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Vorrichtung zum Absperren und Regeln eines Gasstromes für Heiz-, Back-
und/oder Kochzwecke Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ab-sperren
und Regeln eines Gasstromes für Heiz-, Back- und/oder Kochzwecke. Es ist bei derartigen
Vorrichtungen bereits idie Anordnung einer Düse bekannt, durch die ein Strahl des
Brenngases derart in der N'ä'he einer mit der Außenluft in Verbindung stehenden
Öffnung austritt, (daß !dieser Gasstrahl Luft ansaugt. Danach wird Idas Gemisch
aus Brenngas und Luft :durch ein sich allmählich erweiterndes Rohr, das im allgemeinen
als Mischrohr bezeichnet wird, geführt, in dem sich das Gas mit der Luft mischt,
worauf dieses brennbare Gemisch beim Austritt aus dem Brenner oder Mischrohr nach
Entzündung zur Verbrennung gelangt. Meist wird diesem brennbaren Gemisch im Augenblick
des Austritts aus ,dem Misehrohr oder dem Brenner weitere Luft zugesetzt, die zum
Unterschied von, den zuerst genannten Primärluftmengen als Sekundärluft bezeichnet
wird.
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Eine wesentliche Aufgabe derartiger Vorrichtungen besteht darin, dem
Brenngas stets eine ausreichende Luftmenge zuzuführen, so daß eine vollkommene Verbrennung
mit keinem oder nur verschwindend kleinem Gehalt an C O sichergestellt ist. Der
für diese vollkommene Verbrennung erforderliche Luftüberschuß muß andererseits so
gering wie möglich gehalten werden, um eine möglichst hohe Temperatur der Verbrennungsgase
zu erreichen. Die Luft und insbesondere die Primärverbrennungsluft, die mittels
der Düse aus der äußeren Umgebung angesaugt wird, muß sich außerdem vor der Entzündung
und Flammenbildung so vollkommen mit
dem Brenngas gemischt haben,
daß sich bei entl.euchteter und verhältnismäßig kurzer Flamme ein Höchstwert an
Flammentemperatur ergibt.
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Diese Aufgaben werden von den bekannten Vorrichtungen zum Absperren
und Regeln eines Gasstromes für Heiz-, Back- und/oder Kochzwecke nur unvollkommen
erfüllt. Bei all diesen Vorrichtungen ist es zwar gelungen, die beschriebene Aufgabe
bei Großstellung der Flamme, also bei höchstem Gasverbrauch, zu erfüllen. Schwieriger
war schon die Lösung der Aufgabe bei der Kleinststellu,ng mit geringstem Gasverbrauch.
Aber auch hier sind schon befriedigende Lösungen erreicht worden., wenn euch mit
einem zusätzlichen Aufwand an Mitteln, die d ie Vorrichtung insgesamt schon stark
komplizierten. Die bekannten Vorrichtungen weisen aber den Nachteil auf, daß die
Aufgabe einer vollkommenen Verbrennung mit entleuchteter Flamme und hoher Temperatur
in den Zwischenstellungen der Absperr- und Regelvorrichtung zwischen oder Größenstellung
und der Kleinststellung nicht oder völlig unbefriedigend gelöst ,worden ist.
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Die Fähigkeit des austretenden Gasstrahles, seine Verbrennungsluft
anzusaugen, hängt im wesentlichen von seiner Geschwindigkeit ab. Wenn nun die für
den Austritt des Gasstrahles vorgesehene Düse für die größte Gasmenge bemessen.
worden ist, ist der Düsenquerschnitt bei geringeren Gasmengen so .groß, daß die
Geschwindigkeit des Gasstrahles zu gering wird, um die für seine Verbrennung notwendige
Luft anzusaugen. Dem Brenngas wird also zu wenig Primärluft zugeführt, so daß sich
bei Kleinerstellung der Absperr- und Regelvorrichtung eine nicht entleuchtete Flamme
mit geringer Flammentemperatur ergibt. Man hat versucht, diesen Nachteil durch die
Verwendung eines Doppelbrenners auszugleichen, bei dem die Gasmenge für die Großstellung
und für die Kleinststellung den Hahn aus zwei verschiedenen Ausgängen verläßt und
somit die Kleinstellung eine getrennte Düse mit kleinerer Bohrung erhalten kann.
