DE896041C - Maschine zum Schlitzen von Tierhaaren, Pflanzenfasern od. dgl. mit umlaufendem Schlitzwerkzeugtraeger - Google Patents

Maschine zum Schlitzen von Tierhaaren, Pflanzenfasern od. dgl. mit umlaufendem Schlitzwerkzeugtraeger

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DE896041C
DE896041C DEB12617A DEB0012617A DE896041C DE 896041 C DE896041 C DE 896041C DE B12617 A DEB12617 A DE B12617A DE B0012617 A DEB0012617 A DE B0012617A DE 896041 C DE896041 C DE 896041C
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DE
Germany
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machine according
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slitting
slot
machine
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Expired
Application number
DEB12617A
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English (en)
Inventor
Heinrich Bayer
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KONRAD BAYER FA
Original Assignee
KONRAD BAYER FA
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Publication date
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46DMANUFACTURE OF BRUSHES
    • A46D9/00Machines for finishing brushes

Landscapes

  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

  • Maschine zum Schlitzen von Tierhaaren, Pflanzenfasern od. dgl. mit umlaufendem Schlitzwerkzeugträger Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Schlitzen von Haaren, Fasern od. dgl.
  • Es sind bereits Vorrichtungen mit umlaufenden Schlitzwerkzeugen, z. B. kreissägeblattartigen Schlitzmessern, Nadeln oder nadelartig zugespitzten Zähnen, bekannt, gegen die das mit Fahnen zu versehende, in geeigneter Weise gehaltene oder eingespannte Haar- oder Faserbündel herangeführt wird. Dabei gelangen die Bunde stets in einen bestimmten Bereich .der umlaufenden Schlitzwerkzeuge, da die Lage der Bunde zu ihnen durch die Bauweise dieser Maschinen festgelegt ist. Die Bearbeitung der Bunde erfolgt also mit praktisch ein und derselben Geschwindigkeit auch für den: Fall, daß die als Nadeln oder nadelartig zugespitzten Zähne ausgebildeten Schlitzwerkzeuge auf einer Scheibe in verschiedenem Abstand von der Drehachse angeordnet sind. Wenn auch geringe Unterschiede in der Umfangsgeschwindigkeit, bedingt jeweils durch die Stärke des Bundes, vorhanden sind, so sind sie doch von untergeordneter Bedeutung. Denn die Forderung, Haare oder Fasern unterschiedlicher Qualität in gleich gutem Maße schlitzen bzw. mit verschieden langen Fahnen versehen zu können, konnte bisher mit diesen Maschinen in jedem Fall noch nicht erfüllt werden.
  • Um Tierhaare verschiedener ,Sorten und Härte s,owiePflanzenfasern gleich gut zu schlitzen, müssen, verschiedene Umfangsgeschwindigkeiten angewendet werden, damit man ein einwandfreies Erzeugnis erhält, d. h. die Umfangsgeschwindigkeiten der Schlitzwerkzeuge, die in die Haare einstechen und sie dann aufspalten, müssen verschieden sein. Um z. B. harte Roßhaare zu schlitzen, ist eine sehr hohe Geschwindigkeit der Schlitzwerkzeuge notwendig; bei weichem Haar dagegen ist eine niedrigere Geschwindigkeit vorteilhafter.
  • Beim Schlitzen von Pflanzenfasern ist der Unterschied noch größer. Sie müssen bei noch geringerer Umfangsgeschwindigkeit geschlitzt werden, da sonst die Fasern abreißen und das iMaterial nicht zu gebrauchen ist. Will man z. B. auf einer Maschine mit hoher Umfangsgeschwindigkeit der Schlitzwerkzeuge, die etwa für die Bearbeitung von Roßbaaren geeignet ist, .auch Faserstoffe schlitzen, so werden .dieselben beim Einstechen der Spitzen nach-der Seite hin ausreißen und nicht, wie gewünscht,der Länge nach aufgespalten werden. Im umgekehrten Fall, d. h. wenn z. B. die Umfangisgeschwindigkeit niedriger ist, lassen sich Pflanzenfasern sehr gut schlitzen, ohne d.aß dieselben ausreißen, während Roßhaare od. dgl. überhaupt nicht oder nur mangelhaft und mit großem Zeitverlust geschlitzt werden können, weil dieselben in diesem Fall den Schlitzwerkzeugs-pitzen ausweichen können.
