DE893646C - Verfahren zur Behandlung von rohen Schieferoelen oder von Fraktionen dieser OEle - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von rohen Schieferoelen oder von Fraktionen dieser OEle

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DE893646C
DE893646C DEC3180D DEC0003180D DE893646C DE 893646 C DE893646 C DE 893646C DE C3180 D DEC3180 D DE C3180D DE C0003180 D DEC0003180 D DE C0003180D DE 893646 C DE893646 C DE 893646C
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DEC3180D
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Inventor
Paul Woog
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Compagnie Francaise de Raffinage SA
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Compagnie Francaise de Raffinage SA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G50/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from lower carbon number hydrocarbons, e.g. by oligomerisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von rohen Schieferölen oder von Fraktionen dieser Öle Es sind bereits sogenannte Tieftemperaturhydrierverfahren vornehmlich für Asphaltstoffe, die in asphaltreichen Teeren und Pechen enthalten sind, bekanntgeworden. Ferner ist dem Stande der Technik ein Verfahren zur Gewinnung von Schmieröl aus Braunkohlengeneratoröl zuzurechnen, bei welchem die durch Destillation von vorher entwässertem Generatorteer erhaltenen, paraffinfreien .oder tunlichst entparaffinierten Destillaten unter Druck auf höhere Temperatur erhitzt und die niedrigsiedenden Öle durch Destillation entfernt werden. Hierbei wird eine Polymerisation mit gleichzeitiger Krackung erreicht, was sich aus der verhältnismäßig geringen Viskosität der erhaltenen Öle und der Tatsache ergibt, daß diese Öle Destillate sind. Schließlich sei auch noch der Herstellung von Schmierölen durch Anwendung des sogenannten Blasens auf Urteer Erwähnung getan. Im Gegensatz zu diesem bekannten Verfahren bezieht sich das Verfahren nach der Erfindung vornehmlich auf die Herstellung von Schmierölen und Gasölen unter Verwendung von Schieferöl als Ausgangsprodukt. Hierbei soll durch das Verfahren nach der Erfindung eine allgemeine Beschwerung der Rohöle oder deren Fraktionen erreicht werden, und zwar vornehmlich: i. durch eine Copolymerisation der ungesättigten Verbindungen untereinander ohne irgendwelche Krackung, 2. durch eine Arylierung der ungesättigten Verbindungen an die im Ausgangsöl vorhandenen oder diesem zugesetzten Aromaten und 3. durch eine Kondensation, wenn man ein Dihalogenalkyl zusetzt.
  • Der Kernpunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht hierbei darin, daß die Polymerisation oder Arylierung zwischen den Bestandteilen des Schieferöles in Gegenwart eines Katalysators vom Typ Friedel-Crafts erfolgt. Liegen halogenierte Öle vor, kann an Stelle der Friedel-Crafts-Katalysatoren auch in Gegenwart alkalischer Stoffe die Kondensation durchgeführt werden.
  • Es ist bekannt, daß die rohen Schieferöle eine Mischung von aliphatischen, naphthenischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen enthalten, die gewöhnlich durch einen verhältnismäßig hohen Gehalt in Mengen von 15 bis 6o °/o an ungesättigten Verbindungen und einen verhältnismäßig geringen Gehalt an aromatischen Verbindungen gekennzeichnet ist. Außerdem besitzen diese Öle mehr oder weniger komplexe Phenole, mehr oder weniger komplexe Stickstoffbasen, Schwefelverbindungen und verschiedene andere Körper in verhältnismäßig geringem Prozentsatz im Vergleich zu den vorhergenannten.
  • Der ungesättigte Charakter der rohen Schieferöle, der wahrscheinlich von der die Destillation der Schiefer begleitenden Krackung herrührt, scheint bisher nicht genügend beachtet worden zu sein. Die bisher bei Schieferölen angewendeten Behandlungsweisen sind im wesentlichen entweder Destillation oder Krackung mit nachfolgender Raffination zwecks Gewinnung von Motortreibstoffen und Schmierölen. Vor oder mit diesen Behandlungen werden alkalische oder saure Wäschen vorgenommen, um die Phenole und die Basen zu entfernen.
  • Die Krackungsbehandlung ermöglicht weder die Gewinnung eines Gasöles von guter Cetenzahl noch auch eines Schmieröles von guten Eigenschaften.
