DE922192C - Verfahren zum Fixieren und Impraegnieren pflanzlich gegerbter Leder - Google Patents

Verfahren zum Fixieren und Impraegnieren pflanzlich gegerbter Leder

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DE922192C
DE922192C DEB25611A DEB0025611A DE922192C DE 922192 C DE922192 C DE 922192C DE B25611 A DEB25611 A DE B25611A DE B0025611 A DEB0025611 A DE B0025611A DE 922192 C DE922192 C DE 922192C
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DE
Germany
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leather
parts
fixing
water
alkyl
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Expired
Application number
DEB25611A
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Inventor
Richard Dr Alles
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BASF SE
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BASF SE
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Fixieren und Imprägnieren pflanzlich gegerbter Leder Es wurde gefunden, daß man die Auswaschbarkeit der Gerbstoffe aus pflanzlich gegerbten Ledern wesentlich vermindern und gleichzeitig die wasserabweisenden Eigenschaften der Leder erheblich verbessern kann, wenn man die Leder während oder nach der Gerbung mit wasserlöslichen Umsetzungsprodukten aus Aminoalkoholen und Alkyl- und bzw. oder Alkylarylsulfochloriden mit mittlerer oder langer Kohlenstoffkette behandelt. Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die genannten Umsetzungsprodukte in Form ihrer Methylolverbindungen zu verwenden.
  • Die Herstellung der vorerwähnten wasserlöslichen Umsetzungsprodukte erfolgt zweckmäßig in alkalischem Medium bei mäßig erhöhter Temperatur. Das Verhältnis der Komponenten kann in weiten Grenzen variiert werden. Beispielsweise können die Sulfochloride, insbesondere bei Durchführung der Umsetzung in ammoniakalischer Lösung, im Überschuß zur Einwirkung gebracht werden. Die erhaltenen Umsetzungsprodukte werden vorteilhaft mit Formaldehyd nachbehandelt. Hierbei erhält man, wenn noch umsetzungsfähige freie Wasserstoffatome der Aminoalkohole vorhanden sind, die Methylolverbindungen der Umsetzungsprodukte bzw. bei Anwendung eines Überschusses der Sulfochloridlcomponente im ammoniakalisohen Medium die Methylolverbindungen der alkyl- oder alkylarylsulfonsauren Ammoniumsalze. Die so gebildeten Methylolverbindungen üben eine besonders starke fixierende und gerbstoffällende Wirkung aus.
  • Die Erfindung kann vorzugsweise zur Fixierung und Imprägnierung von schweren und mittleren Lederarten benutzt werden, die mit reichlichem Gerbstoffangebot gegerbt sind, wie Unterleder, Rahmenleder, Blankleder, Riemenleder, Geschirrleder, technische Leder usw. Man verfährt im allgemeinen in der Weise, daß man das abgewelkte Leder mit den erwähnten wasserlöslichen Umsetzungsprodukten aus Aminoalkoholen und Alkyl-und bzw. oder Alkylarylsulfochloriden in kurzer Flotte bis zur praktisch völligen Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit walkt. Die Behandlung kann in einem geeigneten Stadium der Gerbung oder nach beendeter Gerb.ung, bei Unterleder auch vor oder nach der Füllgerbung bzw. an -Stelle der Füllgerbung, durchgeführt werden.
  • Die anzuwendenden Mengen der beschriebenen Umsetzungsprodukte können je nach Lederart und dem gewünschten Imprägnierungsgrad in weiten Grenzen schwanken. Im allgemeinen verwendet man 3 bis foo/o der Umsetzungsprodukte, auf das Abwelkgewicht des Leders berechnet. Sie sind in weitem pH-Bereich, etwa PH = 3 bis 8, wirksam. Vorteilhaft kommen sie jedoch in pH-Einstellungen von 3,5 bis 6 zur Anwendung. Diese pH-Werte können entweder durch Hinzufügung schwächerer organischer Säuren eingestellt werden, oder sie sind bei den Umsetzungsprodukten ohne weiteres vorhanden, z. B. wenn sie, gegebenenfalls mit Anwendung eines Überschusses der Alkylsulfochloridkomponente, in ammoniakalischer Lösung hergestellt und mit Formaldehyd nachbehandelt wurden.
  • Gemäß der Erfindung erreicht man beispielsweise bei Unterledern mit einem Gesamtauswaschverlust von 12 bis i4°/o eine Herabsetzung des Auswaschbaren auf etwa 4 bis 6 % und eine gleichzeitige Verminderung der nach der Methode Kubelka nach 4 Stunden zu bestimmenden Wasseraufnahme des Leders um 50 -bis 70%. Dazu erfährt das Leder eine vorteilhafte Verringerung seines Abriebs. Die mit den Umsetzungsprodukten behandelten Leder lassen. sich leicht ausstoßen, trocknen mit heller, gelblich getönter egaler Narbenfarbe auf, gewinnen an Stärke und besitzen ein in allen Teilen der Haut gleichmäßig elastisches Hautgefüge.
  • Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel i Zu einer Lösung von 14o Teilen technischen Triäthanolamins und 53 Teilen kalzinierter Soda in 25o Teilen Wasser läßt man 3oo Teile eines langkettigen, aus Leuchtpetroleum vom Siedebereich 150 bis 300° gewonnenen Alkylsulfochlorids bei gewöhnlicher Temperatur unter Rühren und Kühlung langsam zulaufen. Man erwärmt i Stunde auf 30° und 4 Stunden auf 60'°'. Nach dem Abkühlen fügt man 25 Teile 3oo/oige Formaldehydlösung hinzu. Der pH-Wert beträgt nun 8,6. Das Reaktionsgemisch wird dann mit Ameisensäure auf ein pH von etwa 6,5 eingestellt.
  • Abgewelktes Blankleder wird mit 2o °/o des vorerwähnten Reaktionsgemisches, das mit der gleichen Menge Wasser verdünnt ist, bis zur völligen Aufnehme gewalkt, anschließend ausgestoßen, getrocknet und schwach gewalzt.
  • Die Wasseraufnahme des so behandelten Leders nach 4 Stunden ist im Vergleich zum unbehandelten Leder um etwa 40% herabgesetzt.
  • Beispiel e 13o Teile technisches Diäthanolamin werden mit 22o Teilen Wasser und 31,3 Teilen 25o/oigen Ammoniaks vermischt. Dann läßt man 17o Teile des gemäß Beispiel i zu verwendenden Alkylsulfochlorids bei gewöhnlicher Temperatur langsam zulaufen. Man erwärmt auf 3o°, rührt i Stunde und hält dann die Temperatur unter Rühren 4-Stunden bei 60'°'. Der pH-Wert liegt nun bei 8,5. Er stellt sich nach Zumischung von foo Teilen 3oo/oiger Formaldehydlösung auf 7 .ein.
  • Abgewelktes Vacheleder wird, anstatt es einer Füllgerbung zu unterziehen, mit .2o '/o des nach Absatz i erhaltenen Reaktionsproduktes, das mit der Hälfte seiner Mengen an Wasser verdünnt ist, bis zur völligen Aufnahme gewalkt.
  • Das getrocknete und gewalzte Leder zeigt gegenüber dem mit einem handelsüblichen Fixiermittel behandelten Leder der gleichen Gerbung eine Herabsetzung der Wasseraufnahme um 6o 1/o. Der Gesamtauswaschverlust beträgt 5,4% gegenüber 10,3 % des in üblicher Weise fixierten Vergleichsleders.
  • Beispiel 3 13o Teile technisches Diäthanolamin werden mit 2o5 Teilen Wasser und 46 Teilen 25o/oigen Ammoniaks vermischt. Das Gemisch setzt man mit 25o Teilen eines Alkylsulfochlorids gemäß Beispiele um. Der pH-Wert des Umsetzungsgemisches beträgt 8,1. Man fügt nun foo Teile 3oo/oige Formaldehydlösung hinzu, worauf sich der pH-Wert auf 4,5 einstellt. Das fertige Präparat enthält eine geringe Menge einer wasserunlöslichen öligen Oberschicht nicht sulfochlorierten, unveränderten Kohlenwasserstoffes, die man im Scheidetrichter abtrennt. Bei der Behandlung von Leder bewirkt es ähnliche fixierende und wasserabweisende Eigenschaften wie das gemäß Beispiele erhältliche Produkt.
  • Beispiel 4 Zu einer Mischung von 64 Teilen technischen Mo,noäthanolamins, 225 Teilen Wasser und 53 Teilen kalzinierter Soda läßt man 3oo Teile eines langkettigen Alkylsulfochlorids unter Rühren langsam zulaufen; sodann erwärmt man i Stunde auf 300 und 4 Stunden auf 6ö°. Zu dem Umsetzungsprodukt mit dem p11-Wert 8 fügt man foo Teile 35o/oige Formaldehydlösung hinzu. Der pH-Wert beträgt nun 7,5. Das Präparat ist mit Wasser klar verdünnbar und besitzt stark gerbstoffällende Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Fixieren und Imprägnieren pflanzlich gegerbter Leder, dadurch gekennzeichnet, daß man das Leder während oder nach der Gerhung mit wasserlöslichen Umsetzungsprodukten aus Aminoalkoholen und Alkyl- und bzw. oder Alkylarylsulfochloriden mit mittlerer oder langer Kohlenstoffkette behandelt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Methylolverbindungen der Umsetzungsprodukte aus AminoalkoholenundAlkyl-oder Alkylarylsulfochloridenmit mittlerer oder langer Kohlenstoffkette verwendet.
DEB25611A 1953-05-16 1953-05-16 Verfahren zum Fixieren und Impraegnieren pflanzlich gegerbter Leder Expired DE922192C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1078580B (de) * 1957-02-14 1960-03-31 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Fixierungs- und Impraegnierungs-mitteln fuer pflanzlich gegerbte Leder

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1078580B (de) * 1957-02-14 1960-03-31 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Fixierungs- und Impraegnierungs-mitteln fuer pflanzlich gegerbte Leder

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