DE8736C - Elektromagnetische Apparate zum Geben von Signalen und zur Kontrole von Weichenstellungen - Google Patents
Elektromagnetische Apparate zum Geben von Signalen und zur Kontrole von WeichenstellungenInfo
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- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L23/00—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
- B61L23/08—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
- B61L23/12—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only partly operated by train
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Description
1879,
Klasse 20.
JOSEPH STOKES WILLIAMS in RIVERTON (V. S. Α.). Elektromagnetische Apparate zum Geben von Signalen und zur Controle der Weichenstellungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1879 ab.
Die Anwendung vorliegender Apparate hat folgende Zwecke:
1. Um für Weichen, welche in mechanischer Verbindung mit dem Centralapparat stehen, die
Verstellung- der Signale und Weichen in die nöthige Abhängigkeit zu setzen.
2. Um die Verstellung entfernter Weichen, welche nicht mit dem Centralapparat in mechanischer
Verbindung stehen, zu controliren.
3. Um zu constatiren, ob Weichen oder bewegliche Kreuzungsstücke richtig und vollständig
durch die mechanische Vorrichtung verstellt worden sind.
4. Um Weichen und bewegliche Kreuzungsstücke zu arretiren, und wenn sie bewegt werden
sollen, die Arretirung von dem Centralapparat aus wieder aufzuheben.
Zur Erläuterung von 1. dienen die Fig. 1
bis 10.
Die in Fig. 1, 1 a und 2 dargestellten Hebel 0 0
gehören zu einer gröfseren Reihe derselben in dem Central-, Weichen- und Signalstellungsapparat
und dienen dieselben zur Verstellung der Weichen verschiedener Ausweichgeleise. Bei
etwa vorhandenen beweglichen Kreuzungsstücken würden diese von den Hebeln gleichzeitig mit
den Weichen bewegt werden.
Es verschiebt jeder der Hebel ο ο eine ■Schiene q, und diese Schienen auf nicht gezeichnete
mechanische Weise je eine der Stangen r. Die Stangen q und r sind derartig mit
Vorsprüngen und Einschnitten versehen, dafs immer nur einer der Hebel bewegt und demgemäfs
auch nur das eine oder das andere der beiden Ausweichgeleise mit den Hauptgeleisen in Verbindung
gesetzt werden kann.
Zu jedem Ausweichgeleise mögen drei Signalvorrichtungen gehören, eine neben jeder Weiche
und aufserdem eine am Anfang der Station, oder aufserhalb derselben. Jedes dieser Signale
wird durch einen Elektromagneten bewegt, dessen Stromkreis durch den zugehörigen Hebel
k hergestellt oder unterbrochen werden kann.
Mit jedem dieser Hebel ist eine Stange j verbunden, deren unteres Ende in einen an der
Seite oder der Oberkante einer der Stangen r befindlichen Einschnitt treten kann und dann
die Verschiebung dieser Stange hindert. Damit ist aber der betreffende Hebel ο arretirt
und kann mithin auch die zugehörige Weiche nicht bewegt werden.
Die Normalstellung der Signale, Fig. 3, sei, dem Blocksystem entsprechend, diejenige, welche
die Sperrung des Hauptgeleises ausdrückt, und diese Stellung entspricht dem unterbrochenen
Strom und der hohen Stellung des betreffenden Hebels k, wie in Fig. 1 in vollen Linien angegeben;
mithin ist dies auch die Normalstellung von k nebst /. Bei dieser sind aber die
unteren Enden von / aus den Einschnitten der Stangen r herausgezogen, und es kann der
Hebel ο sowohl in die Stellung von Fig. 1 wie in die von Fig. 1 a gebracht und die Weiche
geöffnet oder geschlossen werden.
Sobald aber die Hebel k heruntergedrückt werden, treten die Enden der Stangen j in die
Einschnitte von r und hemmen jede Bewegung der Hebel 0 und Verstellung der Weichen, und
andererseits veranlassen die Hebel, k den Stromschlufs in der Leitung zu den Elektromagneten
der Signalapparate, so dafs die Signale in die das Freisein des Hauptgeleises anzeigende Stellung
gebracht werden.
Um die Verstellbarkeit der verschiedenen Signale von einander abhängig zu machen, bewegen
die Stangen j auf nicht gezeichnete mechanische Weise je eine der Stangen x,
welche alsdann wieder durch Ansätze oder Zapfen die Verstellung anderer der Stangen j
hindern, in ähnlicher Weise, wie dies bei den Stangen q und r der Fall ist.
Die Art und Weise, wie Erfinder die Elektromagneten auf die Signalvorrichtungen wirken
lassen will, ist in den Fig. 3 bis 8 dargestellt. In Fig. 3 zieht der Elektromagnet b, wenn ein
Strom denselben umkreist, den Hebel a an, und dieser dreht alsdann den Arm a' oder die
Gläser a2 derart, dafs die Befahrbarkeit der Bahn ausgedrückt wird.