Diamit ist es aber notwendig, im Brennkörper und- Brenn@endeckel getrennte Gaskanäle
für Groß- und Kleinstellung auszuführen. ' Es sind auch Konstruktionen bekannt,
bei denen das Hahnküken so angeordnet ist, daß die Menge für die Kleinstellung axial
an der unteren Kükenfläche (abgestumpfter Kegel) austritt, so daß dieser. Austrittsquerschnitt
der besonderen Düse für die Kleinstellung entspricht. Damit wird zwar in der Kleinstellung.
die gewünschte gut entleuchtete Flamme erreicht, aber unmittelbar im Anschluß zur
Großstellung strömt das zusätzliche Gas bei dieser kleinen Kükenbohrung vorbei,
so daß sich zwischen der Großstellung und der Kleinstellung ein großer Bereich ergibt,
bei dem infolge nicht genügender Primärluftzuführung die Flamme nicht genügend entleuchtet
ist und in stärkerem Maße unvollständige Verbrennung auftritt.
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Erfindungsgemäß werden die beschriebenen Nachteile dadurch beseitigt,
daß von einem gemeinsamen Betätigungsglied aus zwei hintereinandergeschaltete Vorrichtungen
zum Regeln und Absperren des Gasstromes bedient werden, von denen die erste Vorrichtung,
die im .nachfolgenden auch als Mengenregler bezeichnet ist, zum Absperren und Regeln
der Gasmenge; und- die zweite Vorrichtung, die im nachfolgenden auch als Düsenregler
bezeichnet und der ersten nachgeschaltet ist, zum Regeln des Düsenquerschnittes
in Abhängigkeit von der jeweils durchströmenden Gasmenge dient. Auf diese Weisist
es möglich, denDüsenquerschnitt über den ganzen Regelbereich der sich verändernden
Gasmenge anzupassen, so daß stets die Geschwindigkeit des Gasstrahles so eingerichtet
werden kann, daß er gerade eine solche Luftmenge ansaugt, daß sich im wesentlichen
ein konstantes Brennstoff-Luft-Verhältnis ergibt. Besonders günstig wirkt sich der
Umstand aus, daß dieser Fortschritt nur mit einfachen Mitteln erreicht wird, ohne
daß zusätzliche Gas- und Luftkanäle angeordnet werden müssen.
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Vorzugsweise sind der Mengenregler und'. der Düsenregler in einem
gemeinsamen Gehäuse angeordnet, um die Herstellungskosten zu vermindern und,die
gesamte Konstruktion zu vereinfachen und u ver gen. Insbesondere ergibt sich auch
auf z *billi diese Weise auf einfachste Art eine gemeinsame Betätigung dieser besden
Regler. Erfindungsgemäß sind der Mengenregler und der Düsenregler auf einer gemeinsamen
Spindel angeordnet. Hierbei ist vorzugsweise der Mengenregler als Ventil ausgebildet,
wobei insbesondere d.ie Ausbildung des Ventils als Tellerventil in Betracht gezogen
wird. Dieses Ventil bietet im Vergleich zu den sonst meist üblichen Hähnen den Vorteil,
daß es weitaus leichter .dichtgehalten werden kann als ein Schieber oder ein Hahn
normaler Bauart.
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Vorzugsweise wird das Ventil durch eine Feder auf seinen Sitz gedrückt,
wobei die Vorrichtung zu seiner Betätigung nur entgegen der Wirkung der Feder auf
das Ventil zu wirken vermag. Auf diese Weise wird erreicht, idaß die Betätigungsvorrichtung
nicht zwangsläufig mit dem Mengenregler und deni Düsenregler verbunden ist, so.
daß die Betätigungsvorrichtung :die Stellung dieser beiden Regler nicht nachteilig
zu beeinflussen vermag.
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Es empfiehlt sich gemäß der Erfindung, den Düsenregler mit einer Ventilnadel
zu versehen, die mit der Düsenöffnung zusammenarbeitet. Hierbei wirkt sich besonders
günstig aus, daß, die Düsennadel unter Umständen so. eingerichtet werden kann, .daß
sie in der Absperrstellung des Düsenreglers etwas in die Düsenöffnung eintaucht.
