DE873807C - Schuh - Google Patents

Schuh

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Publication number
DE873807C
DE873807C DEH4953A DEH0004953A DE873807C DE 873807 C DE873807 C DE 873807C DE H4953 A DEH4953 A DE H4953A DE H0004953 A DEH0004953 A DE H0004953A DE 873807 C DE873807 C DE 873807C
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DE
Germany
Prior art keywords
solution
resin
leather
shoe
dissolving agent
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Expired
Application number
DEH4953A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Stein
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HELMITIN WERK
PAUL HEINICKE K G CHEM FABRIK
Original Assignee
HELMITIN WERK
PAUL HEINICKE K G CHEM FABRIK
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Filing date
Publication date
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Publication of DE873807C publication Critical patent/DE873807C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B23/00Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
    • A43B23/08Heel stiffeners; Toe stiffeners
    • A43B23/081Toe stiffeners
    • A43B23/086Toe stiffeners made of impregnated fabrics, plastics or the like

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Schuh Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Schuhen, bei denen einzelne Teile, z. B. die Spitze, durch auf die innere Seite (A-Seite) aufgebrachte, in das Leder eindringende Mittel versteift sind.
  • Es ist bekannt, einzelne Teile an einem Schuh dadurch zu versteifen"daß man,das Oberleder und eine Unterlage, z. B. ein Stück Leder von passender Form oder -das Futter jeweils an den einander zugekehrten Seiten mit einer Celluloi.d oder einen celluloi-dähnlichen Stoff wie etwa Parkesin enthaltenden Lösung bestreicht und dann aufeinanderpreßt; die Teile kleben dann zusammen und bilden eine Versteifung für den Schuh.
  • Ferner war bekannt, das Oberleder innen an den zu versteifenden Stellen mit einer wenig zähen N itrocelluloselösung zu bestreichen; die aufgebrachte Schicht mußte darauf einige Zeit mit einer Schutzschicht aus einem in Nitrocelluloselösung unlöslichen Stoff, z. B. aus präpariertem Wachspapier, abgedeckt werden. Nach Erhärten der Versteifungsschicht konnte die Schutzschicht wieder abgezogen werden.
  • Schließlich war bekannt, zum Einstreichen eine Lösung von Vinylacetat zu verwenden. Hierbei konnte auf eine Schutzschicht verzichtet werden. Endlich wurde bei einem noch anderen bekannten Verfahren zum Versteifen eine Lösung aufgebracht, die aus einer celluloid'haltigen Acetonlösung und einer kumaron- und holzharzhaltigen Benzollösung bestand.
  • Alle bekannten Einstreichmittel vergleichbarer Art hatten den Nachteil, daß sie zu wenig tief in das Leder eindrangen, und dieses infolgedessen nicht genügend und auch nicht genügend. gleichmäßig versteift wurde. Bei Verwendung von celluloidartige Stoffe enthaltender Lösung konnte die Schicht leicht brechen und abblättern. Wenn Benzol in dem Versteifungsmittel enthalten war, erhielt das Oberleder häufig Flecke. Zähe und dickflüssige Harzlösungen konnten, obwohl gerade: diese eine gute Versteifungswirkung aufwiesen, nicht verwendet werden, weil: sie nicht genügend tief in das Leder eindrangen.
  • Die Erfindung besteht demgegenüber in einem Verfahren, wonach zunächst mit einem harzlösenden Mittel vorgestrichen und :danach eine Natur oder Kunstharzlösung ein- oder mehrmals aufgestrichen wird. Durch das Vorstreichen mittels der harzlösenden Mittel wird es möglich, .daß die anschließend aufgebrachte Harzlösung genügend tief eindringt. Beim Gebrauch des Schuhes .kann sich das Versteifungsmittel dann nicht mehr. so leicht) vom Leder lösen. Eine Schutzsehiclit wird entbehrlich, ohne daß sicdh die Versteifungsschicht beim weiteren Verarbeiten des Schuhes verschieben könnte.