  • Um nun diese übelstände zu beseitigen, d. h. um jeweils die gewünschte, dem Material entsprechende Geschwindigkeit der ,Schlitzwerkzeuge zu erhalten, sind diese in verschiedenem, vorzugsweise stetig abnehmendem Abstand zur Drehachse ihres Trägers angeordnet, und zur Zuführung des zu bearbeitenden Materials ist eine Wand mit Löchern oder einem Schlitz vorgesehen, wobei diese Durchbrechungen so angeordnet sind, daß das zu bearbeitende Material nacheinander an Schlitzwerkzeuge jeweils wesentlich verschiedener Umfangsgeschwindigkeit herangeführt werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, mit ein und derselben Maschine sowohl die verschiedensten Arten von Tierhaaren als auch Pflanzenfasern einwandfrei zu schlitzen. Sollen z. B. lange Fahnen an Roßhaaren od. dgl. angebracht werden, so schlitzt man diese zuerst mit hoher Geschwindigkeit vor, um danach den Materialbund allmählich immer tiefer, d. h. mit beispielsweise etwas längeren Schlitzwerkzeugen und dabei mit abnehmender Umfangsgeschwindigkeit zu bearbeiten.
  • Zu diesem Zweck kann gemäß der Erfindung der Träger der Schlitzwerkzeuge als konische Walze ausgebildet sein. Es läßt sich aber auch zur Lösung der gestellten Aufgabe .die bekannte, mit Schlitzwerkzeugen versehene Scheibe verwenden, :bei der erfindungsgemäß die Länge der mit Schlitzwerkzeugen.-versehenen Fläche der ,Scheibe in radialer Richtung wesentlich größer ist als der Materialbunddurchmesiser.
  • Weitere :Merkmale und Vorteile der Erfindung sind aus den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen ersichtlich, die in der nachstehenden Beschreibung erläutert sind. Es zeigt Abb. i eine Ansicht einer Schlitzmaschine mit konischer Walze als Schlitzwerkzeugträger sowie mit einzelnen CNIaterialeinführungsöffnungen, Abb. @2 dieselbe Maschine, jedoch mit langlochartiger Materialeinführungsöffnung und Materi.alzuführungsschieber, Abb. 3 eine Scheibe mit Schlitzwerkzeugen bekannter Bauart mit mehreren Materialeinführungsöffnungen, Abb. q, die gleiche Scheibe wie in Abb. 3, jedoch mit länglichem Zuführungsschlitz und einem Abdeck- bzw. Führungsschieber, Abb. 5 einen schwenkbar gelagerten und an jeder beliebigen Stelle des bogenförmig verlaufenden Schlitzes feststellbaren Schieber für eine konische Walze gemäß Abb. i oder eine ,Scheibe gemäß Abb. 3 und Abb.6 einen für sämtliche Ausführungsformen verwendbaren Materialführungsschieber und Unfallschutz mit Drehring, Verschlußdeckel, Feststellung und Gleitschiene.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i und 2 ist eine konische Walze oder Trommel i vorgesehen, welche die Schlitzwerkzeuge 2, z. B. Nadeln., trägt. Die Umfangsgeschwindigkeit .der Trommel i ist am großen Durchmesser ca größer als am kleinenDurchmesser b. In Längsrichtung der Trommel i ist eine Platte 3 mit .den Öffnungen c, d, e, f und g zur Aufnahme des Materialbundes angeordnet. An Stelle dieser Öffnungen bzw. Löcher kann auch ein Längsschlitz h vorgesehen sein, der zum Verschieben des Materialbundes an jede gewünschte Stelle der mit verschiedener Umfangsgeschwindigkeit umlaufenden Schlitzwerkzeuge dient. Diese Anordnung bzw. Ausführung ist auch besonders gut geeignet, um lange Fahnen, d. h. sehr tief zu schlitzen. Hauptsächlich bei Tierhaaren ist es wichtig, daß die Länge i der einzelnen Schlitzwerkzeuge von einem Ende der Trommel,i zum anderen kontinuierlich zunimmt, d. b., es wird an der Stelle a der Trommel i bzw. in der Öffnung c mit dem Schlitzen begonnen und dann vorteilhaft mit immer längeren Schlitzwerkzeugen i weitergeschlitzt, bis die gewünschte Schlitztiefe erreicht ist.