Auf diese Weise ist es möglich, eine Schließstellung sowohl für den Düsenregler
als auch für den Mengenregler bei gemeinsamer Ventilspindel sicherzustellen, ohne
daß die Schließstellung des einen Reglers durch die des anderen nachteilig beeinflußt
werden kann.
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Erfindungsgemäß wird die gemeinsame Ventilspindel mittels eines durch
eine Welle betätigten Exzenters bewegt, die drehbar senkrecht zur Achse der Ventilspindel
gelagert ist. Hierbei ist vorzugsweise die Ventilspindel mit einer lose um ihre
Achse drehbar gelagerten Scheibe versehen, auf die außerhalb ihrer Drehachse der
Exzenter einwirkt. Die Tatsache, daß auf diese Weise das Ventilbetätigungsglied
etwas
exzentrisch an der Ventilspindel angreift, wirkt sich hier nicht ungünstig aus,
da sich beim Erfindungsgegenstand eine derart große Entfernung der beidenFührungsstellen
voneinander ergibt, daß ein Verkanten der Ventilspindel während ihrer Bewegung völlig
ausgeschlossen ist.
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Es empfiehlt sich, den größten Querschnitt des Düsenreglers etwas
kleiner als den größten Querschnitt der Düsenöffnung auszuführen. Bei geschlossenem
Mengenregler taucht dann,die Ventilnadel des Düsenreglers etwas in die Düsenöffnung
ein, so daß das Tellerventil des Mengenreglers sich unbeeinflußt durch den Düsenregler
auf seinen Sitz zu legen vermag. Die Ventilnadel des Düsenreglers braucht auch in
dieser Stellung nicht völlig dicht abzuschließen, da die Gasmenge schon durch den
Mengenregler abgesperrt worden ist.
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Erfindungsgemäß ist außerdem zwischen dem Mengenregler und dem Düsenregler
eine einstellbare Vorrichtung zum Drosseln des Gasdurchtritts vorgesehen. Auf diese
Weise ist es möglich, die bei Größtstellung des Ventilbetätigungsgliedes durchfließende
Gashöchstmenge dem jeweilig zur Verfügung stehenden Gasdruck anzupassen. Diese Einstellung
erfolgt einmalig und hat mit der Regelaufgabe des Ventils nichts zu tun.
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Bei einer Ausführungsform dieses Gedankens besteht die einstellbare
Drosselvorrichtung aus zwei Scheiben mit Fenstern, von denen die eine einstellbar
ist und deren gegenseitige Stellung infolge mehr oder minder starker gegenseitiger
Überdeckung der Fenster den Gasdurchtrittsquerschnitt festlegt. Vorzugsweise ist
hierbei in der einen mit Fenstern versehenen Scheibe die Düse vorgesehen, während
die andere mit Fenstern versehene Scheibe, die der ersten gegenüber dreh- und einstellbar
ist, die ein.° Führung für die Ventilspindel trägt.
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Bei dieser Ausführungsform wirkt sich die Tatsache günstig aus, daß
die Ventilnadel bei voll geöffnetem Mengenregler nicht in die Düsenöffnung eintaucht,
so daß die Axialstellung des mit der Düsenöffnung versehenen Teils verändert werden
kann, ohne den vollen Austrittsquerschnitt der Düsenöffnung zu verändern. Ein gewisser
Nachteil dieser Ausführungsform besteht jedoch darin, daß diese zusätzliche Regelung
schon vor der eigentlichen Düsenöffnung vorgenommen wird, so daß an der Düsenöffnung
nicht mehr der volle Druckunterschied zur Verfügung steht. Es ergibt sich auf diese
Weise eine gewisse Verminderung der Austrittsgeschwindigkeit des Gases aus der Düse.
