DE86739C - - Google Patents

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DE86739C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J9/00Forging presses
    • B21J9/02Special design or construction
    • B21J9/06Swaging presses; Upsetting presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung hat eine Ausführungsform einer Maschine zum Pressen und Schmieden von Bolzen und Nieten in einer Hitze, und zwar durch ein zweimaliges, auf einander folgendes Stauchen des Rohmaterials, zum Gegenstand. Das Wesentliche besteht darin, dafs dem Arbeitsstück durch zwei parallele Wellen eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt wird, während eine dritte, sich doppelt so schnell drehende Welle den Nietstempel während eines Hin- und Herganges des Werkstückes zweimal gegen dasselbe preist.
Fig. ι stellt eine Aufsicht der Maschine dar; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B, Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie C-D, Fig. 4 , ein Längsschnitt nach Linie G-H in Fig. 1; Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht der Maschine; Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie E-F und Fig. 7 ein Schnitt nach Linie I-K in Fig. 1. Fig. 8 bis 10 veranschaulichen Einzelheiten.
Auf den beiden Seiten der Maschine liegen symmetrisch zu einander zwei horizontale Wellen 1 und 1', welche symmetrische Maschinentheile tragen. Von diesen Wellen wird die Welle 3 mittelst Winkelzahnräder 2 und 2' getrieben. Die Räder der Welle 3 stehen zu den Rädern der Wellen 1 und 1' in einem Verhältnifs von 1:2, so dafs sich die Welle 3 doppelt so schnell dreht wie die beiden Wellen 1; da nun die Welle 3 den Nietstempel bethätigt, während die Wellen 1,1' die Einführung des Rohmaterials, die Bewegung des Nageleisens und das Auswerfen des fertigen Bolzens bewirken, so folgt, dafs der Nietstempel zwei vollständige Bewegungen ausführt, während das Nageleisen und die anderen von
den Wellen 1 und 1' bethätigten Organe nur eine machen; hierdurch erreicht man, dafs jedes Stück, welches durch die Maschine- geht,. zwei auf einander folgende Stauchungen erfährt.
Von den Wellen 1 und 1' sind der Vortreiber 4, der Auswerfer 4' und das Nageleisen abhängig. Erstere beiden werden bethätigt durch die Gewichte 5 und 5', und zwar durch Vermittelung der Winkelhebel 6 und 6' und der Zugstangen 7 und 7'. An diesen Zugstangen sind die um die festen Punkte 9 und 9' drehbaren Hebel 8 und 8' befestigt, welche mit dem einen Ende mit dem Vortreiber 4 bezw. Auswerfer 4' drehbar verbunden sind, an dem anderen Ende Verstärkungen 11 und 11' besitzen, gegen welche die schräg ausgeschnittenen Muffen 10 und 10' der Wellen 1 und 1' wirken. Diese Wirkung kann aber erst eintreten, wenn die Hebel 8 und 8' von den Ansätzen α und a' der mit Gewichten c und c' (Fig. .6) belasteten Hebel b und b' freigegeben sind, was erfolgt, wenn die Ansätze 12 und 12' an den Muffen 10 und ι ο' gegen die Hebel b und b' schlagen. Dann werden ,die Hebel 8 und 8' von den Hebeln b und b' frei, gehen unter Einflufs der Gewichte 5 und 5' nach innen und bethätigen hierbei den Vortreiber 4 bezw. den Auswerfer 4'. Drehen sich die Wellen 1 und 1' weiter, so schlagen die Muffen ι ο und ι ο' mit ihren schrägen Ausschnitten gegen die Verstärkungen 11 und 11' an den Hebeln 8 und 8' und bringen letztere wieder in ihre Anfangsstellung (Fig. 1) und wieder in Eingriff mit den Ansätzen α und a! der Hebel b und b'.
Das Nageleisen besteht aus den zwei Stücken 13 und 13 ' (Fig. 1 und 4), zwischen welchen der Bolzen oder der Niet eingeklemmt wird, während er der Wirkung des Nietstempels ausgesetzt ist. Das Nageleisen erhält eine hin- und hergehende Bewegung, denn es mufs sich abwechselnd einmal vor den linksseitigen Nietstempel (Fig. 1), welcher das Vorgesenke, dann vor den rechtsseitigen Nietstempel legen, welcher das Fertiggesenke des Bolzenkopfes trägt. Diese Bewegung wird dem Nageleisen von zwei auf den Wellen 1 und 1' sitzenden Daumenscheiben 14 und 14' mittelst zweier Führungsrollen 15 und 15'. und zweier einstellbaren Keile 16 und 16' (Fig. 9) und der Stangen 17 und 17', zwischen denen das Nageleisen liegt (Fig. 4), mitgetheilt.
Die beiden Daumenscheiben 14 und 14' entsprechen nicht vollständig dem Gesetze, dafs die Summe der Radiivectoren im gegebenen Augenblicke stets gleich bleibe; denn es ist nothwendig, die Radien so zu wählen, dafs das Nageleisen unverrückbar festgehalten wird, wenn der Nietstempel den Bolzen trifft, dagegen losgelassen wird, wenn es sich weiter bewegen soll. Zu diesem Zwecke sind seitlich von den Stangen 17 und 17' (Fig. 4) Winkelhebel-19 und 19' angebracht, welche, durch Gewichte 18 und 18' bethätigt, die einzelnen Theile mit den Daumenscheiben 14 und 14' in Verbindung erhalten, wenn die Radien der letzteren abnehmen. Die Welle 3 bringt durch das Daumenrad 20 (Fig. 8), die Führungsrollen 21 und 21' und die einstellbaren Keile 22 und 22' (Fig. 10) die hin- und hergehende -Bewegung des Nietstempels 23 hervor. Das Daumenrad 20 treibt mittelst der eben erwähnten Zwischenglieder den Nietstempel in die Maschine hinein, während die in einer Aussparung des Daumenrades liegende Rolle 24 auf den Winkelhebel 25 (Fig. 3) einwirkt und mittelst desselben die Rückwärtsbewegung des Stempels veranlafst.
