DE909918C - Von einer Hauptuhr gesteuerte Uhrenanlage mit impulsweisem Antrieb der Nebenuhrwerke - Google Patents

Von einer Hauptuhr gesteuerte Uhrenanlage mit impulsweisem Antrieb der Nebenuhrwerke

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DE909918C
DE909918C DES6716D DES0006716D DE909918C DE 909918 C DE909918 C DE 909918C DE S6716 D DES6716 D DE S6716D DE S0006716 D DES0006716 D DE S0006716D DE 909918 C DE909918 C DE 909918C
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DES6716D
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Gustav Blumberg
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C9/00Electrically-actuated devices for setting the time-indicating means

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

  • Von einer Hauptuhr gesteuerte Uhrenanlage mit impulsweisem .Antrieb der Nebenuhrwerke Die Erfindung bezieht sich auf eine von einer Hauptuhr gesteuerte Uhrenanlage, bei der die Nebenuhrwerke impulsweise angetrieben werden.
  • Gemäß der Erfindung besitzen die Nebenuhrwerke zwei getrennt einschaltbare Antriebsmagnete und einen von ihnen beeinflußten Drehanker in derartiger Anordnung, daß durch die von der Hauptuhr erfolgte Einschaltung der Leiter in der Reihenfolge Leiter i, Leiter z + 2, Leiter 2 der Drehanker eine ganze Umdrehung in der einen Richtung und durch Einschaltung der Leiter in umgekehrter Reihenfolge eine ganze Umdrehung in der Gegenrichtung ausführt, wobei in der Uhrenzentrale ein von Hand oder mechanisch getriebener Nachstellschalter vorgesehen ist, mittels dessen ein einstellbarer Zeitbetrag durch beschleunigte Impulsgabe in den Nebenuhren vor- oder nachgestellt wird. Gegenüber bekannten Nebenuhrwerken mit impulsweisem Antrieb ergeben sich dadurch folgende Vorteile: i. Für den Anschluß der Nebenuhren können bereits unter Benutzung einer Erde als dritten Leiter vorhandene Zweileiternetze verwendet werden; 2. die Nebenuhren können von der Zentrale aus in einfachster Weise um einen beliebigen Zeitbetrag beschleunigt vor- oder nachgestellt werden; 3. die Nebenuhren unterscheiden sich hinsichtlich des baulichen Aufwandes nur unwesentlich von den bisherigen Konstruktionen.
  • Ein weiterer Vorzug der Erfindung besteht darin, daß die Steuereinrichtung in der Uhrenzentrale zur Erzeugung der Uhrenimpulse einen einfachen Aufbau besitzt und daß die erfindungsgemäße Uhrenanlage sich vorteilhaft für kleine Netze, infolge der Möglichkeit jedoch, die Uhren gleichzurichten und beliebig vor- oder nachzuverstellen, in besonderem Maße als Schiffsuhrenanlage eignet.
  • Es ist zwar eine Einrichtung bekannt, bei der eine beschleunigte Vor- und Nachstellung der Nebenuhren nur von einer Zentrale aus möglich ist. Bei der bekannten Einrichtung handelt es sich aber nicht um eine Uhrenanlage mit impulsweisem Antrieb, sondern es fließt dauernd ein von einer Batterie ausgehender Strom zu den Nebenuhren. Die bekannte Anlage hat einen verhältnismäßig hohen Stromverbrauch und benötigt auch besonders verwickelte Nebenuhren mit drei Antriebsmagneten. Auch die Zahl der Verbindungsleitungen zwischen Haupt- und Nebenuhren ist mindestens um eine höher als beim Anmeldungsgegenstand.
  • Versieht man gemäß weiterer Erfindung das Minuten- und Stundenrohr mit Stufennocken, die sich bei Rückwärtslauf der Zeiger in einer bestimmten Stundenstellung an Sperrklinken blockieren, so läßt sich dadurch eine Gleichrichtung sämtlicher Nebenuhren von der Zentrale aus erreichen.
