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Sekundärstrahlenblende für die Untersuchung mit Röntgenstrahlen Das
Patent 8841q:8 betrifft eine Sekundärstrahlenblende für die Untersuchung mit Röntgenstrahlen,
deren Raster während der Aufnahme eine einsinnige Bewegung auf begrenztem Weg ausführt
und bei der Mittel vorgesehen sind, die eine Abnahme der Ablaufgeschwindigkeit des
Rasters während :des, Nutzablaufes bewirken. Bei, dieser Blende wird der Raster
durch einen Elektromotor in .die Ausgangsstellung gebracht und während der Ablaufbewegung
durch d'iei Kraft einer Feder angetrieben. Die Abnahme der Ablaufgeschwindigkeiit
des Rasters wird dabei durch eine Ölbromse erreicht, deren Bremswirkung veränderlich
ist. Es wurde auch eine Bremse mit konstanter Bremswirkung vorgeschlagen,, bei der
die Bremswirkung auf den Raster durch ein während des Ablaufes veränderliches Übersetzungsgetriebe
beeinfluüt wird. Wenn, bei einer derartigen Blende dafür gesorgt wird, dä.ß die
Ablaufgeschwindigkeit des Rasters während: des Nutzablaufes von einem anfänglichen;
Höchstwert zunächst stark und dann immer weniger stark abnimmt, kann diese für sämtliche
vorkommenden Aufnahmezeiten verwendet werden. Eine besondere Geschwindigkeirtsregeleinrichtung
zur Vermeidung des sogernannten stroboskopischen Effektes ist dabei nicht nötig.
Um die hohe Anfangsigeschwimdigkeit des Rasters in kurzer Zeit erireichen zu können,
ist aber eine verhältnismäßig starke Feder erforderlich. Die zu verwendende Bremsvorrichtung
und der Elektromotor zum Aufziehen der Blende nach einer Röntgenaufnahme müssen
daher ebenfalls stark bemessene sein. Eine Ölbremsvorrichtung hat den Nachteil,
daß sie temperaturabhängig ist. Bei der vorgeschlagenen
Bremse
mit konstanter Beemswirkung muß das Übersetzungsgetriebe eine Kurvenscheibe für
große Geschwindigkeitsänderungen besitzen,. Diesel Kurvenscheibe muß mit feinen
Zähnen versehen sein, die stark beansprucht werden. Auch das Aufziehen einer solchen
Blende ist umständlich, da die Bremse nicht entkuppelbar ist.
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Gemäß der Erfindung, die eine Röntgensekundärstrahlenblende nach Patent
884 14,8 betrifft, wird ein Fortschritt dadurch erzielt, daß der Bdendenrasterwährend
der Röntgenaufnahme durch einen. Elektro@mo@tor angetrieben wird, der, gegebenenfalls
samt dein Teil eines Getriebes, in eingeschaltetem Zustand leicht kuppelbar und
leicht entkuppelbar ist.
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Bei der neuen Antriebsvorrichtung ist es möglich, den Elektromotor,
gegebenenfalls mit denn Getriebe, in, entkuppeltem Zustand einzuschalten und mit
voller Drehzahl mit der Blende zu kuppeln. Hierbei wird ein Teil der im Leerlauf
der Antriebsvoirrichtung vorhandenen Bewegungsenergie stoßartig auf die Blende übertragen
und die Erzielung einer hohen Anfangsgeschwindigkeit des B.lendenrasters begünstigt.
Da die Geschwindigkeit des Rasters nach der Erreichung der Höchstgeschwindigkeit
rasch abnehmen soll, kann ein Antriebsmotor mit verhältnismäßig kleiner Leistung
verwendest werden. Durch das Entkuppeln des Antriebsmotors ist es außerdem möglich,
den Blenidenraster- nach einer Röntgenaufnahme mit einer verhältnismäßig schwachen
Feder rasch in seine AusgangssteLlung"zurückzubewegen.
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In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. In dem Blendemgehäuse i befindet sich neben.d'eim Raster :2 eines Antriebsvorrichtung
mit einem Elektromotor 3. Der Raster :2 ist mit einem aus zwei Hebeln 4, 5 bestehenden
Gestänge gelenkig verbunden. Der Hebel 5 ist an einem an dem Gehäuse i angebrachten
Zapfen 6 schwenkbar gelagert und besitzt einen T-förniigen Arm 7. Das eine
Ende dieses Armes ist mit einer an dem Gehäuse i befestigten Feder 8 verbunden,
.und an denn anderen Ende befindet sich ein Zapfen g. Der Zapfen g liegt an einer
entgegen der Krafteiner Feder io um eine Achse i i drehbaren Kurvenscheibe 12 an.
Die Kurvenscheibe z2 kann durch den Elektromotor 3 über ein Getriebe angetrieben.
werden, das zweckmäßig zwei aufeinanderlaufende Friktionsräder 13, 14 aufweist.
Das Friktionsrad 13 ist mit der Kurvenscheibe i2 auf der Achse ii angeordnet.
Das Friktionsrad 14 sowie ein; Teil des Getriebes und der Elektromotor 3 sind auf
einer Platte 15 angeordnet, die durch einen Elektromagnet 16 entgegen der
Kraft,der Feder 17 um eine zu ihrer Ebene senkrechten und an dem Gehäuse
i angebrachtem: Achse 18 schwenkbar ist.
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Bei der Herstellung einer Röntgenaufnahme wird der bereits eingeschaltete
Elektromotor 3 durch Einschalten des Elektromagneiten 16 mit dem Bilendenantri:eb
gekuppelt. Dabei wird die Plattei 5 etwas. angezogen, so .daß das Friktionsrad 14
auf das Friktions:rad 13 drückt und die Kurvenscheibe 12 sowie der Raster 2 rasch
ankaufen. Durch die Belastung nimmt die Drehzahl des Elektromotors 3 und damit die
Geschwindigkeit des Rasters ab. Der gewünschte Geschwindigkeitsverlauf des Rasters,
der, durch die neue Antriebsvorrichtung begünstigt wird, ist durch entsprechende
Formgebung der Kurvenscheibe 12 leicht erreichbar. Nach einer Röntgenaufnahme wird
der Elektromagnet 16 abgeschaltet. . Dabei wird die Platte 15 durch die Feder 17
etwas nach rechts (siehe Abbildung) geschwenkt und: der Elektromotor entkuppelt.
Gleichzeitig werden, die Kurvenscheibe 12 durch die Feder io und das Gestänge mit
Raster 2 durch die Feder 8 in ihre Ausgangsstellungen zurückgebracht. Dar Elektromotor
3 kann, für die nächste Aufnahme auch in entkuppelten Zustand eingeschaltet bleiben.
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Dadurch, daß das Zurückbringen des Blendenrasters und der Kurvenscheibe
mittels Federkraft in entkuppeltem Zustand des Antriebsmotors erfolgt, geht das
Aufziehen, der neuen Blende sehr schnell vor sich, und da der Antriebsmotor dauernd
eingeschaltet bleiben kann, sind -mit ihr rasch aufeinanderfolgende Aufnahmen ausführbar.