DE464131C - Spritzvergaser mit Hauptluftschieber und einem mit diesem gekuppelten Brennstoffschieber - Google Patents

Spritzvergaser mit Hauptluftschieber und einem mit diesem gekuppelten Brennstoffschieber

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DE464131C DEM91642D DEM0091642D DE464131C DE 464131 C DE464131 C DE 464131C DE M91642 D DEM91642 D DE M91642D DE M0091642 D DEM0091642 D DE M0091642D DE 464131 C DE464131 C DE 464131C
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Description

  • Spritzvergaser mit Hauptluftschieber und einem mit diesem gekuppelten Brennstoffschieber Bekannt sind bereits Spritzvergaser mit einem Hauptluftschieber, der auf seinem Umfange mit einer \ut versehen ist, und einem Rohrschieber, der quer zur Mischkammerachse axial auf dem Spritzrohr in Abhängigkeit von der Bewegung des Hauptluftschiebers verschiebbar ist und einen kleineren Durchmesser als die Mischkammer hat.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung eines solchen Spritzvergasers, die in der Hauptsache durch ein Hilfsspritzrohr gekennzeichnet ist, welches Brennstoff in die auf dem Hauptluftschieber vorgesehene Nut entweder unmittelbar oder mittelbar durch eine an diese angeschlossene Luftleitung oder Luftdüse liefert, wenn der Hauptluftschieber völlig geschlossen ist, den Brennstoff oder das Gemisch von Brennstoff und Luft aber in den Hauptluftstrom eintreten läßt, wenn der Hauptluftschieber den letzten Teil seiner Öffnungsbewegung ausführt. Es handelt sich hier also um die beiden Ausführungsformen: ohne Luftzutritt an der Spritzöffnung des Hilfspritzrohrs oder mit Luftzutritt.
  • Die Erfindung erstreckt sich weiter auf eine verstellbare Anordnung des Hilfsspritzrahrs, durch die sein Abstand von der Hauptluftschieberachse zur Regelung der von ihm gelieferten Brennstoffmenge verändert werden kann.
  • Ferner sieht die Erfindung Vorrichtungen vor, durch die die Menge der an oder in unmittelbarer Nähe der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs eingelassenen Luft einstellbar ist entweder durch handbetätigte oder selbsttätig wirkende Lufteinlaßventile bzw. Schieber oder durch eine Luftdüse, in die die Mündung des Hilfsspritzrohrs hineinragt und durch die Außenluft um die Spritzöffnung herum eintreten kann.
  • An sich sind dem Erfindungsgegenstand verwandte Spritzvergaser mit Hilfsspritzrohr en bekannt. Bei einem solchen vorbekannten Spritzvergaser ohne Luftzutritt an der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs ist auch eine Vorrichtung zum Verstellen des Abstandes des Spritzrohrs von der Hauptluftschieberachse zum Regeln der vom Hilfsspritzrohr gelieferten Brennstoffmenge vorgesehen. Ein anderer vorbekannter Spritzvergaser mit seitlich in das Vergasergehäuse einmündendem Hilfsspritzrohr mit Luftzutritt zeigt eine Ausbildung, bei der das Hilfsspritzrohr in eine im Vergasergehäuse sitzende Luftdüse hineinragt. die Außenluft um die Spritzöffnung herum eintreten läßt. Bei einer noch anderen vorbekannten Ausführungsform dieser letztgenannten Spritzvergasergattung ist auch schon eine Vorrichtung vorhanden, die zur Einstellung der eingelassenen Luftmenge dient.
