DE73774C - Lenkvorrichtung für Fahrräder - Google Patents

Lenkvorrichtung für Fahrräder

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Publication number
DE73774C
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Authority
DE
Germany
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steering
pins
crossbar
handle
head
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT73774D
Other languages
English (en)
Original Assignee
j. W. ADAMS, Virginia Hotel in Chicago, V. St. A
Publication of DE73774C publication Critical patent/DE73774C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K21/00Steering devices
    • B62K21/18Connections between forks and handlebars or handlebar stems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1893 ab.
Die Erfindung betrifft Verbesserungen der Lenkvorrichtung bei Fahrrädern.
Ein bekannter Fehler bei Zweirädern ist der, dafs der Radfahrer durch die Bewegung seines Körpers, welche aus dem Bestreben, das Gleichgewicht zu erhalten, und dem gleichzeitigen Antreiben des Rades resultirt, wobei er sich gleichzeitig auf die Handgriffe des Lenkrades stützt, ein unsicheres Fahren und Schwanken des Fahrzeuges bewirkt.
Der Fehler liegt hauptsächlich daran, dafs man den Lenkhebel während des Fahrens gleichzeitig als Stütze für den Fahrer dienen läfst.
Die Verbesserung besteht daher im wesentlichen darin, dafs der Radfahrer in den Stand gesetzt wird, das Rad zu lenken, ohne den Stützhebel zu bewegen. ;
Ein zweiter Vortheil ist der, dafs trotzdem der Fahrer nicht gezwungen wird, beim Lenken die Handhaben loszulassen. Dann bietet die Construction noch den Vorzug, dafs die Handstütze starr mit dem Gestell verbunden ist, während erstere gleichzeitig mit Vorrichtungen zum Lenken des Rades versehen ist.
Fig. ι ist die Seitenansicht eines Zweirades mit der Verbesserung versehen. (Das hintere Rad ist fortgelassen.)
Fig. 2 ist der Kopf eines Fahrrades mit den Handhaben im Grundrifs, theilweise im Schnitt dargestellt.
Fig. 3 ist ein Verticalschnitt durch den Kopf des Fahrrades von der Seite gesehen.
Fig. 4 stellt einen Verticalschnitt durch den Kopf von vorn gesehen und
Fig. 5 einen Schnitt durch einen der Handgriffe nebst einem Theil der Querstange in vergröfsertem Mafsstabe dar.
Fig. 6 ist eine von der Stange abgelöste Handhabe im Schnitt.
Fig. 7 ist ein Schnitt ähnlich dem in Fig. 5 dargestellten, jedoch rechtwinklig zu letzterem. (Die Querstange ist in der Ansicht dargestellt.)
Fig. 8 ist eine Ansicht wie die in Fig. 5 dargestellte, mit einer Abänderung versehen.
Fig. 9 ist eine Abänderung der Lenkvorrichtung im Grundrifs.
Fig. 10 ist eine ähnliche Ansicht wie bei Fig. 2, jedoch mit abgeänderten Bewegungsmechanismen.
Gleiche Theile sind überall mit denselben Buchstaben bezeichnet.
Die neuen Einrichtungen sind in Verbindung mit einem gewöhnlichen Fahrrad dargestellt, dieselben lassen sich jedoch an Fahrrädern jeder Art anbringen.
In einem starren Theil des' Gestelles A, zweckmäfsigerweise im Kopf a, in welchem die Lenkstange sich dreht, ist die Querstange B für die Handhaben befestigt. Dieselbe kann die gewöhnliche Röhrenform besitzen und auf irgend welche passende Art mit dem Kopf a fest verbunden sein.
Bei Fig. 2 sind die beiden Enden der Querstange in einem entsprechenden T-Stück des Kopfes C C eingesteckt. Auf diese Weise entsteht eine starre Verbindung zwischen dem Stützpunkt der Hände und dem Gestell des Fahrrades.
