DE514253C - Herstellung von gekoerntem Kalkstickstoff - Google Patents

Herstellung von gekoerntem Kalkstickstoff

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DE514253C
DE514253C DEE37884D DEE0037884D DE514253C DE 514253 C DE514253 C DE 514253C DE E37884 D DEE37884 D DE E37884D DE E0037884 D DEE0037884 D DE E0037884D DE 514253 C DE514253 C DE 514253C
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calcium cyanamide
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alkali
grained calcium
salts
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C7/00Fertilisers containing calcium or other cyanamides
    • C05C7/02Granulation; Pelletisation; Degassing; Hydrating; Hardening; Stabilisation; Oiling

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff Es ist bekannt, Kalkstickstoff mit Bindemitteln zu brikettieren, um ein gekörntes Erzeugnis zu gewinnen. Es ist bereits eine Pressung mit Wasser bzw. anderen Bindemitteln in Vorschlag gebracht worden. Die praktischen Versuche sind jedoch ohne jeden Erfolg geblieben, denn in den Preßlingen tritt Abspaltung von Ammoniak und Bildung von Dicyandiamid ein, so daß das Erzeugnis unver= wendbar ist. Sodann ist noch eine Brikettpresse zur Herstellung von künstlichem Dünger in Stückform beschrieben, mittels welcher die staubförmigen Massen in Tablettenform übergeführt werden können. Trotz Anwendung der besten Pressen mußte mangels geeigneter Bindemittel zur Entstaubung des Kalkstickstoffs immer noch die Behandlung mit neutralem öl angewendet werden. Der hohe Preis und die unveränderte Ätzwirkung sind erhebliche Nachteile dieses Verfahrens.
  • Es ist fernerhin zwar bekannt, daß man Kohlehumus, Moorerde und ähnliche Stoffe mit wasserunlöslichen Düngesalzen und mit einer zur Lösung der Humussäuren der in Arbeit genommenen Rohstoffmenge unzureichenden Menge an Alkalihydrat oder an alkalischer Alkalisalzlösung innigst vermischt,. trocknet und vermahlt. Wie auch aus den Ausführungsbeispielen zu ersehen ist, müssen die zur Anwendung kommenden Düngesalze auch wasserunempfindlich sein, so daß hier auf keinen Fall Kalkstickstoff in Betracht kommen kann, welcher durch die Einwirkung des freien Wassers zersetzt wird. Durch die Beimischung des Alkalihydrats und der alkalischen Alkalisalzlösung entstehen gewisse Mengen von nassen Alkalihumaten, welche dem Cyanamid schädlich sein würden.
  • Versuche haben nunmehr ergeben, daß die fertigen, trocknen Salze der Humussäuren eine starke Brikettierfähigkeit besitzen, so daß sie hervorragend als Bindemittel zur Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff geeignet sind. Deshalb wird in vorliegendem Verfahren die Vermischung des Kalkstickstoffs mit fertigen Humaten vorgenommen. Das Gemisch wird unter Preßdruck brikettiert und auf die gewünschte Korngröße gebracht.
  • Das Mischungsverhältnis der beiden Komponenten ist so, daß ein Zusatz von etwa 15 % Humat genügt, um haltbare Preßlinge zu erreichen. Jedoch hat es der Hersteller in der Hand, dem Kalkstickstoff mehr oder weniger Humat beizumischen je nach der Beschaffenheit des Ackerbodens, auf dem das Düngemittel Verwendung finden soll. Im allgemeinen sind die Äcker erheblich an Humus verarmt. Eine Anreicherung mit geeignetem Humus ist also durchaus angebracht.
  • Da die Humate, z. B. das Kalihumat, günstig wirkende Düngemittel sind, durch die dem Ackerboden Kali und geeignete CO. ausströmende Köhlenstoffverbindungen zugeführt werden, so entstehen nach dem vorliegenden Verfahren wirksame Mischdünger, durch deren Anwendung die einseitige Ernährung der Pflanzen verhindert wird. Man hat so die Möglichkeit, den Pflanzen gleichzeitig Stickstoff, Kalk, Kali und Kohlenstoff zuzuführen. Der so aufbereitete Kalkstickstoff bietet den Bodenbakterien bessere Lebensbedingungen, da sie ihre Lebensenergie ausschließlich aus dem Humus nehmen müssen.
  • Außer Kalihumat wirken auch die andern Alkalisalze und das Ammoniumsalz der Humussäure sehr vorteilhaft. Die Herstellung der Humate erfolgt sehr einfach und billig, z. B. aus alkalilöslichen Humuskohlen, welche mit Alkali- und Ammoniumsalzen bzw. Ammoniak behandelt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man den Kalkstickstoff mit trockenen Salzen der Huminsäuren, vorzugsweise mit Alkali-oder Ammoniumsalzen der Huminsäuren mischt, das Gemisch in bekannter Weise unter Preßdruck brikettiert und die erhaltenen Preßlinge auf die gewünschte Korngröße bringt.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932616C (de) * 1937-05-14 1955-10-13 American Cyanamid Co Verfahren zum Granulieren von rohem Calciumcyanamid
DE1015018B (de) * 1956-01-07 1957-09-05 Gewerk Victor Chem Werke Verfahren zur Herstellung granulierter Duengemittel
DE1242249B (de) * 1961-07-14 1967-06-15 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung granulierter Mischduengemittel aus Kalkstickstoff und Kaliduengesalz
DE1592809B1 (de) * 1963-03-06 1971-12-30 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung von granulierten Mischduengemitteln

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