  • Eine andere Bauart der Schlitzmaschine ist aus den Abb. 3 und q. ersichtlich, bei der eine umlaufende Scheibe 21 verwendet wird, auf deren Stirnfläche die Schlitzwerkzeuge beispielsweise in Form von radial angeordneten Nadelleisten l befestigt sind. Vor der Scheibe 21 bzw. den Schlitzwerkzeugen l befindet sich eine Platte 3, die bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 3 mit Öffnungen c, d, e, f und g zur Aufnahme .des Materialbundes versehen ist. Statt ,dessen kann aber auch, wie aus der Abb. 4. ersichtlich, eine Platte 3 mit einem Längsschlitz h vorgesehen sein.
  • In beiden Fällen, sei es nun, daß mit einer konischen Walze oder mit einer ,Scheibe gearbeitet wird, führt man bei Verwendung der mit Löchern versehenen Platte 3 den zu schlitzenden Materialbund z. B. mittels einer Zange in das. Loch c ein, so daß :die Enden des Materialbundes zunächst den Schlitzwerkzeugen gegenüberstehen, welche die größte Umfangsgeschwindigkeit aufweisen. Vorteilhaft sind .die in diesem Bereich auf den Materialbund einwirkenden Schlitzwerkzeuge am kürzesten gehalten. -In dieser Stellung wird nun das äußerste Ende des Bundes vorgeschlitzt. Darauf wird der Bund nacheinander in die nächsten Löcher d, e, f und g gesteckt und damit stufenweise Schlitzwerkzeugen mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit ausgesetzt.
  • Wird dagegen mit einer Platte gearbeitet, die gemäß den Abb. 2 und q. mit einem Längsschlitz h versehen ist, so wird der Materialbund zunächst an der linken Seite desselben, d. h. etwa an der Stelle in eingeführt und somit in .den Bereich der Schlitzwerkzeuge mit hoher Umfangsgeschwindigkeit gebracht. Durch Verschieben des Materialbundes im Längsschlitz h nach rechts und gleichzeitiger Drehung um seine eigene Achse gelangt er allmählich an die Stellen in den Bereich des kleineren Durchmessers der Walze i bzw. der ,Scheibe 2i, d. h. der etwas längeren Schlitzwerkzeuge bei abnehmender Umfangsgeschwindigkeit.
  • Anstatt eines geraden Längsschlitzes kann man auch, wie die Abb. 5 zeigt, einen bogenförmig verlaufenden Schlitz 7 verwenden, über den ein mit einer Öffnung für die Aufnahme des Materialbundes versehener und an einem Arm 8 schwenkbar gelagerter Schieber 9 in jeder beliebigen Stellung feststellbar bewegt werden kann. Diese Führung läßt sich sowohl für die konische Walze i als auch die Scheibe 2i anwenden, die in der Abb. 5 strichpunktiert angedeutet sind.
  • Als Führung des Materialbundes dient erfindungsgemäß eine auf Rollen oder ähnlichen Gleitmitteln gelagerte Abdeckplatte 23, die, wie aus Abb. 6 ersichtlich, nur eine Öffnung aufweist und in der ein Ring 22 drehbar gelagert ist. Alle anderen Stellen der Trommel oder Scheibe 21 sind gegen die Schlitzseite durch die Platte 23 abgedeckt, die zu gleicher Zeit als Unfallschutz dient.
  • Zur zusätzlichen Geschwindigkeitsregelung für die Bearbeitung von besonderen Materialien, wie z. B. Kunststoffen, kann .die Maschine erfindungsgemäß mit polumschaltbaren Motoren, die außerdem noch zwei bis drei Geschwindigkeitsstufen zulassen, versehen sein. Der Antrieb kann auch durch ,Stufenscheiben geregelt werden.
  • Durch eine regelbare Flüssigkeitszufuhr auf .die Walze oder Scheibe können erfindungsgemäß die zu schlitzenden Haarenden vor einem Anhaften und Verletzen bewahrt werden. Dadurch werden sie bei der Anlage auf die Walze oder Scheibe leicht gleitend geführt.
