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Von einer Hauptuhr gesteuerte Uhrenanlage mit impulsweisem .Antrieb
der Nebenuhrwerke Die Erfindung bezieht sich auf eine von einer Hauptuhr gesteuerte
Uhrenanlage, bei der die Nebenuhrwerke impulsweise angetrieben werden.
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Gemäß der Erfindung besitzen die Nebenuhrwerke zwei getrennt einschaltbare
Antriebsmagnete und einen von ihnen beeinflußten Drehanker in derartiger Anordnung,
daß durch die von der Hauptuhr erfolgte Einschaltung der Leiter in der Reihenfolge
Leiter i, Leiter z + 2, Leiter 2 der Drehanker eine ganze Umdrehung in der einen
Richtung und durch Einschaltung der Leiter in umgekehrter Reihenfolge eine ganze
Umdrehung in der Gegenrichtung ausführt, wobei in der Uhrenzentrale ein von Hand
oder mechanisch getriebener Nachstellschalter vorgesehen ist, mittels dessen ein
einstellbarer Zeitbetrag durch beschleunigte Impulsgabe in den Nebenuhren vor- oder
nachgestellt wird. Gegenüber bekannten Nebenuhrwerken mit impulsweisem Antrieb ergeben
sich dadurch folgende Vorteile: i. Für den Anschluß der Nebenuhren können bereits
unter Benutzung einer Erde als dritten Leiter vorhandene Zweileiternetze verwendet
werden; 2. die Nebenuhren können von der Zentrale aus in einfachster Weise um einen
beliebigen Zeitbetrag beschleunigt vor- oder nachgestellt werden; 3. die Nebenuhren
unterscheiden sich hinsichtlich des baulichen Aufwandes nur unwesentlich von den
bisherigen Konstruktionen.
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Ein weiterer Vorzug der Erfindung besteht darin, daß die Steuereinrichtung
in der Uhrenzentrale zur Erzeugung der Uhrenimpulse einen einfachen Aufbau besitzt
und daß die erfindungsgemäße Uhrenanlage sich vorteilhaft für kleine Netze, infolge
der Möglichkeit jedoch, die Uhren gleichzurichten und beliebig
vor-
oder nachzuverstellen, in besonderem Maße als Schiffsuhrenanlage eignet.
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Es ist zwar eine Einrichtung bekannt, bei der eine beschleunigte Vor-
und Nachstellung der Nebenuhren nur von einer Zentrale aus möglich ist. Bei der
bekannten Einrichtung handelt es sich aber nicht um eine Uhrenanlage mit impulsweisem
Antrieb, sondern es fließt dauernd ein von einer Batterie ausgehender Strom zu den
Nebenuhren. Die bekannte Anlage hat einen verhältnismäßig hohen Stromverbrauch und
benötigt auch besonders verwickelte Nebenuhren mit drei Antriebsmagneten. Auch die
Zahl der Verbindungsleitungen zwischen Haupt- und Nebenuhren ist mindestens um eine
höher als beim Anmeldungsgegenstand.
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Versieht man gemäß weiterer Erfindung das Minuten- und Stundenrohr
mit Stufennocken, die sich bei Rückwärtslauf der Zeiger in einer bestimmten Stundenstellung
an Sperrklinken blockieren, so läßt sich dadurch eine Gleichrichtung sämtlicher
Nebenuhren von der Zentrale aus erreichen.
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Auf weitere Merkmale der Erfindung wird an den geeigneten Stellen
der nachstehenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele hingewiesen werden.
