Salzsäure angesäuerten Probe nicht mehr wahrzunehmen ist, welcher Punkt nach etwa 2 bis 3 stündigem Erhitzen erreicht wird. Die Schmelze wird hierauf in eine Mischung von 150 kg Salzsäure (25 pCt. HCl) und 150 1 Wasser eingetragen; man kocht bis zum Aufhören der Entwickelung von schwefliger Säure und extrahirt nach dem Erkalten mit Aether, oder Fuselöl; die weitere Aufarbeitung geschieht wie in Beispiel I. angegeben. Wird bei dieser Schmelze oder bei dem in Beispiel I. angegebenen Verfahren die Temperatur zwischen 280 bis 3oo° C. gehalten, so wird die Bildung des Dioxynaphtalins wesentlich verlangsamt; bei Temperaturen über 3300 treten Zersetzungsproducte auf.
III. Darstellung des 2 . 3-Dioxynaphtalins durch Erhitzen des Natronsalzes der Dioxynaphtalinmonosulfosäure R für sich oder mit Mineralsäuren unter Druck.
10 kg Natronsalz der Dioxynaphtalinmonosulfosä'ure R werden mit 100 kg einer 25procent. Schwefelsäure in geschlossenem Druckgefäfs auf 200° C. 12 Stunden erhitzt, bezw. so lange, bis eine Probe, nach dem Abkühlen mit Aether extrahirt, in der wässrigen, mit Alkali übersättigten Flüssigkeit bei Zusatz von Diazobenzolchlorid keine Farbstoffbildung mehr giebt.
Der Bombeninhalt wird nach dem Erkalten filtrirt; der auf dem Filter bleibende Rückstand wird durch Umkrystallisiren aus Wasser gereinigt.
Bei Anwendung einer Schwefelsäure von weniger als 25 pCt. ist entsprechend länger und höher zu erhitzen. . Verwendet man dagegen eine Schwefelsäure von etwa 35 bis 50 pCt., so genügt ein 6 bis 7 stündiges Erhitzen auf 160 bis 1700 C.; ebenso bei Anwendung einer etwa 35procent. Salzsäure.
Die Zersetzung des Natronsalzes der Dioxynaphtalinmonosulfosäure R durch blofses Erhitzen desselben beginnt bei etwa 2300 C. (Temperatur des Luftbades). Das entstehende Dioxynaphtalin wird hierbei direct als Sublimat in Krystallen erhalten.
Durch höhere Temperatur wird die Zersetzung beschleunigt, man kann bis 3400C. erhitzen, ohne dafs Verkohlung der zurückbleibenden Sulfosäure eintritt. Vortheilhaft ist es, das entstandene Dioxynaphtalin durch Einleiten von erhitztem Dampf aus dem Sublimirapparat zu entfernen und in geeigneter Weise zu condensiren.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung des 2.3- Dioxynaphtalins, darin bestehend, dafs man das beim Verschmelzen von ß-Naphtol-a-disulfosäure (R-SaIz) mit Aetzalkalien bei 240 bis 2800 C. entstehende Natronsalz der Dioxynaphtalinmonosulfosäure R oder die ß-Napthol-a-disulfosäure (R-SaIz) direct mit Aetzalkalien bei 280 bis 3200C. verschmilzt.
  2. 2. Verfahren zur Darstellung des 2.3-Dioxynaphtalins, darin bestehend, dafs man das beim Verschmelzen von ß-Naphtol-a-disulfosäure (R-SaIz) mit Aetzalkalien bei 240 bis 2800 C. entstehende Natronsalz der Dioxynaphtalinmonosulfosäure R mit Mineralsäuren unter Druck oder für sich erhitzt.
DENDAT57525D Verfahren zur Darstellung von 2. 3-Dioxynaphtalin Expired - Lifetime DE57525C (de)

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