Die Stange D der Lenkradgabel läuft durch den Kopf α und ist oben und unten mit Kugellagern oder etwas Aehnlichem versehen, um die Reibung möglichst zu verringern.
Hierdurch kann das Lenkrad mit seinem Stiel D unabhängig von der Querstange B gedreht werden. An der Stange D ist der Hebel G befestigt, welcher, wie Fig. ι bis 4 und 10 zeigen, aus einem Zahnsegment besteht, welches, auf das obere Ende von D aufgekeilt ist, und zwar empfiehlt es sich, denselben direct oberhalb des Kopfes α zu befestigen.
Die untere Seite dieses Segments kann als Reibungsfläche des Kugellagers F dienen.
Wie Fig. 2 zeigt, steht der Hebel G mit den beiden Handgriffen N N in Verbindung. Diese wird bewirkt durch eine Kette H, in welche die Zähne von G eingreifen. Die Kette ist lang genug, um das Segment nach beiden Seiten hin um je 450 zu drehen, da eine solche Drehung des Leitrades für gewöhnlich genügt.
Sollte indessen eine weitere Drehung verlangt werden, so kann man die Kette beliebig verlängern. Eine möglichst kurze Kette ist jedoch vorzuziehen. An der Kette sind an jedem Ende dünne Drähte oder Schnüre h befestigt, welche durch Oeffnungen in die Querstange B eintreten und deren Enden an Zapfen 1, Fig. 5, befestigt sind. Diese Zapfen / laufen , in den Enden der hohlen Querstange S, welche an diesen Stellen mit zwei Längsschlitzen J K versehen ist,' in welchen die Zapfen / geführt werden vermittelst der Stifte L M, welche, am Zapfen / befestigt, durch die Schlitze hindurchragen.
Die Handgriffe N, welche die gebräuchliche oder irgend eine andere passende Form besitzen, sind über die geschlitzten Enden der Querstange B geschoben. Sie sind im Innern mit Schraubengewinden oder spiralförmigen Nuthen O versehen, in welche die verlängerten Stifte L M hineinragen. Die Handgriffe sind drehbar auf der Stange befestigt und mögen auf zweckmäfsige Weise gegen Verschiebung auf derselben gesichert sein, wie durch einen Flantsch P und die Mutter Q, Fig. 7. Dreht man nun die Handgriffe auf ihrer Achse nach rechts oder links, so ist leicht zu ersehen, dafs die Zapfen I infolge der Stifte L M, welche in die schraubenförmigen Nuthen eingreifen, in den Schlitzen / und K hin und hergeführt werden. Die Schnüre h folgen diesen Bewegungen und drehen das Segment G und mit ihm die Stange D und das Lenkrad nach rechts oder links. Es ist vortheilhaft, an jedem der Zapfen / zwei Stifte L M anzubringen, und zwar auf jeder Seite einen, um einem Klemmen des Zapfens vorzubeugen. Da nun diese Stifte ziemlich in der Mitte des Zapfens angebracht werden müssen und einander gegenüberliegen, so ist auch eine doppelte Nuth erforderlich, wie Fig. 5, 6 und 7 zeigen.
Zapfen L ist in der Nuth Q. und M in O1 geführt. Eine doppelte Nuth ist jedoch nicht immer nothwendig. Fig. 8 z. B. zeigt nur ein einziges Gewinde, wobei dann auch der Zapfen / mit nur einem Stift versehen ist. Es lassen sich indessen auch bei einer einzigen Nuth zwei Stifte verwenden, wenn eben der Handgriff entsprechend lang ist, um den, Stiften genügenden Spielraum zu lassen.
Die Steigung des Schraubengewindes soll derart bemessen sein, dafs eine halbe Drehung des Handgriffes genügt, um das Leitrad um 450 zu drehen. Gleichzeitig soll die Steigung nicht zu grofs sein, um Schwierigkeiten bei der Drehung zu verursachen.