In der Zeichnung sind folgende Anordnungen dargestellt Fig. i zeigt das Prinzipschaltschema
einer einfachen Anlage mit angeschlossenen Nebenuhren und einem von Hand zu betätigenden
Nachstellschalter; Fig. 2 a bis 2 d zeigen den Aufbau der Nebenuhrwerke mit den
beiden getrennt einzuschaltenden Antriebsspulen, dem zwischen ihnen liegenden Drehanker
und dem Maltesertrieb für die Übertragung der Ankerbewegung auf das Zeigerwerk;
Fig. 3 zeigt die auf dem Minuten- und Stundenrohr angeordneten Nockenscheiben mit
Fangeklinken, die beim Antrieb des Zeigerwerkes im Gegenzeigersinne ein Auflaufen
und Blockieren der Zeiger in einer bestimmten Stufenstellung bewirken; Fig. q.a
und 4.b zeigen die Form des Drehankers in zwei Ansichten mit einer Rückstellfeder,
die den Anker in der :Mittellage zwischen den beiden Polen halten sollen; Fig. 5
zeigt eine Anordnung, bei der der Nachstellschalter durch einen Kleinmotor angetrieben
ist, der von Hand aus- oder eingeschaltet wird; Fig. ti zeigt ebenfalls einen motorgetriebenen
Nachstellschalter, bei dem jedoch die Ein- und Ausschaltung des Motors selbsttätig
durch Einstellen des zu korrigierenden Zeitbetrages auf einem Zifferblatt erfolgt;
Fig. 7 zeigt eine andere Ausbildung eines Nachstellschalters, bei dem die zu korrigierende
Zeit wiederum auf einem Zifferblatt eingestellt wird, bei dem jedoch der Antrieb
des Nachstellschalters durch ein Federwerk erfolgt; Fig. 8 zeigt eine vollautomatische
Ausbildung eines motorgetriebenen Nachstellschalters mit Impulsspeicher, bei dem
die Vor- oder Rückverstellung des eingestellten Zeitbetrages durch zwei gesonderte
Tasten erfolgt, wobei nach Erreichen der Korrektur der Motor selbsttätig abgeschaltet,
ein evtl. während der Korrektur ausgelöster Schaltimpuls nachgeholt wird und die
Tasten in Leerstellung gebracht werden. In der Fig. r ist mit HU die Uhrenzentrale
bzw. die Mutteruhr zur Steuerung der Anlage bezeichnet. Mittels eines Kontaktes
laai steuert die Hauptuhr in den vorgeschlagenen Zeitabständen, z. B. halb- oder
minutlich, eine Kontakteinrichtung, durch die das Netz an Spannung gelegt wird.
Die Kontakteinrichtung besteht aus einem Relais A, durch dessen Kontakte a i und
a 2 ein Stufenrelais S eingeschaltet wird, dessen Kontakt s i in der 58. Sekunde
und dessen Kontakts 2 in der 59. Sekunde geschlossen wird. Ungefähr '/,Sekunde später
wird darauf der Kontakt s i und danach in der 6o. Sekunde der Kontakt s 2 wieder
geöffnet. Durch diese Art der Kontaktgabe wird bewirkt, daß zuerst die Leitung I_
i des Netzes allein an Spannung liegt, danach die Leitungen L i und L 2 gemeinsam
und danach die Leitung L 2 allein eingeschaltet und zum Schluß beide Leitungen wieder
ausgeschaltet sind. Die an das Nebenuhrnetz angeschlossenen Nebenuhren
NU besitzen, wie bereits erwähnt, zwei Fortschaltmagnetspulen Mi und M2,
die getrennt über die Leiter L i und L:2 Spannung erhalten, wobei über einen
dritten Leiter L3 oder Erde der Stromkreis zur Zentrale geschlossen wird. Es wird
also durch die Wirkungsweise des Stufenrelais S zuerst die Spule M i, danach beide
Spulen gleichzeitig und zum Schluß die Spule M2 allein erregt. Hierdurch führt der
Drehanker des Nebenuhrwerkes eine ganze Umdrehung aus und schaltet dadurch das Zeigerwerk
um einen Schritt weiter. Der Aufbau des Nebenuhrwerkes wird noch weiter unten beschrieben.
In der Uhrenzentrale ist ferner ein aus drei Kontaktsegmenten I, II, III bestehender
Nachstellschalter N angeordnet, dessen Kontaktsegmente I und II parallel an das
Netz angeschlossen sind und der über seinen Schleifarm st von der Zentrale Spannung
erhält. Wird nun dieser Nachstellschalter im Uhrzeigersinne gedreht, nachdem durch
Öffnen des Schalters v die Hauptuhrkontakte unterbrochen wurden, so erhalten die
Leiter L i und L 2 unabhängig von der Steuerung durch die Hauptuhr derart nacheinander
Spannung, daß die Nebenuhren im gleichen Tempo fortgeschaltet werden. Wird dagegen
der Schleifarm ya im Gegenzeigersinne gedreht, so erhält zuerst die Leitung
L 2, dann die Leitung L 2 + L i und zum Schluß die Leitung
L i allein Spannung, was zur Folge hat, daß die Nebenuhr beschleunigt zurückgestellt
wird. Ist die notwendige Anzahl der Impulse gegeben worden, so wird der Schleifarm
n auf dem Leerkontaktsegment III stillgesetzt und die Hauptuhrkontakte über v wieder
angelegt. Man hat es also in einfachster Weise in der Hand, die Nebenuhr beschleunigt
vor- oder zurückzuverstellen, wobei die Zahl der Leiter höchstenfalls auf drei erhöht
zu werden braucht und die gesamte Schaltung der Hauptuhr bzw. der Uhrenzentrale
unverändert bleibt.
