DE684357C - Vereinigter Hand- und Druckluftantrieb fuer elektrische Schalter - Google Patents

Vereinigter Hand- und Druckluftantrieb fuer elektrische Schalter

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DE684357C
DE684357C DES121964D DES0121964D DE684357C DE 684357 C DE684357 C DE 684357C DE S121964 D DES121964 D DE S121964D DE S0121964 D DES0121964 D DE S0121964D DE 684357 C DE684357 C DE 684357C
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DE
Germany
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drive
compressed air
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Expired
Application number
DES121964D
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English (en)
Inventor
Max Proschmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
    • H01H33/32Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator pneumatic

Landscapes

  • Gear-Shifting Mechanisms (AREA)

Description

  • Vereinigter Hand- und Druckluftantrieb für elektrische Schalter Die Erfindung bezieht sich auf einen vereinigten Hand- und Druckluftantrieb für Schalter, z. B. auf Schiffen. Im Gegensatz zu den normalen ortsfesten Schaltanlagen an Land kommt es nämlich bei Schiffs- und ähnlichen Spezialanlagen nicht auf einen vollautomatischen Betrieb an, weil durch Fehler in der Automatik Betriebsstörungen vorkommen können, die unter Umständen für den Bestand des ganzen Schiffes verhängnisvoll werden, wenn dieses sich in hohem Seegang oder sonst gefährdeter Lage befindet. Man zieht es deswegen vor, mit Hilfe einer gut geschulten Bedienungsmannschaft die Mehrzahl der Schalthandlungen von Hand vornehmen zulassen. Nun ist zwar auch bei Landanlagen gewöhnlich außer den Fernsteuerungseinrichtungen stets auch eine Handantriebsmöglichkeit vorgesehen. Diese ist jedoch normalerweise außer Betrieb gesetzt, z. B. durch Abnahme des Handgriffes, und muß im Notfalle erst besonders angebracht werden. ImGegensatz dazu ist bei Schiffsanlagen die Schnelligkeit der Bedienung gerade im Gefahrenfalle von ausschlaggebender Wichtigkeit. Aus diesem Grunde muß dafür gesorgt sein, daß jeder Schalthandlung eine einzige Bedienungsmaßnahme eindeutig zugeordnet ist, daß also z. B. zum Einschalten eines bestimmten Schalters stets - sowohl im Normal- als auch im Notbetrieb - ein bestimmtes Handrad gedreht wird.
  • Nun sind aber die Schalteinheiten häufig so groß und erfordern daher zum Ein- und Ausschalten eine so große Arbeit, daß ein einziger Mann zu lange Zeit brauchen würde, um die Bedienungshandlung auszuführen. Um ihm nun für den Normalfall das Schalten zu erleichtern, erfolgt die Steuerung der Luftzufuhr für den zur Unterstützung des Handantriebs vorgesehenen Drucklufthilfsantrieb in Abhängigkeit von der Schaltbewegung des Handantriebs.
  • Ähnliche Antriebe sind zwar an sich bekannt. Hierbei handelt es sich jedoch um für elektrische Fahrzeuge dienende, mit zwei Druckluftzylindern ausgerüstete Antriebe, die entsprechend dem Regelschalterbetrieb so ausgebildet sind, daß sie stehenbleiben, sobald der Handhebel weiterbewegt wird. Solche Antriebe .sehen zwar die Möglichkeit vor, beim Anhalten der Kontakte in einer falschen Zwischenstellung zwischen zwei Stellungen der Schaltwalze die Bewegung fortzusetzen, um die gewünschte Schaltstellung zu erreichen. Hierzu soll jedoch eine zusätzliche Fortschaltvorrichtung mit Sperrklinken verwendet werden, die höchstens zur Überbrückung kleiner Wege ausreicht und die die Anordnung sehr kompliziert macht. Ein weiterer Nachteil des vorbekannten Antriebs besteht ferner darin, daß der Drucklufthilfsantrieb pro Zeiteinheit nur eine konstante Druckluftmenge, unabhängig von dem 1e weil;, erforderlichen Aufwand an Antriebs', kraft, liefert, so daß auf den Handantrieb e@ix veränderbarer Kraftanteil entfällt, der je nach dem zu überwindenden Widerstand einen erlieblichen Wert erreichen kann. Wollte man hierbei den bekannten, für Stufenschalter bestimmten Antrieb für Leistungs- oder Trennschalter, z. B. Schiffsschalter, anwenden, bei denen das Handrad zur Betätigung des Schalters meistens um mehr als 36o° gedreht werden muß, so daß ein Übergreifen der Hände erforderlich ist, so könnte es beim Einschalten leicht vorkommen, daß durch Loslassen des Steuerrades die beweglichen Kontakte eine nicht vorgesehene Zwischenstellung an-.nehmen würden, in der ein Lichtbogen entsteht, der die Kontakte stark angreift bzw. zum Verschmoren bringt.