  • Auf weitere Merkmale der Erfindung wird an den geeigneten Stellen der nachstehenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele hingewiesen werden. In der Zeichnung sind folgende Anordnungen dargestellt Fig. i zeigt das Prinzipschaltschema einer einfachen Anlage mit angeschlossenen Nebenuhren und einem von Hand zu betätigenden Nachstellschalter; Fig. 2 a bis 2 d zeigen den Aufbau der Nebenuhrwerke mit den beiden getrennt einzuschaltenden Antriebsspulen, dem zwischen ihnen liegenden Drehanker und dem Maltesertrieb für die Übertragung der Ankerbewegung auf das Zeigerwerk; Fig. 3 zeigt die auf dem Minuten- und Stundenrohr angeordneten Nockenscheiben mit Fangeklinken, die beim Antrieb des Zeigerwerkes im Gegenzeigersinne ein Auflaufen und Blockieren der Zeiger in einer bestimmten Stufenstellung bewirken; Fig. q.a und 4.b zeigen die Form des Drehankers in zwei Ansichten mit einer Rückstellfeder, die den Anker in der :Mittellage zwischen den beiden Polen halten sollen; Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei der der Nachstellschalter durch einen Kleinmotor angetrieben ist, der von Hand aus- oder eingeschaltet wird; Fig. ti zeigt ebenfalls einen motorgetriebenen Nachstellschalter, bei dem jedoch die Ein- und Ausschaltung des Motors selbsttätig durch Einstellen des zu korrigierenden Zeitbetrages auf einem Zifferblatt erfolgt; Fig. 7 zeigt eine andere Ausbildung eines Nachstellschalters, bei dem die zu korrigierende Zeit wiederum auf einem Zifferblatt eingestellt wird, bei dem jedoch der Antrieb des Nachstellschalters durch ein Federwerk erfolgt; Fig. 8 zeigt eine vollautomatische Ausbildung eines motorgetriebenen Nachstellschalters mit Impulsspeicher, bei dem die Vor- oder Rückverstellung des eingestellten Zeitbetrages durch zwei gesonderte Tasten erfolgt, wobei nach Erreichen der Korrektur der Motor selbsttätig abgeschaltet, ein evtl. während der Korrektur ausgelöster Schaltimpuls nachgeholt wird und die Tasten in Leerstellung gebracht werden. In der Fig. r ist mit HU die Uhrenzentrale bzw. die Mutteruhr zur Steuerung der Anlage bezeichnet. Mittels eines Kontaktes laai steuert die Hauptuhr in den vorgeschlagenen Zeitabständen, z. B. halb- oder minutlich, eine Kontakteinrichtung, durch die das Netz an Spannung gelegt wird. Die Kontakteinrichtung besteht aus einem Relais A, durch dessen Kontakte a i und a 2 ein Stufenrelais S eingeschaltet wird, dessen Kontakt s i in der 58. Sekunde und dessen Kontakts 2 in der 59. Sekunde geschlossen wird. Ungefähr '/,Sekunde später wird darauf der Kontakt s i und danach in der 6o. Sekunde der Kontakt s 2 wieder geöffnet. Durch diese Art der Kontaktgabe wird bewirkt, daß zuerst die Leitung I_ i des Netzes allein an Spannung liegt, danach die Leitungen L i und L 2 gemeinsam und danach die Leitung L 2 allein eingeschaltet und zum Schluß beide Leitungen wieder ausgeschaltet sind. Die an das Nebenuhrnetz angeschlossenen Nebenuhren NU besitzen, wie bereits erwähnt, zwei Fortschaltmagnetspulen Mi und M2, die getrennt über die Leiter L i und L:2 Spannung erhalten, wobei über einen dritten Leiter L3 oder Erde der Stromkreis zur Zentrale geschlossen wird. Es wird also durch die Wirkungsweise des Stufenrelais S zuerst die Spule M i, danach beide Spulen