DE62168C - Land- und Wasserfahrrad - Google Patents

Land- und Wasserfahrrad

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Publication number
DE62168C
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Authority
DE
Germany
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attached
wheel
land
water
fork
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62168D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. DOEHLING, Postbote, in München, Corneliusstr. 26
Publication of DE62168C publication Critical patent/DE62168C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60FVEHICLES FOR USE BOTH ON RAIL AND ON ROAD; VEHICLES CAPABLE OF TRAVELLING IN OR ON DIFFERENT MEDIA, e.g. AMPHIBIOUS VEHICLES
    • B60F3/00Amphibious vehicles, i.e. vehicles capable of travelling both on land and on water; Land vehicles capable of travelling under water
    • B60F3/0061Amphibious vehicles specially adapted for particular purposes or of a particular type
    • B60F3/0084Amphibious cycles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Fahrrad, welches ebensowohl für Land- wie für Wasserfahrten eingerichtet ist. Der Fahrer kann dasselbe für letzteren Zweck während des Fahrens vorbereiten. Er kann, ohne absteigen zu müssen, bei flachem Ufer in das Wasser fahren und wiederum im Herausfahren aus demselben das Fahrrad für Landfahrten einrichten, ohne vom Rad steigen zu müssen.
Fig. 1 der Zeichnung stellt eine Seitenansicht und die Fig. 2 eine Ansicht von hinten mit theilweisem Schnitt des Fahrzeuges dar, während die Rg. 3, 3a, 4, 4a, 5 und 6 Einzelheiten desselben veranschaulichen.
Bei diesem Fahrrad ist der Hauptsache nach das Gerippe bezw. die Construction eines Zweirades in Anwendung gebracht, bei welchem das kleinere Rad (Lenkrad) vorn und das grofse (Treibrad) sich hinten befindet. Der etwas flacher gekrümmte Rücken α besteht aus einem festen Rohr, in welchem eine entsprechend starke Tragstange b leicht verschieb- und feststellbar angebracht ist. Letztere ist am vorderen Ende mit einem Drehhebel c versehen, welcher beim Verschieben derselben in einem seitlich am Rohr angebrachten Schlitz d geführt wird und bei vorgeschobener Stange (was bei Fig. 1 der Fall ist), in eine am unteren Schlitzrand angebrachte Kerbe gedrückt, die Stange in dieser Stellung festhält. Das hintere Ende derselben ist gabelförmig getheilt (Fig. 2 punktirt) und etwas nach auswärts gebogen (Fig. 1), während die gabelförmigen Enden wiederum so seitwärts gebogen sind, dafs sie als Achsen für zwei kleine Rädchen e dienen können. Durch Zurückschieben der Stange b kommen diese Rädchen auf den Boden zu stehen, wodurch sie dem Fahrer auf dem Lande das Gleichgewicht halten helfen. Der Hebel c kommt hierbei hinter den zwischen zwei Wulsten befindlichen, mit einer dem Schlitz d ensprechenden Oeffnung versehenen Ring f zu liegen, wo er durch Verdrehen dieses letzteren festgehalten wird.
Ferner ist am Fahrzeug eine Bremse angebracht (Fig. 4 und 4a Detail), welche aus einem mit einer entsprechenden Nuth versehenen Bremsrädchen g besteht. Dieses ist in einem Gabelhebel h, welcher in der Mitte zwischen zwei an der Lenkstange η befindlichen Lappen i drehbar befestigt ist, gelagert und wird mittelst des letzteren und der federnden Bremsstange s gegen das Treibrad gedrückt. Um die Bremswirkung beliebig erhöhen zu können, ist neben dem Bremsrädchen ein gleich grofses Scheibchen k mit Bandbremse / angeordnet, welche, von einer über kleine Rollen m m an der Lenkstange empor über den Bremshebel t geführten Schnur oder dergleichen u beeinfiufst, das Bremsrädchen g während des Bremsens hemmt.
Zu beiden Seiten des Treibrades ist je ein entsprechend langes, ringsum dicht verschlossenes Boot A aus leichtem Material angeordnet. Die Boote sind an beiden Enden an der dem Rad zugekehrten Seite an gabelförmigen Trägern 0 0 und in der Mitte an dem gleichfalls nach unten getheilten Fortsatz ρ der Treibradgabel q scharnierartig aufgehängt. Die Träger 0 sind an dem Verbindungsgestänge r r befestigt und ebenso wie der Fortsatz ρ bei Beginn der Gabelung scharnierartig gegliedert.
Am Aufsenrand der Boote ist in der Mitte je eine Tragstange v, Fig. 2, scharnierartig befestigt, welche an ihrem oberen Ende mit horizontal stehenden ovalen Oesen versehen ist, die bei Wasserfahrten in an der Treibrad-
gabel angebrachten Flügelschrauben oder dergleichen n> eingehängt (Fig. i) und mit diesen festgeklemmt, die Boote etwas über dem Boden festhalten. Zum Fahren auf dem Lande werden die Boote mittelst der Tragstangen ν aufgezogen (Fig. 2) und die Oesen der letzteren in oben an der Treibradgabelkrümmung angebrachte Haken α1 eingehängt.