Nach Fig. 4 zieht der Elektromagnet b einen Hebel an, der mittelst eines Zahnbogens und
Getriebe den Signalarm stellt.
Nach Fig. 5 steht die Axe des Signalarms senkrecht; die Anordnung des Magneten ist aus
Fig. 6 ersichtlich. Ein Gewicht treibt die Signalarme in ihre Normalstellung.
Fig. 7 zeigt eine Einrichtung zum Entzünden eines Argand-Gasbrenners für eine Signallaterne.
In dem Zuleitungsrohr zu dem Brenner befindet sich ein Hahn f, welcher sich öffnet, wenn der
Magnet b den Hebel α anzieht, wogegen das Gewicht an α denselben schliefst; i ist ein
enges Gasrohr, welches sich unterhalb des Hahnes f von dem Hauptrohr abzweigt und
dazu dient, eine kleine Flamme zu speisen, an der sich die gröfsere entzünden kann.
Durch die Vorrichtung Fig. 8 will Erfinder mittelst der Entzündung eines Gemisches von
Leuchtgas und Luft etc. ein Signal oder auch Weichen, Kreuzungsstücke und andere bewegliche
Theile bei Eisenbahnen verstellen. Der Apparat besteht aus einem Cylinder g, welcher
durch Ventil / mit Gas und Luft gefüllt wird. Die am Kolben gl angeschlossene Stange c
steht mit dem Signalarm in Verbindung und ist mit den Ansätzen c1 und <r2 versehen. Der
Ansatz c' wirkt mittelst des Winkelhebels d etc.
derart auf das Ventil /, dafs nur bei der mittleren Stellung des Kolbens g' Gas in den Cylinder
treten kann. Der andere Ansatz c2 dient dazu, im Verein mit dem als Sperrklinke wirkenden
Winkelhebel e die Kolbenstange in ihrer oberen Lage so lange festzuhalten, bis der
Strom durch b den Hebel anzieht und damit die Kolbenstange auslöst, so dafs diese durch ihr
Eigengewicht heruntergeht und den Signalarm in seine Normalstellung bringt. Das Gas im
Cylinder wird auf bekannte Weise entzündet, wenn das Signal auf »Bahn frei« umgestellt
werden soll; der Kolben gl fliegt nach oben
und das Signal fällt nach unten; die Klinke e hält die Stange c so lange oben, bis sie mittelst
eines dem Magneten b zugesendeten Stroms zurückgezogen wird. Die Detailanordnung
dieses Apparates kann in verschiedener Weise geändert werden.
Die Fig. 9 und 10 stellen die Einrichtung eines Contactschlüssels für den Signalapparat,
Fig. 8, dar. Der Hebel k der Fig. 1 und 2 hat eine Verlängerung k', deren Ebene gegen
die Bewegungsebene des Hebels schräg gestellt ist (s. Fig. 10). Aufserdem ist diese Verlängerung
so dünn, dafs sie federt. An der Rückseite des Kastens, in welchem k montirt ist,
befindet sich die Platte /, welche in der Bahn von ki liegt und diesem Stück parallel ist.
In / sind beiderseits zwei Metallstifte eingesetzt, aber von einander isolirt. Die Stifte 1, 1 der
einen Seite stehen mit der Leitung zum Cylinder d, die der anderen Seite 2, 2 mit derjenigen
zum Elektromagneten b in Verbindung. Wird nun Hebel k aus seiner Normalstellung, Fig. 9,
nach der Pfeilrichtung bewegt, so entsteht Contactschlufs zwischen den Stiften 1, 1 und dem
Hebelarm k' und es geht ein Strom zum Cylinder
g. Drückt man dagegen den Griff des Hebels aus seiner untersten Stellung nach oben,
so geht /i1 an der anderen Seite von / vorbei,
es wird der Contact mit den Stiften 2, 2 hergestellt und der Strom geht zum Elektromagneten
b. Die Drahtleitungen sind durch punktirte Linien angegeben.
Zu 2. Die Verstellung entfernter Weichen, welche nicht mit dem Central-Weichenstell
- Apparat in Verbindung stehen, zu controliren.
In den combinirten Fig. 11 und 12 sei ο *
der zur Verstellung der entfernten Weiche dienende Hebel, während ο einen der Hebel des
Centralapparates bezeichnet. Beide Hebel bewirken bei ihrer Verstellung eine Verschiebung
der Schiene q bezw. q\ Bei der Stellung des Hebels 0' ist die zugehörige Weiche geschlossen,
und kann der Hebel nicht bewegt werden, weil die Falle «' in einem Einschnitt von ql liegt.
Will nun ein Zugführer die zu Hebel 0' gehörige
Weiche benutzen, so dreht er mit einem Schlüssel den Umschalter s in die Stellung 1,1.