  • Es handelt sich bei allen diesen vorbekannten Vergasern jedoch nicht um Hilfsspritzrohre mit dem eingangs gekennzeichneten doppelten Zweck, nämlich solchen, die einerseits das Leerlaufgemisch bilden, anderseits das Hauptgemisch bei den höheren Belastungsstufen der Maschine verstärken helfen sollen. Solche Hilfsspritzrohre mit dem gekennzeichneten doppelten Zweck, zumal in Verbindung mit der besonderen Vergasergattung, sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht. Abb. i ist eine äußere Ansicht des Spritzvergasers, Abb.2 ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Abb. r und 3, Abb. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2, Abb. .4 ein Schnitt nach der Linie q.-¢ der Abb. 3; die Abb.5, 6 und 7 zeigen in senkrechtem Schnitt, in äußerer Ansicht bzw. in waa#gerechtem Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb. 5 eine andere Ausführungsform der Vorrichtung zum Regeln der in unmittelbarer Nähe der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs zuzulassenden Luftmenge; Abb.8 ist eine äußere Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform der. Vorrichtung zum Ändern des Abstandes der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs von der Achse des Hauptluftschiebers, und Abb. 9 zeigt eine besondere Ausbildungsform der auf dem Hauptluftschieber vorgesehenen Nut.
  • Das Brennstoffspritzrohr i (Abb.-2), dessen Spritzöffnung sich an seinem oberen Ende befindet, ist zentral in einer Bohrung 2 des Vergasergehäuses angeordnet. Der kolbenförmige Hauptluftschieber q., der auf seinem Umfange mit einer Nut 13 versehen ist, kann sich in senkrechter Richtung in der Zylinderbohrung i¢ des Vergasergehäuses auf und nieder und quer durch die das Vergasergehäuse in waagerechter Richtung durchsetzende Mischkammer 5 (Abb. 3) bewegen, in die die Luft von der einen Seite her eintritt, während der Austritt des Brennstoffluftgemisches aus der Mischkammer durch den sich an die andere Seite der Mischkammer anschließenden Stutzen 6 erfolgt. Auf der Lufteintrittsseite ist der Hauptluftschieber q. mit einer Abschrägung 7 versehen, an derAustrittsseite des Brennstoffluftgemisches trägt er einen unten offenen Rohrschieber 3, der quer zur Mischkammerachse axial auf dem Spritzrohr i in Abhängigkeit von der Bewegung des Hauptluftschiebers ¢ mit lockerem Gleitsitz in der Bohrung 2 verschiebbar ist und einen kleineren Durchmesser als die Mischkammer hat. An der Austrittsseite des Vergasers ist der Rohrschieber 3 mit einem länglichen Ausschnitt 8 versehen, der bei völlig geschlossenem Hauptluftschieber von der Wandung der Bohrung 2 abgedeckt wird und sich beim Heben des Hauptluftschiebers allmählich nach der Austrittsseite der Mischkammer hin öffnet. Die Außenluft hat Zutritt zu der Bohrung 2 durch die Öffnungen 9 und 1o (Abb. 3 und q.). Die Öffnung 9 kann in ihrem Durchlaßquerschnitt durch irgendein handbedientes Ventil, z. B. die Ventilschraube i i, geregelt werden, während die Öffnung 1o von einem durch die Saugwirkung der Maschine betätigten Ventil überwacht wird. Bei dem Ausführungsbeispiel wird ein solches Ventil von einer Kugel 12 gebildet, die im Ruhezustand in der unteren Endstellung liegt, aber angehoben wird und die Öffnung io schließt, sobald bei einem bestimmten Öffnungsgrad des Hauptluftschiebers eine gewisse Ansaugewirkung der Maschine erreicht ist. Die vorzugsweise auf dem Umfang des Hauptluftschiebers ¢ vorgesehene Nut 13 o. dgl. ist so angeordnet, daß sie um den Hauptluftschieber herum einen Luftkanal durch den Vergaser bildet, wenn letzterer vollständig geschlossen ist, ihreWirkungsweise als Umgehungsluftkanal aber sofort verliert, sobald der Hauptluftschieber nur ein wenig angehoben wird, indem dann dieser Luftkanal durch die Wandung des Zylinders 1q. abgedeckt wird.
