DE86467C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68B—HARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
- B68B5/00—Details or accessories; Fastening devices for bridles, reins, harnesses, or the like
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Buckles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 56: Pferdegeschirr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. September 1895 ab.
Vorliegende Erfindung hat eine Verbindungseinrichtung für Pferdegeschirre und andere Zwecke
zum Gegenstande und soll dieselbe, inso weit sie bei Pferdegeschirren Verwendung findet, das schnelle
Freigeben eines gestürzten Pferdes und das ebenso schnelle Wiederanschirren des Pferdes
ermöglichen. Die Verbindungsstücke sollen für Geschirrtheile aller Art, z. B. für die Stränge
bei Ein- und Zweispännergeschirren, für Aufhalte, für Scheerbaumhalter oder Scheerenträger,
für Zügel und endlich für Ketten zur Verwendung kommen, insoweit letztere mit oder
ohne Ledergeschirr zusammen im Gebrauch sind.
Es kennzeichnet sich der vorliegende Erfindungsgegenstand durch die Anordnung einer
Oese an dem einen sowie einer Schnalle an dem anderen der zu verbindenden Theile; in
genannte Schnalle tritt die Oese hinein, wobei ein an der Schnalle sitzender drehbarer Daumen
und ein Hebel zur Drehung dieses Daumens vorgesehen ist, dergestalt, dafs je nach Erfordernifs
die Oese festgehalten wird und dadurch die Theile mit einander verbunden werden,
während andererseits die Oese freigegeben wird und dadurch die Theile von einander getrennt
werden.
Die der Beschreibung beigegebenen Figuren zeigen verschiedene Ausführungsarten' des Verbindungsstückes
nach vorliegender Erfindung, je nachdem dasselbe an verschiedenen Theilen eines Pferdegeschirres angebracht ■ ist.
Fig. ι bis 3 zeigen ein für einen Pferdegeschirrstrang
oder für eine Aufhalte geeignetes Verbindungsstück. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht
der Oese, Fig. 2 eine Seitenansicht der Schnalle mit dem Daumen und Fig. 3 einen
Längsschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1 und 2, nachdem Oese und Schnalle mit einander verbunden
sind.
. Fig. 4 bis 7 zeigen ein Verbindungsstück für .Zweispännergeschirr; Fig. 4 ist eine Seitenansicht
der Oese, Fig. 5 eine ebensolche der Schnalle mit dem Daumen, Fig. 6 eine Rückansicht des
Daumens mit seinem Hebel und Fig. 7 ein Schnitt nach Linie y-y in Fig/4 und 5.
Fig. 8 bis 11 veranschaulichen ein Verbindungsstück für einen bei Cabrioletgeschirren
üblichen Scheerbaumhalter, auch Scheerenträger genannt.
Fig. 8 stellt in Ansicht und theilweisem Schnitt und Fig. 9 in Stirnansicht das Verbindungsstück
an einem solchen Scheerbaumhalter dar; Fig. 10 zeigt die Oese für sich und Fig. 11
eine Ansicht des Daumens mit daran sitzendem Hebel.
Fig. 12 und 13 zeigen entsprechend in Draufsicht
μnd Seitenansicht (theilweise im Schnitt) ein für Kettengeschirr geeignetes Verbindungsstück.
A (Fig. i, 2 und 3) ist die den einen Theil
des Verbindungsstücks bildende Oese, deren Seitenwangen B an einem durch Quersteg C
an dem Ende des Lederriemens D zu befestigenden Theile sitzen.
E E1 E^ sind die drei Seiten der den anderen
Theil des Verbindungsstückes bildenden Schnalle; diese Schnalle hat noch einen Quersteg F zum
Anhängen des Lederriemens G. Der Daumen H bildet die vierte Seite. der Schnalle und kann
durch den Handhebel K auf dem Bolzen J im Kreise gedreht werden. Um die Oese mit
der Schnalle zu verbinden, wird die Oese A
zwischen den Daumen H und den gegenüberliegenden Steg E der Schnalle geschoben, wobei
sich die.Nase der Oese gegen die abgeflachte Unterseite des Steges E anlegt, wie aus Fig. 3
ersichtlich, und der Daumen mit seinem Hebel K die Stellung in Fig. 2 einnehmen wird. Der
Daumen wird dann mittelst seines Hebels K um den Bolzen J herumgeschlungen, in welcher
Stellung die Oese durch den Daumen festgehalten wird.
Um ein zufälliges Lockern des Daumens zu verhüten, ist der Steg E in der Schnalle L
gespalten, so dafs er etwas federt und eine schräge Fläche M des Daumens gegen die
schräge Fläche N am Rahmentheil E'2 andrückt. Beim Lösen des Verbindungsstückes wird der
Daumen durch den Hebel K in seine Ausgangsstellung zurückbewegt und kann dann die
Oese A aus der Schnalle ungehindert heraustreten ; zur Erleichterung dieses Heraustretens
ist am Daumen ein Ansatz oder Vorsprung P vorgesehen, welcher bei Drehung des Daumens
gegen die Seitenwange -B der Oese antrifft und letztere herausschiebt.
Das Verbindungsstück von der Anordnung nach Fig. 4 bis 7 ergiebt sich hinsichtlich Einrichtung
und Wirkungsweise aus der Beschrei-. bung der Fig. 1, 2 und 3 von selbst.
Bei der Riemenbefestigung nach Fig. 8 bis 11 bildet die Seitenwange E der Schnalle einen
Theil des Scheerbaumhalters und ist der' Schnallendorn Q. an der Wange befestigt ;Oese A
ist, wie aus Fig. 10 ersichtlich, in der Mitte
offen, um den Schnallendorn frei bewegen zu können. Bei diesem Verbindungsstück ist eine
Spaltung des Steges E nicht nöthig und fallen die Abschrägungen M und N (Fig. 1, 2 und 3)
weg, weil nach dem Hindurchstecken des Riemens R durch die Oese S (Fig. 8) die Gefahr
eines zufälligen Lockerns des Hebels oder Daumens nicht mehr vorhanden ist.
Das Verbindungsstück nach Fig. 12 und 13
ist ebenfalls ohne Weiteres verständlich. C1 ist ein in der Oese B vorgesehenes Auge zum
Einhängen der Kette D1, während die Kette G1
dem Querstege F der Schnalle E E1 E'2 angehängt
ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Verbinden von Pferdegeschirrtheilen u. dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs ein hakenförmig gebogenes Stück (B) mittelst einer Nase (A) unter einen Steg (E) eines Bügels fafst und in dieser Lage durch einen sich gegen die andere Seite der Nase (A) legenden drehbaren Daumen (H) gehalten wird, zu dem Zwecke, eine durch Umlegen des Daumens leicht zu öffnende Verbindung zu erhalten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86467C true DE86467C (de) |
Family
ID=358517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86467D Active DE86467C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86467C (de) |
-
0
- DE DENDAT86467D patent/DE86467C/de active Active
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