gleichzeitig und zum Schluß die Spule M2 allein erregt. Hierdurch führt der Drehanker des Nebenuhrwerkes eine ganze Umdrehung aus und schaltet dadurch das Zeigerwerk um einen Schritt weiter. Der Aufbau des Nebenuhrwerkes wird noch weiter unten beschrieben. In der Uhrenzentrale ist ferner ein aus drei Kontaktsegmenten I, II, III bestehender Nachstellschalter N angeordnet, dessen Kontaktsegmente I und II parallel an das Netz angeschlossen sind und der über seinen Schleifarm st von der Zentrale Spannung erhält. Wird nun dieser Nachstellschalter im Uhrzeigersinne gedreht, nachdem durch Öffnen des Schalters v die Hauptuhrkontakte unterbrochen wurden, so erhalten die Leiter L i und L 2 unabhängig von der Steuerung durch die Hauptuhr derart nacheinander Spannung, daß die Nebenuhren im gleichen Tempo fortgeschaltet werden. Wird dagegen der Schleifarm ya im Gegenzeigersinne gedreht, so erhält zuerst die Leitung L 2, dann die Leitung L 2 + L i und zum Schluß die Leitung L i allein Spannung, was zur Folge hat, daß die Nebenuhr beschleunigt zurückgestellt wird. Ist die notwendige Anzahl der Impulse gegeben worden, so wird der Schleifarm n auf dem Leerkontaktsegment III stillgesetzt und die Hauptuhrkontakte über v wieder angelegt. Man hat es also in einfachster Weise in der Hand, die Nebenuhr beschleunigt vor- oder zurückzuverstellen, wobei die Zahl der Leiter höchstenfalls auf drei erhöht zu werden braucht und die gesamte Schaltung der Hauptuhr bzw. der Uhrenzentrale unverändert bleibt.
  • Der Aufbau und die Wirkungsweise der Nebenuhrwerke gehen aus den Fig. 2 a bis 2 d hervor, die den Anker in verschiedenen Stellungen zeigen. Die Pole der beiden Fortschaltmagnetspulen M i und M2 liegen sich einander gegenüber; die Achse des mondsichelförmigen Ankers D liegt zweckmäßig etwas unterhalb der Verbindungsachse der beiden Pole. Wird zuerst die Spule M i eingeschaltet, so wird der Anker in die aus Fig. 2 b ersichtliche Stellung gezogen. Wenn beide Spulen eingeschaltet sind, gelangt der Anker in die in Fig. 2c dargestellte Stellung; wenn die Spule M2 nur noch allein erregt ist, gelangt der Anker in die in Fig. 2 d dargestellte Stellung, und wenn auch diese Spule ausgeschaltet wird, fällt der Anker infolge seiner Schwerkraft nach unten und nimmt wieder die Ausgangsstellung gemäß Fig. 2a an. Um auch bei starken Schwankungen des Nebenuhrwerkes, was z. B. bei Schiffen der Fall sein kann, eine sichere Fortschaltung in jeder gewünschten Drehrichtung zu erhalten und um ein Durchschleudern des Zeigerwerkes zu vermeiden, ist zwischen den Anker D und die Minutenwelle Z des Zeigerwerkes ein Maltesergetriebe zwischengefügt, das bewirkt, daß bei Rechts- oder Linksdrehung der Anker die erste Bewegung aus der horizontalen Ruhelage in die Stellung 2b oder 2d ohne Arbeitsabgabe an das Zeigerwerk ausführt und daß nur die Schwerkraft oder die Rückstellkraft einer schwachen Feder überwunden wird. In umgekehrter Richtung sperrt das Malteserrad den Antrieb, so daß durch Schleuderbewegungen des Zeigers keine Weiterschaltung möglich ist. Nur in dem Augenblick, in dem beide Spulen gleichzeitig eingeschaltet werden, kommt der Schaltzahn des Maltesertriebs in Eingriff mit dem Malteserkreuz und bewirkt dadurch den Zeigertransport (Fig.2c).