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Der Aufbau und die Wirkungsweise der Nebenuhrwerke gehen aus den Fig.
2 a bis 2 d hervor, die den Anker in verschiedenen Stellungen zeigen. Die Pole der
beiden Fortschaltmagnetspulen M i und M2 liegen sich einander gegenüber; die Achse
des mondsichelförmigen Ankers D liegt zweckmäßig etwas unterhalb der Verbindungsachse
der beiden Pole. Wird zuerst die Spule M i eingeschaltet, so wird der Anker in die
aus
Fig. 2 b ersichtliche Stellung gezogen. Wenn beide Spulen eingeschaltet sind, gelangt
der Anker in die in Fig. 2c dargestellte Stellung; wenn die Spule M2 nur noch allein
erregt ist, gelangt der Anker in die in Fig. 2 d dargestellte Stellung, und wenn
auch diese Spule ausgeschaltet wird, fällt der Anker infolge seiner Schwerkraft
nach unten und nimmt wieder die Ausgangsstellung gemäß Fig. 2a an. Um auch bei starken
Schwankungen des Nebenuhrwerkes, was z. B. bei Schiffen der Fall sein kann, eine
sichere Fortschaltung in jeder gewünschten Drehrichtung zu erhalten und um ein Durchschleudern
des Zeigerwerkes zu vermeiden, ist zwischen den Anker D und die Minutenwelle Z des
Zeigerwerkes ein Maltesergetriebe zwischengefügt, das bewirkt, daß bei Rechts- oder
Linksdrehung der Anker die erste Bewegung aus der horizontalen Ruhelage in die Stellung
2b oder 2d ohne Arbeitsabgabe an das Zeigerwerk ausführt und daß nur die Schwerkraft
oder die Rückstellkraft einer schwachen Feder überwunden wird. In umgekehrter Richtung
sperrt das Malteserrad den Antrieb, so daß durch Schleuderbewegungen des Zeigers
keine Weiterschaltung möglich ist. Nur in dem Augenblick, in dem beide Spulen gleichzeitig
eingeschaltet werden, kommt der Schaltzahn des Maltesertriebs in Eingriff mit dem
Malteserkreuz und bewirkt dadurch den Zeigertransport (Fig.2c).
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Die Fig. 3 zeigt die Anordnung zur Gleichstellung der Zeiger aller
Nebenuhren in einer bestimmten Stellung. Zu diesem Zweck sind auf dem Minutenrohr
Z i und auf dem Stundenrohr Z2 zwei Nockenscheiben 5 und 6 angeordnet, denen zwei
Sperrklinken 7 und 8 gegenüberliegen. Sollen sämtliche Nebenuhrwerke gerichtet werden,
so wird das Netz derart eingeschaltet, daß sich die Werke im Gegenzeigersinne drehen.
Der Antrieb erfolgt so lange, bis sich sämtliche Zeigerwerke an den Sperrklinken
7 und 8 gefangen haben. Die Stellung der Sperrklinken wird zweckmäßig so gewählt,
daß beide Zeiger sich in einer vollen Stundenstellung gegenüberstehen, und die Gleichstellung
der Zeigerwerke wird zweckmäßig nachts vorgenommen.
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Die Fig. q.a und :Ib zeigen in zwei Ansichten die Ausgestaltung des
mondsichelförmigen Drehankers, an dem auch eine an einem Kurbelzapfen angreifende
Rückstellfeder F angeordnet sein kann. Hierdurch soll erreicht werden, daß der Drehanker
auch unabhängig von der Schwerkraft mit Sicherheit in seine untere Nullstellung
gelangt und daß übermäßige Pendelungen desselben vermieden werden.
