DE969208C - Mischduenger aus Thomasphosphat und Kaliduengesalzen - Google Patents

Mischduenger aus Thomasphosphat und Kaliduengesalzen

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Publication number
DE969208C
DE969208C DEW12106A DEW0012106A DE969208C DE 969208 C DE969208 C DE 969208C DE W12106 A DEW12106 A DE W12106A DE W0012106 A DEW0012106 A DE W0012106A DE 969208 C DE969208 C DE 969208C
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DE
Germany
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thomas phosphate
granules
mixed fertilizer
thomas
potash
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Expired
Application number
DEW12106A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Jahn-Held
Dr Hellmuth Keitel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall AG
Original Assignee
Wintershall AG
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Publication date
Application filed by Wintershall AG filed Critical Wintershall AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B5/00Thomas phosphate; Other slag phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Mischdünger aus Thomasphosphat und Kahdüngesalzen Gekörnte Düngemittel bieten bekanntlich den Vorteil der Arbeitsersparnis beim Ausstreuen in einem Arbeitsgang und lassen das lästige Stauben bei der Handhabung vermeiden. Es ist deshalb überraschend, daB bis heute gekörnte Produkte aus Thomasphosphat und Kalidüngesalzen noch nicht hergestellt wurden, zumal der Verbraucher auch 'von »Thomasmehl« spricht, welches eine Korngröße von 7o bis 8oö/o unter o,i mm besitzt und deshalb zur Körnung einen ganz besonderen Anreiz bieten sollte.
  • Dies liegt offenbar daran, daß mit der Körnung zum Teil auch die Löslichkeitsverhältnisse der Düngemittel verändert werden und damit auch die pflanzenphysiologische Wirksamkeit. Dies. gilt ganz besonders für Thomasphosphat, welches zur Erhaltung einer ausreichenden Citronensäurelöslichkeit bisher nur fein vermahlen angewendet werden konnte.
  • Aus Thomasphosphat und Kaliumchlorid wurden lediglich unter Verwendung von Wasser feste Granalien gewonnen, die etwa folgende Koingrößenverteilung aufweisen: o,5 bis i mm 4,8%, i bis 2mm 28,80/0, 2 bis 3mm 33,50/0, 3bis4mm31,1%, über 4 mm 1,8%. Bisher nicht vorveröffentlichte Untersuchungen der Erfinder zeigten, dali diese Korngrößenverteilung in den aus Thomasphosphat und Kalisalzen hergestellten Granalien nicht den Anforderungen der praktischen Landwirtschaft in bezug auf die pflanzenphysiologische Wirksamkeit der Phosphorsäure genügt, da diese in solchen Granulaten geringer ist.
  • Es wurde nun überraschend gefunden, daß diese Wirkung dadurch erhalten bleibt, daß Granalien in einer Korngröße bis etwa i mm verwendet werden. Diese Granalien besitzen alle Vorteile und Eigenschaften eines einheitlichen PK-Mischdüngers, ohne daß darin die pflanzenphysiologische Wirksamkeit gegenüber dem feinkörnigen Ausgangsmaterial des Thomasphosphates verlorengeht.
  • Solche erfindungsgemäß hergestellten Granalien haben beispielsweise die Zusammensetzung: 5 % bis o, i mm, 15 % o, i bis o,2 mm, 2o 0/0 o,2 bis o,5 mm, 5o% o,5 bis i mm, io% i bis 2 mm; es liegen also 85 % der Granalien in der Körnung o, i bis i mm vor.
  • Dieser PK-Mischdünger aus Thomasphosphat und Kalidüngesalz, der aus Granalien bis i mm Korngröße besteht, besitzt bei überraschender voller Erhaltung der Citronensäurelöslichkeit der P20. alle bekannten Vorzüge granulierter Düngemittel. Der neue Mischdünger gemäß der Erfindung ist also praktisch kaum staubend, zeigt ein nicht entmischbares einheitliches Korn gleicher Zusammensetzung und stellt ein stets konstantes Nährstoffverhältnis K2O:P20. der Kulturpflanze zur Verfügung.
  • Es hat keinesfalls nahegelegen, aus den beiden Komponenten Thomasphosphat und Kalidüngesalzen solche Granalien herzustellen, denn sonst hätte dies bereits seit Jahrzehnten geschehen müssen. Man ging vielmehr im Zuge der neueren Entwicklung einen anderen Weg, um durch Herbeiführung von Strukturänderungen die Citronensäurelöslichkeit mit Schmelzgranalien, die allein aus Thomasphosphat bestehen, zu erhöhen. Solche Granalien sind aber glatte und harte Schmelzprodukte, die nicht mehr mit Kalidüngesalzen zu in sich homogenen Granalien verbunden werden können.
