DE969249C - Schaltungsanordnung zur Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verbesserung von Stromstoessen in FernmeldeanlagenInfo
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- DE969249C DE969249C DEM17689A DEM0017689A DE969249C DE 969249 C DE969249 C DE 969249C DE M17689 A DEM17689 A DE M17689A DE M0017689 A DEM0017689 A DE M0017689A DE 969249 C DE969249 C DE 969249C
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- H04Q1/00—Details of selecting apparatus or arrangements
- H04Q1/18—Electrical details
- H04Q1/30—Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents
- H04Q1/32—Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using trains of DC pulses
- H04Q1/36—Pulse-correcting arrangements, e.g. for reducing effects due to interference
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 14. MAI 1958
M 17689 VIIIa/2i a3
Es sind verschiedene Schaltungsanordnungen zur Verbesserung von Stromstößen in Fernmeldeanlagen
bekannt. Sie arbeiten teils mit starrer, teils mit elastischer Korrektur, um die in Fernmeldeanlagen,
insbesondere Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, verzerrt ankommenden Stromstöße zu verbessern.
So sind z. B. Anordnungen bekannt, bei denen der verbesserte Stromstoß sofort mit Beginn des vom
Empfangsrelais aufgenommenen Stromstoßes weitergegeben wird, wobei dann die Länge des weitergegebenen
Stromstoßes durch eine Relaisschaltung bestimmt wird. Es ist auch bekannt, das Weitergaberelais in den Lade- oder Entladekreis eines
Kondensators zu schalten und damit die Erregungszeit des Weitergaberelais vorzubestimmen.
In anderen bekannten Anordnungen erfolgt die Stromstoßgabe invers, d.h., die verbesserten Stromstöße
werden erst weitergegeben, wenn der vom Empfangsrelais aufgenommene Stromstoß zu Ende
ist. Dabei wird üblicherweise beim Abfall des Empfangsrelais eine Relaisschaltung als Korrekturglied
eingeschaltet, die den verbesserten Stromstoß aussendet. Die Anordnung arbeitet in der
Weise, daß über einen in seine Ruhelage zurück-
809 512/49
kehrenden Kontakt des Empfangsrelais ein Hilfsrelais
erregt wird, dessen Erregungsdauer jedoch durch den Entladestromstoß eines Kondensators
unabhängig vom Empfangsrelais unverändert festliegt. Bei seinem Abfall bringt das Hilfsrelais über
den Lade- oder Entladestromkreis eines weiteren Kondensators das Weitergaberelais zur Wirkung.
In Abhängigkeit von der Dauer des nächsten eintreffenden Stromstoßes kann der Erregungsstrom
ίο für das Weitergaberelais entweder vollständig abklingen,
oder er wird bei erneuter Erregung des Hilfsrelais vorzeitig unterbrochen. Dadurch wird
eine elastische Verbesserung der Stromstöße erreicht, d. h., das Stromstoßverhältnis wird in günstigem
Sinne beeinflußt, aber es entsteht hierbei ein Verzug zwischen dem Ende des aufgenommenen
und dem Beginn des weiterzusendenden Stromstoßes. Diese Verzugszeiten addieren sich über
mehrere Streckenabschnitte und können daher zu unliebsamen Verzögerungen bei der Stromstoßgabe
führen.
Es ist auch eine Anordnung bekannt, bei der das im Schleifenstromkreis liegende Stromstoßrelais
als Doppelankerrelais ausgebildet ist. Durch die zeitliche Differenz zwischen dem Abfall des Relais
aus der zweiten Stufe und aus der ersten Stufe der Erregung wird die Dauer des weitergegebenen
Stromstoßes bestimmt.
