DE80853C - - Google Patents

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DE80853C
DE80853C DENDAT80853D DE80853DA DE80853C DE 80853 C DE80853 C DE 80853C DE NDAT80853 D DENDAT80853 D DE NDAT80853D DE 80853D A DE80853D A DE 80853DA DE 80853 C DE80853 C DE 80853C
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amido
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/49Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms
    • C07C309/50Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1893 ab.
Die beiden a-Monosulfosäuren des Ct1 α 4-Amidonaphtols sind durch die Patentschriften Nr. 75317 und Nr. 75055 bekannt geworden. ß-Monosulfosäuren des a1 a4-Amidonaphtols, deren vier theoretisch möglich sind, finden sich zwarin verschiedenen Patentschriften beschrieben, doch ist ihre Constitution nicht in allen Fällen mit Sicherheit ermittelt worden. Nur von der in der französischen Patentschrift Nr. 210033 erwähnten Amidonaphlolsulfosäure darf die folgende Constitution
OHNH9
SO3H
angenommen werden. Durch Erhitzen der Diamidonaphtalin-ß-monosulfosäure des Patentes Nr. 67017 mit verdünnten Mineralsäuren unter Druck wird nach den Angaben der Patentschrift Nr. 70780 ebenfalls eine ß-Sulfosäure des U1 a4-Amidonaphtols erhalten. Doch geht aus dieser Patentschrift nicht hervor, welche der beiden Amidogruppen der Diamidosäure durch die Hydroxylgruppe substituirt wird. Auch durch Sulfoniren. des Ci1 ct4-Amidonaphtols ist eine Amidonaphtolmonosulfosäure dargestellt worden (Patent Nr. 62289). Ihr wird in der Patentschrift Nr. 68564 die Constitution
OHNH
H0sS .
beigelegt. Da indessen aus der Acetyl - Ct1-naphtylamin «4-sulfosäure durch Sulfoniren, Abspalten der Acetylgruppe aus den gebildeten Acetylamidodisulfosäuren, Abtrennen der leichter lösliche Salze bildenden neuen a-Naphtylamindisulfosäure und Verschmelzen derselben mit Alkalien eine Amidonaphtolmonosulfosäure erhalten wird, der unzweifelhaft die obige Constitution (N H2: S O3 H : O H — U1: ß3: uj zukommt, und da diese Sä'ure sicher verschieden ist von der Ci1 Ci1-Amidonaphtolsulfosäure des Patentes Nr. 62289, so mufs diese letztere eine andere Constitution besitzen.
Zur Darstellung dieser Säure verfährt man in folgender Weise:
a) Darstellung der cij-Naphtylamin-
ß3 Ct4-disulfosäure.
10 kg CL1 - Naphtylamin -ct4-sulfosäure werden mit 60 kg Eisessig, 12 kg Essigsäureanhydrid
(2. Auflage, ausgegeben am ij. August i8gS.)
und 6 kg Natriumacetat 8 Stunden lang gekocht. Nach dem Abkühlen auf 40° werden 6,6 1 technische Salzsäure zugefügt. Beim Erkalten krystallisirt die Acetylverbindung in weifsen Nadeln aus.
10 kg derselben werden in 50 kg rauchender Schwefelsäure von 25 pCt. Anhydridgehalt eingetragen. Man läfst das Ganze bei gewöhnlicher Temperatur 1 bis 2 Tage stehen, giefst es alsdann auf Eis, verdünnt die erhaltene Lösung auf 300 1 und kocht sie 3 bis 4 Stunden lang, wobei die Acetylgruppe abgespalten wird. Man fügt nun zur Entfernung der Schwefelsäure Kalkmilch bis zur alkalischen Reaction hinzu, filtrirt ab, versetzt das Filtrat mit Soda, entfernt das ausgeschiedene Calciumcarbonat durch Filtration und dampft das Filtrat ein, bis sich in der Wärme an der Oberfläche der Flüssigkeit eine Haut absondert. Man läfst nun erkalten und die Lösung 1 Tag lang stehen. Es hat sich dann ein Salz in Krusten abgeschieden, von dem die Flüssigkeit durch Absaugen getrennt wird. Das Salz ist sehr reines Natriumsalz der aj-Naphtylamin-a.j a4-disulfosäure S, dessen Abscheidung sehr vollständig ist. Das Filtrat wird angesäuert und einen Tag lang ruhig stehen gelassen. Es krystallisirt ein Salz aus in weifsen, zu Kügelchen gruppirten Nädelchen. Die Abscheidung desselben erfolgt sehr langsam, ist aber ziemlich vollkommen, da sich aus den Mutterlaugen nur noch eine geringe Menge desselben aussalzen läfst. Dieses Salz erwies sich als saures Natriumsalz einer neuen a-Naphtylamindisulfosa'ure.