  • Angenommen, der Hauptluftschieber sei angehoben, wie mit punktierten Linien in Abb. 3 gezeigt, so wird der Brennstoff, da die Mündung des Spritzrohrs i gegen die unmittelbare Einwirkung der von der Seite her in die Mischkammer 5 eintretenden Luft durch den Rohrschieber 3 geschützt ist, in aufwärts gerichtetem Strahl aus dem Spritzrohr austreten, gegen das obere, geschlossene Ende des Rohrschiebers 3 treffen, wieder nach unten und durch die Öffnung 8 des Rohrschiebers 3 nach der Austrittsseite der Mischkammer hin herausgeworfen werden, um alsdann hier von dem Hauptluftstrom aufgenommen zu werden, nachdem dieser dem so zugeführten Brennstoff ein erhebliches Maß von verwickelter Wirbelbewegung erteilt hat, die hervorgerufen wurde durch die Ablenkung des Luftstroms an der geneigten Fläche 7 nach unten hin und um die zylindrische Wandung des Rohrschiebers 3 herum nach den Seiten hin. Ein Nachteil der bisher beschriebenen Konstruktion besteht indessen darin, daß bei kleiner Öffnung des Hauptluftschiebers die Saugwirkung auf den Brennstoff unverhältnismäßig groß ist infolge der relativ sehr hohen Geschwindigkeit, mit der die Luft an der Unterkante des Hauptluftschiebers entlang und über die Spritzöffnung des Spritzrohrs i hinwegstreicht. Die erste Verbesserung zur Beseitigung dieses Nachteils liegt in der Anbringung der Nut 13 auf dem Hauptluftschieber, die bei völlig geschlossenem und nur ganz wenig geöffnetem HauptluftschieberLuft hindurchströmen läßt, wodurch die übermäßige Saugwirkung auf den Brennstoff verringert wird. Eine weitere Verbesserung, die bei etwas größerem Offnungsgrad des Hauptluftschiebers wirksam wird, besteht in der Zulassung von Außenluft durch die Öffnung io in die Bohrung 2. Diese Außenluft strömt aufwärts durch die ringförmigen Räume zwischen dem Spritzrohr i, dem Rohrschieber 3 und der Bohrung :z und tritt in unmittelbarer Nähe der Spritzöffnung des Spritzrohrs i in den Hauptluftstrom ein. Infolgedessen wird jedes beliebige, von der Maschine erzeugte Maß von Saugwirkung an der Spritzöffnung relativ verringert, und zwar durch die Zuführung solcher Zusatz-oder Ausgleichsluft in den Hauptluftstrom in unmittelbarer Nachbarschaft der Spritzöffnung. Sobald der Hauptluftschieber aber um ein bestimmtes Maß gehoben bzw. geöffnet ist, wird die Kugel 12 unter dem Einfluß der vermehrten Saugwirkung der :Maschine in die Stellung hochgezogen, die in Abb.3 und mit gestrichelten Linien angegeben ist, so daß die Öffnung io geschlossen wird und der Zustrom von Ausgleichsluft aufhört.
  • Durch die Anordnung der Zusatzöffnung 9, deren Durchlaßquerschnitt von Hand, z. B. mit Hilfe einer Ventilschraube i i, geregelt werden kann, wird dauerndesEinströmen von Zusatzluft in die Bohrung 2 erreicht, wodurch die jeweilige Saugwirkung auf die Spritzöffnung des Spritzrohrs auf dem ganzen öffnungswege des Hauptluftschiebers beeinflußt wird. Dies bietet ein bequemes Mittel, einen und denselben Vergaser durch eine einfache Einstellung für die Verwendung verschiedener Brennstoffe oder für Maschinen von verschiedener Größe oder für verschiedene atmosphärische und motorische Bedingungen brauchbar zu machen.
