DE863946C - Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat

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DE863946C
DE863946C DEC3683A DEC0003683A DE863946C DE 863946 C DE863946 C DE 863946C DE C3683 A DEC3683 A DE C3683A DE C0003683 A DEC0003683 A DE C0003683A DE 863946 C DE863946 C DE 863946C
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DE
Germany
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water
superphosphate
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DEC3683A
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English (en)
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Ruediger Lothar Von Reppert
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Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B19/00Granulation or pelletisation of phosphatic fertilisers, other than slag
    • C05B19/02Granulation or pelletisation of phosphatic fertilisers, other than slag of superphosphates or mixtures containing them

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat Zusatz zum Patent 837 104 Das Patent 837 Ioq hat ein Verfahren zum Gegenstand, druckfestes granuliertes Superphosphat ohne modifizierte Druckanwendung dadurch zu erhalten, daß man frisches oder abgelagertes Superphosphat mit bestimmten langsam oder schnell erhärtenden, wasserlöslichen organischen oder anorganischen Bindemitteln zusammenbringt. Eine sich daran anschließende innige Vermischung ergibt eine mehr oder weniger zähe Masse, die durch eine bekannte, die Granulierung fördernde Bewegung granuliert werden kann. Als wasserlösliches Bindemittel sind neben einer. Reihe von Stoffen in erster Linie Wasserglas und Sulfitablauge genannt. Die Zugabe der Bindemittel erfolgt in wäßriger Lösung, wobei bereits bei Anwendung relativ geringer Konzentrationen der gewünschte Effekt erreicht wird. Im allgemeinen reichen schon I- oder geringerprozentige Lösungen aus, um den gewünschten Erhärtungseffekt und ausreichende Granulierung herbeizuführen.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Bindemittel statt in wäßriger Lösung auch in trockner, pulvriger Form in Gegenwart von Wasser verwendet werden können, wobei das Wasser entweder schon in dem zu granulierenden Superphosphat enthalten sein oder ihm nach erfolgter Zumischung des pulverförmigen Bindemittels zugesetzt werden kann. Die Arbeitsweise gestattet es, mit wesentlich geringeren Mengen Wasser zu arbeiten, als dies bei Anwendung von Bindemittellösungen notwendig ist. Hierdurch wird die spätere Trocknung und Härtung der gebildeten Granula wesentlich erleichtert und beschleunigt.
  • Zur Erzielung bestimmter Düngewirkungen können auch hier mit den betreffenden Bindemitteln in Pulverform Spurenelemente, wie wasserlösliche Salze des Kupfer, Mangan, Kobalt, Zink, Jod oder Bor, z. B. Kupfersulfat, Mangansulfat, Borsäure II. dgl. oder Gemische derselben, zugesetzt werden. Dies geschieht dadurch, daß die wasserlöslichen Salze in dem für die Granulierung notwendigen Wasser aufgelöst oder aber in noch pulverförmigem Zustand der Mischung, beispielsweise aus Superphosphat- und Bindemittelpulver, zugesetzt werden. Für die Herstellung eines solchen mit Spurenelementen versetzten granulierten Düngemittels ist je nach Gegend und Bodenart ein Anteil von O,I bis 0,5 0/, Spurenelementen ausreichend; er kann jedoch für besonders arme Böden ohne weiteres erhöht werden. Zur Erhöhung des Phosphorsäuregehalts in dem betreffenden Düngemittel kann diesem vor Zugabe der Granulierflüssigkeit auch noch mehr oder weniger konzentrierte Phosphorsäure zugegeben werden. Die damit erhaltenen Granula zeichnen sich durch ganz besondere Druckfestigkeit aus.