  • Die Destillationsbehandlung kann eine verhältnismäßig geringe Fraktion an Schwerölen, Brennöl, Gasöl und Destillaten für die Herstellung von Ölen und Rückständen ergeben. Infolge des verhältnismäßig hohen Gehalts an ungesättigten Verbindungen und der beträchtlichen Menge an aromatischen Stoffen haben die erhaltenen Gasöle eine geringe Cetenzahl. Außerdem sind die Verluste bei der Raffination der Destillate auf Öle beträchtlich, da die ungesättigten und die aromatischen Verbindungen durch die üblichen Raffinationsmittel fortgeführt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Polymerisation und bzw. oder Arylierung von rohen Schieferölen oder von Fraktionen dieser Öle sehr wertvolle und neue Ergebnisse zu erreichen gestattet, wenn diese in Gegenwart eines Katalysators vom Typ Friedel-Crafts vor sich gehen. Hierzu müssen die ungesättigten Verbindungen, nachdem das Öl gegebenenfalls von den Basen und von einem Teil oder von sämtlichen Phenolen und Säuren befreit ist, entweder mit sich selbst durch Polymerisation oder mit aromatischen oder sogar naphthenischen Verbindungen, die im Öl enthalten sind oder diesem zugesetzt werden, zur Umsetzung gebracht werden. Man kann auch die ungesättigten Verbindungen in Derivate umwandeln, die sich leicht von der Masse abtrennen lassen.
  • In der Fraktion, die innerhalb der Grenzen des Gasöles ,destilliert, wird durch Umwandlung der ungesättigten und der aromatischen Verbindungen, durch Polymerisation und bzw. oder Arylierung die Cetenzahl verbessert, insbesondere wenn der Gehalt der zurückbleibenden Naphthene verhältnismäßig gering . ist. Andererseits sind das erhaltene Polymerisat oder Arylderivat Schmieröle von hoher Viskosität und einem für praktische Verwendungszwecke ausreichenden Viskositätsindex. In den Destillaten auf Öl verbleibt nach Umwandlung der ungesättigten Verbindungen ein Öl, dessen Stabilität besser ist und das durch übliche Raffmationsmittel mit verhältnismäßig geringen Verlusten gereinigt werden kann. Sein Viskositätsindex wird ebenfalls verbessert, wenn der Gehalt an zurückbleibenden Naphthenen ziemlich gering ist. Andererseits sind das erhaltene Polymerisat oder Arylderivat sehr viel viskosere Öle als der Rückstand.
  • Die Arbeitsgänge der Polymerisation und bzw, oder Arylierung können auf jede beliebige andere Fraktion des Schieferöles angewendet werden und ergeben viskose Öle.
  • Die Arylierung kann ebenfalls so ausgeführt werden, daß man den mehr oder weniger schmalen Fraktionen des Schieferöles, das von bestimmten Produkten, wie vorstehend angegeben, befreit ist, aromatische Verbindungen, wie Benzol, Toluol, Xylol und deren Homologe, Naphthalin und dessen Homologe, Anthracen oder noch schwerere Verbindungen, wie synthetische aromatische Stoffe, wie Diphenyl, Dibenzyl oder deren Homologe oder schließlich die synthetischen oder natürlichen Öle, die reich an aromatischen Kernen sind, zusetzt. Die durch die Behandlung der Schieferöle gemäß der Erfindung erhaltenen Resultate sind gekennzeichnet durch eine beträchtliche Erhöhung der Ausbeute an viskosen Ölen. Einerseits wird durch Verringerung der Verluste bei der Raffination der Öldestillate bei den üblichen Raffinationsvorgängen, ferner durch Umwandlung in Öl der ungesättigten Verbindungen, die nicht nur den Öldestillaten angehören, sondern in allen Fraktionen des Schieferöles vorhanden sind, und schließlich durch die Möglichkeit der Zugabe zum. ursprünglichen Schieferöl von aromatischen Verbindungen, die von andersher stammen und dem Fertigöl einverleibt werden können, die gewichtsmäßige Ausbeute erhöht. Andererseits können die durch die Behandlung gemäß der Erfindung gewonnenen Schmieröle viel viskoser sein als die in den am stärksten viskosen Destillaten des ursprünglichen Schierferöles enthaltenen.
  • Die bei der ersten Arylierung der Olefine mit Aromaten, insbesondere des Benzols oder Naphthalins erhaltenen Produkte können erneut mit einer entsprechenden Menge von Dihalogenalkylen zur Umsetzung gebracht werden. Diese Arbeitsweise gestattet, die Viskosität der Polymeren zu erhöhen.
  • Die Entphenolierung muß nicht unbedingt bis zum Ende durchgeführt werden. Es kann zweckmäßig sein, um eine gute Beständigkeit der Öle gegen Oxydation beizubehalten, eine geringe Menge der im ursprünglichen Öl vorhandenen Phenole entweder in dem der Umsetzung unterworfenen Öl zu belassen oder dem erhaltenen Polymerisat hinzuzusetzen. Die schweren Phenole sind empfehlenswert für die Motoröle mit Rücksicht auf ihre verhältnismäßig geringe Flüchtigkeit.
  • Infolgedessen kann es für bestimmte Schieferöle empfehlenswert sein, das Öl vor der Reaktion und sogar vor der Entphenolierung in mehr oder weniger enge Fraktionen zu zerlegen.