  • Die Fig. 3 zeigt die Anordnung zur Gleichstellung der Zeiger aller Nebenuhren in einer bestimmten Stellung. Zu diesem Zweck sind auf dem Minutenrohr Z i und auf dem Stundenrohr Z2 zwei Nockenscheiben 5 und 6 angeordnet, denen zwei Sperrklinken 7 und 8 gegenüberliegen. Sollen sämtliche Nebenuhrwerke gerichtet werden, so wird das Netz derart eingeschaltet, daß sich die Werke im Gegenzeigersinne drehen. Der Antrieb erfolgt so lange, bis sich sämtliche Zeigerwerke an den Sperrklinken 7 und 8 gefangen haben. Die Stellung der Sperrklinken wird zweckmäßig so gewählt, daß beide Zeiger sich in einer vollen Stundenstellung gegenüberstehen, und die Gleichstellung der Zeigerwerke wird zweckmäßig nachts vorgenommen.
  • Die Fig. q.a und :Ib zeigen in zwei Ansichten die Ausgestaltung des mondsichelförmigen Drehankers, an dem auch eine an einem Kurbelzapfen angreifende Rückstellfeder F angeordnet sein kann. Hierdurch soll erreicht werden, daß der Drehanker auch unabhängig von der Schwerkraft mit Sicherheit in seine untere Nullstellung gelangt und daß übermäßige Pendelungen desselben vermieden werden.
  • Das erfindungsgemäße Nebenuhrwerk ist baulich insofern einfacher als die bekannten polarisierten Nebenuhrwerke, als es zur Auslösung der Rotation des Ankers kein permanentmagnetisches Feld benötigt. Eine weitere Vereinfachung der Uhrenanlage kann noch dadurch erzielt werden, daß an Stelle der Verwendung des Auslöserelais A und des StufenrelaisS die Einschaltung der beiden Leiter L i und L 2 des Uhrennetzes in der richtigen Reihenfolge durch die Hauptuhr HU direkt oder indirekt über zwei einfache Hilfsrelais erfolgt. Die Wahl der günstigsten Anordnung muß durch Versuch gefunden werden und hängt von der Ganggenauigkeit des Federwerkes bei Belastung mit zwei Kontakten ab. In Fig.5 ist eine halbautomatische Nachstelleinrichtung dargestellt, deren Nachstellschalter N von einem durch Polwender umschaltbaren Kleinmotor Mt angetrieben wird. Hierbei ist es zweckmäßig, den Polwendeschalter P zwangsläufig mit einem Schalter 8 zu kuppeln, durch den der Minutenkontakt lau abgeschaltet und der Motorstromkreis eingeschaltet wird. Die Abschaltung des Motors wird von Hand vorgenommen, sobald die Uhren die gewünschte Zeit anzeigen.
  • Da die minutengenaue Ausschaltung des Motors verhältnismäßig schwierig ist, wird gemäß Fig. 6 eine andere Nachstellvorrichtung vorgeschlagen, bei der die Ausschaltung des Nachstellschalters durch einen von einem Einstellzifferblatt abhängigen Kontakt überwacht wird. Die Anordnung arbeitet wie folgt Der mit dem Einstellzifferblatt EZ fest verbundene Kontakt 9 wird gegen eine auf der Stellzeigerwelle Ti' angeordnete Nockenscheibe io um die gewünschte Zeit verstellt und der Antriebsmotor Mt durch den Schalter P auf Vor- oder Rückwärtslauf eingeschaltet. Durch die Betätigung eines Schalters ii wird ein Schaltrelais B erregt, das mittels seines Kontaktes b i die Impulsgabe durch die Hauptuhr unterbricht und den Motor mittels eines Kontaktes b 2 an Spannung legt. Über ein Getriebe 12, 13 von geeigneter Übersetzung ist die Motorwelle mit der Stellzeigerwelle W verbunden. Hat der Motor den Nachstellschalter N mit der notwendigen Anzahl von Umdrehungen angetrieben (eine Umdrehung = i Minute), so fällt der Zifferblattkontakt 9 in eine Kerbe der Nockenscheibe io und öffnet den Stromkreis des Relais B. Der Stromkreis wird jedoch erst endgültig unterbrochen, wenn auch ein weiterer Kontakt 1q. geöffnet wird, was dann der Fall ist, wenn die Strombürste des Nachstellschalters auf dem stromlosen Segment III angelangt ist. Durch Abstellen des Relais B wird das Uhrennetz wieder über den Kontakt b i an die Steuerung der Hauptuhr angeschlossen und der Motor durch Öffnen des Kontaktes b 2 stromlos gemacht. Hierauf kann der Handschalter ii wieder auf »Aus« gestellt werden. Für den Fall, daß dies vergessen wird, ist eine Signallampe 15 angeordnet, die bei erneuter Nachstellung auf die vorher stattgefundene Betätigung des Schalters aufmerksam macht. Es muß nämlich hierbei verhindert werden, daß nicht bereits bei Einstellung der Nachstellzeit am Zifferblatt E7. der Motor anläuft und dadurch zu viel Schritte macht.
