DE910285C - Vorrichtung zum Binden eines Blaetterpacks durch Einwinden einer Drahtschraube in den parallel zu seinem Ruecken gelochten Blaetterpack - Google Patents

Vorrichtung zum Binden eines Blaetterpacks durch Einwinden einer Drahtschraube in den parallel zu seinem Ruecken gelochten Blaetterpack

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DE910285C DEB15141A DEB0015141A DE910285C DE 910285 C DE910285 C DE 910285C DE B15141 A DEB15141 A DE B15141A DE B0015141 A DEB0015141 A DE B0015141A DE 910285 C DE910285 C DE 910285C
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Willi Berberich
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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zum Binden eines Blätterpacks durch Einwinden einer Drahtschraube in den, parallel zu seinem Rücken gelochten Blätterpack Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Binden eines Blätterpacks durch Einwinden einer Drahtschraube in den parallel zu seinem Rücken gelochten Blätterpack mit Führungen für die Drahtschraube und den Blätterpack.
  • Nach einem nicht zum Stand der Technik gehörenden Vorschlag besitzt eine solche Vorrichtung einen Führungsteil für die Drahtschraube, der mit einer dem Drahtschraubenhalbmesser entsprechenden, im Querschnitt halbkreisförmigen Längskehlung und mit quer zur Längskehlung verlaufenden Einschnitten zum Einsetzen von Reitern versehen ist, die je einen die Anlegefläche bildenden halbkreisförmigen Vorsprung aufweisen. Zu beiden Seiten des Blätterpacks sind bei dieser Vorrichtung aufklappbare äußere, die Bahn der Drahtschraube teilweise umhüllende Führungsschienen angeordnet, die die Führungsbahn der Drahtschraube zwischen der Längskehlung des Führungsteils und der Lochung des Blätterpacks bilden und zu diesem Zweck auf ihren dem Blätterpack zugekehrten Seiten mit den Windungen der Drahtschraube entsprechenden Rinnen versehen sind, die sich einerseits an im Führungsteil vorgesehene Rinnen und andererseits an die Lochungen des Blätterpacks anschließen. Eine derartige Vorrichtung ist verhältnismäßig umständlich und gestattet vor allem nicht die Beobachtung der einzuwindenden Drahtschraube.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, die diese Nachteile nicht aufweist. Sie ist gekennzeichnet durch zwei parallel zueinander geführte Halteplatten für den Blätterpack, deren Abstand voneinander regelbar ist und die an einander entsprechenden Längskanten je mit einem in die einzuwindende Drahtschraube eingreifenden Kamm versehen sind, einen an den Rücken des Blätterpacks andruckbaren Formteil, der die einzelnen Blätter in der Weise verschiebt, daß die durch die Löcher gebildeten Lochkanäle dem Durchmesser der Drahtschraube entsprechend gekrümmt werden, und einen winklig zur Einwinderichtung angeordneten Anschlag, durch den die Lochkanäle in Richtung der Steigung der Drahtschraube gekrümmt werden.
  • Längs der Eintrittsstellen des Anfangs der Drahtschraube in die Zwischenräume des einen Kammes ist ein im Querschnitt runder stabförmiger Körper vorgesehen, der unter der Wirkung von Torsionsfedern gegen den Kamm gedrückt wird.
  • Zur Zuführung der Drahtschraube ist ein am Rahmen der Vorrichtung befestigter Dorn vorgesehen, über den die Drahtschraube durch ein angetriebenes schwenkbares Reibrad geführt wird, das gegen die Drahtschraube drückt.
  • Die ebenfalls vorgesehenen, am Rahmen der Vorrichtung gelagerten Einrichtungen zum Abschneiden der Drahtschraube und Umbiegen der Enden derselben bestehen j e aus einem feststehenden und einem in der Einwinderichtung beweglichen Teil. Der feststehende Teil besteht wieder aus zwei in Richtung der Steigung der Drahtschraube gegeneinander verschiebbaren und feststellbaren Werkzeugen, von denen das eine kammartige Führungen für die Drahtschraube, das gegenüberstehende eine in die Windungen der Drahtschraube eingreifende Schneide aufweist. Der bewegliche Teil besteht aus einer eine Gegenschneide tragenden, in der Einwinderichtung bewegbaren Platte.
  • Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, die sich auf das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht. Es zeigt Fig. i eine Ansicht der Vorrichtung, Fig. 2 einen Grundriß der Vorrichtung, Fig.3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 4 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie IV-IV der Fig. i, ferner in vergrößertem Maßstab Fig. 5 einen Teil des Schnittes nach Fig. 4, Fig.6 einen Teilschnitt, der einem Schnitt gemäß Fig. 5 benachbart ist, Fig. 7 den Dorn für die Zuführung der Drahtschraube und einen Teil einer Drahtschraube, Fig. 8 ein Draufsicht auf eine der beiden Einrichtungen zum Abschneiden der Drahtschraube und Umbiegen der Enden derselben, Fig. 9 und io Draufsichten auf die andere dieser beiden Einrichtungen, und zwar in verschiedenen Stellungen.
  • Fig. i i eine Seitenansicht der Einrichtung nach Fig. 9 und io, entgegen der Einwindungsrichtung der Drahtschraube gesehen, Fig. 12 ein Schaubild von auseinandergezogenen Teilen der Einrichtung nach Fig. 9 und To, Fig. 13 die abgeschnittene Drahtschraube mit den abgebogenen Enden.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Rahmen i, an dem eine Halteplatte 2 für einen Blätterpack 3 befestigt ist, und zwar mittels Haltestäben 4, die in Augen 5 des Rahmens i verschiebbar und mittels Rändelkopfschrauben 6 feststellbar sind.
  • Parallel zu dieser Halteplatte 2 und im Abstand regelbar ist eine weitere Halteplatte 7 vorgesehen. Diese ist in zwei an den Enden des Rahmens i vorgesehenen Führungen 8 mittels Zahnstangen 9 geführt. Die Zahnstangen 9 stehen im Eingriff mit auf einer am Rahmen i gelagerten Achse io fest angeordneten Zahnrädern i i. Die Achse io kann über eine fest an ihr angreifende Hebelübertragung i2, 13 durch einen Fußhebel 14 geschwenkt werden. Bei Betätigung des Fußhebels 14 entgegen der Wirkung einer Feder 15 wird die Halteplatte 7 von der Halteplatte 2 entfernt und bei Freigabe des Fußhebels 14 unter der Wirkung der Feder 15 gegen die Halteplatte 2 hindurchgeführt, so daß der zwischen den Halteplatten 2, 7 befindliche Blätterpack 3 eingeklemmt wird.
  • Diese sind an einander entsprechenden Längskanten 2a, 7" j e mit einem Kamm 2b, 7 b versehen (Fig.6), dessen Teilung der Steigung der einzuwindenden Drahtschraube 16 entspricht. Diese Teilung bleibt für alle zu bindenden Blätterpacks gleich, da auch stets Drahtschrauben mit gleicher Steigung verwendet werden. Der Stärke des Blätterpacks 3 wird Rechnung getragen durch. verschiedene Durchmesser des Drahtes der Drahtschrauben, und zwar in der Weise, daß für stärkere Blätterpacks ein stärkerer Drahtdurchmesser für die Drahtschraube verwendet wird.
  • Die Kämme 2b und 71' sind vorzugsweise an den Halteplatten :2 und 7 in der Längsrichtung, d. h. in der Einwinderichtung der Drahtschraube 16, verschiebbar und feststellbar gelagert. Zu diesem Zweck weisen die Halteplatten 2 und 7 Schlitze auf, von denen in der Zeichnung lediglich die Schlitze 7c der Halteplatte 7 zu sehen sind. Durch diese Schlitze greifen Schrauben hindurch, mittels deren die Kämme 2b und 7b an den Halteplatten 2 und 7 befestigt werden können. In der Zeichnung sind lediglich die Schrauben 7d sichtbar.
  • Der Blätterpack 3 ist in bekannter Weise parallel zu seinem Rücken 3a mit einer Lochung versehen, so daß also der Blätterpack3 nebeneinander in einer geraden Linie angeordnete Lochkanäle 3b aufweist.