Die Maschine arbeitet in folgender Weise: Man bringt in den oben offenen Kanal 27 (Fig. 7) die Stange Rohmaterial hinein; läfst man nun die Maschine angehen, so wird der Vortreiber 4 mittelst des Hebels 8, Zugstange 7, Hebel 6 und Gewicht 5 angetrieben. Die Stange geht nun in die Führung 25' zwischen den Theilen 13 und 13' des Nageleisens. Letzteres bewegt sich nach links und bringt die Stange vor den linken Nietstempel (Fig. 1), so dafs das Vorgesenke des Stempels 23 den Bolzen trifft und staucht. Bei der weiteren Bewegung der Wellen 1 und 1' bezw. der Daumenwellen 14 und 14' wird das Nageleisen nach rechts gebracht (Fig. 1); hierauf trifft der Nietstempel mit dem Fertiggesenke auf den Bolzen und giebt ihm seine Endform. Das Nageleisen geht nun wieder nach links und der Nietstempel zurück. Sobald sich das Nageleisen gegenüber dem Auswerfer 4' befindet, geht dieser, welcher schon die ganze Länge des offenen Kanals 28 (Fig. 3) einnimmt, unter der Wirkung des ausgelösten Gewichtes 5' vor und wirft den fertigen Bolzen aus dem Nageleisen durch die Oeffnung 26 (Fig. 3) hinaus. Hiernach geht der Auswerfer 4' wieder zurück, und das Spiel beginnt von neuem. Die Vorwärtsbewegung des Rohbolzens wird in folgender Weise begrenzt: Das Gewicht 5' des Auswerfers 4' (Fig. 5) treibt mittelst der schiefen Ebene 30 den Schlitten 31 nach links entgegen der Wirkung der Feder 31'. Der Schlitten 31 hat einen Ansatz 33, welcher den Hebel 32 "trägt (Fig. 2); sobald sich der Schlitten 31 nach links bewegt, verliert der Hebel 32 seinen Stützpunkt und geht in die in Fig. 2 punktirt dargestellte Lage, wobei er die Stütze 34 des Hebels 29 mitnimmt. Infolge dessen sinkt der Hebel 29 in die in Fig. 2 punktirt dargestellte Lage und verhindert mit seinem vorderen Endey die weitere Vorwärtsbewegung des Rohbolzens.
Der Hebel 32 wird in seine Anfangsstellung durch die an dem Winkelhebel 25 befestigte und mit demselben sich drehende Druckrolle 35 zurückgeführt.
Der Vortreiber 4 wird nun, die Einführung eines zweiten Rohbolzens zu verhindern, wenn der Auswerfer 4' irgend ein Hindernifs findet, dadurch gehemmt, dafs sich der Hebel 36 mit einem Anschlag (Fig. 2) gegen den Hebel 8 legt. Der Hebel 36 ist mit dem Hebel 29 so verbunden, dafs er den Hebel 8 frei giebt, wenn sich der Hebel 29 gesenkt hat (Fig. 2 punktirt); dieser kann sich nicht eher senken, als bis der vorwärtsgehende Auswerfer 4' die Abwärtsbewegung der Stütze 34 veranlafst hat.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Maschine zur Herstellung von Bolzen und Nieten, dadurch gekennzeichnet, dafs der Antrieb der beweglichen Maschinenteile durch zwei parallele und eine zu diesen senkrechte, mit doppelter Geschwindigkeit sich drehende Wellen erfolgt, derart, dafs die eine der parallelen Wellen 1. den Vortreiber 4 für die Bolzen, die andere 1' den Auswerfer 4' unter Auslösung von Gewichten 5 und 5' bethätigt, beide zusammen dem Nageleisen 13 und 13' in der Querrichtung eine hin- und hergehende Bewegung ertheilen, während die zu diesen senkrechte Welle 3 den mit zwei (Vor- und Fertig-) Gesenken versehenen Nietstempel 23 bewegt und denselben zweimal während eines Hin- und Herganges des Werkstückes gegen dasselbe prefst.
  2. 2. Ausführungsform der unter 1. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs
    zum Vortreiben und Auswerfen der Bolzen die den Vortreiber 4 bezw. Auswerfer 4' bethätigenden, bei 9 bezw. 9' drehbaren Hebel 8 und 8' unter dem Einflüsse der Gewichte 5 bezw. 5' vorwärts gehen, wenn durch die Anschläge 12 bezw. 12' die Hebel b bezw. b' mit ihren Ansätzen a bezw. a' von den Hebeln 8 bezw. 8' frei geworden sind, während letztere1 vermöge der ihre Verstärkungen 11 bezw. 11/ mitnehmenden Muffen 10 bezw. 10' in ihre Anfangsstellung zurückgeführt werden.
    Ausführungsform der unter 1. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs oberhalb des Vortreiberkanales 27 ein schwingend gelagerter, mit einem Vorhalter f versehener Hebel 34 angeordnet ist, der in seiner untersten Lage die Vorwärtsbewegung der Rohstange begrenzt und erst nach erfolgter Auslösung des Auswerfers in besagte unterste Lage gelangen und den Vortreiber 4 wirken lassen kann, dessen Hebel 8 so lange von dein sich mit Hebel 34 bewegenden Hebel 36 festgehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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