  • Durch die dargestellte Anordnung können nur Zeitbeträge bis zu i Stunde eingestellt werden. Für die meisten Fälle genügt dies; wo jedoch größere Zeitbeträge eingestellt werden sollen, müssen dementsprechend die Untersetzungen bzw. die Drehzahl der Nockenwelle io gewählt werden. Um sämtliche Uhren des Nebenuhrennetzes auf die in Fig. 3 dargestellte Rücklaufsperre auflaufen zu lassen, muß die Nachstelleinrichtung auf Rückwärtslauf eingestellt und so lange eingeschaltet sein, bis sämtliche Uhren aufgelaufen sind. Um die Dauereinschaltung der Nachstelleinrichtung zu ermöglichen, ist ein weiterer, parallel zum Zeitrelais B angeordneter Handschalter 16 vorgesehen, der das Relais B dauernd erregt hält. Im Gegensatz zu der in Fig. 6 dargestellten Nachstelleinrichtung mit Motorantrieb erfolgt der Antrieb des Nachstellschalters bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein Federwerk. Wird durch Rechtsdrehung des Stellzeigers auf dem Einstellzifferblatt die nach- oder vorzuverstellende Zeit eingestellt, so wird hierdurch eine Triebfeder 17 gespannt und ein Sperrad 18 durch eine Klinke ig in der eingestellten Stellung gehalten. Die Zähnezahl des Sperrrades 18 entspricht der Teilung der Minutenskala. Das Sperrad 18 treibt durch die Sperrklinke 2o das Getriebe 21 und 22 an und damit den aus zwei Nockenrädern N i und 1'`r2 bestehenden Nachstellschalter N. Die Übersetzung des Getriebes 21, 22 ist so gewählt, daß die auf der Achse des Rades 22 sitzenden Nockenräder I Ni und N2 beim Rücklauf der Antriebsfeder 17 auf die Nullstellung die mit den Nockenrädern zusammenwirkenden Federsätze n i und n2 entsprechend der eingestellten Minutenzahl oft betätigen. Der Beginn des Rücklaufs der Feder 17 wird durch Auslösung der Klinke ig bewirkt. Damit der Rücklauf der Feder und damit die Kontaktfolge nicht zu schnell erfolgen, ist noch eine Bremse 23 beliebiger Konstruktion vorgesehen. Der Vorwärts- oder Rückwärtslauf der Nebenuhren wird durch Verändern der Einstellstellungen der Kontakte ni und sag bewirkt. Zu diesem Zweck sind die Kontakte ni und sag an einer Wippe 24 befestigt, die bei Betätigung des Stellhebels 25 entweder nach oben oder nach unten verschoben wird. Durch Betätigen des Stellhebels 25 wird ferner über ein Getriebe, das in der Zeichnung nur schematisch dargestellt ist, eine Auslöseschiene 26 aus der Nullstellung nach links oder nach rechts entsprechend dem Vorwärts- oder Rückwärtslauf bewegt und durch eine entsprechend ausgebildete Gleitbahn27 der Sperrhebel ig aus dem Sperrad 18 ausgeklinkt und dadurch der Rücklauf der Antriebseinrichtung freigegeben. Diese Ausbildung der Sperrhebelfreigabe bedingt, daß vor Einstellen einer neuen Nachstellzeit zuerst der Stellhebel und damit die Gleitschiene auf die Nullstellung gebracht werden muß, da sonst die Sperrklinke ig in das Sperrad 18 nicht einfallen kann. An der Anordnung ist ferner noch ein Kontakt 28 vorgesehen, durch den während des Nachstellvorganges der Kontaktgeber der Hauptuhr abgeschaltet wird, um Fehlschaltungen zu vermeiden. Dieser Kontakt kann zweckmäßig auch als Türkontakt ausgebildet sein, so daß beim Öffnen der Tür des Apparateschrankes die Umschaltung des Netzes auf die automatische Nachstellvorrichtung erfolgt. In diesem Falle darf die Tür erst nach vollzogener Nachstellung wieder geschlossen werden.