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Das erfindungsgemäße Nebenuhrwerk ist baulich insofern einfacher als
die bekannten polarisierten Nebenuhrwerke, als es zur Auslösung der Rotation des
Ankers kein permanentmagnetisches Feld benötigt. Eine weitere Vereinfachung der
Uhrenanlage kann noch dadurch erzielt werden, daß an Stelle der Verwendung des Auslöserelais
A und des StufenrelaisS die Einschaltung der beiden Leiter L i und
L 2 des Uhrennetzes in der richtigen Reihenfolge durch die Hauptuhr
HU direkt oder indirekt über zwei einfache Hilfsrelais erfolgt. Die Wahl
der günstigsten Anordnung muß durch Versuch gefunden werden und hängt von der Ganggenauigkeit
des Federwerkes bei Belastung mit zwei Kontakten ab. In Fig.5 ist eine halbautomatische
Nachstelleinrichtung dargestellt, deren Nachstellschalter N von einem durch Polwender
umschaltbaren Kleinmotor Mt angetrieben wird. Hierbei ist es zweckmäßig, den Polwendeschalter
P zwangsläufig mit einem Schalter 8 zu kuppeln, durch den der Minutenkontakt
lau abgeschaltet und der Motorstromkreis eingeschaltet wird. Die Abschaltung
des Motors wird von Hand vorgenommen, sobald die Uhren die gewünschte Zeit anzeigen.
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Da die minutengenaue Ausschaltung des Motors verhältnismäßig schwierig
ist, wird gemäß Fig. 6 eine andere Nachstellvorrichtung vorgeschlagen, bei der die
Ausschaltung des Nachstellschalters durch einen von einem Einstellzifferblatt abhängigen
Kontakt überwacht wird. Die Anordnung arbeitet wie folgt Der mit dem Einstellzifferblatt
EZ fest verbundene Kontakt 9 wird gegen eine auf der Stellzeigerwelle Ti' angeordnete
Nockenscheibe io um die gewünschte Zeit verstellt und der Antriebsmotor
Mt durch den Schalter P auf Vor- oder Rückwärtslauf eingeschaltet. Durch
die Betätigung eines Schalters ii wird ein Schaltrelais B erregt, das mittels seines
Kontaktes b i die Impulsgabe durch die Hauptuhr unterbricht und den Motor mittels
eines Kontaktes b 2 an Spannung legt. Über ein Getriebe 12, 13 von geeigneter Übersetzung
ist die Motorwelle mit der Stellzeigerwelle W verbunden. Hat der Motor den Nachstellschalter
N mit der notwendigen Anzahl von Umdrehungen angetrieben (eine Umdrehung = i Minute),
so fällt der Zifferblattkontakt 9 in eine Kerbe der Nockenscheibe io und öffnet
den Stromkreis des Relais B. Der Stromkreis wird jedoch erst endgültig unterbrochen,
wenn auch ein weiterer Kontakt 1q. geöffnet wird, was dann der Fall ist, wenn die
Strombürste des Nachstellschalters auf dem stromlosen Segment III angelangt ist.
Durch Abstellen des Relais B wird das Uhrennetz wieder über den Kontakt b i an die
Steuerung der Hauptuhr angeschlossen und der Motor durch Öffnen des Kontaktes b
2 stromlos gemacht. Hierauf kann der Handschalter ii wieder auf »Aus« gestellt werden.
Für den Fall, daß dies vergessen wird, ist eine Signallampe 15 angeordnet, die bei
erneuter Nachstellung auf die vorher stattgefundene Betätigung des Schalters aufmerksam
macht. Es muß nämlich hierbei verhindert werden, daß nicht bereits bei Einstellung
der Nachstellzeit am Zifferblatt E7. der Motor anläuft und dadurch zu viel Schritte
macht.
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Durch die dargestellte Anordnung können nur Zeitbeträge bis zu i Stunde
eingestellt werden. Für die meisten Fälle genügt dies; wo jedoch größere Zeitbeträge
eingestellt werden sollen, müssen dementsprechend die Untersetzungen bzw. die Drehzahl
der Nockenwelle io gewählt werden. Um sämtliche Uhren des Nebenuhrennetzes auf die
in Fig. 3 dargestellte Rücklaufsperre auflaufen zu lassen, muß die Nachstelleinrichtung
auf Rückwärtslauf eingestellt und so lange eingeschaltet sein, bis sämtliche Uhren
aufgelaufen sind. Um die Dauereinschaltung der Nachstelleinrichtung zu ermöglichen,
ist ein weiterer, parallel zum Zeitrelais B angeordneter Handschalter 16 vorgesehen,
der das Relais B dauernd erregt hält.
Im Gegensatz zu der in Fig.
