DE940707C - Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer SubstanzInfo
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- DE940707C DE940707C DEC6669A DEC0006669A DE940707C DE 940707 C DE940707 C DE 940707C DE C6669 A DEC6669 A DE C6669A DE C0006669 A DEC0006669 A DE C0006669A DE 940707 C DE940707 C DE 940707C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05B—PHOSPHATIC FERTILISERS
- C05B1/00—Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly
- C05B1/02—Superphosphates
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Phosphatdüngemitteln mit einem Gehalt an organisdier Substanz Es ist bekannt, Sup'erphosphat, Mischdüngemittel oder andere Düngemittel mit Torf oder sonstigen organischen Stoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft zu vermischen; man erhält dadurch Düngemittel mit einem Gehalt an organischer Substanz. Als wesentlicher Nachteil hat sich bei derartigen Mischprodukten jedoch immer wieder herausgestellt, daß eine unerwünschte Entmischung eintritt, wodurch sich Schwierigkeiten beim Ausstreuen und eine uneinheitliche Verteilung auf dem Ackerboden ergeben. Zudem lagen die zugesetzten organischen Stoffe meistens in einer für die Pflanzen nicht immer ganz leicht aufnehmbaren, schwer löslichen Form vor. Man hat bereits vorgeschlagen, Mischungen aus Rohphosphat und tierischen Abfallstoffen, wie Leder, Haare, Wolle, Federn od. dgl., dem Reaktionsraum eines Druckgefäßes zuzuführen und dort mit Schwefelsäure oder Phosphorsäure aufzuschließen, wobei der Druck unter Berücksichtigung der Gasentwicklung genau geregelt wird. Dieses Verfahren erfordert eine komplizierte und kostspielige Apparatur und bedarf einer genauen Wartung. - Ein weiterer älterer Vorschlag sieht vor, bei der Superphosphatherstellung aus Rohphosphat und Schwefelsäure 4o bis 6o% Torf oder Lignit in der letzten Phase des Aufschlußprozesses zuzugeben, um ein Humuscalciumphosphat zu gewinnen. Bei diesem Verfahren läßt sich jedoch ein homogenes Produkt nicht erzielen.
- Es wurde nun gefunden, daß sich die Nachteile der älteren Verfahren dadurch ausschalten lassen, daß man schwer lösliche Humusstoffe, wie Torf oder Klärschlamm, bereits zum Rohphosphatmehl zusetzt, mit: diesem innig vermischt oder. vermahlt und anschließend diese Mischung mit Schwefelsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Salpetersäure, zu Superphosphat mit einem Gehalt an organischer Substanz aufschließt. In dem Endprodukt liegen die organischen Stoffe in gleichmäßig verteilter und in für die Pflanze leicht aufnehmbarer Form vor, ohne zu unwirksamen Verbindungen zersetzt zu sein.
- Den Ausgangsmischungen aus Rohphosphatmehl und Humusstoffen können auch noch andere geeignete Nährstoffe, sowie Spürenelemente und bzw. oder Schädlingsbekämpfungsmittel zugesetzt werden; beim anschließenden Aufschlußverfahren erhält man dann Mischdüngemittel, die einerr ausreichenden Gehalt an organischer Substanz aufweisen.
- Zu dem Mischprodukt aus Rohphosphatmehl und organischen Stoffen können außer geeigneten Stickstoff- und Kalisalzen auch flüssiges Ammoniak oder Phosphorsäure zugesetzt werden. Dadurch hat man es in der Hand, gegebenenfalls den Gehalt an den einzelnen Nährstoffen beträchtlich zu erhöhen.
- Wenn die genannten Stoffe zusammen mit dem Rohphosphat in den Aufschlußprozeß eingebracht werden, so können sie dem Rohphosphat entweder vor oder nach der Vermahlüng zugesetzt werden. Anschließend wird das Mischprodukt mit der auf den Rohphosphatanteil berechneten Schwefelsäuremenge nach bekannten Verfahren in üblicher Weise aufgeschlossen. Das erhaltene Produkt ist auch physikalisch von wesentlich besserer Beschaffenheit als beispielsweise normales Superphosphat. Man erhält ein lockeres Produkt, das bei weitem nicht mehr die plastischen Eigenschaften aufweist, wie sie bei dem in üblicher Weise hergestellten frischen Superphosphat vorliegen.
- Durch den Aufschluß wird eine weitgehende Bindung und Absättigung der Huminstoffe durch Kalk oder Ton erreicht,; es bilden sich auf diese Weise mit den kalkgesättigten Humus- und Humustonkomplexen wertvolle Humusformen. Außerdem tritt infolge des höheren Gehaltes an Humaten durch die Gegenwart von Kalkhumat eine puffernde Wirkung'ein. Durch das erfindungsgemäße Verfahren können unter anderem auch die sonstigen humusbildenden Körper, Lignine, gewisse Eiweißverbindungen und Uronsäurekomplexe des Torfs oder Klärschlammes aus dem Zellverband herausgelöst und in echte Humusstoffe übergeführt werden.
- Das erfindungsgemäß hergestellte, organische Substanz enthaltende Düngemittel kann anschließend, falls gewünscht, nach bekannten Granulierverfahren auch in granulierte Form übergeführt werden.