Verdünnte Lösungen der Salze dieser neuen Säure zeigen grüne Fluorescenz. Beim Abspalten der Amidogruppe erhält man aus ihr Naphtalin-Ct1 β.,-disulfosäure, deren Dichlorid bei 138° schmilzt.
b) Darstellung der Ct1-Amido-ct4-naphtolß3-sulfosäure.
10 kg der a^-Naphtylamin-ß,, ci4-disulfosäure (saures Natriumsalz) werden mit 20 kg 50 proc. Kalilauge im Rührautoklaven auf Temperaturen zwischen 160 und 2500 erhitzt. Die Dauer der Operation hängt ab von der gewählten Temperatur. Zweckmäfsig erhitzt man erst 6 Stunden lang auf 180 bis 1900 und sodann noch 2 Stunden auf 2000. Nach dem Erkalten giebt man zur Schmelze 200 1· technische Salzsäure. Die neue Amidonaphtolmonosulfosäure krystallisirt dabei in weifsen mikroskopischen Nädelchen aus.
Das Kali kann in dem vorstehenden Beispiele auch durch Natron ersetzt werden. Auch läfst sich die Operation des Verschmelzens in offenen Gefäfsen vornehmen. Die neue Amidonaphtolmonosulfosäure vereinigt sich mit Diazoverbindungen zu Farbstoffen und unterscheidet sich von allen bekannten isomeren Säuren.
Von den eingangs erwähnten beiden Säuren, den Amidonaphtolmonosulfosäuren der Patente Nr. 62289 und Nr. 70780, unterscheidet sich die vorliegende aj-Amido-c^-naphtol-ßg-sulfosäure namentlich durch die blauere Nuance der Farbstoffe mit den Tetrazoverbindungen des Benzidins oder Tolidins.
Weitere Unterschiede der Säure vorliegender Patentschrift und der Säure des Patentes Nr. 62289 ergeben sich aus folgender Zusammenstellung:
Säure des Patentes Nr. 62289 Säure vorliegenden Patentes
Natriumsalz
in Wasser leicht löslich, läfst sich aus heifsem Wasser umkrystallisiren und kommt dann, sowie aus Kochsalzlösung in glänzenden Blättchen. Das Salz ist viel schwerer löslich als das der nebenstehenden Säure OHNH,
SO, H
in Wasser sehr leicht löslich. Läfst sich aus heifsem Wasser kaum umkrystallisiren, durch Kochsalz wird es in weifsen langen Nadeln ausgesalzen
Bariumsalz
krystallisirt in Ideinen Warzen, die aus Nädelchen bestehen
krystallisirt in gut ausgebildeten Nädelchen
Kaliumsalz
viel leichter löslich als das Natronsalz, wird aus wässriger Lösung durch Chlorkalium in schönen silberglänzenden Blättern ausgeschieden
äufserst leicht löslich, konnte aus wässrigen Lösungen durch Chlorkalium nicht ausgesalzen werden.
In der nebenstehenden Tabelle sind noch einige Eigenschaften und Reactionen der neuen Säure im Vergleich mit denen der anderen vom a-Naphtylamin derivirenden ct-Amidonaphtolsulfosäuren zusammengestellt.
Amidonaphtol-
sulfosäure B
(Pat. Nr. 57007 u.
58352)
Ct1-AmIdO-K4-
naphtol-ß2-sulfo-
säure (franz. Pat.
Nr. 210033)
H1-AmIdO-K3-
naphtol-ß^sulfo-
säure (engl. Pat.