  • Gegenüber dem Rücken 3a des eingeklemmten Blätterpacks 3 ist ein Formteil 17 angeordnet, der den Zweck hat, den Rücken 311 des Blätterpacks 3 so zu formen, daß die einzelnen Blätter des Blätterpacks 3 in der Weise verschoben werden, daß die Lochkanäle 3b dem Durchmesser der Drahtschraube 16 entsprechend gekrümmt werden. Dieser Formteil 17 ist mittels einer Schraube ig an einem Schieber 18 lösbar und daher auswechselbar befestigt (Fig. z und 4), der in einer am Rahmen i angeordneten Führung 2o derart längs verschiebbar ist, daß der Formteil 17 dem Rücken 3a des Blätterpacks genähert und von ihm entfernt werden kann. Die Auswechselbarkeit des Formteils 17 ist notwendig wegen der verschiedenen möglichen Längen der zu bearbeitenden Blätterpacks und wegen der Dicke des Blätterpacks, der die Bogenlänge des den im wesentlichen wirksamen Teil des Formstücks 17 bildenden Zylindersegments 17a entspricht. Verschiedene Längen des Formstücks 17 werden verwendet in Anbetracht der verschiedenen Stellungen der Einrichtungen zum Abschneiden der Drahtschraube und Umbiegen der Enden derselben.
  • Der Schieber 18 steht mit einem als Kniehebel zu betätigenden, an der den Rahmen 1 der Vorrichtung tragenden Tischplatte 21 an der Lagerstelle 22 angelenkten Winkelhebel 23 in gelenkiger Verbindung und außerdem unter der Wirkung einer Feder 24, die den Schieber 18 in der Weise beeinflußt, daß das Formstück 17 gegen den Rücken 3a des Blätterpacks gedrückt wird. Beim Schwenken des Winkelhebels 23 in Pfeilrichtung entgegen der Wirkung der Feder 24 wird das Formstück 17 von dem Rücken 3a des Blätterpacks entfernt (Fig. 1).
  • An der Halteplatte 2 ist ein winklig zur Einwinderichtung der Drahtschraube stehender Anschlag 25 angeordnet, der die Aufgabe hat, bei dem an ihn angestoßenen Blätterpack 3 die Richtung der Lochkanäle 3b der Steigung der Drahtschraube anzupassen. Dieser Anschlag 25 ist mit seinem Fuß 25a in einer an der Platte 2 angeordneten Führung 26 in der Einwinderichtung der Drahtschraube längs verschiebbar und mittels einer Rändelkopfschraube 27 feststellbar. Da sich die Führung des Anschlags 25 außerhalb des Zwischenraumes zwischen den Halteplatten 2 und 7 befindet, sind in den Halteplatten Schlitze 26a vorgesehen, durch die der Anschlag 25 hindurchgeht.
  • Damit beim Einwinden der Drahtschraube 16 der Anfang 16a (Fig. 8) derselben sicher in die Lücken des einen Kammes, im dargestellten Beispiel des Kammes 7b, eingeführt wird, ist längs der Eintrittsstellen des Anfangs 16a der Drahtschraube ein im Querschnitt runder, vorzugsweise kreisrunder, stabförmiger Körper 28 vorgesehen, der durch ein Rohr gebildet werden kann. Dieser ist mittels Armen 29 um eine Stange 3o schwenkbar, die mittels Augen 31 an der Halteplatte 7 befestigt ist. Die Arme 29 stehen unter der Wirkung von Torsionsfedern 32, die den stabförmigen Körper 28 gegen den Kamm 7b drücken.
  • Um die Drahtschraube 16 zu führen und ihr die zum Einwinden erforderliche Bewegung zu erteilen, ist am Rahmen 1 der Vorrichtung ein Dorn 33 angeordnet, dessen Achse in der Einwinderichtung steht. Über diesen Dorn 33 wird die Drahtschraube 16, die der Vorrichtung als endlose Schraube zugeführt wird, geführt. Das Zuführen erfolgt durch ein angetriebenes Reibrad 34, das vorzugsweise eine rauhe Oberfläche aufweist und daher mit einem entsprechenden Belag versehen ist. Dieses Reibrad wird gegen die auf dem Dorn 33 geführte Drahtschraube 16 gedrückt und erteilt so der Drahtschraube eine Drehbewegung um deren Achse, auf Grund deren sich der Anfang 16a der Drahtschraube vorwärts in Richtung auf den Blätterpack 3 hin bewegt. Damit die Drahtschraube 16 richtig zwischen die Lücken des Kammes 7b eingeführt wird, ist der Dorn an seinem den Halteplatten zugekehrten Ende mit einer schraubenförmigen Führung33a versehen.