  • Die Entphenolierung braucht in den Fraktionen, welche genau die Phenole der gewünschten Eigenschaften, die man in dem Öl beibehalten will, enthalten, nicht bis zum Ende durchgeführt zu werden.
  • Andererseits kann die Fraktionierung des Schieferöles vor der Polymerisierung oder Arylierung bei bestimmten Schieferölen durch die gleichen Arbeitsgänge zu wesentlich besseren Ergebnissen, insbesondere bezüglich des Viskositätsindex, führen als bei denen, welche man ohne vorausgehende Fraktionierung erhält, und hauptsächlich, wenn die Fraktionen, welche Olefine mit geraden oder wenig verzweigten Ketten von 8 bis 18 Kohlenstoffatomen enthalten, verhältnismäßig arm an Aromaten sind.
  • Es ist auch möglich, die Arbeitsgänge der Polymerisation oder Arylierung nach der Bindung von Halogenen oder Halogenwasserstoff an den ungesättigten Bindungen oder von Halogenen an den gesättigten Kohlenstoffatomen vorzunehmen, wobei durch die letztgenannte Substitution die Ölausbeute erhöht wird.
  • Die Bindung von H Cl ist besonders vorteilhaft in Hinsicht auf den Gestehungspreis, da dieser Körper in wasserfreier Form als Nebenprodukt einer Kondensation von Dichloraryl mit Aromaten erhalten wird.
  • Wenn diese Halogenderivate gebildet sind, können die Polymerisation oder die Arylierung nicht nur mit den bereits angegebenen Katalysatoren, sondern auch mit alkalisch wirkenden Stoffen oder Alkalialkoholaten, wie z. B. Natriumäthylat, ausgeführt werden. Die Verwendung von Alkalialkoholaten ermöglicht, O R-Gruppen, wobei R ein organischer Rest ist, an den Molekülen zu binden und im Falle der Ölherstellung die Schlüpfrigkeit der erhaltenen Schmieröle zu verbessern. Wenn man die Arbeitsgänge mit Halogenderivaten ausführt, so daß chlorierte Öle erhalten werden, wird die Schlüpfrigkeit ebenfalls erhöht.
  • Durch gemeinsame Polymerisation der Halogenderivate der ungesättigten Verbindungen des Schieferöles mit pflanzlichen oder tierischen halogenierten Fettsäuren, -estern oder -alkoholen ist es möglich, viskose Öle von hohem Viskositätsindex und hoher Schlüpfrigkeit zu gewinnen.
  • Das Verfahren zur Behandlung von Schieferölen gemäß der Erfindung kann durch die nachfolgende Tabelle in beispielsweiser Form erläutert werden, in der die verschiedenen bei dem Öl angewendeten Arbeitsgänge angegeben sind. In einer ferner angegebenen kleinen Zahlentabelle sind dann gleichfalls beispielsweise die Kennzahlen der erhaltenen zwei Ölfraktionen angegeben. Behandlungsweise A. Entphenolierung. Die Öle werden dreimal mit etwa io Gewichtsprozent einer io°/oigen Natronlauge gewaschen. Rühren, Dekantieren, Abtrennen der Phenollauge. Auf diese alkalischen Wäschen folgt eine Wäsche mit Wasser.
  • B. Polymerisation. Das entphenolierte Öl wird mit 1o °/o wasserfreiem Aluminiumchlorid versetzt und 48 Stunden bei einer Temperatur von 6o° gerührt.
  • C. Aufbereitung. Man läßt die gebildeten Peche absetzen, sodann dekantiert man die überstehende Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird gewaschen: i. mit einer io°/oigen Salzsäure, 2. mit Wasser und 3. mit durch Ätznatron alkalisch gemachtem Wasser.
  • D. Destillation. Die Flüssigkeit wird bis zur Temperatur von 2oo° bei 6 mm Ouecksilberdruck destilliert. Der Rückstand bildet das Öl.
    Rohes Gasöl Erhaltenes Schmieröl
    Versuch Dichte Siedegrenzen Dichte Viskosität in cSt Visko- Verhältnis der Gewichts-
    Nr. sitäts ausbeute zur Fraktion
    r5°/4' C I5'/4' 35@ 50° I ioo' index des Ausgangsöles
    i o,84 203 bis 282 0,94o6 50
    6I 8 i53 I i54 ' -14 i84
    2 0,880 I 252 bis 323
    0,9407
    638 I 2oi i9,3 I + i9 I i6,5
    Die Gesamtheit der vorstehend beschriebenen Behandlungen, die getrennt oder gemeinsam auf Schieferöl angewendet werden kann, um daraus Schmieröle und andere industrielle Ölprodukte herzustellen, umfaßt insbesondere die Umsetzung von Schieferöl mit einer geeigneten Menge Dihalogenalkyl, wobei aber zu beachten ist, daß diese Arbeitsstufe im vorstehenden nur zur Vervollständigung einer vorangehenden Arylierung, bei der man zum Öl Aromaten, wie Benzol oder Naphthalin od. dgl. zugesetzt hat, beabsichtigt ist.
