DE968792C - Antriebs- und Steueranordnung fuer Kettenwirkmaschinen - Google Patents
Antriebs- und Steueranordnung fuer KettenwirkmaschinenInfo
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- DE968792C DE968792C DEL11949A DEL0011949A DE968792C DE 968792 C DE968792 C DE 968792C DE L11949 A DEL11949 A DE L11949A DE L0011949 A DEL0011949 A DE L0011949A DE 968792 C DE968792 C DE 968792C
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Description
AUSGEGEBEN AM 27. MÄRZ 1958
L 1194p VII125a
Bei Kettenwirkmaschinen ist es erwünscht, im Augenblick des Stillstandes der Maschine eine Entlastung
der Ware zu erzielen, damit kein Maschenverzug auftreten kann. Eine Entlastung der Ware
tritt ein, wenn die Nadelbarre ihre tiefste Stellung erreicht hat und die Maschen abgeschlagen sind.
Man kennt bereits elektrische Vorrichtungen, welche eine umlaufende Maschine, insbesondere
eine Nähmaschine, in einer bestimmten Lage, z. B. in der oberen Totlage der Nadel, anzuhalten bezwecken.
Solche Vorrichtungen weisen dann eine elektrisch betätigte Bremse auf, welche z. B. durch
das Ausschalten der Maschine in Wirkung gestellt wird, sowie einen Elektromotor, der die Maschine
bis zu dem gewünschten Festpunkt weiterdreht. Diese bekannten Vorrichtungen arbeiten aber nicht
zuverlässig und beziehen sich nicht auf Kettenwirkmaschinen. Sie sind auch nicht auf Kettenwirkmaschinen
anwendbar, da sie nicht berücksichtigen, daß im Augenblick des Stillstandes der Maschine ao
eine Entlastung der Ware erzielt werden muß, um einen Maschenverzug zu vermeiden.
Bei Cotton-Wirkmaschinen ist es bekannt, mit einem schnell laufenden Hauptmotor und einem als
Ersatz für den Handantrieb dienenden langsam laufenden Hilfsmotor zu arbeiten. Ferner ist es bei
Cotton-Wirkmaschinen bekannt, zum Zwecke der Stillsetzung eine elektrische Umschaltung des
Motors auf eine niedrigere Geschwindigkeit vorzunehmen und durch ein Zeitrelais den Motor in 3·
einer vorbestimmten Stellung zum Stillstand zu bringen. In beiden Fällen hat man jedoch nicht den
Wunsch berücksichtigt, den Stillstand der Maschine erst dann durchzuführen, wenn die Entlastung der
Ware erfolgt ist.
Gemäß der Erfindung wird eine Antriebs- und Steueranordnung für Kettenwirkmaschinen geschaffen,
bei der Steuermittel vorgesehen sind,
709 912/29
welche bei Abschaltung des Antriebes der Wirkmaschine selbsttätig eine Stillsetzung der Wirkmaschine
erst dann bewirken, wenn die Nadelbarre ihre tiefste Stellung erreicht hat und die Maschen
abgeschlagen sind. Bei Abschaltung bzw. Stillstand des Hauptantriebsmotors der Wirkmaschine werden
Steuermittel betätigt, welche einen Hilfsmotor (Kriechgangmotor) einschalten, der insbesondere
mit verringerter Geschwindigkeit die Wirkmaschine
ίο bzw. die Exzenterwelle so lange antreibt, bis die
Nadelbarre ihre tiefste Stellung aufweist und die Ware entlastet ist. Gemäß der weiteren Erfindung
sind vorteilhaft außer den selbsttätig wirkenden Steuermitteln zur Stillsetzung der Wirkmaschine
in der tiefsten Stellung der Nadelbarre von Hand betätigte Schaltmittel vorgesehen, welche in drei
