DE873698C - Verfahren zur Darstellung diuretisch wirksamer Quecksilberverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung diuretisch wirksamer Quecksilberverbindungen

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DE873698C
DE873698C DEF3853D DEF0003853D DE873698C DE 873698 C DE873698 C DE 873698C DE F3853 D DEF3853 D DE F3853D DE F0003853 D DEF0003853 D DE F0003853D DE 873698 C DE873698 C DE 873698C
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mercury
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mercury compounds
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DEF3853D
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English (en)
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Max Dr Bockmuehl
Heinrich Dr Leditschke
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung diuretisch wirksamer Quecksilberverbindungen Die heute im Arzneischatz befindlichen diuretisch wirksamen Quecksilberverbindungen betreffen fast ausnahmslos Verbindungen, welche durch Anlagerung von Quecksilbersalzen an Allylamide aliphatischer, aromatischer, hydroaromatischer oder heterocyclischer Säuren gewonnen werden und damit auf den ersten Repräsentanten dieser Reihe, das Anlagerungsprodukt von Quecksilberacetat an Salicylallylamido-essigsäure, das unter dem Namen Salyrgan (eingetragenes Warenzeichen der Patentinhaberin) bekannte Diuretikum, zurückgehen. Es wurde nun gefunden, daß man zu therapeutisch wertvollen, diuretisch wirksamen Quecksilberverbindungen gelangen kann, wenn man am Stickstoff durch eine Allylgruppe substituierte Harnstoffabkömmlinge von Kohlehydraten oder von aus Kohlehydraten durch Reduktion erhältlichen mehrwertigen Alkoholen merkuriert. Die Merkurierung kann nach den hierfür bekannten Methoden durchgeführt werden. Sie läßt sich beispielsweise durch die Einwirkung von Quecksilbersalzen erzielen oder auch durch die Anwendung solcher Verbindungen, die als Überträger bekannt sind, beispielsweise des Anlagerungsproduktes von Quecksilberacetat anZimtsäuremethylester. Als für das Verfahren geeignete Ausgangsstoffe kommen z. B. Harnstoffabkömmlinge der Kohlehydrate in Frage, welche man z. B. aus Anhydrozuckern nach Anlagerung von Aminen mit Allylisocyanat erhält. Mit gleichem Erfolg lassen sich auch Harnstoffverbindungen verwenden, welche sich von den Reduktionsprodukten der Kohlehydrate, den mehrwertigen Alkoholen, ableiten, wie sie beispielsweise aus Glucosaminen durch Umsetzung mit Allylisocyanat erhalten werden können. Das Verfahren läBt sich sowohl mit den freien als auch mit den veresterten oder verätherten Polyoxyalkylharnstoffen ausführen.
  • Wie vergleichende Versuche ergeben haben, zeigen die neuen Quecksilberverbindungen gegenüber den bekannten eine höhere Wirksamkeit, bezogen auf den Quecksilbergehalt. Beispielsweise zeigt die nach Beispiel 3 erhaltene Verbindung eine gegenüber den üblichen Quecksilberverbindungen des Handels dreifach bessere Wirksamkeit.
  • Die Vorzüge der neuen Substanzen bestehen also darin, daB man zur Erreichung gleicher diuretischer Effekte die Dosis der neuen Quecksilberverbindungen wesentlich kleiner wählen kann als bisher und dadurch dem Körper nicht unbeträchtlich geringere Mengen Quecksilber einzuverleiben braucht.