  • Eine Bremse q., die durch Niederdrücken eines Handhebels 5 oder Fußgestänges 6 bedient wird, sorgt dafür, daß .die Maschine schnell zum Stehen gebracht werden kann, z. B. wenn durch Umnschalten des Motors eine andereDrehrichtung gewünscht wird oder die Maschine gereinigt werden soll.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Sehlitzen von Tierhaaren, Pflanzenfasern od. @dgl. mit umlaufendem Schlitzwerkzeugträger, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzwerkzeuge in verschiedenem, vorzugsweise stetig abnehmenden Abstand zur Drehachse ihres Trägers angeordnet .sind, und daß die Zuführung des zu bearbeitenden Materials über in einer Wand vorgesehene Löcher oder einen Schlitz erfolgt, wobei diese Durchbrechungen so angeordnet sind, daß das zu bearbeitende Material nacheinander an Schlitzwerkzeuge jeweils wesentlich verschiedener Umfangsgeschwindigkeit herangeführt werden kann.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der ,Schlitzwerkzeugträger als konische Walze (i) ausgebildet ist.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i mit auf einer umlaufenden Scheibe angeordneten Schlitzwerkzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbmesser der mit Schlitzwerkzeugen besetzten Scheibe (21) wesentlich größer als der Materialbunddurchmesser ist. q.. Maschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzwerkzeuge (z. B. Nadeln 2) mit kleiner werdendem Trägerdurchmesser an Länge zunehmen. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zu bearbeitende Material von einem an sich bekannten schwenkbar gelagerten Arm gehalten ist und daß der Materialeinführungsschlitz eine Krümmung aufweist, deren Radius der Länge des Armes entspricht. 6. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialzuführungsöffnungen von einem feststellbaren Schieber (23) verdeckt sind, welcher immer nur eine Öffnung freigibt. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schieber (23) ein M ,aterialzuführungsring (22) angeordnet ist, der in an sich bekannter Weise drehbar gelagert isst. B. Maschine nach den Ansprüchen i bis 7, gekennzeichnet durch eine regelbare Flüssigkeitszuführung, welche die Schlitzwerkzeuge und deren Träger mit Wasser od. dgl. benetzt. g. Maschine nach den Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie über eine Bremse (q.) zum,Stillstand gebracht werden kann. io. Maschine nach den Ansprüchen i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch einen polumschaltbaren Elektromotor oder durch einen gewöhnlichen Motor über Zwischenschaltung von Stufenscheiben angetrieben ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 631 924., 815 793.
DEB12617A 1950-11-21 1950-11-21 Maschine zum Schlitzen von Tierhaaren, Pflanzenfasern od. dgl. mit umlaufendem Schlitzwerkzeugtraeger Expired DE896041C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE631924C (de) * 1934-10-13 1936-06-29 Konrad Bayer Verfahren zum Schlitzen oder Spalten von Rosshaaren, Pflanzenfasern u. dgl.
DE815793C (de) * 1950-02-11 1951-10-15 Josef Baer Verfahren und Vorrichtung zum Schlitzen von tierischen Haaren, Borsten und Pflanzenfasern

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE631924C (de) * 1934-10-13 1936-06-29 Konrad Bayer Verfahren zum Schlitzen oder Spalten von Rosshaaren, Pflanzenfasern u. dgl.
DE815793C (de) * 1950-02-11 1951-10-15 Josef Baer Verfahren und Vorrichtung zum Schlitzen von tierischen Haaren, Borsten und Pflanzenfasern

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