  • Die Sicherung gegen Fehlschaltungen kann auch dadurch erzielt werden, daß ein Kontakt 29 vorgesehen ist, durch den ein Relais 3o eingeschaltet wird, sobald die nachzustellende Zeit auf dem Einstellzifferblatt eingestellt wird. Der Kontakt 28 wird dann nicht in Abhängigkeit von der Türbewegung geschaltet, sondern von dem Relais 30, so daß die Tür während des Nachstellvorganges geschlossen werden kann. Die Nachstellung der eingestellten Zeit erfolgt in diesem Falle erst, sobald die nachzustellende Zeit auf dem Einstellzifferblatt eingestellt wird. Die Zurückschaltung auf den Kontaktgeber der Hauptuhr erfolgt dann automatisch, wenn der Einstellzeiger wieder in seine Nullage zurückkehrt und durch Öffnung des Kontaktes 2,9 das Relais 30 zum Abfallen bringt.
  • In der Fig. 8 ist eine Nachstelleinrichtung mit Motorantrieb dargestellt, die noch eine Anordnung zur Speicherung eines inzwischen von der Hauptuhr abgegebenen Impulses besitzt und außerdem mit einer mechanischen Verriegelung und Tastenbedienung versehen ist. Außerdem dient die Nachstelleinrichtung in diesem Falle auch gleichzeitig zur Abgabe der von der Hauptuhr. gesteuerten Impulse. Diese Anordnung eignet sich besonders für große Netze, da die Impulsgabe- bzw. Nachstelleinrichtung bei geeigneter Ausbildung infolge des Motors auch die größten Schaltleistungen bewältigen kann und nur durch einen die Hauptuhr kaum belastenden Impulskontakt gesteuert wird. Auch werden durch diese Anordnung die Steuerrelais in der Hauptuhr überflüssig. Der Hauptuhrenkontakt lait liegt mit einem Schaltrelais R in Reihe, das mit einer Abfallverzögerung versehen ist. Durch die Steuerung des Hauptuhrenkontaktes wird das Relais R minutlich betätigt und schaltet über seinen Kontakt ri den Antriebsmotor Alt ein. Der Motor treibt über ein Getriebe 31 einen Steuernocken 32 an und schließt durch Anheben des mit dem Nocken zusammenarbeitenden Nockenhebels 33 den Kontakt 34, so daß nach Abfallen des Relais R und Öffnen des Kontaktes r i der Motor über den Kontakt 34 weiter an Spannung gehalten wird. Sobald die Nockenwelle eine ganze Umdrehung ausgeführt hat und nacheinander die Schaltkontakte si und s2 in der vorbeschriebenen Reihenfolge betätigte, wird durch Einfallen des Hebels 33 der Haltekontakt 34 wieder geöffnet und der Motor abgeschaltet. Durch die Kontakte s i und s 2 werden die Leiter L i und L 2 des Uhrennetzes in der richtigen Reihenfolge an Spannung gelegt.
  • Zum schnellen Vor- und Rückwärtsschalten der Nebenuhren ist eine im Verhältnis i : 6o untersetzte Achse 37 vorgesehen, auf der ein Zahnrad 40 fest aufgekeilt ist. Durch eine Rastfeder 39 ist dieses Zahnrad mit einem auf der gleichen Achse lose sitzenden Rastrad 38 gekuppelt, so daß die Achse 37 bei Drehung der Nockenwelle mitgenommen wird. Mit dem Rastrad 40 ist eine Einstellscheibe 4t fest verbunden, in deren Ausklinkung ein mit dem Hebel 33 fest verbundener Arm 33' einfallen kann, wenn der Stellzeiger des Einstellzifferblattes EZ am Anschlag 42 in Nullstellung steht.