  • Dieser neue PK-Mischdünger wird bereits im technischen Maßstabe laufend erzeugt und hat sich wegen seiner Vorzüge gegenüber dem lästig staubenden Thomasphosphat in Verbindung mit nur zugemischten Kalidüngesalzen in der landwirtschaftlichen Praxis bewährt. Ein besonderer Vorzug ist es auch, daß diese teilweise von der Praxis ausgeübte lästige Vermischung vor dem Ausstreuen durch den neuen einheitlichen PK-Mischdünger in Fortfall kommt. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Granalien aus Thomasphosphat und Kalisalzen in einer einheitlichen Korngröße von etwa o,i bis i mm (zu etwa go0/a) erfolgt insbesondere nach dem Verfahren der Patentanmeldung W 9738 IVb 163, wobei die einheitliche Korngröße der Granalien von o, i bis i mm durch die zugesetzte Wassermenge in der Größenordnung von 8 bis 12%, durch die Bewegung der granulierten Masse bei der Vibration oder durch entsprechende Einstellung der Um-drehüngsgeschwindigkeit der Granuliervorrichtung od. dgl. Maßnahmen reguliert ünd erreicht wird.
  • Wird der Gehalt an Uberkorn größer als i mm in solchen gekörnten Mischdüngern erhöht, z. B. auf 2o°/o, so bleibt praktisch die pflanzenphysiologische Wirksamkeit erhalten, wenn der Anteil an Unterkorn-Granalien unter o,i mm ebenfalls entsprechend erhöht wird. Diese Feststellung findet wohl darin ihre Begründung, daß es für die junge Pflanze hauptsächlich auf die Erhaltung der »Startwirkung« ankommt, solange die Pflanze noch kein ausreichendes Wurzelsystem entwickelt hat. Das Granulat kann also z. B. auch 13 % bis o, i mm, 750/0 o, i bis i mm, io% i bis 2 mm und 2% 2 bis 3 mm Korngröße enthalten.
  • Die Erhaltung der pflanzenphysiologischen Wirksamkeit der Phosphorsäure in granulierten PK-Mischdüngern aus Thomasphosphat und Kalidüngesalzen mit dem Korngrößenbereich von etwa o bis i mm geht aus dem nachstehenden Versuch hervor.
  • Aus mehlförmigem Thomasphosphat und Kalidüngesalz erzeugte Mischgranalien wurden in Wasser bei 2o° aufgerührt, bis alle Granalien zerfallen waren. Nach Filtration bis zur Chlorfreiheit wurde der kalifreie Rückstand bei 1o5° getrocknet und darin die citronensäurelösliche Phosphorsäure bestimmt. Dabei ergaben sich folgende Werte für citronensäurelösliche Phosphorsäure: Thomasphosphat aus dem Mischdünger enthielt 15,33 % P2 O., das mehlförmige Ausgangs -Thomasphosphat 15,310/0 P20..
  • Dieser Versuch zeigt also bereits, daß die citronensäurelösliche Phosphorsäure in ihrer Wirksamkeit durch die Körnung nicht verändert wird.
  • Die Wirkung der Phosphorsäure in diesen Mischdüngern mit definierten und begrenzten Korngrößenbereichen wurde auch durch vergleichende Topfversuche untersucht. Der nachstehend genannte Gefäßversuch, der nur ein Beispiel darstellt, zeigt. daß bei Anwendung der bevorzugten Korngröße bis i mm Gleichwertigkeit mit dem ungekörnten Thomasphosphat herrscht. Es ergeben sich dagegen abfallende Werte für die Korngrößen i bis 2 mm und 2 bis 3 mm. Das Ergebnis war auch deshalb überraschend, weil die in der Praxis eingeführten Misch- und Mehrstoffdüngemittel vorwiegend gröbere Granulate oberhalb i mm enthalten.