  • Mit dem Anheben des Hauptluftschiebers und damit auch des Rohrschiebers 3 wird jedoch der von letzterem ausgeübte Widerstand gegen das Zuströmen von Luft aus der Bohrung 2 in den durch die Mischkammer gehenden Hauptluftstrom in zunehmendem Maße verringert. Bei fast ganz geöffnetem Hauptluftschieber äußert sich diese Wirkung sehr fühlbar, indem auf diese Weise eine größere Menge von Zusatzluft zugelassen wird, als es sonst der Fall sein würde. Dies bewirkt aber eine Verminderung der jeweiligen Saugwirkung an der Öffnung des Spritzrohrs und demzufolge auch eine Verringerung der angesaugten Brennstoffmenge.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Mangel zu beseitigen und, wie oben gesagt, den Vergaser für das Anlassen und den Leerlauf der Maschine bei völlig geschlossenem Hauptluftschieber geeignet zu machen.
  • Dieser doppelte Zweck wird erreicht durch die Anordnung eines Hilfsspritzrohrs, das Brennstoff in das Innere des Vergasergehäuses einläßt, und zwar an einer Stelle, die bei völlig geschlossenem Hauptluftschieber mit der Nut 13 oder einer gleichwertigen Einrichtung auf gleicher Höhe liegt bzw. zusammenfällt. Dieses Hilfsspritzrohr kann so beschaffen sein, daß es Brennstoff durch die Gehäusewandung hindurch abgibt, ohne daß an dieser Stelle ein Luftzutritt stattfindet, oder es kann in eine Luftdüse in der Gehäusewand hineinragen, die im Verhältnis zu der Dicke der Mündung des Hilfsspritzrohrs verhältnismäßig groß ist, so daß Luft ringsherum um die Mündung eintreten kann. Es kann auch eine Einrichtung vorgesehen werden, um Luft durch besondere Öffnungen im Vergasergehäuse in unmittelbarer Nähe der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs eintreten zu lassen. Die von dem Hilfsspritzrohr abzugebende Brennstoffmenge kann dadurch geregelt werden, daß man die Menge der an der Spritzöffnung oder in deren unmittelbarer Nähe zugelassenen Luft ändert oder auch den Abstand der Spritzöffnung von derAchse des Hauptluftschiebers verändert oder auch die Lage ändert, welche das Hilfsspritzrohr mit Bezug auf die es umgebende Wandung einer verhältnismäßig großen Luftdüse in der Wand des Vergasergehäuses einnimmt, wenn eine solche Luftdüse vorgesehen ist.
  • Wie aus der Abb.2 ersichtlich, wird das hakenförmige Hilfsspritzrohr 15, 17 aus derselben Schwimmerkammer mit Brennstoff gespeist wie das Spritzrohr i. Die Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs ragt in eine kegelige Bohrung oder Luftdüse 16 der Gehäusewandung. Diese Bohrung ist verhältnismäßig groß im Vergleich zu dem von ihr umschlossenen Teil des Hilfsspritzrohrs. Die gegenseitige Lage ist dabei derart, daß der bei völlig geschlossenem Hauptluftschieber d. aus dem Hilfsspritzrohr austretende Brennstoff in die ringförmige Nut 13 gelangt, so daß, wenn die Maschine läuft, von dieser Luft mittels der Nut 13 durch den Vergaser gesaugt und durch die auftretende Saugwirkung auch etwas Brennstoff aus dem Hilfsspritzrohr mitangesaugt wird. In Abb. i ist der hakenförmige, die Spritzöffnung enthaltende Teil 15 von seinem Schaftrohr 17 abgebrochen gedacht, um die Nut 13 in ihrer Lage zur Bohrung 16 des Gehäuses deutlicher zu zeigen. Die von dem Hilfsspritzrohr abgegebene Brennstoffmenge kann bei der dargestellten Ausführungsform durch Ändern des Abstandes der Spritzöffnung von der Achse des Hauptluftschiebers geregelt werden, indem man mit Hilfe einer auf dem Gewindestift i9 sitzenden Stellmutter 18 das in Richtung gegen die Achse des Hauptluftschiebers federnd angeordnete und sich mit leichtem Druck gegen die Stellmutter stützende Hilf sspritzrohr mehr oder weniger nach außen hin abdrängt oder in die Bohrung 16 hineinragen läßt. Durch Zurückschwingen des Spritzrohrs nach außen wird der Zutritt von Luft durch die Luftdüse 16 um die Mündung des Hilfsspritzrohrs herum mehr oder weniger freigegeben, womit natürlich auch die Saugwirkung und die von dem Hilfsspritzrohr gelieferte Brennstoffmenge eine Regelung erfährt. Da das Maß des Ausschlages des Hilfsspritzrohrs im Höchstmaß nur sehr gering ist, genügt zur Sicherung der federnden Anlage an die Stellmutter i 8 die eigene Federwirkung des Hilfsspritzrohrs.