verschiedene Schaltstellungen gebracht werden können, so daß
I. ein selbsttätiger Stillstand in der tiefsten Stel-
lung der Nadelbarre erreicht wird,
II. ein langsamer Weiterlauf (Kriechgang),
III. ein Stillstand in beliebiger Stellung.
Der selbsttätige Stillstand in der tiefsten Stellung
der Nadelbarre wird durch eine von der Hauptantriebswelle (Exzenterwelle) der Wirkmaschine angetriebene
Kurvenscheibe in Verbindung mit einem elektrischen Schalter erreicht, der den Hilfsmotor
im gewünschten Augenblick abschaltet. Hierbei kann der Schalter zum Ein- und Ausschalten des
Hilfsmotors (Kriechgangmotor) über einen Schwenkhebel betätigt werden, welcher sowohl von
der durch die Exzenterwelle angetriebenen Kurvenscheibe als auch von der Schaltstange zum Ein- und
Ausschalten des Hauptantriebsmotors und von einem Handhebel zur Einstellung der verschiedenen
Schaltstellungen des Hilfsmotors beeinflußt wird. Die Schaltstange zum. Ein- und Ausschalten des
Hauptmotors ist über ein Hebelgestänge mit dem von Hand betätigten Schalthebel zur Einstellung
der verschiedenen Schaltstellungen des Hilfsmotors verbunden.
In den Fig. 1 bis 5 ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Exzenterwelle 1 der Wirkmaschine wird von dem Hauptmotor 2 angetrieben, der mittels der
Schaltstange 3 über Betätigung eines elektrischen Schalters ein- und ausgeschaltet werden kann.
Außerdem kann die Exzenterwelle 1 von einem Hilfsmotor (Kriechgangmotor) 4 angetrieben werden,
wobei zweckmäßigerweise eine Freilaufkupplung 15 zwischengeschaltet ist.
Fig. ι zeigt die Maschine im Normallauf, d. h., die Exzenterwelle 1 der Wirkmaschine wird über
den Hauptmotor 2 mit ihrer vollen Drehzahl angetrieben. Das Stillsetzen der Maschine geschieht nun
in folgender Weise:
Durch die Schaltstange 3 wird der Hatiptmotor 2 abgeschaltet. Dadurch schaltet sich über zwei Hilfskontakte
im Schütz (nicht dargestellt) sofort ein Hilfsmotor, d. h. der Kriechgangmotor 4, ein.
Gleichzeitig wird aber über den Nocken 5 durch die Steuerhebel 6, 7 und 13 der Schwenkhebel 8 mit
seiner Rolle freigegeben (s. Fig. 3). Die Rolle des Schwenkhebels 8 rollt nun so lange auf der von der
Exzenterwelle 1 angetriebenen Kurvenscheibe 10, bis die Aussparung 11 unter die Rolle kommt. Dadurch
wird über den elektrischen Schalter 9 der Stromkreis für den Kriechgangmotor 4 ebenfalls
unterbrochen, und die Maschine steht still. In diesem Moment hat die Spitzennadelbarre ihren tiefsten
Punkt erreicht. Den Schaltvorgang zeigt Fig. 3.
Der von Hand zu betätigende Schalthebel 12 befindet
sich bei diesem Schaltvorgang unverändert in der Lage I, da er unabhängig über eine Klauenkupplung
mit dem Steuerhebel 13 verbunden ist.
Soll nun die Maschine im langsamen Lauf (Kriechgang) durchgedreht werden, so nimmt der
Schalthebel 12 die Lage II ein (Fig. 4).
Dadurch wird über den Steuerhebel 13 und Schwenkhebels die Rolle aus der Aussparung 11
der Kurvenscheibe 10 gehoben. Gleichzeitig wird über den Stößel 14 des elektrischen Schalters 9 der
Stromkreis für den Kriechgangmotor 4 geschlossen.
Soll nun die Maschine in einer beliebigen Stellung stehenbleiben, so wird der Schalthebel 12 in
die Lage III gebracht; dadurch wird über den Hebel 13 und den Schwenkhebel 8 der Stößel 14
weiter betätigt und im elektrischen Schalter 9 ebenfalls der Stromkreis für den Kriechgangmotor
4 unterbrochen. Die Hebelstellung für diesen Schaltvorgang zeigt Fig. 5.
Das Weiterlaufen der Maschine im Kriechgang erfolgt in der Weise, daß der Schalthebel 12 in die
Lage I gebracht wird (Fig. 3). Dadurch wird der Schwenkhebel 8 wieder freigegeben, und die Maschine
schältet in der tiefsten Stellung ab.
Beim Wiedereinschalten des Hauptmotors 2 über die Schaltstange 3 werden durch den Nocken 5 die
Steuerhebel 6, 7 und 13 betätigt und der Schwenkhebel 8 mit seiner Rolle aus der Aussparung 11 ausgehoben
und die Kontakte im elektrischen Schalter 9
geschlossen. Die Maschine befindet sich im Normallauf, wie in Fig. 1 beschrieben.