Häufig besteht aber insbesondere bei kurzen Mischrohren die Möglichkeit, daß der
Luftüberschuß der Primärluftmenge ein wenig zu gering ist. Dies erklärt sich daraus,
daß der Brennerdeckel des kurzen Mischrohres einen gewissen Rückstau ausübt und.
außerdem das Gas-Luft-Gemisch indem Mischrohr nicht genügend Zeit hat, sich vollkommen
zu vermischen. Insbesondere in solchen Fällen empfiehlt es sich, die zusätzlich
zwischen dem Mengenregler und dem Düsenregler vorgesehene einstellbare Vorrichtung
zum Drosseln des Gasdurchtrittes unmittelbar mit der Düsenöffnung zu verbinden,
indem beispielsweise zwei profilierte, also nicht kreisrunde Öffnungen übereinander
derart angeordnet werden, daß die eine Profilöffnung gegenüber der anderen gedreht
werden kann. Es ergibt sich eine mehr oder minder starke Überdeckung und damit eine
Veränderung des Düsenquerschnittes. Man erhält bei einer derartigen Konstruktion
den vollenDruck vor der Düse, so daß der Gasstrahl die höchstmögliche Geschwindigkeit
erhält, womit auch die höchstmögliche Menge an Primärluft angesaugt werden kann.
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Im Ausführungsbeispiel ist der Querschnitt der Düsenöffnung so bemessen,
daß die größte Gasmenge entsprechend einem voll geöffneten Mengenregler beim Durchtritt
durch diese Düsenöffnung gerade eine Geschwindigkeit ergibt, die ausreicht, um die
gewünschte Primärluftmenge anzusaugen. In dieser Stellung taucht also in dem Ausführungsbeispiel
die Ventilnadel des Düsenreglers nicht in die Düsenöffnung ein. Die kleinste Gasmenge
wird durch eine entsprechende Stellung des Tellerventils des Mengenreglers festgelegt,
wobei ,die Ventilnadel des Düsenreglers in die Düsenöffnung derart eintaucht, daß
ein Querschnitt festgelegt wird, der eine Gasgeschwindigkeit zur Folge hat, bei
der die gewünschte, dieser Gasmenge angepaßte P@imärluftmenge angesaugt wird. Dieser
sich in der Düsenöffnung ergebende Querschnitt ist also entscheidend von dem Querschnitt
der Düsennadel abhängig. In entsprechender Weis; kann die Düsennadel derart profiliert
werden, daß sich für jede Öffnungsweite des Tellerventils des Mengenreglers ein
Querschnitt der Düsenöffnung .ergibt, der eine Gasgeschwindigkeit zur Folge hat,
die gerade die gewünschte Primärluftmenge anzusaugen in der Lage ist.
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Gemäß der Erfindung besteht vorzugsweise das Mischrohr aus zwei teleskopartig
gegeneinander verschiebbaren Teilen, von denen der nach der Düse zu liegende Teil
mit dem Gehäuse zur Aufnahme des Düsen- und des Mengenreglers aus, einem Stück besteht.
Auf diese Weise ergibt sich stets. eine einwandfreie Zentrierung des ganzen Brenners
oder Mischrohres zu der Düse, was für die einwandfreie Wirkungsweise der gesamten
Brennvorrichtung von wesentlicher Bedeutung ist. Der Unterteil des Mischrohres wird
auf diese Weise stets genau zentrisch mit den gleichen Arbeitsgängen zusammen mit
dem Sitz für den Düsenregler und dem für den Mengenregler hergestellt. Die zentrische
Lage des oberen Teiles des Mischrohres zu seinem unteren ist durch die teleskoparti:ge
Verbindung mit großem Onerschnitt einwandfrei gesichert.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegt das Mischrohr
des Brenners senkrecht, wäbei die Düse mit ihrem Regler und dem Mengenregler in
der Verlängerung der Achse des Brenners unmittelbar unterhalb von ihm angeordnet
sind. Auf diese Weise ist es sichergestellt, daß die Brennerachse und die Düsenachse
stets genau miteinander fluchten und stets senkrecht liegen, was für ein einwandfreies
Brennen von größter Bedeutung ist.
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Es ergibt sich hierdurch eine Brenneinheit, die aus dem Mengenregler,
dem Düsenregler, der Düse
und dem Brenner mit dem Mischrohr besteht
und die auf einwandfreie Weise hergestellt und unter Wahrung der gewünschten gegenseitigen
Stellung zusammengebaut werden kann.
