DE84653C - - Google Patents

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DE84653C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/57Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing carboxyl groups bound to the carbon skeleton
    • C07C309/60Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing carboxyl groups bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1894 ab.
Nach den Angaben des Patentes Nr. 56328 wird die a-Oxynaphtoedisulfosäure durch Erhitzen mit Alkalien unter Abspaltung einer Carboxylgruppe in eine Naphtoldisulfosäure übergeführt. Wie sich nun gezeigt hat, wird beim Schmelzen mit Aetznatron zunächst eine Sulfogruppe und dann erst die Carboxylgruppe eliminirt. Wenn die Schmelze bei 180 bis 2000 geleitet wird, entwickeln sich beim Auflösen derselben mit verdünnter Schwefelsäure reichliche Mengen von schwefliger Säure und es scheiden sich weifse Nadeln aus, welche, in alkalischer Lösung mit Diazobenzol gekuppelt, einen die Wolle roth anfärbenden Farbstoff liefern, während der entsprechende Farbstoff mit der α-Naphtoldisulfosäure -(et, a2 ß4) bezw. a-Oxynaphtoedisulfosäure (O1 ßj a2 ß4) die Wolle gelborange anfärbt. Die neue, in alkalischer Lösung blau fluorescirende Säure wird durch weitere Einwirkung von Aetzkalien unter Abspaltung der Carboxylgruppe in die O1 ßi a2-Dioxynaphtalinsulfosäure übergeführt, deren saures Natronsalz auch in cone. Kochsalzlösungen löslich ist.
Beispiel. 200 kg Aetznatron werden in ca. 50 1 Wasser gelöst und so weit eingedampft, bis das zur Verflüssigung der Schmelze bei 1900 gerade hinreichende Wasser vorhanden ist. In die so bereitete Schmelze trägt man 50 kg saures α-oxynaphtoedisulfosaures Natron ein. Die schön hellgelbe Schmelze wird ca. 4 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 190 bis 2ooc gehalten. Es ist nöthig, das verdampfende Wasser vorsichtig zu ersetzen, um bei Erzielung einer guten Ausbeute ein zu frühzeitiges Erstarren der Alkalischmelze zu verhüten. Ein gröfseres Quantum Wasser, als zur Verflüssigung der Schmelze eben nöthig ist, wird vorteilhaft vermieden, da verdünnte Aetzalkalien die als Ausgangsproduct dienende a-Oxynaphtoedisulfosäure im Gegensatz zur ß-Oxynaphtoedisulfosäure , die im Patente Nr. 67000 benutzt wird, sehr leicht in die entsprechende α-Naphtoldisulfosäure überführen.
Alsdann löst man die Schmelze in ca. 1000 1 Wasser, säuert mit Salzsäure an und filtrirt. Aus der Lösung krystallisiren dann reichliche Mengen des sauren Natronsalzes der neuen Säure aus.
Durch Umkrystallisiren kann man dasselbe weiter reinigen.
Diese neue Dioxynaphtoemonosulfosäure bildet sowohl saure als neutrale Salze. Das saure Natronsalz ist ziemlich leicht in kaltem, leicht in heifsem Wasser löslich. Die Lösungen sind farblos und zeigen keine Fluorescenz. In Kochsalzlösungen ist dasselbe schwer löslich. Das neutrale Natronsalz ist leichter löslich. Aus seinen Lösungen wird es durch Kochsalz in Form von seidenglänzenden Nä'delchen ausgeschieden. Die alkalischen Lösungen desselben besitzen eine schöne blaue Fluorescenz.
Versetzt man eine heifse cone. Lösung des sauren Natronsalzes mit Chlorbaryum, so scheidet sich bald das saure Baryumsalz in Form von langen seidenglänzenden Nadeln aus. Dasselbe ist sehr schwer in kaltem, weniger schwer in heifsem Wasser löslich. Die ausgeschiedenen Krystalle gehen beim Kochen mit kohlensaurem Baryt unter C O2-Entwickelung
(2. Auflage, ausgegeben am iS. August i8g8.J
in Lösung. Alkohol fällt aus der so erhaltenen Lösung des neutralen Baryumsalzes dasselbe in Form von weifsen Flocken.
Die Calciumsalze werden wie die Baryumsalze gewonnen; sie sind bedeutend löslicher in Wasser als die letzteren. Das saure Salz krystallisirt aus cone. Lösungen in Form von kleinen Nädelchen.
Fügt man zu einer Lösung der Baryumsalze verdünnte Schwefelsäure, so erhält man die in Wasser leicht lösliche freie Dioxynaphtoemonosulfosäure. Sie kann aus cone, wässerigen Lösungen in Form von kleinen Nadeln erhalten werden und ist an der Luft sehr beständig. Beim Erhitzen bräunt sie sich, ohne einen scharfen Schmelzpunkt zu zeigen. Mit Eisenchlorid erzeugen ihre Lösungen eine indigoblaue Färbung.
Folgende Tabelle läfst die Verschiedenheit der neuen Dioxynaphtoemonosulfosäure von derjenigen des Patentes Nr. 67000 erkennen:
Dioxynaphtoemonosulfosäure des Patentes Nr. 67000
Dioxynaphtoemonosulfosäure
vorliegenden Patentes
1. Verhalten gegen Eisenchlorid
2. Verhalten gegen Chlorkalk
3. Die alkalischen Lösungen fluoresciren
4. Das saure Natronsalz krystallisirt aus Wasser.
5. wahrscheinliche Constitution
tief indigoblaue Färbung intensiv gelborange Färbung
gelbgrün
in rhombischen Tafeln OH
COOK
■ Mit Diazoverbindungen vereinigt sich die Säure zu blaustichigen Farbstoffen, die sich durch grofse Klarheit ihrer Nuance auszeichnen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung einer neuen Dioxy- \SO3H
    blaue Färbung
    rothe, in gelb umschlagende Färbung
    blau
    in Nadeln
    OH OH\/\/\/COOH
    ■SO,H.
    naphtoemonosulfosäure, darin bestehend, dafs man die a-Oxynaphtoe'disulfosäure
    (OH-COOH-SO3H-SO3H=Ci1 P1 a2 ßj
    mit Aetzalkalien bei i8o° bis 200° verschmilzt.
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