  • Die gebildeten Granula können, falls sie nach dem Bindemittelzusatz noch in einem plastischen, oberflächlich feuchten Zustand vorliegen, im weiteren Verlauf der erfindungsgemäßen Arbeitsweise mit sogenannten Trenusubstanzen bestäubt werden, um ein späteres Zusammenbacken zu verhindern und die Trocknung und Erhärtung zu erleichtern. Als solche Trennsubstanzen, die zur Erreichung der beabsichtigten Wirkung in feinpulvriger Form vorliegen müssen, kommen die verschiedensten Stoffe in Frage, soweit sie, mit dem Düngemittel in den Boden gebracht, dort unschädlich sind. Zweckmäßig wendet man jedoch solche Substanzen an, die gleichzeitig Düngewirkung besitzen, so können neben feinpulvrigem Sand, Holzmehl, feingemahlenem Stroh, Häcksel, Heu, Laub, Seetang, Torf, getrocknetem Klärschlamm, Lignin, Braunkohlenstaub u. dgl. vor allem auch staubförmige Düngemittel, wie Thomasmehl, Hütten- -kalk, Kalkstickstoff, feinst gemahlenes Rohphosphat, Glühphosphat, Doppelsuperphosphat und abgelagertes Superphosphat selbst oder Mischungen daraus, zur An wendung kommen. Mit den Trennsubstanzen oder an ihrer Stelle können auch andere, bestimmteWirkungen im Boden hervorrufende Stoffe zugesetzt werden, die wie die bereits erwähnten Spurenelemente zur Behebung von Mangelkrankheiten bestimmter Böden dienen. Soweit Spurenelemente ads Zweckmäßigkeits- oder sonstigen verfahrenstechnischen Gründen nicht zugesetzt worden sind, können sie hier in dieser Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens mit den Trennsubstanzen für die Bestäubung der noch feuchten Granula zugegeben werden. In gleicher Weise können Schädlingsbekämpfungsmittel, wie z. B. Hexachlorcyclohexan, p, p'-Dichlordiphenyltrichloräthan od. dgl., deren Verwendung zur Bekämpfung von Bodenschädlingen, z. B. Engerlingen, bekannt ist, verwendet werden, wobei sie entweder in Mischung mit den genannten Treunsubstanzen oder zweckmäßig in Form der bekannten, mit ihnen hergestellten Stäubemittel direkt angewendet werden.
  • An Stelle der vorgenanntenTrennsubstanzen können aber auch Mischungen mit den vorgenannten Bindemitteln in Pulverform oder diese allein verwandt werden. In allen Fällen gestattet das erfindungsgemäße Verfahren, in einfacher, diskontinuierlicher oder kontinuierlicher Arbeitsweise Düngemittelgranula jeder Zusammensetzung in jeder Größe in gut lagerfähiger und druckfester Form herzustellen, die durch die verfahrensbedingten Möglichkeiten der Zugabe verschiedenartiger bodenverbessernder Stoffe eine allgemeine und vielseitige Anwendbarkeit besitzen.
  • Beispiel I In bekannter Weise hergestelltes Superphosphat wird mit maximal IO/, pulverförmigem, wasserfreiem Wasserglas in Gegenwart von 2 bis 3 01o Wasser in einer Granulierapparatur gut durchgemischt und granuliert. Wenn die Granulierung beendet ist, werden die Granula auf Lager gelegt, wo sie völlig erhärten.
  • In gleicher Weise kann an Stelle von pulverförmigem Wasserglas die gleiche Menge wasserfreie Suhitablauge (Zellpechpulver) verwendet werden. Es tritt auch hier einwandfreie Granulierung zu gut erhärtenden Körnern ein.
  • Beispiel 2 Feinkörniges Superphosphat wird mit 2 bis 3 01o Wasser versetzt, gut vermischt und granuliert. Die entstandenen feuchten Granulate werden. mit einer Mischung aus I Teil Sulfitablaugepulver oder pulverförmigem Wasserglas sowie O,OI Teilen Kupfersulfat, 0,03 Teilen Mangansulfat und o,o6 Teilen Borax bestäubt, wodurch sich an der Oberfläche eine trockene Schicht bildet, die eine allmählich ins Innere der Granulate fortschreitende Erhärtung auslöst. Die gebildeten Granulate werden auf Lager gelegt, wo sie zu Ende erhärten. An Stelle der Spurenelemente oder auch gemeinsam mit diesen können Kontaktinsekticide, beispielsweise 0,5 Teile y-Hexachlorcyclohexan und sonstige Wirkstoffe zugemischt werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat nach Patent 837 IO4, dadurch gekennzeichnet, daß man frischem oder abgelagertem pulverförmigem Superphosphat wasserlösliche Bindemittel in trockener, pulverisierter Form zusetzt, die Gemische in Gegenwart von Wasser granuliert und nach erfolgter Formgebung, gegebenenfalls nach Bestäubung mit Trennsubstanzen, durch Trocknung zu druckfesten Granula erhärten läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserlösliches Bindemittel Wasserglas zusetzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserlösliches Bindemittel Sulfitablauge zusetzt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle der Treunsubstanzen ganz oder teilweise die pulverförmigen Bindemittel verwendet.
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Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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