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Es empfiehlt sich, den Mengenregler mit der Düse, den Düsenregler
und den unteren Teil des Mischrohres an einem Topf zu befestigen, der in einer Öffnung
der Wanne eines Herdes oder Kochers eingehängt ist, während der obere Teil des Mischrohres
auf die Wannenöffnung aufgesetzt ist. Durch die teles'kopartige Verbindung des oberen
Teiles des Mischrohres mit seinem unteren Teil wird trotzdem eine einwandfreie zentrische
Lage der beiden Teile sichergestellt. Das Gehäuse des, Düsen- und Mengenreglers
ist zweckmäßigerweise mit einem Arm zur Aufnahme einer einstellbaren Anschlagvorrichtung
versehen, gegen die ein mit dem Betätigungsgriff °versehener Arm bei Erreichung
der Kleinsts.tehung schlägt. Dies empfiehlt sich insbesondere, um eine Bewegung
des Ventilbetätigungsgliedes über seine Kleinststellung zu vermeiden, womit die
Gefahr verbunden wäre, daß eine .gewisse Gasmenge ausströmt, die nicht mehr zur
Bildung einer Kleins.tflamme ausreicht.
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Gemäß der Erfindung ist das Gehäuse mit dem Mengenregler der Düse
und dem Düsenregler unmittelbar an einem gemeinsamen Hauptgäsrohr befestigt, während
der Griff zur Betätigung der Regler drehbar an der Vorderseite des Gerätes gelagert
und mit dem Ventilbetäti.gungsglied mittels einer Stange verbunden ist, die eine
axiale Bewegbarkeit gestattet und sowohl am Griff als auch am Betätigungsglied allseitig
bewegbar angreift. Dadurch, daß das Gehäuse mit dem Mengenregler und. dem Düsenregler
unmittelbar auf dem Hauptgasrohr angebracht ist, erübrigt sich die Anordnung voll
besonderen Zuleitungsrohren. Durch die besondere Ausbildung der Bewegungsübertragung
von dem Griff zum Betätigungsglied wird sichergestellt, daß der Griff praktisch
unabhängig von der Lage des Betätigungsgliedes an der Vorderseite des Heiz-oder
Kochgerätes angeordnet werden kann.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in vereinfachter
Darstellung. Es zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Gasabsperr- und Regelventil, Fig. 2 eine Ansicht auf dieses Ventil in kleinerem
Maßstab zur Veranschaulichung der Art seines Einbaus in eine Kochstelle; während
das. Ventil selbst in Ansicht dargestellt ist, sind die Teile seiner Umgebung und
seiner Betätigungsvorrichtung im Schnitt gezeigt, Fg. 3 eine Teilansicht auf das
Ventil der Fig. 2 in gleichem Maßstab, in Pfeilrichtung c-b der Fig. 2 :gesehen,
Fig. q. einen Schnitt durch einen bei, der Ausführungsform nach den Fig. i bis 3
benutzten Führungskörper, Fig. 5 eine Ansicht auf den Führungskörper der Fig. q.,
in Pfeilrichtung c-d gesehen, Fig. 6 eine Ansicht auf einen in der Aus@ührungsform
nach den Fig. i bis 3 .benutzten Düsenkörper, von unten gesehen, Fi:g. 7 einen Schnitt
durch den Düsenkörper der Fig. 6 nach Linie VII-VII dieser Figur.
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Für das Absperr- und Regelventil ist ein gemeinsamer Ventilkörper
oder ein Gehäuse i vorgesehen, der in seiner unteren Hälfte einen brillenartigen
Befestigungsflansch 2 besitzt. An, der unteren Seite befindet sich der Gaseintritt
3, dessen Querschnitt durch vier eingefräste Schlitze q. vergrößert ist und der
zur Führung eines Ventiltellers 61 dient. Von der Gaseintrittsseite 3 aus ist eine
Ventilnadel 5 eingebaut, die mit dem Ventilteller üii fest verbunden ist. Der Ventilteller
weist eine Kegelfläche 6 auf, die an einem im Gehäuse i vorgesehenen Ventilsitz
7 das Gas abzusperren vermag. Etwa in. der Mitte der Ventilnadel 5 ist ein Gewinde
zur Aufnahme einer Schlitzmutter 8 vorgesehen,- gegen die sich das eine Ende einer
Druckfeder 16 legt, deren anderes Ende sich gegen einen entsprechenden ringförmigen
Sitz legt, der im Ventilkörper i vorgesehen ist. Diese Feder ist ständig bestrebt,
den Ventilkegel 6 gegen seinen Sitz 7 zu drücken.
