DE87174C - - Google Patents

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DE87174C
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rhodamines
pyrogallol
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phosphorus oxychloride
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes
    • C09B11/245Phthaleins having both OH and amino substituent(s) on aryl ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Zweiter Zusatz zum Patente Mt 71490 vom 11. März 1892.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1894 ab. Längste Dauer: 10. März 1907.
Wie in den Patentschriften Nr. 71490, Nr. 73573 und Nr. 75528 gezeigt ist, gehen die Rhodamine der Phtalsäure und Bernsteinsäure durch Behandeln mit einem Alkohol und einer Mineralsäure unter Bedingungen, welche die Ueberführung von Carbonsäuren in Ester bewirken, in neue, um eine Alkylgruppe reichere Farbstoffe über, welche als die Rhodaminester der angewendeten Alkohole aufzufassen sind.
Es hat sich nun gezeigt, dafs analoge esterartige Verbindungen, welche an Stelle des aliphatischen (Alkyl-) Restes einen aromatischen (Alphyl-) Rest enthalten, entstehen, wenn man statt der seither angewendeten eigentlichen Alkohole die ihnen bekanntlich in manchen Beziehungen entsprechenden Phenole in Anwendung bringt und die Esterbildung, statt durch Mineralsäuren, nach dem Vorgang von Nencki (Journ. f. prakt. Chem. [2], Bd. 25, S. 282) durch geeignete energischere Mittel, wie insbesondere Phosphoroxychlorid, bewirkt.
Für die oben gegebene Auffassung der neuen Verbindungen als Phenolester der Rhodamine spricht ihr den Alkylestern gleichartiges Verhalten, insbesondere ihre Verseifbarkeit.
Diese Erfindung bildet den Gegenstand des Patentes Nr. 84656 der Farbwerke Höchst. . Als Phenole sind dabei Phenol selbst und dessen o- und p-Nitroderivat, Kresole, Resorcin und die beiden Naphtole zur Verwendung gekommen. Es hat sich nun gezeigt, dafs auch Pyrogallol in analoger Weise mit den Rhodaminen in Reaction zu treten vermag. Dabei entstehen Farbstoffe, welche zufolge des in ihnen enthaltenen Pyrogallolrestes die wichtige Eigenschaft besitzen,1 Metallbeizen anzufärben, namentlich sind die Thonerde- und Zinnlacke dieser Farbstoffe bemerkenswert!!.
Von etwa noch vorhandenem Ausgangsmaterial können die neuen Rhodaminderivate leicht auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeit in Wasser getrennt werden.
Beispiel:
Ein Gemisch von 2 Theilen Diäthylrhodamin (salzsaures Salz oder wasserfreie Base) mit ι Theil Pyrogallol wird im Oelbade auf 110 bis 120° C. erhitzt. Dann wird 1 Theil Phosphoroxychlorid allmählich unter Rühren zugefügt. Hierbei tritt zunächst eine Verflüssigung der Anfangs zähen Schmelze ein, während reichlich Salzsäuregas entweicht. Je weiter aber die Reaction vorschreitet, um so zähflüssiger wird wieder die Schmelze. Man setzt das Erhitzen fort, bis Erstarrung eingetreten ist. Nach dem Erkalten wird die Schmelze gepulvert und das überschüssige Pyrogallol sowie die letzten Reste unveränderten Diäthylrhodamins mit Wasser bezw. stark verdünnter Salzsäure ausgezogen. Der Farbstoff wird, seiner geringen Löslichkeit in Wasser wegen, zweckmäfsig in Teigform gebracht. Er färbt beispielsweise mit Zinn oder Thonerde gebeizte
Baumwolle blaustichig roth, mit Chrom gebeizte Wolle etwas gelbstichiger.
Beim Ersatz des Diäthylrhodamins durch Tetraäthylrhodamin im vorstehenden Beispiel erhält man einen mit den genannten Beizen violettrothe Lacke gebenden Farbstoff.'

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung beizenfärbender Rhodaminfarbstoffe aus den Rhodaminen der Phtalsäure- und Bernsteinsäurereihe, darin bestehend, dafs man in dem Verfahren der Patente Nr. 71490 und Nr. 73573 die dort angewendeten Alkohole durch Pyrogallol ersetzt und das Gemisch desselben mit den Rhodaminen statt mit Mineralsäuren mit stärker wasserentziehenden Mitteln, insbesondere gemäfs dem Verfahren des Patents Nr. 84656 mit Phosphoroxychlorid, behandelt.
  2. 2. Die besonderen Ausführungsformen des durch Anspruch 1 geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs als Rhodamine Di- oder Tetraäthylrhodamin Verwendung finden.
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