DE80878C - - Google Patents

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DE80878C
DE80878C DENDAT80878D DE80878DA DE80878C DE 80878 C DE80878 C DE 80878C DE NDAT80878 D DENDAT80878 D DE NDAT80878D DE 80878D A DE80878D A DE 80878DA DE 80878 C DE80878 C DE 80878C
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DE
Germany
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acid
amidonaphthol
naphthylamine
disulfonic
salt
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DENDAT80878D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/49Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms
    • C07C309/50Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1893 ab.
Durch die Untersuchungen von Armstrong und Wynne (Proc. ehem.■ soc. 1890, 129) ist bekannt geworden, dafs beim Behandeln von ßj-Naphtylamin-ttg-sulfosä'ure mit rauchender Schwefelsäure in der Kälte , zwei . isomere ß-Naphtylamindisulfosäuren entstehen, denen die Constitutionsformeln: : ·
NH,
zukommen.;
Durch energischereBehandlung mit sulfirenden Agentien läfst sich ein weiteres, bisher unbekanntes Sulfirungsproduct erhalten, das eine ß-Naphtylamintrisülfosäure darstellt. Man kann dabei sowphl.von der ß-Naphtylaminmonosulfosäure ausgehen, als auch von einer der beiden Disulfosäuren; in allen Fällen entsteht ein einheitliches Product. Daraus folgt, dafs die neue Napbtylarnintrisulfosäure die Constitution : ■' .
SO3H
I
■NH,
besitzt.
Aus dieser Nap'htylamintrisulfosa'ure kann man weiter beim Verschmelzen mit Alkalien eine neue werthvolle Amidonaphtoldisulfosäure erhalten, der voraussichtlich folgende Constitution zukommt:
■NHo
OiJ.
Die als Ausgangsmateriäl dienende neue ß-Naphtylamintrisulfosäure läfst sich wie folgt gewinnen:
30 kg saures Natriumsalz der ßj-Naphtylamin-.Ci3 ß4- oder α, a3-disulfosäure (oder ein Gemenge beider) werden in iijö bis 200 kg rauchende Schwefelsäure von 4opCt. Anhydridgehalt eingetragen unter ä'ufserlicher Kühlung. Sodann erwärmt man im Wasserbad so lange, bis: eine diazotirte Probe mit R-SaIz einen leicht löslichen orangerothen Farbstoff giebt. Die Sulfirungsmasse wird dann in üblicher Weise verarbeitet, d. h. sie wird in Eiswasser eingetragen, mit Kalk neutralisirt, die erhaltene Calciumsalzlösung vom Gyps abfiltrirt, mit Soda versetzt und die resultirende Natriumsalzlösung nach dem Filtriren zur Trockne verdampft.
Die Salze der neuen ß-Naphtylamintrisulfosäure zeichnen sich durch ihre Leichtlöslichkeit aus. Das saure Kaliumsalz und Natriumsalz bilden sehr leicht lösliche Nädelchen, das Bariumsalz ist gleichfalls leicht löslich. Die verdünnten Lösungen fluoresciren blau. Die Diazoverbindung ist leicht löslich und wird durch Chlornatrium in gallertartigen Flocken
(2. Auflage, ausgegeben am ig. Oktober iSgS.)
ausgesalzen. Die neue ß-Naphtylamintrisulfosä'ure kuppelt sich essigsauer (bei Gegenwart von Natriumacetat) nicht mit Diazobenzolchlorid. Kocht man die Säure längere Zeit mit verdünnten Mineralsäuren, so wird die Ci1-SuIfO-gruppe abgespalten und man erhält die ßt-Naphtylamin-a3 ß4-disulfosäure.
Zur Darstellung der ß-Naphtylamintrisulfosäure kann man auch von der ßj-Naphtylamina3 - sulfosäure ausgehen. Man sulfirt dann zweckmäfsig erst in der Kälte, bis sich die Disulfosäuren gebildet haben, und erwärmt dann, wobei eventuell noch rauchende Schwefelsäure nachgesetzt wird.
Die Ueberführung dieser ß-Naphtylamintrisulfosäure in eine Amidonaphtoldisulfosäure erfolgt durch Erhitzen mit Aetznatron oder Aetzkali auf Temperaturen zwischen 160 und 2 500.
Beispiel:
50 kg Natriumsalz der 6-Naphtylamintrisulfosäure werden mit 100 kg Natron und 50 kg Wasser im Druckkessel auf 160 bis 2200 erhitzt, bis eine Probe beim Kuppeln mit Diazoverbindungen keine Farbstoffzunahme mehr zeigt. Dann wird die Schmelze mit Salzsäure angesäuert. Die Amidonaphtoldisulfosäure krystallisirt in Form ihres sauren Natriumsalzes in feinen verfilzten Nädelchen aus und wird durch Filtriren und Pressen von der Mutterlauge getrennt.
Das Aetznatron kann im vorstehenden Beispiele durch Aetzkali ersetzt werden. Man kann auch in offenen Gefäfsen arbeiten, verwendet dann aber zweckmäfsig concentrirtere Alkalilaugen oder festes Aetzalkali.
Die Concentrations- und Mengenverhältnisse können innerhalb weiterer Grenzen variiren.
Die neue Amidonaphtoldisulfosäure bildet leicht lösliche Salze, die sich aus ihren Lösungen durch Chloralkalien aussalzen lassen.
Weitere Eigenschaften und Reactionen sind im Vergleich mit denen der isomeren ß-Amidonaphtoldisulfosäuren in nachfolgender Tabelle zusammengestellt.
ß-Amidonaphtoldisulfosäure des Pat. Nr. 53023 ß-Amidonaphtoldisulfosäure aus ßt-Naph-
tylamin-ß2 ß3 ß4-trisulfosäure in der Alkalischmelze
ß-Amidonaphtoldisulfo-
säure vorliegenden
Patentes
Saures Natriumsalz
weifser mikrokrystallinischer Niederschlag feine Nädelchen, in
kaltem Wasser schwer,
in heifsem leicht löslich
leicht lösliche feine verfilzte Nädelchen
Fluorescenz der
Lösung des sauren
Natriumsalzes
violettblau, mit Alkali in Blaugrün umschlagend blau
violettblau, mit Alkali in Grün umschlagend
Eisenchlorid erzeugt eine
dunkelbraune Färbung tiefviolette Färbung
grüne Färbung
Chlorkalk giebt eine
dunkelbraune Färbung, die bei Ueberschufs von Chlorkalk verschwindet Blaufärbung
Gelbfärbung
Diazoverbindung
hellgelb, ziemlich schwer löslich leicht löslich, wird durch
Kochsalz in gelben
Flocken ausgeschieden.
Mit Sodalösung färbt sie
sich rothbraun
leicht löslich, orangegelb
aussalzbar. Wird durch,
Sodalösung violettroth
gefärbt
OH
Constitution
HO,
\SOuH Wahrscheinlich
H0\/\/\/NH*
HO3 S/\/\ /\S O3 H
Wahrscheinlich SO3H

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung einer Amidonaphtoldisulfosäure bezw. deren Salzen, darin bestehend, O1K
    dafs man ß1 -Naphtylamin-aj a3 ß4-trisulfosäure oder ihre Salze mit Alkalien in offenen oder geschlossenen Gefäfsen bei 160 bis 2500. verschmilzt.
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