- Es ist ferner bereits ein Verfahren beschrieben worden, nach dem ein Düngemittel durch gemeinsamen Aufschluß von Schlick und Phosphoritmehl mit konzentrischer Schwefelsäure erhalten werden kann. Hierbei wird die im Schlick enthaltene stickstoffhaltige Substanz in schwefelsaures Ammoniak übergeführt. Von dem Verfahren der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich dieser ältere Vorschlag dadurch, daß Schlick. zum größten Teil (So bis 8514) aus anorganischen Bestandteilen besteht und daß eine besonders starke Schwefelsäure von 6o' B# verwendet wird, da ein Abbau der organischen Anteile zu Ammonsulfat herbeigeführt werden soll.
- Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die nachstehenden sBeispiele näher erläutert. Beispiel i 33,3Teile Marokkophosphat75/740/0 mit einem Feinmehlg'ehalt von 7o% durch ein Sieb mit 16oo Maschen/CM2 werden mit 43,3 Teilen feinem Torf, der 84'/o organische Substanz, 13 % H2 01 1,411/o N und i 11/G Pq . 0. , enthält, gut vermischt und mit 31,3 Teilen Schwefelsäure von 54' B6 zusammengebracht und. das Gemisch aufgeschlossen. Man erhält auf diese Weise ein organische Substanz enthaltendes Superphosphat mit i i 11/o pflanzenlöslichem P205, 300/0 organischer Substanz und o,6% Stickstoff sowie Spuren von K20.
- Beispiel 2 Eine Mischung aus :26,5Teilen Pebblephosphat 75 0/0, -2o Teilen Torf mit 85 0/1) organischer Substanz und i2%H20, 18 Teilen schwefelsaurem Ammoniak und 16Teilen Chlorkalium wird auf einer Pfeiffer-Mühle vermahlen und das Gemisch anschließend mit 25 Teilen Schwefelsäure von 55' B6 aufgeschlossen. Es entsteht nach dem Ausschaben ein gut streufähiges, trockenes, organische Substanz enthaltendes Düngemittel mit einem Gehalt an 49/0 N, 8 "/0 P2 052 8 % K2 0 und 15 % organischer Substanz.
- Beispiel 3 In einer Mischbirne werden IS5 kg Constantinephosphat 65 0/0 mit einem Feinmehlgehalt von So % durch ein Sieb mit 16oo Maschen/CM2 und 320 kg feingemahlener auf 2o%H20 entwässerter Klärschlamm mit 168 kg Schwefelsäure von 56' B8 und 16o kg 5o%iger Phosphorsäure zusammengebracht und die Masse unter gutem Rühren aufgeschlossen. Man erhält 8oo kg eines organische Substanz enthaltenden Superphosphats mit i7% wasser- und eitratlöslicher Phosphorsäure, 2o(l/o organischer Substanz und o,5% Stickstoff.
Claims (2)
- PÄTENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Phosphatdüngemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz, dadurch gekennzeichnet, daß schwerlösliche Humusstoffe, wie Torf oder Klärschlamm, mit Rohphosphat, gegebenenfalls unter Zusatz weiterer, der Pflanzenernährung oder dem Pflanzenschutz dienenden Mittel, vermischt werden und die Mischung anschließend dem Superphosphat-Aufschluß-Prozeß unterworfen wird, wobei der Aufschluß mit Schwefelsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Salpetersäure, erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Pflanzennährstoffe geeignete Stickstoff- und/oder Kaliverbindungen in fester oder flüssiger Form zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Rohphosphat, Humusstoffen und Pflanzennährstoffen vor dem Aufschlußverfahren verinahlen wird. 4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohphosphathmischprodukt Spurenelemente und/oder Schädlingsbekämpfungsmittel zugesetzt werden. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die organische Substanz enthaltende Aufschlußprodukt anschließend nach bekannten Verfahren in granulierte Form übergeführt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 101 :238, 255 385, 85o 456; französische Patentschriften Nr. 694 114, 945 961.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC6669A DE940707C (de) | 1952-11-15 | 1952-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC6669A DE940707C (de) | 1952-11-15 | 1952-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE940707C true DE940707C (de) | 1956-03-22 |
Family
ID=7013962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC6669A Expired DE940707C (de) | 1952-11-15 | 1952-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE940707C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972567C (de) * | 1953-01-13 | 1959-08-13 | Kali Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von hochprozentigen Mischduengern |
| DE3101801A1 (de) * | 1981-01-21 | 1982-08-19 | HORA Landwirtschaftliche Betriebsmittel GmbH, 6000 Frankfurt | "phosphatspezialduenger" |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE255385C (de) * | ||||
| DE101238A (de) * | ||||
| FR694114A (fr) * | 1930-04-17 | 1930-11-28 | Ober & Sons Company G | Procédé de traitement de composés fertilisants |
| FR945961A (fr) * | 1947-03-13 | 1949-05-19 | Procédé pour la fabrication industrielle d'humophosphate de calcium, particulièrement pour les applications agricoles | |
| DE850456C (de) * | 1948-11-16 | 1952-09-25 | Richard Schubert | Verfahren zur Herstellung von wasserloesliche Phosphorsaeure enthaltenden Humusduengemitteln |
-
1952
- 1952-11-15 DE DEC6669A patent/DE940707C/de not_active Expired
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