DE92995C - - Google Patents

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DE92995C
DE92995C DENDAT92995D DE92995DA DE92995C DE 92995 C DE92995 C DE 92995C DE NDAT92995 D DENDAT92995 D DE NDAT92995D DE 92995D A DE92995D A DE 92995DA DE 92995 C DE92995 C DE 92995C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00—Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01—Sulfonic acids
    • C07C309/28—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Unterwirft man die Salze der Naphtylaminsulfosäuren der Destillation mit Cyankalium, so zeigen sie je nach ihrer Constitution ein verschiedenes Verhalten. Die am leichtesten zugängliche Naphtionsä'ure z. B. zersetzt sich unter Abspaltung von a-Naphtylamin, die Bronner'sche ß-Naphtylaminsulfosäure verhält sich analog, andere Säuren zersetzen sich in complicirterer Weise, wie z. B. die ax ßj- und ci^-Naphtylaminsulfosäure. -Bei einigen Säuren aber zeigte sich die überraschende Erscheinung, dafs in reichlicher Menge ein Destillat erhalten wurde, welches, wie die nähere Untersuchung ergab, aus den entsprechenden, bisher unbekannten Amidonaphtonitrilen bestand. Diese sind nicht nur unmittelbar von Werth als Ausgangsmaterial für Farbstoffe, z. B. Azofarbstoffe, sondern liefern auch bei der Verseifung Amidonaphtoesäuren, ' die ihrerseits wiederum zu Farbstoffsynthesen vortheilhafte Verwendung finden. Auf diesem Wege wurden die Ct1 a3-, Ci1 ß3-, U1 ß4- und βΛ ß4-Derivate erhalten.
Amid on aph to nitrile.
Die Darstellung erfolgt am besten in der Weise, dafs ι Theil naphtylaminsulfosaures Natron mit ι ,2 Theilen fein gepulvertem Cyankali oder Ferrocyankali sorgfältig gemischt und aus einer eisernen Retorte destillirt wird. Hierbei gehen die Nitrile als gelb gefärbte, leicht erstarrende OeIe über. Durch Umkrystallisiren aus Alkohol werden die Körper leicht vollständig rein erhalten. Die Eigenschaften der verschiedenen Isomeren sind nachstehend zusammengestellt.
U1 Ct3-A mid onaphtonitril. Röthlich braune lange Nadeln. Fast unlöslich in heifsem Wasser, schwer löslich in Ligro'in, ziemlich leicht löslich in heifsem Alkohol oder Benzol: Schmelzpunkt 1390C. — Die Salze und die Diazoverbindung sind in Wasser leicht löslich.
Ct1 ß3 - Amidonaphtonitril. Feine gelbe Nadeln. Leicht löslich in Aether, in heifsem Alkohol und Benzol, schwer löslich in Ligro'in. Schmelzpunkt 1420C. — Das Chlorhydrat ist in Wasser leicht löslich und kann daraus in farblosen, flachen Nadeln erhalten werden; das Sulfat ist etwas schwerer löslich. Es krystallisirt in feinen farblosen Nadeln. Die Diazoverbindung ist in Wasser sehr leicht löslich.
H1 ß4-Amidonaphtonitril. Grünlich gelbe Blättchen. In Wasser sehr schwer löslich, in Alkohol ziemlich leicht, in Aether und Benzol leichtlöslich. Schmelzpunkt 1330C. — Salze und Diazoverbindung sind in Wasser leicht löslich.
ßj ßi- Amidonaphtonitril. Gelbe Blättchen; ziemlich schwerlöslich in Aether, etwas leichter in kochendem Alkohol und Benzol. Schmelzpunkt i86° C. — Das Chlorhydrat bildet farblose Krystalle; die sich leicht in Wasser lösen.
Amidonaphtoesäuren.
Die Ueberführung der Nitrile in die entsprechenden Carbonsäuren geschieht am besten durch Kochen mit ca. 10 Theilen einer 66proc. verdünnten Schwefelsäure. Gegen Ende der Operation beginnt bei Anwendung der Ct1Ci3-, der Ct1 ßs- und ßx ß3-Verbindung die Ausscheidung des schwer löslichen Sulfats der Amidonaphtoesäuren, die durch Verdünnen und Abkühlen vervollständigt wird. — Durch Auf-
lösen in Soda unit Fällen mit Essigsäuren werden daraus die" freien·-Carbonsäuren dargestellt. Bei Darstellung der O1 ß4-Verbindurig, deren Sulfat leicht löslich ist, versetzt man nach der Umsetzung mit Natronlauge bis zuralkalischen Reaction und fällt, nachdem von einer geringen Menge Verunreinigung abfiltrirt ist, mit Essigsäure die Amidonaphtoesäure aus. — Von Ekstrand sind durch Nitrirung und Reduction der Naphtoesäuren bereits Amidonaphtoesäuren erhalten worden. Diese erwiesen sich mit einigen der so dargestellten Säuren als identisch, so dafs nunmehr auch ihre Constitution mit Sicherheit ermittelt ist. Die Eigenschaften der erhaltenen Säuren sind folgende:
H1 a3 - Amidonaphtoesäure. Schwach gelb gefärbte Nadeln. Schmelzpunkt 2100C. — Identisch mit der y-Säure von Ekstrand (Journ. f. prakt. Chemie 38, S. 244). Das Chlorhydrat ist in Wasser ziemlich schwer löslich, es krystallisirt in farblosen Nadeln. Das Sulfat ist sehr schwer löslich.
Ol1 ß3 -Amidonaphtoesäure. Gelbliche glänzende Blättchen. Schmelzpunkt 228 ° C. — Identisch mit der von Ekstrand im Journal f. prakt. Chemie 42, S. 280 beschriebenen, aus Nitronaphtoesäure vom Schmelzpunkt 2930 C. erhaltenen Säure. — Die Acetylverbindung zeigt den Schmelzpunkt 290° C. Die Säure ist unlöslich in Aether und Benzol, fast unlöslich in Wasser, in heifsem Alkohol mäfsig löslich. ■' Ct1 ß4- Amid'onaphtoesäure. Grünlich gelbe Nadeln. Schmelzpunkt 2200C, übereinstimmend .- mit der aus Nitronaphtoe'sä'ure vom Schmelzpunkt 2880 C. von- Ekstrand erhaltenen Säure (Journ. f. prakt. Chemie 42, S. 295). Die Acetylverbindung bildet farblose Nadeln vom Schmelzpunkt 2580C. — Die Salze der Säure sind ziemlich leicht löslich.
ßj ß4-Amidonaphtoesäure. Gelbe glänzende Blättchen. Schmelzpunkt 2400C. — Das Chlorhydrat bildet in Wasser ziemlich schwer lösliche farblose Nadeln. Das Sulfat ist schwer löslich. Das Natronsalz krystallisirt in glänzenden Blättchen, die in kaltem Wasser schwer löslich sind.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung von Amidonaphtonitrilen durch Erhitzen der Ct1 <x3-, ax ß3-, U1 ß4-, ßx ß4 - naphtylaminsulfosauren Salze mit Cyankali oder Ferrocyankali.
  2. 2. Die Darstellung von Amidonaphtoesäuren durch Verseifung der nach dem durch Anspruch ι geschützten Verfahren hergestellten H1 Ot3-, Ot1 ß3-, 0I1 ß4-, P1 ß4- Amidonaphtonitrile.
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