  • Beispiele i. Zu 7,5 Teilen N-Methyl-pentaoxy-hexyl-N'-allylharnstoff in 125 Teilen Wasser gibt man eine Lösung von 8 Teilen Quecksilberacetat in 125 Teilen Wasser. Nach mehrtägigem Stehen bei Zimmertemperatur wird das Wasser im Vakuum bei qo bis q.5° abgedampft. Der ölige Rückstand wird in ioo Teilen absolutem Alkohol gelöst und unter gutem Rühren in goo Teile Essigester getropft. Es fallen farblose Flocken aus, die abgesaugt und bei q.0° im Vakuum getrocknet werden. Das Produkt löst sich leicht in Wasser mit lackmussaurer Reaktion und gibt mit Schwefelammonium erst beim Kochen eine Abscheidung von Quecksilbersulfid. Sie entspricht der Verbindung Den N-Methyl-pentaöxy-hexyl-N'-allylharnstoff. erhält man durch Erhitzen von 83 Teilen 'Allylcyanat, 181 Teilen Methylglucosamin, hergestellt durch Hydrierung von Glucose in Gegenwart von Methylamin und einem Nickelkatalysator, iooo Teilen Benzol und 8oo Teilen absolutem Alkohol. Nach Verdampfen des Lösungsmittels wird der -Rückstand aus - Aceton Wasser umkristallisiert, wobei man den N-Methylpentaoxy-hexyl-N'-allylharnstoff -in farblosen Kristallen; die. ein Mol Wasser enthalten,-vom Schmelzpunkt ioi bis =o2° erhält.
  • 2. 15 Teile N-Methyl-pentaoxy-hexyl-N'-allylharnstoff (F. ioi bis io2°) und 22,5 Teile a-Acetmercuriß-methoxy-hydrozimtsäuremethylester (Ber. d. dtsch. chem. Ges. Bd. 43, S. 696) in iooo Teilen Methanol werden =o Stunden auf dem Wasserbad erhitzt und das Methanol -im Vakuum verdampft. Der ölige Rückstand wird in wenig Methanol gelöst und unter Rühren in Essigester getropft. Es fällt eine farblose, teigige Masse aus, die- mehrmals aus Methanolessigester umgefällt wird. Nach weiterem Verreiben mit Essigester wird die Masse fest; sie wird im Vakuum bei 8o° getrocknet. Die Verbindung ist leicht löslich in Wasser mit lackmussaurer Reaktion und besitzt folgende Konstitution Gibt mit Schwefelammoniumlösung erst nach etwa 2 Stunden Dunkelfärbung.
  • 3. Zu 3,2 Teilen N-Monoaceton-pentaoxy-hexylmethyl-N'-allylharnstoff in 5o Teilen Wasser wird die Lösung von 3 Teilen Quecksilberacetat in 5o Teilen Wasser zugefügt. Nach achttägigem Stehen bei Zimmertemperatur wird das Wasser im Vakuum verdampft. Der zurückbleibende Sirup wird in Alkohol gelöst und in Äther getropft. Das ausgeschiedene teilweise noch teigige Produkt wird noch zweimal in gleicher Weise behandelt. Man erhält ein farbloses Pulver, das sich in Wasser mit lackmussaurer Reaktion löst und mit Schwefelammonium erst nach längerem Stehen oder Kochen Dunkelfärbung ergibt. Die Verbindung hat die Konstitution Der N-Monoaceton-pentaoxy-hexyl-methyl-N'-allylharnstoff wurde auf folgende Art erhalten: 30 Teile 5, 6-Anhydro-monoaceton-glucose (Berichte 62, Seite a435) werden mit 5oo Teilen 33,50/"igem alkoholischem Methylamin 11f2 Tage stehengelassen bei Zimmertemperatur und das rohe Monoaceton-d-glucoxylmethylamin (Berichte 69, S. 1636) in 15o Teilen absolutem Benzol gelöst. Man gibt 15 Teile Allylcyanat zu und erhitzt eine Stunde auf dem Wasserbad. Dann wird das Benzol bei .45° im Vakuum abgedampft und der Rückstand aus Essigester umkristallisiert. Man erhält 31,5 Teile des N-Monoaceton-pentaoxy-hexylmethyl-l@"-allylharnstoff vom Schmelzpunkt 131 bis r32° in farblosen Kristallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung diuretisch wirksamer Ouecksilberverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daB am Stickstoff durch eine Allylgruppe substituierte Harnstoffabkömmlinge von Kohlehydraten oder von aus Kohlehydraten durch Reduktion erhältlichen mehrwertigen Alkoholen in bekannter Weise merkuriert werden, z. B. durch Einwirkung von Quecksilbersalzen oder. durch Anwendung von Verbindungen, die als Überträger wirken, wie das Anlagerungs produkt von Quecksilberacetat an Zimtsäuremethylester.
DEF3853D 1940-05-31 1940-05-31 Verfahren zur Darstellung diuretisch wirksamer Quecksilberverbindungen Expired DE873698C (de)

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