  • Diese Nachteile werden durch die Erfindung in einer zuverlässigen und einfachen Weise vermieden, wobei die Erfindung einen bestimmten Geschwindigkeitsverlauf der Schaltbewegung zu erzielen gestattet. Die Erfindung zeichnet sich hierbei im wesentlichen dadurch aus, daß das Steuerorgan für den Drucklufthilfsantrieb bei gleichmäßiger Bewegung des Handantriebs -die Druckzuführung zum Druckluftzylinder derart steuert, daß von Hand während des ganzen Schaltvor= Banges ein bestimmtes, gleichbleibendes Drehmoment aufgebracht werden muß.
  • Eine weitere Erfindung besteht darin, daß die Steuerung des Drucklufthilfsantriebs zur Erzielung des gewünschten Geschwindigkeitsverlaufs .der Schaltbewegung in Abhängigkeit vom Schaltweg selbstregelnd wirkt. Der Schaltvorgang braucht infolgedessen nur eingeleitet zu werden, so daß die Schaltung selbst beim Loslassen des Antriebsbetätigungsorgäns, z: B. im Gefahren- oder Unglücksfalle, einwandfrei durchgeführt wird, In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung, teilweise schematisch, dargestellt. In Fig. i ist io ein dreipoliger Schalter, dessen bewegliche Teile durch die Antriebswelle r i bewegt werden. Auf der Antriebswelle i i sitzt ein Zahnsegment 1z; dieses steht in Eingriff mit dem Ritzel 13, das mit dem Handrad 14 gekuppelt ist. An der Welle i i greift außerdem zur Unterstützung der Druckluftantrieh 16, bestehend aus Druckluftkolben und Zylinder, über die Schubstange 17 und die Kurbel 15 an. Zur Steuerung des Druckluftantriebes dient der Steuerschieber 18, der sich in dem Steuerzylinder ig bewegt. Die. Bewegung wird verursacht durch die Zahnstange 2o, die mit einer Schnecke 2i im Eingriff steht, welche mit dem Handrad 14 auf der gleichen Welle sitzt. Auf diese Weise ist die Steue-@-rung des 'Druckluftantriebes vom Schaltweg ''lihängig gemacht. Der Schieber 18 gibt bei frier Bewegung nacheinander mehrere Öfftüngen a:2 bis 24 von verschiedenem Quer schnitt in der Wand des Zylinders i9 frei. Durch die Wahl der Größe der Öffnungen und der Reihenfolge ihrer Freigabe wird ein bestimmter Geschwindigkeitsverlauf der Schaltbewegung erzielt, z. B. so, daß die Antriebsgeschwindigkeit während ,der Einschaltbewegung wächst und in dem Augenblick, wo sich die Schaltstücke berühren; am größten ist. Die erforderliche Druckluft wird dem Zylinder ig durch das Rohr :z5 von der nicht dargestellten Sammelleitung der Druckluftanlage aus zugeführt. Man richtet die Steuerung vorteilhaft so ein, daß der Bedienungsmann nicht völlig entlastet ist, sondern bei Bewegung des Handrades mit normaler Geschwindigkeit noch ein konstantes Drehmoment zu überwinden hat; denn es ist wichtig, daß der Bedienungsmann stets das Gefühl hat, die Schalthandlung tatsächlich selbst zu vollziehen, daß er also einen gewissen Widerstand beim Schalten verspürt: Dieser Widerstand darf nur nicht so groß sein, daß dadurch die Schalthandlung über das gewünschte Maß hinaus verzögert wird; -deswegen wird der Drucklufthilfsantrieb -nach der Erfindung zur Unterstützung herangezogen. Die Druckluftanlage braucht aber nicht so groß zu sein wie für einen Schalter; der nur mit Druckluft ohne die gleichzeitige Handbetätigung geschaltet wird.
  • Es sind zwar elektrisch gesteuerte Schaltapparate mit einer gemeinsamen Steuervorrichtung für die elektromagnetische und rnechanische Steuerung .der Kontakte bekannt; bei diesen tritt aber normalerweise nur der elektrische Antrieb in Tätigkeit, da die elektrische Steuerung der mechanischen zeitlich voraneilt. Außerdem haften der elektrischen Steuerung die bekannten Mängel der Kompliziertheit und Empfindlichkeit an, die durch die große Anzahl Hilfsleistungen und Hilfskontaktstellen verursacht sind: Demgegenüber bietet eine Druckluftanlage größere Sicherheit und Übersichtlichkeit.