  • Bei Nachstellung der Nebenuhren erfolgt die Einschaltung des Antriebsmotors über Federsätze 42 und 43, wobei der Federsatz 43 gleichzeitig als Polwender ausgebildet ist. Die Federsätze 42 und 43 werden durch Tasten 44 und 45 betätigt, und zwar wird bei Betätigung der Tasten 45 der Polwender umgeschaltet und dadurch die ganze Einrichtung auf Rückwärtslauf eingestellt. Die Dauereinschaltung des Motors wird hierbei dadurch erreicht, daß beim Niederdrücken der Tasten diese durch eine Sperrschiene 46 in der gedrückten Stellung gehalten werden. Wenn hierbei nach Beendigung des Nachstellvorganges der Hebel 33 abfällt, wird über ein Gestänge 47 die Sperrschiene wieder freigegeben, so daß die niedergedrückte Taste wieder zurückschnappt. Hierdurch wird der Motoreinschaltkontakt 42 bzw. 43 wieder geöffnet und der Polwender 43' wieder auf Vorwärtslauf umgestellt.
  • Das zur minutlichen Fortschaltung der Nebenuhren dienende Relais R wird während der Nachstellung der Nebenuhren nicht betätigt. Trifft jedoch während des Ablaufs der Nachstelleinrichtung ein Impuls von der Hauptuhr ein, so spricht das Relais R an, ohne vorerst die Impulsfolge der Nachstelleinrichtung zu beeinflussen. Nach Beendigung der Impulsfolge hält jedoch das verzögert abfallende Relais R durch seinen Kontakt ri den'_%lotor noch so lange an Spannung, daß eine weitere ganze Umdrehung des Nockens 32 ausgelöst wird. Es wird hierdurch die bei einem länger dauernden N achstellvorgang inzwischen verstrichene Zeit mit erfaßt.
  • Die Erfindung ist nicht nur auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt; vielmehr lassen sich die mechanischen Sperrmittel und Schalteinrichtungen auch durch elektrische Schaltungen ersetzen, und umgekehrt.

Claims (17)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Von einer Hauptuhr gesteuerte Uhrenanlage mit impulsweisem Antrieb der Nebenuhrwerke, mit Dreileiternetz und einer Vor- oder Rückstelleinrichtung, gekennzeichnet durch eine Nebenuhr (NU), bestehend aus zwei Antriebsmagnetspulen (Mi, 2112) und einem von ihnen beeinflußten Drehanker (D) in derartiger Anordnung, daß durch die von der Hauptuhr (HLl) gesteuerte Einschaltung (s i, s2) der Leiter (L i, L2) in der Reihenfolge Leiter i, Leiter i -+ 2, Leiter 2 der Drehanker eine ganze Umdrehung in der einen Richtung und durch Einschaltung der Leiter in umgekehrter Reihenfolge eine ganze Umdrehung in der Gegenrichtung ausführt, wobei in der Uhrenzentrale ein von Hand oder mechanisch getriebener N achstellschalter (N, NI, A'2, 35, 36) vorgesehen ist, mittels dessen die Impulsgabe an das Netz unabhängig von der Hauptuhr gegeben und dadurch in den Nebenuhren ein gewünschter Zeitbetrag vor- oder nachgestellt werden kann.
  2. 2. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Pole der Antriebsmagnete (M i, M2) der Nebenuhren sich diametral gegenüberliegen und der einpolig und unpolarisiert ausgebildete Drehanker einen mondsichelförmigen Pol besitzt und derart angeordnet ist, daß er nach Einschaltung beider Magnetspulen in der oberen Stellung zwischen beiden Magnetpolen steht und bei Abschaltung beider Magnete nach Ausführung einer ganzen Umdrehung durch Schwer- oder Federkraft in die entgegengesetzte untere Nullage gelangt.