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In einem seitlichen Auge ro des Ventilkörpers i ist eine Exzenterwelle
i i drehbar gelagert, mittels der die Ventilspindel 5 betätigt wird. Die Gasabdichtung
erfolgt dadurch, daß eine Kugelfläche 12 der Exzenterwelle gegen eine Kegelfläche
13 des Ventilkörpers gedrückt wird. Zu diesem Zweck greift über eine Verdickung
der Exzenterwelle ein Federbügel 1q., dessen beide Enden mittels eines Bandes 55
gehalten werden, das: um den Ventilkörper i herumgreift. Entsprechende Aussparungen
in dem Federbügel dienen dazu, um auf einfache und schnelle Weise den Bügel 14 von
dem Band 55 zu entfernen.
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Auf der inneren Stirnseite der Exzenterwelle i i ist exzentrisch zu
ihrer Drehachse ein Stift 15 angeordnet, der mit einer Scheibe 9 zusammenzuarbeiten
vermag, die lose drehbar auf derjenigen Seite der Schlitzmutter 8 angeordnet ist,
die dem Ventilteller 61 abgekehrt ist. Sowohl der Stift als, auch die Scheibe 9
bestehen aus gehärtetem Material, damit kein Verschleiß auftritt. Der Stift i-5
vermag bei einer entsprechenden Drehbewegung der Exzenterwelle i.i die Ventilnadel
5 unter Vermittlung der Scheibe 9 und entgegen der Wirkung der Feder 16 nach unten
zu bewegen, indem dieser Stiftmehr oder minder auf der Scheibe 9 abrollt und die
Scheibe sich hierbei gegenüber der Schiitzmnutter herumdreht.
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Bei Drehung der Exzenterwelle i i wird nach einem gewissen Sicherheitsweg
von etwa q.5° entgegen der Wirkung der Feder 16 das Ventil 6, 61 geöffnet und erreicht
nach i8o° seine Großstellung. Bei einer weiteren Drehung um q.5° in gleichem Drehsinn
wird durch allmähliches Senken des Ventilkörpers 6, 61 auf seinen Sitz 7 eine Kleinststellung
erreicht.
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Der Ventilkörper oder das Gehäuse i ist durch zwei .große Schlitze
oder Öffnungen 2q. unterteilt, indem an dieser Stelle die beiden Teile nur durch
zwei Stege 56 miteinander in Verbindung stehen. Unmittelbar unter diesen Öffnungen
24 ist der Durchgang ,des Ventilkörpers mit einem Innengewinde
versehen,
in das ein Führungsstück ig hineingeschraubt werden kann, das wiederum zur Aufnahme
eines Düsenkopfes 2o dient. Das- Führungsstück ist mit einem Bund oder einer Buchse
21 versehen, der oder die die zweite Stelle zur Führung der Gewindespindel 5 darstellt.
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Das obere Ende der Gewindespindel 5 ist mit einer etwa kegelig-profilierten
Spitze 23 versehen, die auf weiter unten näher beschriebene Weise mit einer Düsenöffnung
22 zusammenarbeitet, die in dem Düsenkopf vorgesehen ist.