Dieser bekannten Anordnung haftet aber der Nachteil an, daß nur Impulse weitergegeben werden
können, die kürzer sind als die Schleifenunterbrechungen. Dies bringt die Gefahr mit sich, daß
entweder die weitergegebenen Impulse sehr kurz werden oder daß bei zu kurzer stromloser Pause in
der Stromstoßgabe die Weitergabe des Wechselstromstoßes noch gar nicht beendet ist, wenn das
im Schleifenstromkreis liegende Stromstoßrelais erneut erregt wird.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Entzerrung von übertragenen Stromstößen in
Fernmeldeanlagen, bei der der ankommende Stromstoß über das Empfangsrelais ein Hilfsrelais steuert,
durch welches das Weitergaberelais zum Ansprechen gebracht wird, und bei der der entzerrte
Stromstoß invers kurz nach Beendigung des vom Empfangsrelais aufgenommenen Stromstoßes weitergegeben
wird und infolge einer gewählten Abfallverzögerung des Weitergaberelais auf eine bestimmte
Länge unabhängig von der Dauer des ankommenden Stromstoßes gebracht ist. Eine Herabsetzung
der Verzugszeiten wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Weitergaberelais kurz
nach Erregung des Hilfsrelais noch während des Eintreffens des ankommenden verzerrten Strom-Stoßes
anspricht und daß infolge des Umschaltens eines Kontaktes des Empfangsrelais in die Ruhestellung
nach Beendigung des aufgenommenen Stromstoßes über die Ruhestellung dieses Kontaktes
der abgehende Kreis für die entzerrten Stromstöße geschlossen ist.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung wird die Dauer des weiterzugebenden entzerrten Stromstoßes
durch einen vom Empfangsrelais aufgenommenen weiteren Stromstoß nicht beeinflußt, indem
für die Dauer des weiterzugebenden Stromstoßes durch einen Kontakt des Weitergaberelais der Ansprechstromkreis
für das Hilfsrelais unterbrochen und dadurch über einen in der Ruhestellung befindlichen
Kontakt des Hilfsrelais der abgehende Kreis für die entzerrten Stromstöße unabhängig von dem
Kontakt des Empfangsrelais geschlossen ist.
An Hand der Zeichnung sei nachstehend ein Ausführungsbeispiel beschrieben und die Wirkungsweise
der Erfindung erläutert.
Fig. ι zeigt eine Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung;
Fig. 2 zeigt ein Relaisdiagramm für die Schaltung der Fig. 1.
Ein in Fig. 1 nicht dargestelltes Empfangsrelais / nimmt die ankommenden Stromstöße auf.
Die Standzeit i dieses Relais entspricht der Länge der ankommenden Stromstöße Jk. Wenn das Empfangsrelais
/ anspricht und seinen Kontakt i 1 umlegt, dann wird das Hilfsrelais H erregt über
+,ίι,ατ,Η,—.
8s
Der Kontakt h2 schaltet das Stromstoß enderelais
A ein. Nach dem Ansprechen von Relais A hält sich das Hilfsrelais H für die Dauer des ankommenden
Stromstoßes über seinen eigenen Kontakt h ι weiter. Wenn am Ende des ankommenden
Stromstoßes Jk das Empfangsrelais / abfällt und der Kontakt i 1 wieder umschaltet, wird der Stromkreis
für das Hilfsrelais H unterbrochen und dieses aberregt. Der Kontakt h 2 trennt nun den Erregungsstromkreis
des Stromstoßenderelais A auf, und A fällt verzögert ab. Diese Abfallverzögerung
wird durch die Kombination des Widerstandes Wi mit dem Kondensator C verursacht, die durch den
Kontakt α 3 mit dem Relais^ einen geschlossenen Stromkreis bildet. Sofort nach Abfall des Empfangsrelais
/, d. h. unmittelbar nach Beendigung des ankommenden Stromstoßes, wird ein abgehender
Impuls über
+ , ίτ, 0,2, c
ausgesandt, c ist ein Kontakt des nicht dargestellten
Belegungsrelais. Die Dauer des abgehenden Stromstoßes Jg wird begrenzt durch die Abfallzeit des
Stromstoßenderelais A. Die Zusammenhänge werden an Hand des Relaisdiagramms Fig. 2 deutlich.
Trifft ein neuer ankommender Stromstoß Jk ein, noch während der vorhergehende korrigierte Stromstoß
Jg ausgesandt wird, so wird der abgehende Stromstoß/g· durch den umschaltenden Kontakte 1
nicht unterbrochen, sondern über den Kontakt A3 weitergeführt. Das Hilfsrelais H kommt erst dann
zum Ansprechen, wenn das Stromstoßenderelais A abgefallen ist. Das Hilfsrelais H spricht dann
wieder an und erregt das Stromstoßenderelais A, wie oben schon beschrieben. Dieses Relais A wird
also während des Einlaufens ankommender Stromstöße erregt, jedoch wird es erst wirksam, wenn
der ankommende Stromstoß zu Ende ist, d. h., die abgehenden Stromstöße werden dann ausgesandt,
wenn der Kontakt i 1 des Empfangsrelais / am Ende
des einlaufenden Stromstoßes wieder zurückfällt. Eine Verzögerung beim Aussenden der korrigierten
Stromstöße tritt dabei nicht auf. Die Länge der korrigierten Stromstöße kann durch Verändern der
Abfallzeit des Relais A eingestellt werden. Dazu können beispielsweise zusätzliche Kondensatoren
oder zusätzliche Wicklungen des Relais A oder andere Widerstände Wi in den Entladestromkreis
eingeschaltet werden.