  • Um dem von dem Hilfsspritzrohr gelieferten Brennstoff Luft zuzuführen, ist eine Scheibe2o vorgesehen, die mittels eines daran befestigten Stellhebels 2,1 uni den Tragestift 22 gedreht werden kann. Die Scheibe weist eine Anzahl Löcher 23 auf, die mehr oder minder in Linie mit entsprechenden Löchern 24 (Abb. 3) des Stutzens 6 gebracht werden können, um nach Wunsch den Luftzusatz zu vergrößern oder zu verringern. Auf diese Weise wird eine genügende Menge Brennstoffluftgemisch geliefert, um bei völlig geschlossenem Hauptluftschieber die Maschine anspringen und leer laufen zu lassen.
  • Wie schon erwähnt, ist die Nut 13 so angeordnet, daß sie durch die Gehäusewandung schon bei geringer Öffnung des Hauptluftschiebers abgedeckt wird. Oder mit anderen Worten: Bei geschlossenem Hauptluftschieber befindet sich die Nut 13 gerade noch im oberen Teil der durch den Vergaser gehenden Mischkammer 5.
  • Da die Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs in gleicher Höhe wie die Nut 13 liegt, so wird das Spritzrohr den von ihm gelieferten Brennstoff auch in dieser Höhe in bzw. durch die Mischkammer schicken, wenn der hochgehende Hauptluftschieber sich seiner oberen, in Abb. 3 mit punktierten Linien angegebenen Öffnungsstellung nähert und die Spritzöffnung freigibt. Bei dieser Stellung der Teile wird dann eine zusätzliche Menge Brennstoff in den Vergaser abgegeben. Hierdurch wird- der vorher erwähnte Nachteil beseitigt, der in dem Abfall des Brennstoffanteils in dem Gemisch bei großer Öffnung des Hauptluftschiebers liegt und durch den verminderten Widerstand des Rohrschiebers 3 an seinem unteren Ende gegen den aufwärts gerichteten Luftstrom in der Bohrung 2 verursacht wird.
  • Das Vorhandensein einer Einrichtung zur Regelung der Brennstoffabgabe aus dem Hilfspritzrohr mittels veränderlichen Luftzutrittes an oder in unmittelbarer Nähe der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs hat einen ausgesprochenen Vorteil in der Hinsicht, daß beim Fehlen einer solchen Einrichtung die Spritzöffnung für die Brennstoffversorgung beim Anspringen und Leerlaufen bei geschlossenem Hauptluftschieber notgedrungen außerordentlich eng sein müßte. Solch feine Düsenöffnungen werden aber bekanntlich durch kleine, feste Fremdkörperchen im Brennstoff leicht verstopft und neigen auch sonst zu Störungen. Mit der beschriebenen Regelvorrichtung jedoch kann jede passende Brennstoffzufuhr durch das Hilfsspritzrohr herbeigeführt werden, die 'für die beabsichtigte Wirkung bei voller Öffnung des Hauptluftschiebers erwünscht ist.