Man kann die Vorrichtungen derart einrichten, dafs, um das Rad nach rechts oder links zu lenken, es lediglich einer Drehung mit je einer Hand bedarf. Wird keiner der beiden Handgriffe gedreht, so ist das Leitrad in seinen Bewegungen ebenso frei, wie dasjenige an gewöhnlichen Zweirädern.
Bei einem Segmenthebel G von 30 bis 40 mm Radius genügt ein Gewinde von ebensolcher Länge; indessen müssen diese Abmessungen stets den Verhältnissen entsprechend geändert werden.
Die in Fig. 2 bis 4 dargestellte Form ist die zweckmäfsigste für den Segmenthebel, indessen läfst sich für bestimmte Fälle auch eine andere Form wählen, wie z. B. die durch Fig. 9 veranschaulichte. Hier ist das Segment durch einen kleinen Arm ersetzt. Die Kette H wird hier überflüssig, und es kann an deren Stelle eine einfache, in G befestigte Schnur /z1 treten. bl b2 sind Führungsrollen, welche das Durchscheuern der Schnur hl bei ihrem Eintritt in B verhindern.
Bei der durch Fig. 10 dargestellten Abänderung wird der Segmenthebel G anstatt durch Kette und Schnüre durch eine Zahnstange R bewegt, welche in den an B befestigten Führungen r r gleitet. Die seitlichen Verlängerungen S S der Zahnstange sind mit den beiden um 11 schwingenden Hebeln TT verbunden, welche durch Hebel U und V von den Handgriffen aus bewegt werden können. Durch den Druck der Hand auf einen der beiden Hebel V wird dann die Zahnstange R und mit ihr das Leitrad nach rechts oder links bewegt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung zum Lenken von Fahrrädern, dadurch gekennzeichnet, dafs der Kopf des Fahrrades, welcher die mit den Handhaben N versehene Querstange B trägt, starr mit dem Gestell A verbunden ist, während die Drehung der Lenkradgabel durch eine in dem Kopf α drehbar ge-
    führte Stange D durch Uebertragung von den Handhaben N aus erfolgt.
    Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Lenkvorrichtung,' bei welcher die Bewegung der Lenkradgabel durch Drehung der lose auf der Querstange B sitzenden, ■mit Gewindenuthen O versehenen Handhaben N erfolgt (Fig. 5 bis' 8), wodurch Zapfen 7, welche mit Stiften L durch Schlitze J in die Nuthen O eingreifen, in der Querstange B hin- und hergeführt werden und ihre Bewegung durch Schnüre h und Kette H auf das Zahnsegment G, Fig. 2, übertragen, welches, auf dem Stiel D der Lenkradgabel befestigt, die Drehung der letzteren veranlafst.
    Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Lenkvorrichtung, bei welcher die Drehung des Zahnsegments G durch eine1 Zahnstange R, Fig. 10, erfolgt, deren seitliche Verlängerungen S S mit Hebelübersetzungen TUV verbunden sind, derart, dafs durch den Druck der Hand auf einen · der beiden Endhebel V die Zahnstange R und mit ihr das Leitrad nach rechts oder links bewegt wird.
    Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Lenkvorrichtung, bei welcher das Segment G durch einen Arm G, Fig! 9, ersetzt ist, welcher durch Schnüre h1, die auf Rollen &2 geführt sind, mit den Zapfen /, Fig. 5, verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT73774D Lenkvorrichtung für Fahrräder Expired - Lifetime DE73774C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2565928A1 (fr) * 1984-06-14 1985-12-20 Elf France Dispositif d'actionnement manuel en particulier pour une direction de motocycle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2565928A1 (fr) * 1984-06-14 1985-12-20 Elf France Dispositif d'actionnement manuel en particulier pour une direction de motocycle
EP0165159A3 (en) * 1984-06-14 1987-09-02 Elf France Manual actuating device, in particular for a motorcycle steering device

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