  • Im Notfalle, d. h, bei Beschädigung oder völligem Ausfall ,der Druckluftanlage; kann der erfindungsgemäße Antrieb immer noch als reiner Handantrieb betätigt werden, ohne daß der Bedienungsmann einen ungewohnten Griff vorzunehmen braucht. Die Verzögerung ist in diesem Falle viel geringer als bei den bekannten Anlagen an Land, bei denen bei Ausfall des Fernantriebes der Handantrieb erst hergerichtet werden muß, ehe er benutzt werden kann, und bei denen die Handschaltung eine ungewohnte Maßnahme ist.
  • Fig.2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel. Die gleichen Teile sind hier mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie in Fig. i. Das Steuerorgan für den Druckluftantrieb ist hier aber nicht mit dem Handrad 1q., sondern mit der Antriebswelle ii bzw. mit dem an ihr angreifenden Antrieb 15, 17 gekuppelt. Der Kolben 26 des Druckluftantriebes 16 ist nämlich selbst als Steuerorgan ausgebildet. Er steuert Öffnungen 27 bis 29, die sich in der Wandung des Druckluftzylinders 3o befinden. Die Druckluftzuleitung 31 zu diesen Öffnungen wird durch ein Ventil 32 freigegeben, welches von einem am Handrad 14. befindlichen Anschlag 33 bei Beginn der Schalthandlung geöffnet wird. Erst nach vollzogener Schalthandlung wird das Ventil 32 wieder geschlossen.
  • Die beiden in den Fig. i und 2 dargestellten Anordnungen wirken derart, daß der Schalterantrieb, nachdem eine Schalthandlung einmal begonnen ist, diese auch dann selbsttätig zu Ende führt - allerdings mit verringerter Geschwindigkeit -, wenn die Handbetätigung nicht zu Ende geführt wird, beispielsweise infolge Ausfalles des Bedienungsmannes kurz nach Beginn der Schalthandlung. Es kann natürlich im Bedarfsfalle ohne weiteres eine mechanische oder pneumatische Entkupplungseinrichtung eingebaut werden, die nach dem Totmannprinzip arbeitet und nach Aufhören der Handbetätigung auch den Drucklufthilfsantrieb zum Stillstand bringt. Bei solchen Schaltern, bei denen dagegen die einmal begonnene Schalthandlung unter allen Umständen beendet werden muß, wird der Drucklufthilfsantrieb vorteilhaft mit dem beweglichen Schaltstück selbst gekuppelt. Zwischen dem Drucklufthilfsantrieb und dem beweglichen Schaltstück ist dabei eine Freiauslöseeinrichtung anzuordnen.
  • Der Antrieb nach der Erfindung kann auch. bei anderen elektrischen und sonstigen Geräten mit Vorteil angewendet werden, bei denen es auf ;gleichmäßige, stets gesicherte, schnelle Bedienungsmöglichkeit ankommt.
  • Für die weitere Möglichkeit, von einer Zentralstelle aus alle Schaltgeräte zu steuern, kann ferner ein ferngesteuerter Elektromotor mit der Welle i i gekuppelt sein. Dieser braucht dann nur für das normal von Hand aufzubringende, beispielsweise konstante Drehmoment bemessen zu sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vereinigter Hand- und Druckluftantrieb für elektrische Schalter, bei dem die Steuerung der Luftzufuhr für den zur Unterstützung des Handantriebes vorgesehenen Drucklufthilfsartrieb in Abhängigkeit von der Schaltbewegung des Handantriebes erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (18 bzw. 26) für den Drucklufthilfsantrieb (15 bis 17) bei gleichmäßiger Bewegung des Handantriebes (r4) die Druckluftzuführung zum Druckluftzylinder (16) derart steuert, daß von Hand während des ganzen Schaltvorganges ein bestimmtes, gleichbleibendes Drehmoment aufgebracht werden muß.
  2. 2. Schalterantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Drucklufthilfsantriebs zur Erzielung des gewünschten Geschwindigkeitsverlaufes der Schaltbewegung in Abhängigkeit vom Schaltweg selbstregelnd wirkt.
  3. 3. Schalterantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan 'für den Drucklufthilfsantrieb mit dem Antriebskolben bzw. mit dem beweglichen Schaltstück gekuppelt ist. q.. Schalterantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zu Anfang der Bewegung des Handgriffes ein Steuerventil für den Druckluftzutritt zum Hilfsantrieb geöffnet und erst nach vollzogener Schaltung wieder geschlossen wird.
DES121964D 1936-03-15 1936-03-15 Vereinigter Hand- und Druckluftantrieb fuer elektrische Schalter Expired DE684357C (de)

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