  • Innerhalb des Rahmens der Erfindung kann man auch in umgekehrter Weise vorgehen, d. h. indem man mit einem Dihalogenalkyl das Schieferöl ohne irgendeinen vorangehenden Zusatz zur Umsetzung bringt. Es wurde nämlich gefunden, daß das Schieferöl von Natur aus eine genügende Menge an Aromaten und gegebenenfalls an Naphthenaten enthält, um auf das Dihalogenalkyl einzuwirken.
  • Andererseits wurde festgestellt, daß sich dieser Arbeitsgang ebenso gut mit dem gesamten Öl als auch mit einer Fraktion ausführen läßt, und zwar mit oder ohne vorangehende Entfernung der Basen und der Phenole durch saure und alkalische Wäschen.
  • Schließlich können die Dihalogenalkyle, d. h. die w, a-dihalogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffe durch andere dihalogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere a, cu-Halogenkohlenwasserstoffe, wie z. B. 1, 3-Dichlorpropan, i, 4-Dichlorbutan, ersetzt werden.
  • Das durch dieses Verfahren gewonnene Produkt besitzt den Charakter eines Schmieröles, das der Vakuumdestillation unterworfen werden kann, um die verhältnismäßig leichten Fraktionen zu entfernen und die Viskosität des zurückbleibenden Öles, welches das gewünschte industrielle Produkt darstellt, einzustellen.
  • Das nachstehend angegebene Beispiel zeigt die Anwendung des Verfahrens auf einen bestimmten Fall, wobei selbstverständlich zu beachten ist, daß die Erfindung nicht auf die in diesem Beispiel angegebenen Daten und Bedingungen beschränkt ist.
  • Beispiel 5oo g Schieferöl, die zuvor mit Salzsäure und Ätznatron zur Entfernung der Basen und der Phenole behandelt worden sind, werden mit ioo g Dichloräthan und 65 g wasserfreiem Aluminiumchlorid in Reaktion gebracht.
  • Die Mischung wird 4 Stunden in einem mit Rückflußkühler ausgestatteten Kolben erhitzt. Die Temperatur hält sich auf 104 bis io5°. Die Reaktion wird von einer Entwicklung von 20,14 g gasförmigem Chlorwasserstoff begleitet. Nach Hydrolyse und Waschung wird das überschüssige Dichloräthan durch Destillation entfernt; man erhält 475 g des behandelten Rohöles, was eine Ausbeute von 95 °/o im Verhältnis zum Ausgangsöl darstellt. Das behandelte Rohöl kann einer Vakuumdestillation unterworfen werden, um die verhältnismäßig leichten Fraktionen zu entfernen und die Viskosität des zurückbleibenden Öles gemäß der nachstehenden Tabelle zu regeln, aus der besonders ein guter Viskositätsindex hervorgeht.
    Verhältnis Verhältnis
    des Destillates des Rückstandöles Viskosität
    Temperatur Druck zum behandel- Visko-
    zum behandel- zum verarbeite- des Rückstandöles in cSt
    ten Rohöl sitätsindex
    ten Rohöl ten Schieferöl
    ° C mm/Fig °/a °/o °/a bei 35° C I bei ioo° C
    96 io 11 89 84,6 34,6 4,95 96,3
    Zoo 7 17,5 82,5 78,5 46,33 5,9 103
    117 7. 27 73 69,5 87,05 8,66 98
    150 7 47 53 5015 4.4
    16o 7 52 48 45,6 132

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von rohen Schieferölen oder von Fraktionen dieser Öle, dadurch gekennzeichnet, daß diese Öle in Gegenwart eines Katalysators nach Friedel-Crafts polymerisiert und bzw. oder aryliert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Dihalogenalkyl zusetzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Schieferöl natürliche oder synthetische Aromate zusetzt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Arylierungsprodukte mit einem Dihalogenalkyl zur Umsetzung bringt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Behandlung Halogene oder Halogenwasserstoffe an die ungesättigten Bindungen anlagert oder die gesättigten Kohlenstoffatome des Schieferöls durch Halogene substituiert und daß man den Katalysator nach Friedel-Crafts gegebenenfalls durch alkalisch wirkende Verbindungen oder Alkalialkoholate ersetzt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Behandlung halogenierte Fettsäuren, -ester oder -alkohole zusetzt.
DEC3180D 1941-07-03 1942-06-30 Verfahren zur Behandlung von rohen Schieferoelen oder von Fraktionen dieser OEle Expired DE893646C (de)

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