  • Das angetriebene Reibrad 34 ist in einem Lager 3 5 gelagert, das am Ende eines Hebels 36 angeordnet ist, der um die Achse 37 einer Vorgelegewelle 38 schwenkbar ist. Die Vorgelegewelle 38 wird von der Riemenscheibe 39 eines Motors 40 über die Scheibe 41 angetrieben. Die Übertragung der Drehbewegung von der Vorgelegewelle 38 auf die Welle des Reibrades 34 erfolgt mittels Riemenscheiben 42, 43, die durch einen Riemen 44 verbunden sind.
  • An dem Hebel 36, an dessen Ende das Reibrad 34 gelagert ist, greift eine Stange 45 an, mittels deren das Reibrad 34 entgegen der Wirkung einer Feder 46 gegen den auf dem Dorn 33 befindlichen Teil der Drahtschraube gedrückt werden kann. Die Stange 45 kann mittels eines Betätigungsgliedes, z. B. eines Fußhebels 46,1, betätigt werden. Sie ist mit einem verstellbar auf ihr sitzenden Anschlag 47 versehen, der an die Unterseite der Tischplatte 21 anstößt, wenn das Reibrad 34 durch die Feder 46 gegen den auf dem Dorn befindlichen Teil der Drahtschraube 16 gedrückt wird. In der Einwinderichtung vor dem Dorn 33 ist vorzugsweise noch eine Führung 48 für die Drahtschraube 16 vorgesehen.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist auch mit zwei Einrichtungen zum Abschneiden der Drahtschraube und Umbiegen der Enden derselben versehen, die zur Anpassung an die Länge des Blätterpacks in der Einwinderichtung verstellbar und feststellbar sind. Jede dieser Einrichtungen wird von einem Kopf 49 getragen, der mittels einer Schraube an einem Rahmenteil So in der Einwindungsrichtung der Drahtschraube längs verschiebbar und feststellbar ist. Zu diesem Zweck ist der Rahmenteil So mit einer Prismenführung 51 versehen, in der der Schraubenkopf 52a geführt wird, und die Schraube kann mittels einer Mutter 52 angezogen werden (Fig.11).
  • Jede Einrichtung zum Abschneiden und Umbiegen besteht aus einem feststehenden Teil und einm in der Einwinderichtung beweglichen Teil.
  • Der feststehende Teil besteht aus zwei in Richtung der Steigung der Drahtschraube gegeneinander verschiebbaren und feststellbaren Werkzeugen 53 und 54 (Fig. 12), von denen das eine, nämlich das Werkzeug 53, kammartige Führungen 53a-für die Drahtschraube, das gegenüberstehende Werkzeug 54 eine in die Windungen der Drahtschraube 16 eingreifende Schneide 54a aufweist.
  • Die beiden Werkzeuge 53 und 54 sind dadurch in Richtung der Steigung der Drahtschraube gegeneinander verschiebbar und feststellbar, daß sie zu beiden Seiten in einer Führung 55 geführt und mittels Schrauben 56 feststellbar sind, die durch in den Werkzeugen 53 und 54 vorgesehene Schlitze 53b und 54b hindurchgehen. Der bewegliche Teil einer Abschneide- und Uml» egeeinrichtung bestellt aus einer eine Gegenschneide 57 tragenden Platte 58, die in der Einwinderichtung der Drahtschraube verschiebbar ist.
  • Der Teil 53 mit der kammartigen Führung 53" ist so angeordnet, daß die eine Hälfte der Drahtschraube 16 sich in der kammartigen Führung 5'," befindet, während die Schneide 5.I11 und die Gegenschneide 57 so angeordnet sind, daß in ihrem Bereich sich die andere Hälfte der Drahtschraube 16 befindet.
  • Zum Zwecke der Verschiebbarkeit der Platte 58 weist diese einen Schlitz 59 auf, in den ein Exzenterzapfen 6o eingreift, der exzentrisch auf einer Welle 61 sitzt, die in dem Block .4.9 gelagert ist und von einem Zahnrad 62 angetrieben werden kann.