6 dargestellten Nachstelleinrichtung mit Motorantrieb erfolgt der Antrieb des Nachstellschalters
bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein Federwerk. Wird durch
Rechtsdrehung des Stellzeigers auf dem Einstellzifferblatt die nach- oder vorzuverstellende
Zeit eingestellt, so wird hierdurch eine Triebfeder 17 gespannt und ein Sperrad
18 durch eine Klinke ig in der eingestellten Stellung gehalten. Die Zähnezahl des
Sperrrades 18 entspricht der Teilung der Minutenskala. Das Sperrad 18 treibt durch
die Sperrklinke 2o das Getriebe 21 und 22 an und damit den aus zwei Nockenrädern
N i und 1'`r2 bestehenden Nachstellschalter N. Die Übersetzung des Getriebes 21,
22 ist so gewählt, daß die auf der Achse des Rades 22 sitzenden Nockenräder I Ni
und N2 beim Rücklauf der Antriebsfeder 17 auf die Nullstellung die mit den Nockenrädern
zusammenwirkenden Federsätze n i und n2 entsprechend der eingestellten Minutenzahl
oft betätigen. Der Beginn des Rücklaufs der Feder 17 wird durch Auslösung der Klinke
ig bewirkt. Damit der Rücklauf der Feder und damit die Kontaktfolge nicht zu schnell
erfolgen, ist noch eine Bremse 23 beliebiger Konstruktion vorgesehen. Der Vorwärts-
oder Rückwärtslauf der Nebenuhren wird durch Verändern der Einstellstellungen der
Kontakte ni und sag bewirkt. Zu diesem Zweck sind die Kontakte ni und sag
an einer Wippe 24 befestigt, die bei Betätigung des Stellhebels 25 entweder nach
oben oder nach unten verschoben wird. Durch Betätigen des Stellhebels 25 wird ferner
über ein Getriebe, das in der Zeichnung nur schematisch dargestellt ist, eine Auslöseschiene
26 aus der Nullstellung nach links oder nach rechts entsprechend dem Vorwärts- oder
Rückwärtslauf bewegt und durch eine entsprechend ausgebildete Gleitbahn27 der Sperrhebel
ig aus dem Sperrad 18 ausgeklinkt und dadurch der Rücklauf der Antriebseinrichtung
freigegeben. Diese Ausbildung der Sperrhebelfreigabe bedingt, daß vor Einstellen
einer neuen Nachstellzeit zuerst der Stellhebel und damit die Gleitschiene auf die
Nullstellung gebracht werden muß, da sonst die Sperrklinke ig in das Sperrad 18
nicht einfallen kann. An der Anordnung ist ferner noch ein Kontakt 28 vorgesehen,
durch den während des Nachstellvorganges der Kontaktgeber der Hauptuhr abgeschaltet
wird, um Fehlschaltungen zu vermeiden. Dieser Kontakt kann zweckmäßig auch als Türkontakt
ausgebildet sein, so daß beim Öffnen der Tür des Apparateschrankes die Umschaltung
des Netzes auf die automatische Nachstellvorrichtung erfolgt. In diesem Falle darf
die Tür erst nach vollzogener Nachstellung wieder geschlossen werden.
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Die Sicherung gegen Fehlschaltungen kann auch dadurch erzielt werden,
daß ein Kontakt 29 vorgesehen ist, durch den ein Relais 3o eingeschaltet wird, sobald
die nachzustellende Zeit auf dem Einstellzifferblatt eingestellt wird. Der Kontakt
28 wird dann nicht in Abhängigkeit von der Türbewegung geschaltet, sondern von dem
Relais 30, so daß die Tür während des Nachstellvorganges geschlossen werden kann.
Die Nachstellung der eingestellten Zeit erfolgt in diesem Falle erst, sobald die
nachzustellende Zeit auf dem Einstellzifferblatt eingestellt wird. Die Zurückschaltung
auf den Kontaktgeber der Hauptuhr erfolgt dann automatisch, wenn der Einstellzeiger
wieder in seine Nullage zurückkehrt und durch Öffnung des Kontaktes 2,9 das Relais
30 zum Abfallen bringt.
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In der Fig. 8 ist eine Nachstelleinrichtung mit Motorantrieb dargestellt,
die noch eine Anordnung zur Speicherung eines inzwischen von der Hauptuhr abgegebenen
Impulses besitzt und außerdem mit einer mechanischen Verriegelung und Tastenbedienung
versehen ist. Außerdem dient die Nachstelleinrichtung in diesem Falle auch gleichzeitig
zur Abgabe der von der Hauptuhr. gesteuerten Impulse. Diese Anordnung eignet sich
besonders für große Netze, da die Impulsgabe- bzw. Nachstelleinrichtung bei geeigneter
Ausbildung infolge des Motors auch die größten Schaltleistungen bewältigen kann
und nur durch einen die Hauptuhr kaum belastenden Impulskontakt gesteuert wird.
