DE694662C - Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten

Info

Publication number
DE694662C
DE694662C DE1938I0061352 DEI0061352D DE694662C DE 694662 C DE694662 C DE 694662C DE 1938I0061352 DE1938I0061352 DE 1938I0061352 DE I0061352 D DEI0061352 D DE I0061352D DE 694662 C DE694662 C DE 694662C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfonic acid
oxynaphthalene
parts
acid
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938I0061352
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walther Benade
Dr Kurt Berger
Dr Werner Keller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DE1938I0061352 priority Critical patent/DE694662C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE694662C publication Critical patent/DE694662C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfons4ure oder ihren Substitutionsprodukten . Es wurde .gefunden, daß man in veinfacher Weise zu 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure und deren Substitutionsprodukt.en gelangen kann, wenn man auf diazotierte i-Amirno-2-oxyn,aphthaHn-4-sulfonsäure oder deren Substitutionsproidukte Traubenzucker in alkalischer Lösung einwirken läßt. Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erhält man die betreffenden Produkte in .einem Arbeitsgang in sehr guter Ausbeute und Reinheit. , Man hat bereits die diazotierte i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsä,ure durch. längeres Kochen mit einem großen überschuß von Alkohol zu 2-Oxyfaaphthalin-4-sulfonsäure reduziert. Das Verfahren hat jedoch einen Eingang in die Technik £i aden können, da es bei schlechter Ausbeute ein unreines Produkt liefert und zur Rückgewinnung des überschüssigen Alkohols eine besondere Ap-
    paratur erfooderlich macht. Das neue Ver-
    fahren dagegen, Idas ein Arbeiten in wäßrig@er
    Lösung und im offene Gefäß gestattet, lie-
    fert in ,ausgezeichneter Ausbeute unmittelbar
    ein Reinprodukt.
    Ein ,anderes bekanntes Verfahren benutzt
    Schwefelnatrium zur Reduktion der di,azo-
    tierten i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfOn-
    säure. Das anfallende Rohprodukt bedarf
    infolgedessen, um für die Herstellung vorn
    Farbstoffen geeignet zu sein, einer umstL,:d-
    lichen Aufarbeitung zur Entfernung des auf-
    tretenden Schwefelwasserstoffes, Schwefel-
    dioxyds und -Schwefels.
    Schließlich hat man das Diazoxyd der
    i-Amino; 2-@o@xynaphthalin-4-,s.ulfonsä,ure durch
    Kochen mit Natriumsulfit in Gegenwart von
    Kupfer bzw. =sulfat über die entsprechende
    Azosulfonsäure in. die 2-Oxynaphthalin-i, 4-di-
    sulfonsäure übergeführt und diese dann durch Hydrolyse mit Schwefelsäure in die 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure umgewandelt. Vor ,diesem mehrstufigen, in Gegenwart von Metallen oder Metallsalven verlaufenden 'Verfahren, das bei Verwendung für die Farbstoffherstellung ihre quantitative. Entfernung notwendig macht, hat die neue eiri-ufige Arbeissweise ,den Vorzug, eines wesentlich schnellegen Reaktionsverlaufes unter Einhaltung niedrigerer Temperaturen und der Abwesenheit vom Metallen.. m
    Beispiel i
    5o Teile diazotierte i-Arnino--2-oxynaphthalin-4-sulfoinsäure werden neutral in. 200 Teilen Wasser gelöst und mit einer Auflösung vorn 16 Teilen Traubenzucker in 4o Teilen Wasser vermischt. Die :so. hergestellte Lösung läßt man allmählich in eine heiße Lösung von 16 Teilen N.atriumhydroxyd in i5o Teilen Wassereinlaufen. Die Abspaltung von Stickstoff beginnt sofort und ist nach der Mischung der Lösungen beendet.
  • Die Lösung .der 2-Oxyn.aphthalin-4-sulfoinsäure, die in einer Ausbeute von mehr als go% entsteht, kann unmittelbar zur Herstellung von Farbstoffen benutzt werden. Soll die Säure isoliert werden, :so dampft man , die :neutralisierte Lösung ein und salzt aus. Man kann auch die entstandene 2-Oxynaphth.alin-4-sulfonsäure durch allmähliche Zugabe eines Arylsulfü@rnsäurechlorids, z. B. Benzo@lsulfo-nsäurechlorid, in den Arylsulfornsäureester überführen, der beim Aussalzen auch aus verdünnter Lösung quantitativ abgeschieden wird. Beispiele Die mit Natronlauge neutralisierte Lösung von 28,45 Teilen .diazotierber 6-Chlor-i-amino-2-oxyrnaphthali,n:-4-sulfo-nsäure in 9o Teilen Wasser wird mit der AuflöSiung von 8 Teilen Traubenzucker in 2o Teilen Wasser vermengt. Die @-so hergestellte Lösung läuft allmählich zu einer heißen Lösung von 8 Teilen Natriumhydroxyd in 75 Teilen. Wasser. Die Stickstoffentwicklung beginnt sofort und ist nach kurzer Zeit beendet. Die Lösung -der 6-Chlor-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure, die in einer Ausbeute von über goo/o der Theorie entsteht, kann sofort zur Herstellung von Farbstoffen verwendet werden. Soll die Säure isoliert werden, so kann dies, wie im Beispiel i ;angeführt ist, in Form -des Natrium-Salzes oder in Form eines Arylsulfonsäureeisters, beispielsweise als Be,nzolsul.fonsäureester, geschehen.
    Beispiel 3
    Werden wie im Beispiele die 28,45 Teile
    diazotierter 6-Chlor-i-amino-2-oxynaphthalin-
    4=sul.fo,nsäure .durch 32,9 Teile -diazotierter
    6-Brom- i -;amin.o-2-oxynaphtbalin-4-@sulfonsäure
    ersetzt, so wird in über goo,'oiger Ausbeute
    ,die 6-Brom-2-oxynaphthälin-4-sulfonsäure er-
    halten.
    Beispiel 4 58,8 Teile @diazotierter 6-Carboxy-i-aniino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure, erhalten aus 2, 6-Oxynaphthoesäure durch Nitrosiegen und Umsetzung mit Bisulfit, werden in i8oTeilen Wasser angeschlemmt und mit Natronlauge neutralisiert. Nach Zugabe von einer Auflösung von 16 Teilen,Traubenzucker in 40 Teilen Wasser läuft die Mischung langsam zu einer heißen Lösung von 16 Teilen Natriumhydroxyd in i 5o Teilen Wasser. Die Stickstoffabspaltung beginnt sofort, und nach Zulauf ist die Umsetzung beendet. Durch Mineralsäuren wird die 6-Carboxy-2-oxynaphthalin -4--sulfonsäure in einer Ausbeute von 95% der Theorie kristallinisch abgeschneden. Beispiel 5 Werden in Beispiel4 die 58,8 Teile diazotierter 6-Carboxy-i-amino@-2-oxynaphthali,n-4=sulfOnsäune .durch 66 Teile dianotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-4, 6-,disudfonsäure-ersetzt, .so entsteht in ebenfalls nahezu quantitativer Ausbeute die 2-Oxynaphthalin-4, 6-di--sulfonsäure. Beispiel l6° Werden im Beispiel l 5o Teile dianotierter i-Amino-2-oxynaphtbalin-4-sulfonsäure .durch 59 Teile dianotierter 6-Nitro-i-amino-2-öxynaphthalin-4--sulfonsäure ersetzt, so wird die 6-Nitro-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure in nahezu quantitativer Ausbeute erhalten. Die Säure kann -durch Zugabe von Mineralsäuren als kristallinisch gelber Körper gefällt werden .oder auch in Form eines Arylsulfönsäureesters; beispielsweise des Benzolsulfonsäureesters, isoliert werden.