  • Mitscherlich-Gefäße, 3/4 Boden, 1/4 Sand, Versuchspflanze Senf. Grunddüngung: o,6 g N als N H4 N03, 1 g Mg S 04 - 7 H2 O ; o,5 g Na Cl. i g K2 O als reines K Cl bzw. als K Cl im Mischdünger.
    ohne Mischdünger
    Thomasphosphat
    Pflanzengewicht P2()5 bis i mm i bis a mm z bis 3 mm ungekörnt
    g g g g
    frisch....................... 75,4 x78,8 130,5 103,6 1755
    70,9 176,0 128,5 99,0 1745
    trocken ..................... i2,9 29,6 21,1 16,5 30,1
    11,9 27,5 18,8 15,9 29,5
    Ein beispielsweiser Feldversuch zu Kartoffeln auf sandigem Lehmboden bei vierfacher Wiederholung mit 8o kg N als Ammonsulfatsalpeter, 8o kg P205, 16o kg K20 (ohne Stallmistgabe) ergab sogax überlegene Ernteerträge für den neuen bis etwa i mm granulierten PK-Mischdünger aus Thomasphosphat und Kalidüngesalz gegenüber den Einzelgaben.
    Ertrag dz/ha
    i. Ohne P20" schwefelsaures Kali 195,6 -J- 12,o
    2. Ohne P20" 5oer Kalidüngesalz 184,3 -i- 6,4
    3. Thomasphosphat + schwefel-
    saures Kali. . . . . . . . . . . . . . . . 234,7 ± 21,0
    4. Thomasphosphat + soer Kali-
    düngesalz . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,5,5+ 9,i
    5. PK-Mischdünger gemäß der
    Erfindung, granuliert bis i mm 240,0 -f- 6,7
    Diese Überlegenheit konnte itii Gefäßversuch nich+ nachgewiesen werden, da bei diesem andere Witterungsverhältnisse als beim Feldversuch vorliegen. Das Ergebnis des Feldversuches ist aber nicht als Einzelergebnis anzusehen, sondern durch eine Großzahl praktischer Versuche bestätigt. Diese überraschende Überlegenheit im Ertrag gegenüber der Einzelgabe mag auf der vorteilhaften Verbindung des Thomasphosphates mit einer aufschließenden Wirkung durch die Chlor- bzw. Sulfat-Ionen der Kalidüngesalze liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mischdüngemittel, bestehend aus Thomasphosphat und Kalidüngesalzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch auf eine Teilchengröße von etwa o,i bis i mm, vorzugsweise zu etwa go %, gekörnt ist. z. Mischdüngemittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erhöhung der Kornanteile über i mm auch der Anteil an Körnern unter o,i mm Teilchengröße etwa entsprechend erhöht ist.
DEW12106A 1953-09-13 1953-09-13 Mischduenger aus Thomasphosphat und Kaliduengesalzen Expired DE969208C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1100657B (de) * 1959-02-17 1961-03-02 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung granulierter Duengemittel
DE1242644B (de) * 1961-10-17 1967-06-22 Ver Kaliwerke Salzdetfurth A G Verfahren zur Herstellung von gekoernten Mischduengemitteln aus Thomasmehl und Kalisalzen
DE1268160B (de) * 1963-07-19 1968-05-16 Hyperphosphat Ges M B H Deutsc Verfahren zur Herstellung praktisch abriebfester und unter Einwirkung von Feuchtigkeit rasch zerfallender Granulate aus Phosphat- oder Phosphat-Kali-Duengemitteln
DE1292679B (de) * 1961-05-24 1969-04-17 Kalk Chemische Fabrik Gmbh Verfahren zur Herstellung von staubfreien PK-Duengemitteln durch Einpudern von Kaliumsalzen mit Thomasmehl
DE1592578B1 (de) * 1963-12-11 1970-05-27 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung von harten,lager- und abriebfesten Granulaten aus Rohphosphatmehl allein oder im Gemisch mit anderen Pflanzennaehrstoffen

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DE1242644B (de) * 1961-10-17 1967-06-22 Ver Kaliwerke Salzdetfurth A G Verfahren zur Herstellung von gekoernten Mischduengemitteln aus Thomasmehl und Kalisalzen
DE1268160B (de) * 1963-07-19 1968-05-16 Hyperphosphat Ges M B H Deutsc Verfahren zur Herstellung praktisch abriebfester und unter Einwirkung von Feuchtigkeit rasch zerfallender Granulate aus Phosphat- oder Phosphat-Kali-Duengemitteln
DE1592578B1 (de) * 1963-12-11 1970-05-27 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung von harten,lager- und abriebfesten Granulaten aus Rohphosphatmehl allein oder im Gemisch mit anderen Pflanzennaehrstoffen

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