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In den Fig. 4 und. 5 ist das Führungsstück ig mit dem Führungsbund
21 näher dargestellt. Es weist auf einem mittleren Durchmesser vier Bohrungen 62
auf, die von der Bandseite her derart hineingebohrt sind, daß sie einen ringsherum
laufenden Kranz 57 stehenl.assen. An der oberen Kante ist außerdem ein schmaler
Bund 58 vorgesehen, der auf unten näher beschriebene Weise zur Befestigung des Düsenkopfes
2o dient, der in den Fi.g. 6 und 7 dargestellt ist. In den nach unten weisenden
Rand. dieses Düsenkopfes sind Schlitze 25 eingearbeitet, so daß nur noch die Felder
59 stehenbleiben. Zur Befestigung des Düsenkopfes 2o mit dem Führungsstück
19 dient ein ringsherum laufender Flansch 6o, der auf den Randflansch 57
des Führungsstückes aufgelegt wird. Danach wird, nachdem eine Federscheibe 26 eingelegt
worden ist, der Flansch 6o des Düsenkopfes mit gewissem Spiel auf dem Führungsstück
befestigt, indem beispielsweise der Bund 58 umgebördelt wird. Auf diese Weise kann
der Düsenkopf 20 gegenüber dem Führungsstück ig gedreht werden, indem die Federscheibe
26 den Führungskopf in seiner jeweiligen Stellung festhält. Die Schlitze25 des Düsenkopfes
bilden Fenster, die über den Bohrungen 62 liegen, die entsprechende Fenster auf
dem- Führungsstück ig bilden. Durch Verdrehen des Düsenkopfes gegenüber dem Führungsstück
ig kann die Gasdurchgangsmenge in Großstellung verändert werden, um sich dem jeweiligen
Gasdruck anzupassen.
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In dem Teil des Ventilkörpers oder Gehäuses 1, der oberhalb der Öffnungen
24 liegt, wird eine Hülse 28 :eingeschraubt, die mit einer Gegenmutter 29 gesichert
werden kann und im nachfolgenden auch als Injektorhülse bezeichnet ist. Sie bildet
den unteren Teil des Brenners oder Mischrohres. Durch Verdrehen der Injektorhülse
wird Ader freie Luftquerschnitt zwischen der Oberkante des Düsenkopfes 2o und der
Unterkante der Injektorhülse 28 bestimmt und eingestellt. Die Oberseite der Injektorhülse
hat eine Führung 30, auf die der Brennerkörper mit dem Mischrohr aufgesteckt wird.
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Das Gehäuse i des Gasventils wird mittels einer Sechskantmutter 31
an einem Topf 32 verschraubt, der, wie sich insbesondere aus den Fig. a und 3 ergibt,
in eine Wanne 18 eingehängt ist.
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Im Ventilkörper befindet sich ein Gewinde 33, in das eine kleine Stellschraube
63 eingeschraubt wird. Mit dieser Stellschraube wird das Führungsstück ig nach Einschrauben
in die richtige Lage im Zusammenspiel mit der Düsenöffnung 22 im Ventilkörper i
gesichert. Die Ventilnadel 5 hat an ihrem unteren Ende einen Schlitz 34 für einen
Schraubenzieher zur Einstellung des Öffnungsspieles zwischen dem Stift 15, der Exzenterwe.lle
i i und der Scheibe g. Der Ventilkörper i ist am zweckmäßigsten aus Preßmessing
und die übrigen'Teile sind aus Messing hergestellt. Die Ventilnadel ist aus rostbeständigem
Material oder aus Stahl mit entsprechender Oberflächenbehandlung herzustellen, die
einen sicheren Korrosionsschutz ergibt.
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Gemäß den Fig. 2 und 3 wird der Topf 32, an dem das erfindungsgemäß
ausgebildete Gasventil befestigt ist, von oben her in eine entsprechende Öffnung
einer Wanne i8 eingesetzt und gegen Herausdrehen durch zwei einander gegenüberliegende
kleine Winkel 36 gehalten. Die Winkel 36 werden mittels einer Schraube
37 an dem Topf 32 befestigt.
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Die Gaszufuhr erfolgt durch das Hahnrohr 38, das unterhalb der Wanne
so angeordnet ist, daß es jeweils unter den Brennermitten vorbeiläuft. An diesen
Stellen ist auf das Halmrohr 38 ein Sattelstück 39 aufgesetzt (z. B. durch
Auflöten). Dieses Sattelstück dient als Aufnahme, Dichtung und Befestigungselement
für das Gasventil. An einer entsprechenden Eindrehung befindet sich eine Dichtungsscheibe
4o (z. B. aus Aluminium, Kupfer oder Vulkanfiber) im Sattelstück 39. Mit
zwei Schrauben 41 wird das vollständig montierte Gasventil über den Flansch .2 auf
dem Sattelstück festgeschraubt. Nach dieser einfachen Montage, die ein. sehr bequemes
Austauschen des. Hahnes ermöglicht, wird der Topf 32 auf die obere Seite des Gasventils
gesteckt und mit der Sechskantmutter 3.1 verschraubt. Durch einen kleinen ausgebogenen
Lappen 4.2 am Boden des Topfes 32, der in eine entsprechende Aus, sparung 43 am
Ventilkörper i eingreift, wird der Topf in seiner Lage mit Bezug auf den Ventilkörper
fixiert. Der Brenner 44 mit seiner angegossenen Abdeckfläche 45 und den darin eingegossenen
Stegen 46 für das Aufsetzen der Kochtöpfe erhält seine genau festgelegte Lage durch
vier Rippen 47, die in vier Schlitze 48 am Topf 32 eingreifen.
