DE93239C - - Google Patents

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DE93239C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei den bekannten Anziehhelfern für Pferdebahnwagen und andere durch Zugthiere in Bewegung gesetzte Gefährte ist das Hebelwerk, welches die Uebertragung von den Zugorganen auf das Gefährt vermittelt, zumeist derart angeordnet, dafs die im ersten Augenblicke des Anziehens zur Geltung kommende Zugwirkung ein geringes Vielfaches der von den Zugthieren ausgeübten Kraft beträgt. Dieses Hebelübersetzungsverhältnifs bleibt dann entweder constant oder es erfährt im Verlaufe des Anziehens nur unbedeutende, für den Betrieb nicht in Betracht kommende Aenderungen (vergl. z. B. die deutsche Patentschrift Nr. 40912, das englische Patent Nr. 14309 vom Jahre 1888 und das amerikanische Patent Nr. 259215).
Da nun aber gerade im ersten Augenblicke des Anziehens, in welchem die Last sich noch in Ruhe befindet, der dem Anzüge sich entgegenstellende Widerstand ungewöhnlich grofs ist, nach dem ersten Anrücken aber erheblich abnimmt, so genügt es nicht, etwa nur constant die zweifache oder dreifache Zugkraft aufzuwenden, sondern das Uebersetzungsverhältnifs mufs zu Beginn des Anziehens ein entsprechend grofses sein und dann im weiteren Verlaufe in dem Mafse sinken, als der Widerstand der in Bewegung gerathenden Masse abnimmt.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein Anziehhelfer, bei welchem dieser Bedingung dadurch genügt ist, dafs als Uebertragungsmittel ein Winkelhebel zur Anwendung kommt, welcher jedoch zum Unterschiede von dem in dem oben genannten englischen Patente beschriebenen so angeordnet ist, dafs derjenige Arm, welcher an die mittelbar auf die Räder des Gefährtes angreifende Zugstange einwirkt, mit letzterer in gleicher Linie, also parallel zur Längsaxe des Wagens liegt und mit fortschreitender Bewegung des Gefährtes in einem allmälig gröfser werdenden Winkel zu jener Axe zu stehen kommt. Aus dieser Anordnung ergiebt sich, dafs die zur Geltung kommende Zugwirkung sich ungefähr von dem Werthe tang. 90 ° allmälig bis auf den Werth der Tangente des Winkels verringert, den der genannte Hebelarm in der Endstellung mit der Zugrichtung bildet. Diese Aenderung des Uebersetzungsverhältnisses entspricht ungefähr der Aenderung des Widerstandes, welchen das Gefährt bei seinem Anzüge äufsert, und infolge dessen wird ein stofsfreierer Anzug erreicht, als es bei den bisher zu diesem Zweck vorgeschlagenen Vorrichtungen der Fall ist.
Die richtige Wahl und Aenderung des Uebersetzungsverhältnisses ist übrigens aus dem Grunde von. besonderer Wichtigkeit, weil ein Gefährt durch einen Anziehhelfer immer nur um eine verhältnifsmäfsig kleine Strecke —■ etwa 20 bis 30 cm — fortbewegt werden kann. Wenn, bei dieser kurzen Weglänge der Anziehhelfer überhaupt von Vortheil sein soll, so kann dies eben nur durch ein zu Anfang aufsergewöhnlich grofses, sich dem Widerstände von selbst anpassendes Uebersetzungsverhältnifs geschehen.
In der beiliegenden Zeichnung ist dieser Anziehhelfer in den Fig. 1 bis 7 dargestellt.
Fig. ι ist eine Ansicht und Fig. 2 ein Grundrifs der neuen Vorrichtung, Fig. 3 und 4 zeigen eine Ansicht bezw. einen Grundrifs einer etwas abgeänderten Ausführungsform, und in den Fig. 5, 6 und 7 ist in einer Seitenansicht, einer Hinteransicht und einem Grundrifs das Hebelorgan dargestellt, an welchem die Waage oder ein anderes Zugmittel befestigt ist.
Wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, wird auf der einen Achse des Wagens ein Sperrrad A befestigt und neben demselben wird auf der gleichen Axe ein frei drehbarer Hebel vorgesehen, welcher eine Klinke B trägt, die für gewöhnlich aufser Eingriff mit den Zähnen des Rades A steht, welche jedoch gewünschten Falles dadurch in Thätigkeit gesetzt werden kann, dafs man den Tritt C niederdrückt, welch letzterer mit einem auf das hintere Ende der Klinke B wirkenden Arm D verbunden ist. An dem Klinkenhebel ist eine Stange E vorgesehen, deren eines Ende von einer Zugfeder F beeinflufst wird, während das andere Ende derselben mit einem Arme G des Winkelhebels verbunden ist, welcher an der vorderen Seite des Wagens um einen senkrechten Zapfen J drehbar ruht und an dessen anderen Arm H die Waage angreift.
Wenn das Gefährt angehalten, also keine Zugwirkung auf den Arm H ausgeübt wird, so zieht die Feder F den Winkelhebel in die gezeichnete Stellung, wobei der Arm G in gleicher Linie mit der Stange E zu liegen kommt. Soll das Gefährt anfahren, so wird der Tritt C niedergedrückt, so dafs die Klinke B mit den Zähnen des Sperrrades A in Eingriff kommt; wenn dann die Pferde den Arm H in die in punktirten Linien H1 angedeutete Stellung (Fig. 2) bringen, so tritt hierbei die oben angegebene Aenderung des Uebersetzungsverhältnisses ein.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten abgeänderten Ausführungsform ist der Theil e der Stange E zu einer Zahnstange ausgebildet, welche für gewöhnlich dadurch aufser Eingriff mit dem Zahnrade A gehalten wird, dafs eine Zugfeder L vorgesehen ist, welche auf zwei Hebel KK einwirkt, von denen jeder ein Paar Rollen trägt, zwischen welchen die Stange E hindurchgeht. Drückt man den Tritt D nieder, so werden die Hebel K K so bewegt, dafs die Zahnstange e mit den Zähnen des Rades A in Eingriff kommt; durch die Zugwirkung der Stange E wird alsdann das Anfahren des Wagens mit grofser Kraft bewirkt, wie es oben mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 bereits beschrieben ist.
Soll der vorliegende Erfindungsgegenstand auf solche Fahrzeuge angewendet werden, welche dazu bestimmt sind, auf gewöhnlichen Strafsen und Wegen zu fahren j so wird an beiden Naben eines Paares von Laufrädern ein Sperrrad vorgesehen und die Verbindungen von dem Tritt nach den Klinken werden so eingerichtet, dafs sie der veränderten Stellung des Zahnrades entsprechen; auch wird eine doppelte Anzahl von Verbindungsgliedern zwischen dem Winkelhebel und den Klinkenhebeln vorgesehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Anziehhelfer für Pferdebahnwagen und andere Gefährte, dadurch gekennzeichnet, dafs die von den Pferden ausgehende Zugwirkung auf ein an der Wagenachse befestigtes Rad durch eine Zugstange (E) und einen Winkelhebel (HG) übertragen wird, dessen einer Arm (G) in der Ruhestellung in gleicher Linie mit der Zugstange (E) liegt, zum Zweck, das Uebersetzungsverhältnifs dem jeweiligen Widerstände des .Gefährtes während des Anziehens selbsttätig anzupassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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