  • Bei der in den Abb. 5, 6 und 7 dargestellten Ausführungsform einer Vorrichtung, die es ermöglicht, die in unmittelbarer Nähe des Hilfsspritzrohrs zuzulassende Luftmenge zu regeln, paßt die äußerste Spitze oder Mündung des Hilfsspritzrohrs 15 in die zentrale Bohrung 27 eines Hütchens 25, das in eine zylindrische Ausnehmung der Wandung des Vergasergehäuses drehbar eingesetzt ist und einen kleinen Stellhebel 2,6 besitzt. In der den Boden der Ausnehmung bildenden Gehäusewandung befindet sich eine Öffnung, durch die Brennstoff aus der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs 15 in das Innere des Vergasers gelangen kann, wenn der Hauptluftschieber vollkommen angehoben, d. h. geöffnet ist oder in die -Tut 13 eintritt, wenn der Hauptluftschieber ganz geschlossen ist. Das Hütchen 25 besitzt in seinem Boden eine außermittige Öffnung 28, die zum Einlassen von Zusatzregelluft dient und durch Drehen des Hütchens 25 in seiner Ausnehmung und auf der Mündung des Hilfsspritzrohrs mittels des Hebels 26 mehr oder minder in Dekkung mit einer besonderen Öffnung 29 in der Wandung des Vergasergehäuses gebracht werden kann.
  • Als eine weitere Vorrichtung zur Verringerung der aus dem Hilfsspritzrohr fließenden Brennstoffmenge kann der Querschnitt der Nut 13 unmittelbar neben der Spritzöffnung auf der der Maschine zugekehrten Seite verengt werden. Bei der durch die Abb. 5, 6 und 7 gezeigten Ausführungsform kann z. B. der Teil der Nut i3, der zwischen der Stelle des Brennstoffeintrittes aus dem Hilfsspritzrohr 15 und der Stelle des Lufteintrittes durch die öffnung 29 liegt, auf einen ganz schmalen Durchlaß verengt werden, wie Abb. 9 zeigt.
  • Ein anderer Weg, die aus dem Hilfsspritzrohr austretende Brennstoffmenge zu regeln, würde bei einer Anordnung ähnlich der in Abb. i bis 3 gezeigten in der Änderung der Stellung der Mündung des Hilfsspritzrohrs zur Wandung oder Begrenzungslinie der Luftdüse z6 bestehen. So könnte der Rohrschaft 17. durch eine Winkeldrehung eingestellt werden, um die Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs dein der Maschine zugekehrten Ende der Luftdüse 16, also der Austrittsseite 6 des Vergasers, zu nähern oder sie davon zu entfernen, wobei die einströmende Brennstoffmenge um so größer sein würde, je näher die Spritzöffnung dem der Maschine zugekehrten Ende der Luftdüse 16 steht.
  • Es ist jedoch vorzuziehen, die Brennstoffzufuhr durch Einstellung des Hilfsspritzrohrs in bezug auf seinen Abstand von der Achse- des Hauptluftschiebers zu regeln. Eine andere Methode hierfür zeigt Abb.8. Hier ist das Hilfsspritzrohr 15, 17 an seinem oberen Ende mit einer Gabel 30 versehen und so angeordnet, daß es bestrebt ist, die Spritzöffnung in einem Größtabstand von der Achse des Hauptluftschiebers zu halten. Ein in die Gehäusewand eingeschraubter, nach außen vorstehender Gewindezapfen 31 ragt zwischen den beiden Zinken der Gabel hindurch. Außerhalb der Gabel trägt der Zapfen 31 eine Stellmutter 32, durch deren Drehung die Stellung, d. h. der Abstand des Hilfsspritzrohrs 15 von der Achse des Hauptluftschiebers, geändert werden kann. Der Gewindezapfen 3 i muß so stark bemessen sein, daß er genau zwischen die Zinken der Gabel 30 paßt. Hierdurch wird jede Falscheinstellung infolge unbeabsichtigter Drehung des Rohrschafts 17 vermieden.
