DE87186C - - Google Patents

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DE87186C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
    • B62C11/02Providing for disengaging thills

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbao.
Patentirt im Deutschen Reiche vom al. April 1895 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Besonderen auf Fuhrwerksbespannungen, bei welchen die Deichseln bezw. die Scheerbäume zugleich die bisher aus Leder, Ketten oder Seilen verfertigten Zugstränge ersetzen, und hat den Zweck, die Deichseln und Scheerbäume im Moment des Stürzens oder beim Legen der Zugthiere selbstthätig zu entkuppeln, so dafs ein Zerbrechen oder Verbiegen derselben, sowie ein Verletzen der Zugthiere nicht mehr eintreten kann.
Ein besonderer Vorzug dieser Entkuppelungs-Vorrichtung besteht darin, dafs dieselbe bei jedem vorhandenen Wagen ohne Vornahme nennenswerther Aenderungen in die Sprengwaage eingeführt, sowie vermöge ihrer eigenartigen Gestaltung derart in Verbindung mit einer Feder gebracht werden kann, dafs letztere während der Fahrt die Deichsel trägt und bei dem Stürzen des Thieres die Auslösung derselben in vollkommen sicherer Weise bewirkt.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in einer praktischen Ausführungsform mit einigen Abänderungen einzelner Theile desselben zur Veranschaulichung gebracht. Fig. 1 bis 4 zeigen die Entkuppelungs-Vorrichtung in verschiedenen Stellungen und Fig. 5 bis 8 die erwähnten Variationen.
Die Einrichtung und Wirkungsweise ist folgende: Die Zugstange α ist an ihrem hinteren, für die Einwirkung der erwähnten Feder zweckentsprechend ausgebildeten Ende mit einem bogenförmigen, rechtwinklig zu ihrer Längsachse angeordneten Einschnitt versehen, mittelst welchen sie bei ihrer Auf- und Abwärtsbewegung auf dem in der gabelförmigen Sprengwaage b befindlichen Bolzen bl gleitet, und umgreift mit einem Schlitze ax einen ebenfalls in der Sprengwaage befestigten Steg e. In Fig. ι ist die Lage der Zugstange α während der Fahrt dargestellt, wobei dieselbe eine genügende Beweglichkeit besitzt, ohne aus der Sprengwaage herausfallen zu können. Aufserdem wirkt auf die Zugstange in der Richtung des Pfeiles (Hg. 1) die an der Sprengwaage b mittelst des Bolzens c1 befestigte Feder c, welche sich in eine Nuth c° der Zugstange einlegt und letztere immer hochhält, d. h. also vollkommen frei trägt. Die genannte Stange fällt so durch ihr Eigengewicht dem Zugthiere nicht zur Last.
Wenn das Zugthier zu Fall kommt und die Zugstange oder der Scheerbaum die in Fig. 3 gezeichnete Lage einnimmt, so gelangt der Einschnitt aufser Eingriff mit dem Bolzen b1 und die Zugstange wird einestheils durch ihr Eigengewicht, vornehmlich aber durch die jetzt in anderer Pfeilrichtung (Fig. 3) wirkende Feder c von dem Steg e abgeschoben und trennt sich, wie aus Fig. 4 ersichtlich, vollständig von der Sprengwaage b, so dafs jede gefährliche Verbindung zwischen Fuhrwerk und Zugthier gelöst ist.
Bei hochgebauten Fuhrwerken kann, um ein frühzeitiges Entkuppeln vor dem vollständigen Niederstürzen des Pferdes zu verhindern,
die Rückwand des Schlitzes a0 mit einer Erhöhung α01 versehen sein, die den Scheerbaum erst beim Berühren des Bodens freigiebt, bei tiefgebauten Fuhrwerken wird dagegen die Rückwand zweckmäfsig abzuschrägen (a°2J sein, damit eine Freigabe des Scheerbaumes überhaupt erfolgen kann.
In Fig. 5 und 6 ist die Sprengwaage b in ihrer Gabelung beiderseits mit ebenfalls bogenförmigen Führungseinschnitten b2 versehen, in denen das Endstück a2 der Zugstange mittelst der Bolzen as gleitet. Das Endstück a2 um-· fafst ferner die hölzerne Zugstange d und ist mit derselben durch Bolzen verbunden.
In Fig. 7 und 8 ist der Schlitz a1 und der Steg e einmal durch eine kegelförmige Vertiefung a* an der Zugstange und einen entsprechend kegelförmigen Vorsprung e1 an der Sprengwaage ersetzt, das andere Mal durch . eine Nase α4 und eine derselben zur Führung dienende Durchbrechung e2. Diese das Princip der Einrichtung nicht, berührenden Aenderungen können bei Wahl des Materials für die Spreng
waage bezw. des Scheerbaumes von Bedeutung werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine selbstthätige Entkuppelungs-Vorrichtung an Zugstangen, Deichseln und Scheerbäumen für Fuhrwerksbespannungen aller Art, dadurch gekennzeichnet, dafs die Zugstange u. s. w. (a) einerseits mittelst eines an ihrem hinteren Ende angeordneten, oben offenen Schlitzes (a°) bis zu einer bestimmten tiefsten Lage den in der Sprengwaage (b) befindlichen Bolzen (bl) umgreift und andererseits mittelst einer Oeffnung (al a4) auf einem festen Stück (e e\ Fig. ι bis 7), der Sprengwaage bezw. mittelst einer Nase (α*) in einer Durchbrechung (e2, Fig. 8), derselben gleitet, während eine an der Sprengwaage angeordnete und auf den hinteren Wulst der Zugstange wirkende Feder (c) die letztere bei der Fahrt vollkommen frei trägt und beim Stürzen des Zugthieres zur raschen, sowie sicheren Auslösung beiträgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2950848A1 (fr) * 2009-10-05 2011-04-08 Jacques Clouteau Systeme de separation d'urgence pour un attelage animal, permettant de liberer instantanement la charrette en cas de danger

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2950848A1 (fr) * 2009-10-05 2011-04-08 Jacques Clouteau Systeme de separation d'urgence pour un attelage animal, permettant de liberer instantanement la charrette en cas de danger

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