DE720574C - Verfahren zur Verfestigung des Flors bei leichten Baumwollsamtgeweben - Google Patents

Verfahren zur Verfestigung des Flors bei leichten Baumwollsamtgeweben

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DE720574C
DE720574C DED70298D DED0070298D DE720574C DE 720574 C DE720574 C DE 720574C DE D70298 D DED70298 D DE D70298D DE D0070298 D DED0070298 D DE D0070298D DE 720574 C DE720574 C DE 720574C
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DE
Germany
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pile
consolidating
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light cotton
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Expired
Application number
DED70298D
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Inventor
Hermann Hohmann
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M Van Delden & Co
Original Assignee
M Van Delden & Co
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/03Polysaccharides or derivatives thereof
    • D06M15/05Cellulose or derivatives thereof
    • D06M15/09Cellulose ethers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verfestigung des Flors bei leichten Baumwollsamtgeweben Die Herstellung von leichten, tragfähigen Baumwolls:amtgeweben, z. B. Waschcord, ist, wie bekannt, mit zufriedenstellendem Erfolg noch nicht gelungen. Der Grund dafür liegt darin, daß bei. einem leicht eingestellten Grundgewebe die Florschenkel nicht genügend von den Grundfäden gehalten werden und sich bereits durch leichtes Scheuern beim Tragen oder besonders beim Waschen lösen.
  • Um diesem übelstand zu begegnen, ist versucht worden, derartige Gewebe mit seiner rückseitigen Appretur zu versehen, die meist aus Tragart -oder Leim besteht. Diese Behandlung verursacht nun aber, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll, einen harten, unangenehmen Griff. Versucht man den harten Griff durch Mitverwendung- von Weichmachungsmitteln, wie Ölen, Seifen o. dgl., zu mildern, so läßt in dem gleichen Maße, wie der Griff sich bessert, das Haltevermögen für den Flor nach. Auch mit Gummimilch ist eine Festigung ohne praktischen Erfolg versucht worden. Man hat auch schon die Verwendung von Visoose für den in Rede stehenden Zweck vorgeschlagen. Die Viscose ist jedoch ungeeignet, da wegen ihrer Unbeständigkeit Schwierigkeiten bei der Verwendungauftreten. Außerdem ist der notwendige Regenierüngsprnzeß nicht einfach. Es ist nun befunden worden, daß man die Verfestigung des Flors bei Samtgeweben mit hervorragendem Erfolg dadurch erzielen kann, daß man den Flor mittels eines alkalilöslichen Cellulostäthers fest mit dem Grundgewebe verklebt. Unter einem alkalilöslichen Gelluloseäther ist ein solcher Cellulos,eäther zu verstehen, der sich nur in Gegenwart von Alkali als Alkaliverbindung in Wasser löst und dementsprechend aus seiner wäßrigen Lösung durch Säurezusatz als wasserunlöslicher Niederschlag wieder ausgefällt wird. Erfindungsgemäß verfährt man nun so, daß man die Rücken der Samtgewebe mit wäßrigen Lösungen von Alkaliverbindungen alkalischer Celluloseäther bestreicht und die Stoffe dann mit' einer Säurelösung nachbehandelt. Es können z. B. Lösungen von alkalllöslichen Alkyloellulosen in verdünnter Alkalilauge Verwendung finden. Man kann aber auch beispielsweise Oxalkylcellulosen, Alkyl@axalkyloellulosen o. dgl. verwenden.
  • Durch diese Blehandlungsweise wird eine feste Verbindung des Flors mit dem Grundgewebeerzielt, die erheblich besser ist als die, die die bekannten Stoffe, wie z. B. Tragart ,oder Leim, bewirken. Ferner besitzt die nach diesem neuen Verfahren behandelte Ware einen vollkommen weichen Griff, der sich vorteilhaft von dem nach den bekannten Vorfahren verfestigter Gewebe unterscheidet.- Ein weiterer Vorteil ist die schon oben erwähnte Waschfestigkeit des verfestigten Gewebes, die mit den bisherigen Mitteln überhaupt nicht oder nur in technisch nicht brauchbarer Weise zu erzielen war. Ferner ist es ein bes,ondereT Vorteil, daß: die zur Verfestigung benutzten Celluloseäther sich in ihrem Anfärbevermögen genau so verhalten wie das Grundgewebe und der Flor, so daß also die bisher auftretenden Schwierigkeiten bei dem Färben derartiger Ware vollkommen wegfallen.
  • Beispiel Man stellt eine Lösung her, die auf ioo 1 Wasser 8,85 kg Äthyloelluloseäther, alkalilöslich, und 7,53kg Ätznatron enthält. Diese Masse wird in den Rücken eines leichten Baumwollsamtgewebes hineingerakelt,und dann der Gelluloseäther durch ein nachfolgendes Fallbad, das. auf ioo 1 Wasser 5 1 Schwefelsäure von 6o' B6 und 5 kg Natriumsulfat enthält, .ausgefällt. Durch gründliches Spülen und Durchziehen durch ein Soda- und Seifenbad wird die Ware vollkommen neutral, und es. ist eine waschfeste Verbindung des Flors mit dem Grundgewebe erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verfestigung des Flors bei leichten Baumwollsamtgeweben, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücken dieser Samtgeiv:eb.e mit wäßrigen Lösungen von Alkaliverbindungen alkalilöslicher Celluloseäther bestrichen und danach abgesäuert werden.
DED70298D 1935-05-11 1935-05-11 Verfahren zur Verfestigung des Flors bei leichten Baumwollsamtgeweben Expired DE720574C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963599C (de) * 1954-10-26 1957-05-09 Karl Foerster Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines mit Widerhaken versehenen Haftgewebes

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