  • Gewünschtenfalls kann eine den weiter vorn beschriebenen Einrichtungen zur Regelung des zusätzlichen Luftzutrittes ähnliche Vorrichtung Verwendung finden, welche die durchlochte Scheibe 2o (Abb. i und 2) besitzt und den Brennstoffaustritt aus dem Hilfsspritzrohr regelt. Die verschiedenen Lufteinlaßlöcher 23 läßt man jedoch vorzugsweise in eine gemeinsame, in der Gehäusewandung vorgesehene Kammer münden, an die sich ein der Öffnung 29 ähnlich angeordneter Durchlaß anschließt. Die Scheibe kann in ihrer Lage durch die sich verjüngende Mündung des Hilfsspritzrohrs gehalten werden, die in eine in der Scheibe vorgesehene zentrale Bohrung von passendem Durchmesser hineinfaßt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Spritzvergaser mit einem Hauptluftschieber, der auf seinem Umfange mit einer Tut versehen ist, und einem Rohrschieber, der quer zur Mischkammerachse axial auf dem Spritzrohr in Abhängigkeit von der Bewegung des Hauptluftschiebers verschiebbar ist und einen kleineren Durchmesser als die Mischkammer hat, gekennzeichnet durch ein Hilfsspritzrohr (15), das Brennstoff in die auf dem Hauptluftschieber (q.) vorgesehene Nut (13) entweder unmittelbar oder mittelbar durch eine an diese angeschlossene Luftleitung oder Luftdüse liefert, wenn der Hauptluftschieber völlig geschlossen ist, den Brennstoff oder das Gemisch von Brennstoff und Luft aber in den Hauptluftstrom eintreten läßt, wenn der Hauptluftschieber den letzten Teil seiner Öffnungsbewebnmg ausführt (Abb. i und 2).
  2. 2. Spritzvergaser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die ,Menge der an oder in unmittelbarer Nähe der Spritzöffnung des Hilfsspritzrohrs (15) eingelassenen Luft einstellbar ist.
  3. 3. Spritzvergaser nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsspritzrohr (15) in eine im Vergasergehäuse sitzende Luftdüse (16) hineinragt, die rings um die Spritzöffnung Luft eintreten läßt (Abb.2).
  4. Spritzvergaser nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsspritzrohr (15) in seinem Abstand von der Hauptluftschieberachse zur Regelung der von dem Hilfsspritzrohr gelieferten Brennstoffmenge verstellbar ausgebildet ist (Abb. 2 und 8).
  5. 5. Spritzvergaser nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsspritzrohr (15) in bezug auf die Luftdüsenachse seitlich verstellbar ausgebildet ist (Abb. i).
  6. 6. Spritzvergaser nach . Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch ein Hütchen (25), das in eine Aussparung des Vergasergehäuses drehbar eingesetzt ist, ferner gekennzeichnet dadurch, daß das Hilfsspritzrohr (15) in eine im Boden des Hütchens zentral gelegene Öffnung (27) paßt, an die sich eine entsprechende Öffnung in der Wandung des Vergasergehäuses anschließt, und daß das Hütchen an seiner Stirnfläche eine außermittig gelegene, für den Zutritt von Zusatzregelluft dienende Öffnung (28) besitzt, die durch Drehung des Hütchens mehr oder minder in Deckung mit einer besonderen Öffnung (29) im Vergasergehäuse gebracht werden kann (Abb. 5, 6 und 7).
  7. 7. Spritzvergaser nach Anspruch i bis 6, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (21, 22, 23) zum Einlassen von Luft in das Innere des Vergasers an einer Stelle jenseits des Hauptluftschiebers, auf dessen der Maschine zugekehrten Seite (Abb. i und 3).
DEM91642D 1925-10-13 1925-10-13 Spritzvergaser mit Hauptluftschieber und einem mit diesem gekuppelten Brennstoffschieber Expired DE464131C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE943681C (de) * 1951-11-15 1956-05-24 Pieter Hendrikus Wiegel Vergaser, insbesondere fuer Fahrradmotor
DE959957C (de) * 1954-08-22 1957-03-14 Fritz Hintermayr Metallwarenfa Vergaser fuer Brennkraftmaschinen
DE967509C (de) * 1953-02-15 1957-11-14 Fritz Hintermayr Metallwaren F Vergaser

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