DE255385C - - Google Patents

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DE255385C
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calcium cyanamide
superphosphate
nitrogen
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phosphoric acid
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B1/00Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly
    • C05B1/02Superphosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Calciumcyanamid (Kalkstickstoff oder Stickstoffkalk) hat sich in manchen Fällen als Düngemittel gut bewährt. Infolge seines ziemlich erheblichen Gehalts an freiem Ätzkalk zieht es aber recht beträchtliche Mengen von Feuchtigkeit an, was weiterhin eine teilweise Zersetzung und den Verlust eines Teils seines Stickstoffes in Form von Ammoniak bedingt. Ein weiterer Fehler des Calciumcyanamids ist sein Gehalt an Isonitrilen, welcher bewirkt, daß der Kalkstickstoff besonders auf Moorböden die Pflanzen schädlich beeinflußt.
Zur Herstellung von Superphosphatmischdünger ist der Kalkstickstoff nicht geeignet, weil infolge des erwähnten großen Gehalts an freiem Ätzkalk die durch das Aufschließen des Rohphosphates mittels Schwefelsäure entstandene lösliche Phosphorsäure wieder unlöslich wird, d. h. das von allen Düngerfabrikanten in hohem Grade gefürchtete Zurückgehen des Superphosphates direkt herbeigeführt wird. Aus diesem Grunde ist auch bisher noch niemals der Vorschlag gemacht worden, Kalkstickstoff mit Superphosphat gemeinsam zu verwenden, trotzdem in der Literatur bereits Vorschläge zur Herstellung von Stickstoff-Phosphorsäure-Düngern gemacht worden sind. So wird z. B. als Zusatz für Superphosphat Chilisalpeter, schwefelsaures Ammonium und Blut- und Hornmehl aufgeführt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines stickstoffphosphorsäurehaltigen Düngers, durch welches die Möglichkeit geboten wird, Superphosphat und Kalkstickstoff zu einem hochwertigen Dünger gemeinschaftlich zu verarbeiten.
Man geht in der Weise vor, daß man Phosphate jeder Art und Kalkstickstoff zusammenmischt, die erforderlichen Mengen Schwefeisäure hinzugibt und die Mischung in der bei der Superphosphatfabrikation üblichen Weise behandelt. Die Menge der zuzusetzenden Schwefelsäure ist dabei so zu bemessen, daß der vorhandene freie Ätzkalk des Kalk-Stickstoffes gebunden, das Rohphosphat in der erforderlichen Weise in Monocalcium- oder auch Dicalciumphosphat übergeführt wird und ein kleiner Überschuß zur Bildung freier Phosphorsäure bleibt. Es entsteht so ein leicht lösliches Stickstoff superphosphat, welches für Düngezwecke ganz besonders geeignet ist.
Das neue Produkt ist auch sofort streufähig, weil es infolge des bei den Reaktionen sich in erheblichen Mengen bildenden Gipses, der die im Gemisch etwa vorhandene Feuchtigkeit in Form von Kristallwasser bindet, vollkommen trocken ist, wodurch eine erhebliche Ersparnis und Vereinfachung der Fabrikation erzielt wird. Es wäre nicht möglich, durch einfaches Vermischen von Kalkstickstoff, der vorher mit Schwefelsäure behandelt wurde, und Superphosphat zu einem wirt-
schaftlich gleichwertigen Erfolge zu kommen, weil man das Superphosphat, bevor man es mit dem entsprechend vorbehandelten Kalkstickstoff mischen könnte, vorher absolut staubtrocken machen müßte, was bekanntlich eine schwierige und kostspielige Arbeit ist. Selbstverständlich können an Stelle der Schwefelsäure auch andere Säuren verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung' eines Stickstoff-Phosphorsäure-Düngemittels, dadurch gekennzeichnet, daß Kalkstickstoff und Rohphosphat gemeinschaftlich in entsprechenden Mengen mittels Schwefelsäure aufgeschlossen werden.
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DE (1) DE255385C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940707C (de) * 1952-11-15 1956-03-22 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940707C (de) * 1952-11-15 1956-03-22 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz

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