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Die Exzenterwelle i i ist an ihrem. größten Durchmesser mit einem
Anschlagstift 63. versehen, der in .der Kleinststellungdes Ventils gegen eine Schraube
49 schlägt. Diese Schraube ist auf einem Arm 5o des Ventilkörpers aufgeschrauht
und wird gegen Drehung durch eine Druckfeder 51 gesichert. Die Schraube kann von
oben eingestellt werden, indem in dem Topf 32 eine Öffnung für den Durchtritt eines.Schraubenziehersvorgesehenist.
DurchDrehen der Schraube 49 kann der Anschlag für die Kleinststellung je nach Wunsch
verändert werden.
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Die Übertragung der Griffbetätigung auf das Gasventil erfolgt z. B.
über ein Rohr 52, das am Ende einen Schlitz 53 hat, der in einen Stift 54 eingreift.
Der Stift 54 ist in dem kugelförmigen Ende der Exzenterwelle i i befestigt. Eine
ähnliche Anlenkung befindet sich auf der anderen Seite des Rohres 52 mit dem Griff
(nicht dargestellt), mit dem das Gasventil betätigt wird. Durch diese anstarre Verbindung
brauchen Griffachse und Exzenterwelle nicht in einer gemeinsamen Achse zu liegen,
so daß auch keine Kippbewegung vom Griff nach dem Ventil übertragen wird.
Bei
Kleinststellung des Ventils wird der Gasdurchtritt durch Drosselung zwischen dem:
Ventilkegel 6 und: dem Ventilsitz. ? auf die gewünschte Menge vermindert. Der Querschnitt
der Düse 22 wird dadurch der verringerten Gasmenge angepaßt, daß. - die profilierte
Spitze 23 in diese Öffnung eintaucht und den Kleinstdurchgangsquerschnitt in der
.gewünschten Weise festlegt. Dadurch, da3 der Ventilkegel 6 allmählich von dem Ventilsitz
7 entfernt wird, wird auch die durchtretende Gasmenge allmählich vergrößert. In
entsprechender Weise wird durch die profilierte Spitze 23 der Ventilnadel 5 der
freie Durchtrittsquerschnitt der Düsenöffnung 22 vergrößert und damit der durchtretenden.
Gasmenge angepaßt.
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Bei größter Öffnung des -Ventils.6, 7 taucht die Ventilnadel 5- mit
der profilierten Spitze 23 nicht mehr in die Düsenöffnung 22 ein,- so daß dem Gas
der volle Ouers.chnitt der Düsenöffnung 22- zur Verfügung steht.
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Durch Verdrehendes Düsenkopfes 2o gegenüber dem Führungsstück i9 kann
die durchtretende Gasmenge bei Großstellung des Ventils irgendwelchen abgeänderten
Gasdrücken angepaßt werden.
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Der Erfindungsgegenstand kann auch leicht- für völlig andere Betriebsverhältnisse
eingerichtet werden. Es ist beispielsweise auch möglich, -den Erfindungsgegenstand
für Flüssiggas.- einzurichten, das mit Betriebsdrücken von- 300 bis
500 mm; -Wassersäule am Gerät angeschlossen wird. Das verwendete Ventil vermag
auch gegenüber diesen Gasdrücken einwandfrei- abzudichten. Infolge des höheren Heizwertes
der Flüssiggase wird. jedoch eine bedeutend geringere Gasmenge benötigt. Unter-
diesen Umständen muß in solchen Fällen im-allgemeinen der Düsenkopf ausgewechselt
und, das Ventil anders eingestellt werden, was aber ohne besondere Schwierigkeiten
möglich, ist. -