  • Die Zahnräder 62 beider Einrichtungen stehen im Einritt mit einer Zahnstange 63, die in der Einwinderichtung längs verschiebbar an dein Rahmenteil 5o geführt ist, und zwar zweckmäßig ebenfalls mittels einer Prismenführung 64 (Fig. i und 3).
  • Die Zahnstange 63 kann mittels eines Handliebels 65 betätigt werden, der am Ende eines doppelarmigen, all der Lagerstelle 66 am Rahmenteil 50 gelagerten Hebels 67 befestigt ist. Von diesem Hebel 67 aus wird die dem Hebel 65 von Hand erteilte Bewegung über einen Hebel 68 und einen an der Lagerstelle 69 am Rahmenteil 5o gelagerten Winkelhebel 7o sowie eine Schlitzführung i auf die Zahnstange 63 übertragen.
  • An den Enden des Rahmenteils 50 sind durch Schrauben 7.4 gebildete, verstellbare Anschläge zur Begrenzung des Hubes der Zahnstange 63 vorgesehen.
  • Die Hebel 65, 67 und zum Teil der Hebel 68 sowie die Lagerstelle 66 befinden sich auf der Seite des Rahmens i, die der Seite entgegengesetzt ist, auf der sich die Einrichtungen zum Abschneiden und Umbiegen befinden. Aus diesem Grunde besteht der Rahmenteil 5o aus zwei Teilen 5o11 und 5o11, die zu beiden Seiten des Rahmens i angeordnet und au diesem beispielsweise durch nicht dargestellte Prismen- oder Schwalbenschwanzfiihrungen geführt sind (Fig. 3). In dein Rahmen i ist ein Schlitz vorgesehen. durch den Schrauben 73 hindurchgehen. die die beiden Teile 5o11 und 5o11 des Raliinenteils 5o miteinander verbinden.
  • Der Rahmenteil 50 ist gegenüber dem Rahmen i in der Ebene des Blätterpacks 3 und senkrecht zur Einwinderichtung verschiebbar und feststellbar. Zu diesem Zweck trägt der Rahmenteil 5o ein Auge 7 ,5, in das eine mit einem Handrad 76 versehene Schraube 77 eingreift, die im Rahmen i drehbar gelagert ist.
  • Der Rahmen i ist vorzugsweise in schräger Lage mittels Schrauben 78 an dem Tischei befestigt, der die erforderlichen Durchbrüche für den Durchgang der unter ihm befindlichen Teile aufweist.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist folgende: Der zu bindende Blätterpack 3, der gelocht ist und daher die Lochkanäle 3v aufweist, wird zwischen die zunächst nicht zusammengepreßten Halteplatten 2 und 7 eingebracht und, nachdem sein Rüchen durch den Formteil i711 geformt und seine eine Kante durch den Anschlag 25 ausgerichtet ist, zwischen die Halteplatten und 7 eingespannt. Die Lochkanäle 3h sind nun sowohl entsprechend dem Durchmesser der Drahtschraube als auch entsprechend der Steigung derselben gekrümmt.
  • Der Formteil i711 wird nach dem Einklemmen des Blätterpacks 3 zwischen die Halteplatten :2 und 7 durch Betätigung des Winkelhebels 23 von dem Rücken 311 des Blätterpacks 3 entfernt, damit die einzuwindende Drahtschraube 16 freie Bahn hat.
  • Die endlose Drahtschraube 16 wird in die Führung 48 eingelegt und über den Dorn 33 so weit von Hand geführt, daß der Anfang 16a der Drahtschraube in der schraubenförmigen Führung 33u des Dorns 33 liegt.
  • Wenn der ':Motor do läuft, kann nun durch Betätigung des Fußhebels 46 die Reibscheibe 34 gegen die auf dem Dorn 33 befindliche Drahtschraube 16 gedrückt «-erden.