  • Die Anwendung des erfindungsgemäßen ' Verfahrens ist nicht auf den Teil der Schuhspitze Beschränkt, der sonst die Kappe enthält, sondern auch für andere Schuhteile geeignet, z. B. für-die an .den Kappenteil anschließenden Seitenteile .des Schubvorderteiles, die bei manchen Schuharten sonstebenfalls versteifende, besondere Teile bildende Einlagen erhalten. ' Als harzlösendes Mittel zum Vorstreichen wird zweckmäßig ein Lösungsmittel aus der Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe verwendet, oder aber Ketone oder ein ketonartiges Mittel, als Harzlösung. dagegen eine Lösung von Natur- oder Kunstharz in aromatischen oder aliphatischen Kohlenwasserstoffeh oder in einer Mischung von beiden.
  • Bei einem Beispiel wird als Harz Schellack verwendet und dieser wird in Methanol gelöst. Die ge-, eigneten Mengenverhältnisse schwanken in weiten Grenzen in Abhängigkeit von der Art des Leders. In vielen Fällen bewährt sich eine Lösung von etwa 30 °/o Schellack in. etwa 70 °/a Methanol. -Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird eine Lösung eines Polymerisats der Acrylsäure oder Methacrylsäure verwendet.
  • Das Vorstreichen, das gegebenenfalls entbehrlich ist, und das Einstreichen der harzhaltigen Lösung erfolgt z. B. von Hand, zweckmäßig mittels Pinsels. Je nach der Steifigkeit, die erzielt werden soll, und je nach dem Harztanteil der Lösung kann das Einstreichen beliebig oft wiederholt werden.
  • Im Bedarfsfall lassen sich auch andere Abschnitte des Schuhes in der angegebenen Weise versteifen. Bei Schuhwerkstoffen, die kein Leder sind, läßt sich das neue Verfahren insoweit anwenden, als diese Stoffe die versteifenden Lösungen aufnehmen, also entweder porös sind oder die Lösung bis zu einer gewissen Tiefe binden oder das Eindiffundieren von Lösungsbestandteilen gestatten.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Schuhen, bei: denen einzelne Teile, z. B. die Spitze, durch auf der inneren Seite (A-Seite) aufgebrachte, in das Leder eindringende Mittel versteift sind, dadurch*gekennzeichnet, daß zunächst mit einem harzlösenden Mittel vorgestrichen und danach in an sich bekannter Weise eine Natur- oder Kunstharzlösung ein- oder mehrmals aufgestrichen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als harzlösendes Mittel zum Vorstreichen ein Lösungsmittel aus der Gruppe der--chlorierten Kohlenwasserstoffe verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß als harzlösendes Mittel zum Vorstreichen Keto-ne oder ein ketonartiges Mittel verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Harzlösung eine Lösung von Natur- oder Kunstharz in aromatischen oder äliphatischen oder in einer Mischung von aromatischen oder aliphatisehen Kohlenwasserstoffei verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Harzlösung eine Lösung von Schellack in Methanol, z. B. von etwa 300/0 Schellack in etwa 700/e Methanol, verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Harzlösung eine Lösung eines Polymerisats der Acrylsäure oder Methacrylsäure verwendet wird. Angezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 16 133; USA.-Patentschrift Nr. 978 324; britische Patentschriften Nr. 368756, 46o97/71
DEH4953A 1950-08-17 1950-08-17 Schuh Expired DE873807C (de)

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DE873807C true DE873807C (de) 1953-04-16

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ID=7144207

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT16133B (de) * 1903-06-12 1904-05-10 Niederrheinische Schuhfabrik J Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk.
US978324A (en) * 1903-02-03 1910-12-13 Josef Micheel Manufacture of boots and shoes.
GB368756A (en) * 1930-12-08 1932-03-08 British United Shoe Machinery Improvements in or relating to the stiffening of boot or shoe uppers
GB460977A (en) * 1935-08-09 1937-02-08 Callenders Cable & Const Co Improved means for use in the measurement of low pressures

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