Claims (7)
1. Antriebs- und Steueranordnung für Kettenwirkmaschinen,
dadurch gekennzeichnet, daß Steuermittel vorgesehen sind, welche bei Abschaltung
des Antriebs der Wirkmaschine selbsttätig eine Stillsetzung der Wirkmaschine erst dann bewirken, wenn die Nadelbarre ihre
tiefste Stellung erreicht hat und die Maschen abgeschlagen sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Abschalten bzw. Stillstand des Hauptantriebsmotors der Wirkmaschine Steuermittel betätigt werden, die
einen Hilfsmotor (Kriechgangmotor) einschalten, welcher mit verringerter Geschwindigkeit
(Kriechgang) die Wirkmaschine bzw. die Exzenterwelle so lange antreibt, bis die Nadelbarre
ihre tiefste Stellung erreicht hat.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß außer den selbsttätig wir-
kenden Steuermitteln zur Stillsetzung der Wirkmaschine in der tiefsten Stellung der Nadelbarre
von Hand betätigte Schaltmittel vorhanden sind, welche in drei verschiedene Schaltstellungen
gebracht werden können, so daß
I. selbsttätiger Stillstand in tiefster Stellung der Nadelbarre,
II. ein langsamer Weiterlauf (Kriechgang),
III. Stillstand in beliebiger Stellung
erreicht wird.
III. Stillstand in beliebiger Stellung
erreicht wird.
4. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der selbsttätige Stillstand
in tiefster Stellung der Nadelbarre durch eine von der Hauptantriebswelle (Exzenterwelle)
der Wirkmaschine angetriebene Kurvenscheibe in Verbindung mit einem elektrischen Schalter
erfolgt, der den Hilfsmotor abschaltet.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter zur
Steuerung des Hilfsmotors über einen Schwenkhebel betätigt wird, welcher sowohl von der
durch die Exzenterwelle angetriebenen Kurvenscheibe als auch von der Schaltstange zum Ein-
und Ausschalten des Hauptantriebsmotors und von einem Handhebel, vorzugsweise unter
Zwischenschaltung einer Klauenkupplung, zur Einstellung der verschiedenen Schaltstellungen
des Hilfsmotors beeinflußt wird.
6. Anordnung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltstange zum Ein- und Ausschalten des Hauptmotors über ein Hebelgestänge mit dem Schalthebel zur Einstellung
der verschiedenen Schaltstellungen des Hilfsmotors verbunden ist.
7. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsmotor die
Hauptantriebswelle (Exzenterwelle) über eine Freilaufkupplung antreibt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 695132, 549350; deutsche Patentanmeldung R.5366VII/52a (bekanntgemacht am 29. 11. 1951).
Deutsche Patentschriften Nr. 695132, 549350; deutsche Patentanmeldung R.5366VII/52a (bekanntgemacht am 29. 11. 1951).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 912/29 3.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL11949A DE968792C (de) | 1952-03-29 | 1952-03-29 | Antriebs- und Steueranordnung fuer Kettenwirkmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL11949A DE968792C (de) | 1952-03-29 | 1952-03-29 | Antriebs- und Steueranordnung fuer Kettenwirkmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968792C true DE968792C (de) | 1958-03-27 |
Family
ID=7259024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL11949A Expired DE968792C (de) | 1952-03-29 | 1952-03-29 | Antriebs- und Steueranordnung fuer Kettenwirkmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968792C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE549350C (de) * | 1928-11-03 | 1932-04-26 | Wildman Mfg Co | Elektrischer Antrieb fuer flache Kulierwirkmaschinen |
| DE695132C (de) * | 1936-07-29 | 1940-08-17 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | tromotorisch angetriebenen Wirkmaschinen |
-
1952
- 1952-03-29 DE DEL11949A patent/DE968792C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE549350C (de) * | 1928-11-03 | 1932-04-26 | Wildman Mfg Co | Elektrischer Antrieb fuer flache Kulierwirkmaschinen |
| DE695132C (de) * | 1936-07-29 | 1940-08-17 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | tromotorisch angetriebenen Wirkmaschinen |
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