Claims (1)

  1. PA TrNTANSPRUCI-I
    Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin,-4-sulfonsäure oder ihren Substtutionsprodukten, dadurch gekennzeichnet, @daß man auf dianotierte i-Amino.-2-oxyn.aphthalin-4-sulfonsäure oder deren Substitutionsprodukte Traubenzucker in alkalischer Lösung einwirken läßt.
DE1938I0061352 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten Expired DE694662C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938I0061352 DE694662C (de) 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938I0061352 DE694662C (de) 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE694662C true DE694662C (de) 1940-08-05

Family

ID=7195447

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1938I0061352 Expired DE694662C (de) 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE694662C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE694662C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsaeure oder ihren Substitutionsprodukten
DE2727345A1 (de) Verfahren zur herstellung von 8-amino-1-naphthol-3,6-disulfonsaeure
DE2715069C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalisalzen von Alkylsulfonsäuren
DE1668897C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrazobenzoldisulfonsäuren in Form ihrer Natriumsalze
DE583545C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrolytnickel
DE738446C (de) Verfahren zur Herstellung von Dekacyclen
DE577631C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen des Phenazons
DE195874C (de)
DE233466C (de)
DE499458C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mit Hilfe von Eisenverbindungen
DE58601C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfosäuren eines rothen basischen Naphtalinfarbstoffes. (2
DE851103C (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuren und Alkalisalzen aus Alkaliseifen und Mineralsaeuren
DE431257C (de) Verfahren zur Gewinnung von Lithiumcarbonat aus kaliumsulfathaltigen Endlaugen
DE446815C (de) Herstellung von Farblacken
DE694140C (de) Verfahren zur Herstellung von Titansaeure bzw. Titanpigmenten
DE326511C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfosaeuren von Monoarylaminochinonen
DE669384C (de) Herstellung von Salzen der Thiodifluorphosphorsaeure
DE519046C (de) Verfahren zur Sulfonierung anorganischer und organischer Stoffe
DE651429C (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen
DE910840C (de) Verfahren zur Entkupferung und Entmesingung von Eisen- und Stahlteilen
CH213749A (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure.
AT27866B (de) Verfahren zur Darstellung eines grünen Säurefarbstoffes der Anthrazenreihe.
DE562513C (de) Verfahren zur Trennung der 1-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeure von ihren Isomeren
DE718952C (de) Verfahren zur Darstellung von Nucleosiden
DE286487C (de)