Auch werden durch diese Anordnung die Steuerrelais in der Hauptuhr überflüssig.
Der Hauptuhrenkontakt lait liegt mit einem Schaltrelais R in Reihe, das mit einer
Abfallverzögerung versehen ist. Durch die Steuerung des Hauptuhrenkontaktes wird
das Relais R minutlich betätigt und schaltet über seinen Kontakt ri den Antriebsmotor
Alt ein. Der Motor treibt über ein Getriebe 31 einen Steuernocken 32 an und schließt
durch Anheben des mit dem Nocken zusammenarbeitenden Nockenhebels 33 den Kontakt
34, so daß nach Abfallen des Relais R und Öffnen des Kontaktes r i der Motor über
den Kontakt 34 weiter an Spannung gehalten wird. Sobald die Nockenwelle eine ganze
Umdrehung ausgeführt hat und nacheinander die Schaltkontakte si und s2 in der vorbeschriebenen
Reihenfolge betätigte, wird durch Einfallen des Hebels 33 der Haltekontakt 34 wieder
geöffnet und der Motor abgeschaltet. Durch die Kontakte s i und s 2 werden die Leiter
L i und L 2 des Uhrennetzes in der richtigen Reihenfolge an Spannung
gelegt.
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Zum schnellen Vor- und Rückwärtsschalten der Nebenuhren ist eine im
Verhältnis i : 6o untersetzte Achse 37 vorgesehen, auf der ein Zahnrad 40 fest aufgekeilt
ist. Durch eine Rastfeder 39 ist dieses Zahnrad mit einem auf der gleichen
Achse lose sitzenden Rastrad 38 gekuppelt, so daß die Achse 37 bei Drehung der Nockenwelle
mitgenommen wird. Mit dem Rastrad 40 ist eine Einstellscheibe 4t fest verbunden,
in deren Ausklinkung ein mit dem Hebel 33 fest verbundener Arm 33' einfallen
kann, wenn der Stellzeiger des Einstellzifferblattes EZ am Anschlag 42 in
Nullstellung steht.
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Bei Nachstellung der Nebenuhren erfolgt die Einschaltung des Antriebsmotors
über Federsätze 42 und 43, wobei der Federsatz 43 gleichzeitig als Polwender ausgebildet
ist. Die Federsätze 42 und 43 werden durch Tasten 44 und 45 betätigt, und zwar wird
bei Betätigung der Tasten 45 der Polwender umgeschaltet und dadurch die ganze Einrichtung
auf Rückwärtslauf eingestellt. Die Dauereinschaltung des Motors wird hierbei dadurch
erreicht, daß beim Niederdrücken der Tasten diese durch eine Sperrschiene 46 in
der gedrückten Stellung gehalten werden. Wenn hierbei nach Beendigung des Nachstellvorganges
der Hebel 33 abfällt, wird über ein Gestänge 47 die Sperrschiene
wieder
freigegeben, so daß die niedergedrückte Taste wieder zurückschnappt. Hierdurch wird
der Motoreinschaltkontakt 42 bzw. 43 wieder geöffnet und der Polwender 43' wieder
auf Vorwärtslauf umgestellt.
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Das zur minutlichen Fortschaltung der Nebenuhren dienende Relais R
wird während der Nachstellung der Nebenuhren nicht betätigt. Trifft jedoch während
des Ablaufs der Nachstelleinrichtung ein Impuls von der Hauptuhr ein, so spricht
das Relais R an, ohne vorerst die Impulsfolge der Nachstelleinrichtung zu beeinflussen.
Nach Beendigung der Impulsfolge hält jedoch das verzögert abfallende Relais R durch
seinen Kontakt ri den'_%lotor noch so lange an Spannung, daß eine weitere ganze
Umdrehung des Nockens 32 ausgelöst wird. Es wird hierdurch die bei einem länger
dauernden N achstellvorgang inzwischen verstrichene Zeit mit erfaßt.
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Die Erfindung ist nicht nur auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt; vielmehr lassen sich die mechanischen Sperrmittel und Schalteinrichtungen
auch durch elektrische Schaltungen ersetzen, und umgekehrt.