DE94802C - - Google Patents

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DE94802C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L3/00Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof
    • B62L3/02Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof for control by a hand lever

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Dr. H. van KOOLWYK in BERLIN. Bremsvorrichtung für Fahrräder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1897 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf eine Bremse für Fahrräder, welche sowohl an Lenkrädern als auch an den angetriebenen Rädern Verwendung finden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die neue Bremse veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι die Seitenansicht eines Zweirades mit der Bremse am Vorderrad und am Hinterrad.
Fig. 2 und 3 zeigen Einzelheiten in gröfserem Mafsstabe, und zwar im Besonderen die Anordnung der Bremse am Hinterrad.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, besteht die Bremse aus einer Doppelgabel mit zwei Paar entgegengesetzt nach abwärts gebogenen und nach aufsen hin divergirenden Zinken α α und b b. Diese Doppelgabel ist in der Mitte, wo die Wurzeln der Zinken zusammenstofsen und mit einander verbunden sind, drehbar am Gestell des Fahrrades oberhalb des zu bremsenden Rades befestigt. Beim Vorderrad erfolgt die Befestigung der Doppelhebel z. B. in der Steuergabel; am Hinterrad kann, wie es beispielsweise in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht ist, die Aufhängung der Bremse an dem Steg s erfolgen, welcher die beiden Zinken ^ ^ der das Hinterrad tragenden Gabel mit einander verbindet. Die Bremse ist an dem Steg s durch zwei Riemen aufgehängt, kann sich also in ihrem Aufhängepunkt um den Steg s drehen.
Die beschriebene Bremse wirkt nun in der Weise, dafs die nach vorn oder hinten gerichtete Gabel auf den Fahrradreifen aufgeprefst wird. Der Fahrradreifen klemmt sich hierbei zwischen die beiden Zinken und wird auf diese Weise eine Bremswirkung auf das Rad ausgeübt. Wird der nach vorn gerichtete Theil der Doppelgabel niedergedrückt, so streift der Fahrradreifen vom WTurzelende nach den Spitzen zwischen den Zinken hindurch. Wird dagegen die nach hinten gerichtete Gabel niedergedrückt, so läuft das Rad von den Spitzen nach dem Wurzelende durch die Zinken, preist sich also zwischen die keilartig stehenden Zinken. Es ist hieraus ersichtlich, dafs auf diese Weise eine erheblich stärkere Bremsung stattfindet, als wenn der Radreifen entgegengesetzt die Zinken passirt.
Die beschriebene Bremse wird daher in der Regel so benutzt, dafs die nach vorn gerichteten Zinken der Doppelgabel auf das zu bremsende Rad niedergedrückt werden, während in Fällen dringender Gefahr, wo ein plötzliches Anhalten des Rades erforderlich und wünschenswerth ist, die nach hinten gerichtete Gabel durch Abwärtsbewegen die Bremsarbeit, und zwar in erhöhtem Mafse, ausübt.
Das Drehen der Gabel um ihren Aufhängepunkt kann in einfachster Weise dadurch geschehen, dafs zu beiden Seiten des Aufhängepunktes Oesen 0 angeordnet sind, an welchen Zugschnüre m und η befestigt werden. Der Fahrer hat es in der Hand, durch Anziehen der einen oder anderen Schnur das nach vorn oder nach hinten gerichtete, Ende der Gabel abwärts zu bewegen. Statt der Schnüre kann auch mittelst eines in geeigneter Weise angeordneten Gestänges die Bethätigung der Bremse erfolgen.
Nach der Beschreibung ist ersichtlich, dafs die Bremse nicht unbedingt als Doppelgabel ausgebildet zu sein braucht. In diesem Falle
wird zweckmäfsig beispielsweise am Vorderrad die einfache Gabel so angeordnet, dafs die Zinken nach vorn gerichtet sind, während sie für eine zweite Gabel bei dem Hinterrad nach hinten gerichtet sind. In diesem Falle wird dann für gewöhnliches Bremsen die vordere Bremsgabel bethätigt, während in Fällen der Gefahr die hintere Gabel in Thätigkeit tritt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Bremsvorrichtung für Fahrräder, gekennzeichnet durch eine Doppelgabel mit entgegengesetzt gerichteten Zinkenpaaren und divergirenden Zinken (α α bezw. b bj, wobei diese Doppelgabel in der Mifte so über dem zu bremsenden Rad drehbar aufgehängt ist, dafs durch Abwärtsbewegung des nach vorn oder hinten gerichteten Zinkenpaares infolge des Einklemmens des elastischen Reifens zwischen die Zinken ein Bremsen des Rades im geringeren oder stärkeren Mafse erfolgt.
    Eine Ausführungsform der im Anspruch ι gekennzeichneten Bremsvorrichtung, bei welcher beide Gabeln. getrennt sind und jede drehbar für sich, jedoch mit entgegengesetzt gerichteten Zinkenpaaren angeordnet ist, und zwar entweder beide Gabeln an demselben Rad oder an verschiedenen Rädern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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