ίο In Fig. 2 ist an Hand des Relaisdiagramms noch
gezeigt, daß auch sehr kurze ankommende Stromstöße Jk noch einwandfrei verbessert und mit der
richtigen Länge weitergesandt werden können. Als Mindestdauer für einen ankommenden Stromstoß
genügt es, wenn das Hilfsrelais H durch ihn angestoßen wird und dieses Relais wiederum das
Weitergaberelais A zum Ansprechen bringt. Auch in diesem Falle wird der verbesserte Stromstoß Jg
unmittelbar nach Beendigung des vom Empfangsrelais aufgenommenen Stromstoßes weitergegeben.
Die eingangs erwähnten unliebsamen Verzugszeiten zwischen dem Ende des aufgenommenen Stromstoßes
und Beginn des weiterzugebenden Stromstoßes sind damit praktisch vermieden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schaltungsanordnung zur Entzerrung von übertragenen Stromstößen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei der der ankommende Stromstoß über das Empfangsrelais ein Hilfsrelais steuert, durch welches das Weitergaberelais zum Ansprechen gebracht wird, und bei der der entzerrte Stromstoß invers kurz nach Beendigung des vom Empfangsrelais aufgenommenen Stromstoßes weitergegeben wird und infolge einer gewählten Abfallverzögerung des Weitergaberelais auf eine bestimmte Länge unabhängig von der Dauer des ankommenden Stromstoßes gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Weitergaberelais (A) kurz nach Erregung des Hilfsrelais (H) noch während des Eintreffens des ankommenden verzerrten Stromstoßes anspricht und daß infolge des Umschaltens eines Kontaktes (ii) des Empfangsrelais in die Ruhestellung nach Beendigung des aufgenommenen Stromstoßes über die Ruhestellung dieses Kontaktes (ΐΐ) der abgehende Kreis für die entzerrten Stromstöße geschlossen ist.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer des weiterzugebenden entzerrten Stromstoßes durch einen vom Empfangsrelais aufgenommenen weiteren Stromstoß nicht beeinflußt wird, indem für die Dauer des weiterzugebenden Stromstoßes durch einen Kontakt (o 1) des Weitergaberelais (A) der Ansprechstromkreis für das Hilfsrelais (H) unterbrochen und dadurch über einen in der Ruhestellung befindlichen Kontakt (A3) des Hilfsrelais (H) der abgehende Kreis für die entzerrten Stromstöße unabhängig von dem Kontakt (ix) des Empfangsrelais geschlossen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 608418, 683702, 637·Hierzu 1 Blatt Zeichnungen@ SOJ 512/« 5.56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM17689A DE969249C (de) | 1953-03-11 | 1953-03-11 | Schaltungsanordnung zur Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM17689A DE969249C (de) | 1953-03-11 | 1953-03-11 | Schaltungsanordnung zur Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE969249C true DE969249C (de) | 1958-05-14 |
Family
ID=7297518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM17689A Expired DE969249C (de) | 1953-03-11 | 1953-03-11 | Schaltungsanordnung zur Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE969249C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE608418C (de) * | 1935-01-23 | Fuld & Co Telephon Und Telegra | Stromstossuebertrager mit als Stufenrolnis ausgebildetem Stromstossrelais | |
| DE683702C (de) * | 1937-11-25 | 1939-11-13 | Siemens & Halske Akt Ges | Schaltungsanordnung zur elastischen Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
| DE727637C (de) * | 1940-11-02 | 1942-11-07 | Zwietusch E & Co Gmbh | Schaltungsanordnung zur elastischen Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen |
-
1953
- 1953-03-11 DE DEM17689A patent/DE969249C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE608418C (de) * | 1935-01-23 | Fuld & Co Telephon Und Telegra | Stromstossuebertrager mit als Stufenrolnis ausgebildetem Stromstossrelais | |
| DE683702C (de) * | 1937-11-25 | 1939-11-13 | Siemens & Halske Akt Ges | Schaltungsanordnung zur elastischen Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
| DE727637C (de) * | 1940-11-02 | 1942-11-07 | Zwietusch E & Co Gmbh | Schaltungsanordnung zur elastischen Verbesserung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen |
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