  • Dadurch wird der Drahtschraube 16 eine schraubenförmige Vorwärtsbewegung erteilt und der Anfang 16a der Drahtschraube zwischen den Kämmen 2U und 7b hindurch in die Lochkanäle 31' eingeführt, bis der Anfang 16a der Drahtschraube aus dem letzten Lochkanal 3U neben dein anderen Ende des Blätterpacks 3 herauskommt. Sobald der Anfang 16a ein gewisses Stück über dieses andere Ende des Blätterpacks herv orstelit, wird der Fußhebel 46.6 freigegeben, wodurch die Reibscheibe 34 von der Drahtschraube 16 abgehoben und die @"orwärtsbewegung derselben unterbrochen wird.
  • Es erfolgt nun das Abschneiden der Drahtschraube 16 an beiden Enden und das Umbiegen der durch dasAbschneiden gebildeten beiden Enden der Drahtschraube 16c (Fig. io). Das Umbiegen erfolgt an beiden Enden nach dem Blätterpack 3 hin. Aus diesem Grunde sind die Einrichtungen zum Abschneiden und Umbiegen, die beide an sich in gleicher Weise ausgebildet sind, um iSo° versetzt zueinander angeordnet. Im folgenden wird nun der Vorgang an einem Ende der Drahtschraube beschrieben. Der Vorgang am anderen Ende der Drahtschraube ist derselbe, ausgenommen den Umstand, daß die Bewegungsrichtungen entgegengesetzt sind.
  • Das Schneiden erfolgt, wenn man beispielsweise Fig. 9 und i i betrachtet, in der `''eise, daß die Gegenschneide 57 sich zur Schneide 5.4a hin bewegt. Dadurch wird der in Fig. i i voll ausgezogene Teil der Feder 16 bei 1611 abgeschnitten, und es bleiben der in Fig. i i gestrichelt gezeichnete Teil 16c und die sich daran in Richtung vom Beschauer weg allschließenden Teile stehen. Die Gegenschneide 57 bewegt sich unter der Schneide 5.I11 hindurch, so daß der Teil 16c, soweit er im Bereich der Gegenschneide 57 stellt, umgebogen wird, wie aus Fig. io hervorgeht. Die Bewegung der Gegenschneide 57 bei beiden Schneid- und Biegeeinrichtungen erfolgt gleichzeitig durch Betätigung des Hebels 65 über die Zahnstangen 63, die Zahnräder 62 und die Exzenterzapfen 6o. Die Anordnung könnte auch so getroffen sein, daß der Antrieb der Drahtschraube 16 durch das Reibrad 34 wegfällt und die Drahtschraube 16 unmittelbar von der Schraubenwindmaschine auf den Dorn geführt und durch die Schraubenwindmaschine in den Blätterpack 3 eingedreht wird.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Binden eines Blätterpacks durch Einwinden einer Drahtschraube in den parallel zu seinem Rücken gelochten Blätterpack mit Führungen für die Drahtschraube und den Blätterpack, gekennzeichnet durch zwei parallel zueinander geführte Halteplatten (2, 7) für den Blätterpack (3), deren Abstand voneinander regelbar ist und die an einander entsprechenden Längskanten je mit einem in die einzuwindende Drahtschraube (16) eingreifenden Kamm (2b 7b) versehen sind, einen an den Rücken (3a) des Blätterpacks (3) andruckbaren Formteil (i7a), der die einzelnen Blätter in der Weise verschiebt, daß die durch die Löcher gebildeten Lochkanäle (3 b) dem Durchmesser der Drahtschraube (16) entsprechend gekrümmt werden, und einen winklig zur Einwinderichtung angeordneten Anschlag (25), durch den die Richtung der Lochkanäle (3 b) der Steigung der Drahtschraube (16) angepaßt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Halteplatten (2, 7) von im Rahmen (i) der Vorrichtung längs verschiebbaren Zahnstangen (9) getragen ist, die mit ebenfalls am Rahmen (i) gelagerten Zahnrädern (i i) im Eingriff stehen, die über eine Hebelübertragung (12, 13) durch ein Betätigungsglied, beispielsweise einen Fußhebel (14), gedreht werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß der Formteil (17a) auswechselbar an einem im Rahmen (i) der Vorrichtung gelagerten Schieber (18) befestigt ist, der unter der Wirkung eines zweiten Betätigungsglieds, z. B. eines Kniehebels (23), steht, durch den der Formteil (17a) entgegen der Wirkung einer Feder (24) von dem Rücken (3a) des in die Vorrichtung eingesetzten Blätterpacks (3) entfernt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der winklig zur Einwinderichtung angeordnete Anschlag (25) in der Einwinderichtung längs verschiebbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß längs der Eintrittsstellen des Anfangs (16a) der Drahtschraube (16) in die Zwischenräume des einen Kammes (7 b) ein im Querschnitt runder stabförmiger Körper (28) angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der stabförmige Körper (28) schwenkbar an der einen Platte (7) angeordnet und unter der Wirkung von Torsionsfedern (32) an den Kamm (7 b) andruckbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zuführung der Drahtschraube (16) ein am Rahmen (i) der Vorrichtung befestigter Dorn (33) vorgesehen ist, über den die Drahtschraube (16) durch ein angetriebenes Reibrad (34) geführt wird, das gegen die Drahtschraube (16) drückt. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (33) an seinem den Halteplatten (2, 7) zugekehrten Ende mit einer schraubenförmigen Führung (33a) für die Drahtschraube (16) versehen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das angetriebene Reibrad (34) schwenkbar gelagert ist und entgegen der Wirkung einer Feder (46) mittels eines am Lagerhebel (36) des Reibrades (34) über eine Stange (45) angreifenden dritten Betätigungsgliedes (46), z. B. eines Fußhebels (46a), an die Drahtschraube (16) andruckbar ist. io.
  10. Vorrichtung nach Ansprüchen 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse für das Reibrad (34) durch die Achse einer Vorgelegewelle (38) des Antriebs des Reibrades (34) gebildet ist. i i.
  11. Vorrichtung nach Anspruch i mit in der Einwinderichtung verschiebbaren Einrichtungen zum Abschneiden der Drahtschraube und Umbiegen der Enden derselben, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Abschneiden und Umbiegen längs verschiebbar und feststellbar am Rahmen (i) der Vorrichtung gelagert sind und je aus einem feststehenden und einem in der Einwinderichtung beweglichen Teil bestehen, von denen der bewegliche Teil (57, 58) mittels eines Zahnrades (62) verschiebbar ist, das im Eingriff mit einer in der Einwinderichtung verschiebbaren, gesteuerten Zahnstange (63) steht.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (63) am Rahmen (i) der Vorrichtung längs verschiebbar gelagert ist und mittels eines Hebelgestänges (65, 67, 68, 70) von Hand steuerbar ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Ansprüchen i i und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Teil (53, 54) einer Abschneide- und Biegeeinrichtung aus zwei in Richtung der Steigung der Drahtschraube gegeneinander verschiebbaren und feststellbaren Werkzeugen (53, 54) besteht, von denen das eine kammartige Führungen (53a) für die Drahtschraube (16), das gegenüberstehende eine in die Windungen der Drahtschraube (16) eingreifende Schneide (54a) aufweist.
  14. 14. Vorrichtung nach Ansprüchen i i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil (57, 58) einer Abschneide- und Biegeeinrichtung aus einer eine Gegenschneide (57) tragenden Platte (58) besteht, die mittels eines in ihr vorgesehenen Schlitzes (59) von einem Exzenterzapfen (6o) bewegbar ist, der von dem mit der Zahnstange (63) im Eingriff stehenden Zahnrad (62) gedreht wird.
  15. 15. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 14., dadurch gekennzeichnet, daß der Formteil (i 7a), die Abschneide- und Biegeeinrichtungen (53, 54, 55, 57, 58) sowie die Zahnstange (63) an einem Rahmenteil (5o) angeordnet sind, der gegenüber dem übrigen Rahmen (i) in der Ebene des Blätterpacks (3) und senkrecht zur Einwinderichtung der Drahtschraube (16) verschiebbar und feststellbar ist.
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DE961616C (de) * 1953-10-01 1957-04-11 Ernst Weber Vorrichtung zum Binden eines Blaetterpackes durch Einwinden einer Drahtschraube
EP0954448A4 (de) * 1995-10-06 2000-06-07 Unicoil Inc Vorrichtung und verfahren zum spiralbinden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961616C (de) * 1953-10-01 1957-04-11 Ernst Weber Vorrichtung zum Binden eines Blaetterpackes durch Einwinden einer Drahtschraube
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