  3. 3. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Zentrale angeordnete Nachstellschalter (A') parallel zur Netzsteuerung (S1, S2) am Netz liegt und bei seiner Betätigung die Leiter des Netzes in der vorgeschriebenen Reihenfolge und Drehrichtung an Spannung legt.
  4. 4. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Minuten- und Stundenrohr (Z1, Z2) mit Stufennocken (5, 6) versehen sind, die sich bei Rückwärtslauf der Zeiger in einer bestimmten Stundenstellung an Sperrklinken (7, 8) blockieren und dadurch die Gleichstellung sämtlicher Nebenuhren ermöglichen.
  5. 5. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung des Uhrennetzes durch ein von der Hauptuhr vermittels eines Uhrenkontaktes (hu), gegebenenfalls über Hilfsrelais (A), gesteuertes Stufenrelais (S, si, s2) erfolgt.
  6. 6. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leiter getrennt von zwei Hauptuhrenkontakten, zweckmäßigerweise über Hilfsrelais, gesteuert wird.
  7. 7. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsgabe an das Netz durch Auslösung eines einmaligen Umlaufs des Nachstellschalters (35, 36) erfolgt. B.
  8. Uhrenanlage nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei motorgetriebenen Nachstellschaltern der Vor- oder Rückwärtslauf der Nebenuhren durch einen den Motor (Mt) beeinflussenden Polwender (P, 43) erfolgt.
  9. 9. Uhrenanlage nach den Ansprüchen i und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschaltung des Motors durch einen Kontakt (9, 29, 34) erfolgt, der in Abhängigkeit von einem Zeiteinstellwerk (EZ, 1o, 33-40-4i) den Motorstromkreis unterbricht. io.
  10. Uhrenanlage nach den Ansprüchen i und 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der Betätigung des Polwenders über Hilfskontakte (b i, 38) die Steuerung des Netzes durch die Hauptuhr ausgeschaltet wird. ii.
  11. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachstellschalter durch Spannen einer Feder (i7) betätigt wird.
  12. 12. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachstelischalter aus einem auf zwei Kontakten (I, 1I) und einem Leersegment (III) schleifenden Bürstenarm (n) besteht.
  13. 13- Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachstellschalter aus zwei mit Federsätzen (n i, n 2, s i, s 2) zusammenwirkenden Nockenscheiben (N i, N2, 35, 36) besteht und der Drehsinn der Kontaktgabe durch Relativverstellung der Federsätze zu den Nocken erfolgt.
  14. 14. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Betätigung des Schalters (25) zur Einstellung des Vor- oder Rückwärtslaufs die Sperrung (i8, 19, 27) für den Anlauf des Nachstellschalters freigegeben wird.
  15. 15- Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung und die Bestimmung des Drehsinns des Antriebsmotors durch Tasten (44, 45) erfolgen, wobei die Taste für den Rückwärtslauf neben dem Einschaltkontakt (43) auch einen Polwendersatz (43') betätigt.
  16. 16. Uhrenanlage nach Anspruch i und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten beim Niederdrücken durch eine Sperrschiene (4.h) in der gedrückten Stellung gehalten werden und daß die Sperrschiene nach Nachstellung i Minute mechanisch oder elektrisch aufgehoben wird.
  17. 17. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Nachstellung von mehr als i Minute die Freigabe der Sperrung durch in Abhängigkeit von der eingestellten Zeit wirkende Schaltmittel (41, 33) so lange aufgehoben wird, bis die eingestellte Zeit nachgeholt ist. 1ä. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Hauptuhrenkontakt gesteuerte Schaltrelais (R) nach Auslösung des Motorantriebs durch einen von der Nachstellwelle gesteuerten Haltekontakt (31) gehalten wird. ig. Uhrenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschaltrelais (R) eine Abfallverzögerung besitzt, so daß ein inzwischen eingetroffener Uhrenimpuls nach beendetem Nachstellvorgang die Nachstelleinrichtung für einen weiteren Minutenumlauf einschaltet.
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