Nr. O195 9°)
a, a4-Amido-
naphtolsulfosäure
des Pat. Nr. 62289
Ct1-AnUdO-Ci4-
naphtol-«2-sulfo-
säure
Derivat
von
β - Naphtol,
a. - Naphtylamin
α - Naphtol,
α - Naphtylamin
a - Naphtol,
α-Naphtylamin
α - Naphtol,
α-Naphtylamin
α-Naphtol,
α-Naphtylamin
Freie Säure
ist in Wasser
schwer löslich sehr schwer
löslich
in kaltem Wasser
schwer, in
heifsem leichter
löslich
schwer löslich,
krystallisirt in
weifsen Nadeln
schwer löslich
Natriumsalz
ist in Wasser
leicht löslich leicht löslich leicht löslich leicht löslich sehr leicht
löslich
Fluorescenz
der alkalischen
Lösung
schwach blau schwach grünlich blau bläulich grün
Verhalten der
Säure zu Eisen
chloridlösung
schwarz violett Grünfärbung,
die in Braun um
schlägt
blaugrün smaragdgrüne
Färbung
Verhalten zu
Chlorkalklösung
roth, bei Ueber-
schufs von Chlor
kalk Entfärbung
Bräunung, die
bei einem Ueber-
schufs von
Chlorkalk ver- ■
schwindet
bräunliche
Färbung
schmutzig braune
Färbung, die bei
einem Üeber-
schufs von Chlor
kalk verschwindet
Salpetrige Säure
erzeugt eine
gelbe, sehr
schwer lösliche
Diazoverbindung
hellgelbe Diazo
verbindung
gelbrothe, leicht
lösliche Diazo
verbindung.
Ct1-AmIdO-K4-
naphtol-a3-sulfo-
säure
Ct1-AnUdO^3-
naphtol-K2-sulfo-
säure
(Pat. Nr. 68232}
Amidonaphtol-
ß - sulfosäure
(Pat. Nr. 70780)
K1-AmIdO-K3-
naphtolsulfosäure
(Pat. Nr. 68564)
Ci1-AmIdO-K4-
naphtol-ß3-sulfo-
säure (vorliegen
den Patentes)
Derivat
von
α-Naphtol,
α - Naphtylamin
β-Naphtol,
et-Naphtylamin
α - Naphtol,
α-Naphtylamin
κ-Naphtol,
κ - Naphtylamin
κ - Naphtol,
κ-Naphtylamin
Freie Säure
ist in Wasser
fast unlöslich schwer löslich" sehr schwer
löslich
schwer löslich in kaltem Wasser
sehr schwer, in
heifsem etwas
löslich; kryst.
in weifsen
Nädelchen
Natriumsalz
ist in Wasser
leicht löslich leicht löslich sehr leicht
löslich, nicht
oder sehr schwer
aussalzbar
leicht löslich,
krystallisirt in
grofsen Blättern
sehr leicht
löslich, in
weifsen Nadeln
aussalzbar
Fluorescenz
der alkalischen
Lösung
rein blau blau violett blau violett schwach grün blau violett
Verhalten der
Säure zu Eisen
chloridlösung
Grünfärbung,
später mifs-
farbener Nieder
schlag
bräunlich,
bleibt klar
braun, bleibt klar blau, beim Er
wärmen
schmutzig roth
grün, später
mifsfarbener
Niederschlag
U1-AmIdO-Ct4-
naphtol-ct3-sulfo -
säure
Ct1-AmIdO-P4-
naphtol-ct2-sulfo-
säure
(Pat. Nr. 68232)
Amidonaphtol-
ß - sulfosäure
(Pat. Nr. 70780)
Ct1-AmIdO-Ct3-
naphtolsulfosäure
(Pat. Nr. 68564)
Ct1-AnUdO-Ct4-
naphtol-ß3-sulfo-
säure (vorliegen
den Patentes)
Verhalten zu
Chlorkalklösung
rothbraune Fär
bung, die wieder
verschwindet
und erst auf Zu
satz eines Ueber-
schusses bleibt
rothbraune
Färbung
intensiv braun,
wird gelber bei
Chlorkalküber-
schufs
rothbraune
Färbung
Salpetrige Säure
erzeugt eine
in gelben iri-
sirenden Blätt
chen kryst.
Diazoverbindung
goldgelbe, sehr
schwer lösliche
Diazoverbindung
gelbe, unlösliche
Diazoverbindung
intensiv grün
gelb gefärbte
Lösung
gelbe, sehr
schwer lösliche
Diazoverbindung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von ax-Amido-Ct4-naphtol-ß3-sulfosäure bezw. deren Salzen, darin bestehend, dafs man die durch Sulfoniren
    von Acetyl-Ci1-naphtylamin-c^-sulfosäure und Abspalten der Acetylgruppe darstellbare Ct1-Naphtylamin-ß3 Ct4-disulfosäure mit Alkalien in offenen oder geschlossenen Gefäfsen bei Temperaturen von 160 bis 2500 verschmilzt.
DENDAT80853D Active DE80853C (de)

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Country Status (1)

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DE (1) DE80853C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5793832A (en) * 1994-09-09 1998-08-11 Siemens Aktiengesellschaft Nuclear reactor fuel assembly spacer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5793832A (en) * 1994-09-09 1998-08-11 Siemens Aktiengesellschaft Nuclear reactor fuel assembly spacer

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