Das eine der Boote ist mit einem Steuer χ versehen (Fig. 1 und 5), das von zwei über das Boot laufenden, an der Lenkradgabel q empor über den Rücken α geführten Schnüren oder dergleichen y bewegt wird, welche vor dem Sattel an zwei in einem kleinen Ständer gelagerten Steuerhebeln \ befestigt sind.
Die Bewegung des grofsen Rades erfolgt durch Kurbeln bl, welche von zwei mit den Trethebeln c1 verbundenen Uebertragungshebeln d1 beeinflufst werden. Am Innenrand des Treibrades ist ein entsprechend starkes und breites Randblech e1 angeordnet, welches durch eigene, etwas leichtere Speichen, die auf einer besonderen Speichenscheibe f1, Fig. 2, zusammenlaufen, in gleichmäfsiger Spannung gehalten wird. Neben je einer Hauptspeiche gl ist auf diesem Randblech eine gleich breite Schaufel h1 mittelst Scharnier in der Weise angebracht, dafs sie, bei Wasserfahrten aufgestellt (Fig. ι links und Fig. 2 und 6 Detail), zusammen ein solides Wasserrad bilden und beim Fahren auf dem Lande hingegen umgelegt werden können (Fig. 1 rechts und Fig. 6 punktirt), in welcher Lage sie dann der Luft nicht den geringsten Widerstand entgegensetzen. Die Schaufeln, welche an ihrem Scharniertheil nach drei Seiten abgeflacht sind, stecken mit demselben zwischen je einer entsprechend gebogenen Klemmfeder z1, welche an ihren Enden mittelst kleiner, am Randblech angebrachter, in entsprechende Schlitze der Federn eingreifende Stifte kl an das Blech e1 und gleichzeitig in einer gewissen Spannung gehalten werden. Des aus dem Treibrad und den Schaufeln gebildeten Wasserrades halber ist es nothwendig, die Radgabel q von der Achse aus parallel bis unter den Rücken α in die Höhe gehen zu lassen (Fig. 2). Unter dem Sattel ist zu beiden Seiten am Rücken und der Gabel q befestigt ein Schutzgitter /' für den Fahrer angebracht, über welches event, noch eine wasserdichte Decke gespannt werden kann. Damit die Boote vorn am Schnabel und das Lenkrad m1 vor, wenn auch nur geringen, Seitendrehungen geschützt sind bezw. die Lenkung des ganzen Fahrzeuges im Wasser nur durch das Steuer χ allein erfolgt und keine sonstigen Nebenbewegungen einzelner Theile desselben die Steuerung ungünstig beeinflussen, ist an der Lenkstange η eine durch die Figuren 3 und 3 a gekennzeichnete Vorrichtung angebracht.
An der Lenkradgabel η1 sind zu beiden Seiten Lagerzapfen o1 angebracht, an welchen je eine an den Enden mit Zähnen versehene Spreizstange ρl drehbar befestigt ist. Dieselben sind etwa im Mittel mit je einer Druckstange q1, welche wiederum mit der in der rohrartigen Lenkstange η geführten Zugstange r' gelenkig verbunden sind, drehbar befestigt. Sind die Spreizstangen ρλ, wie Fig. 3 zeigt, heruntergedrückt, so werden sie in dieser Stellung durch einen oben an der Lenkstange in einem Schlitz s1 geführten Drehhebel tl festgehalten, indem dieser unter einen seitlich an derselben befindlichen, nach abwärts gebogenen Stift ul gedreht wird. Will sich nun der Fahrer vom Wasser aufs Land begeben, so löst er den Drehhebel aus und zieht die Spreizstangen mittelst der Zug- und Druckstangen in die Höhe, wobei sich letztere in die seitlich der Lenkstange angebrachten Schlitze v1 ein- und die ersteren an diese flach anlegen, während der Hebel i1, in eine am oberen Ende von Schlitz sl angebrachte Kerbe w1 gedrückt, das Gestänge in ihrer dermaligen Stellung festhält.
Die Radschaüfeln können unter einander entsprechend verbunden und mit einer geeigneten Vorrichtung versehen sein, damit sie der Fahrer vom Sattel aus während der Fahrt durch einen Zug oder dergleichen aufstellen und durch einen Gegenzug etc. wieder umlegen kann.
Durch die Anordnung der Tragstangen r ist das Anbringen der Trethebel an den Kurbeln bl selbst unmöglich. Sie sind daher an den Hebeln c1 angebracht, welche von entsprechender Länge und über der Radachse an der Lenk1 radgabel q drehbar gelagert sind (Fig. 7 und 8). Die Kurbeln b1 und die Trethebel c1 sind durch Hebel dl verbunden, welche beim Treten der Tretkurbeln die Bewegung der Hebel c1 auf die Kurbel bl übertragen bezw. letztere und damit das Rad in Bewegung setzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Land- und Wasserfahrrad, bei welchem behufs Fahrens auf dem Wasser zu beiden Seiten aufziehbare, mit Steuerung versehene Boote A angeordnet sind, welche mittelst einer an der Lenkstange angebrachten Spreizvorrichtung parallel gehalten werden, während an der Treibradfelge ein Randblech (ex) mit umlegbaren Schaufeln (hl) angebracht ist und die Bewegung des Treibrades von durch Pedal- und Verbindungshebel beeinflufste Kurbeln erfolgt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT62168D Land- und Wasserfahrrad Expired - Lifetime DE62168C (de)

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