Dadurch wird die Localbatterie t1 in die Leitung
eingeschaltet, und es geht nun ein Strom nach dem Glockenapparat υ auf der Centralstation.
Nach diesem Signal bringt er den Umschalter in die Lage 2, 2. Der Wärter auf der Centralstation, Fig. 12, dagegen drückt den
Griff des Hebels f1 in die Höhe und bringt
damit den Umschalter s in die Lage 4, 4; gleichzeitig aber schiebt er die mit /] verbundene
Stange p herunter, so dafs deren Ende in den Einschnitt der Stange q tritt. Um dies
und überhaupt die Stellung 4, 4 des Umschalters möglich zu machen, mufs die Lage des Einschnittes
in q mit / correspondiren, und mufs zu dem Ende Hebel 0 in seine Normalstellung
gebracht \vorden sein, bei welcher die zugehörige Weiche geschlossen ist. So wie aber
hier der Schlufs einer einzelnen Weiche Bedingung ist für die Möglichkeit der Stromgebung
durch den Umschalter s, kann auch die Einrichtung getroffen werden, dafs mehrere Weichen
geschlossen werden müssen, ehe ί umzustellen ist. Es braucht zu dem Zweck / nur
in Beziehung gesetzt zu werden zu einer oder mehreren der Stangen r, Fig. 1 und 2.
Sowie man s in die Stellung 4, 4 und s1 in
diejenige 2, 2 gebracht worden ist, geht von der Batterie t, Fig. 12, aus ein Strom durch s
in Stellung 4, 4 nach dem Elektromagneten bl,
Fig. ΐτ, dann durch s1 in Stellung 2, 2, durch
die Drahtwindungen des Elektromagneten b und zurück nach t. Es wird folglich der Anker
von b1 angezogen nnd damit die Falle w1 gehoben,
so dafs nun q1 frei ist und Hebel 0'
bewegt werden kann. Gleichzeitig zieht aber auch der Elektromagnet b, Fig. 12, seinen Anker
η an und greift der Haken η' in den betreffenden
Einschnitt der Stange /. Es ist daher jetzt nicht möglich, den Hebel /' und ο
zu bewegen. Erst nachdem Hebel
Schiene q1, Fig. 11, wieder in ihre Normal-Stellung
gebracht und sl vertical gestellt und
der Strom unterbrochen worden ist, kann /' wieder bewegt werden, denn mit der Unterbrechung
des Stromes fällt der Anker η nieder und verläfst n* den Einschnitt von p. Nach
Claims (6)
1. In Verbindung mit einem Central-Weichenstellapparat
die Einrichtung, dafs die Signale, welche das Freisein bezw. das Besetztsein
der Bahn anzeigen, von dem besagten Apparat aus durch Herstellen und Unterbrechen
des Stromes in einer elektrischen Leitung gegeben werden können, und zwar derart, dafs sich die Verstellung der Weichen
und die der Signale gegenseitig controliren, im wesentlichen wie in Bezug auf Fig. ι bis 7 beschrieben.
2. Die Anwendung eines Mechanismus, welcher durch ein mittelst Elektricität entzündetes
explosives Gasgemenge in Thätigkeit gesetzt wird, um ein Signal, eine Weiche oder anderweitige
bewegliche Stücke zu verstellen, wie mit Bezug auf Fig. 8 beschrieben.
3. Die Controlining entfernter Weichen auf
elektrischem Wege von einem Central-Weichenstellapparat aus, im wesentlichen wie dies
mit Bezug auf Fig. 11 und 12 beschrieben.
4. Die Verbindung elektrischer Contactvorrichtungen mit Weichen oder beweglichen Kreuzungsstücken,
um auf einer Centralstation für die Weichenverstellung die richtige Einstellung dieser Theile durch ein Signal anzugeben,
wie in Bezug auf Fig. 13 und 14 beschrieben.
5. Das Verschliefsen von Weichen und beweglichen Kreuzungsstücken durch Anwendung
einer Sperrklinke, welche von einem Elektromagneten gehoben und dadurch ausgeschaltet
werden kann, wie beschrieben und in Fig. 15 dargestellt.
6. Die zur elektrischen Verstellung der Signale dienenden Hebel k, Fig. 1, 2,9 und 10,
vermittelst der Stangen j und χ und geeigneter schräger Flächen bezw. Schlitze,
Zapfen und Einschnitte derart in Abhängigkeit von einander zu bringen, dafs keine
sich widersprechenden Signale gegeben werden können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8736C true DE8736C (de) |
Family
ID=286181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8736D Active DE8736C (de) | Elektromagnetische Apparate zum Geben von Signalen und zur Kontrole von Weichenstellungen |
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- DE DENDAT8736D patent/DE8736C/de active Active
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