DE86702C - - Google Patents

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DE86702C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R13/00Arrangements for displaying electric variables or waveforms

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
MAX ARNDT in AACHEN.
Meßinstrumenten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1895 at>·
Diese Vorrichtung hat den Zweck, die Schwingungen oder die Angaben des an einer Scala schwingenden Zeigers beliebiger Wägeoder Mefsinstrumente, z. B. einer Gaswage oder eines Zugmessers oder eines Pyrometers u. s. w. in jeder Entfernung von dem wägenden oder messenden Instrument zu registriren.
An einem beliebigen, den Schwingungen folgenden Theil eines solchen Instrumentes ist ein Gehänge G, Fig. 1, angeordnet, welches einen beliebig gestalteten Schwingkörper B mit Anker A trägt. Derselbe kann sich aufserhalb der Zeit des Registrirens vor einem am Gestell D befindlichen Elektromagneten M frei auf- und abbewegen. Unterhalb des Magneten M ist ein elektrischer Leiter C angebracht, während oberhalb desselben an einer Isolirung I eine Anzahl unter sich isolirter Leiter L angeordnet sind, welche auch, wie Fig. 6 zeigt, lamellenartig gestaltet sein können. Die Anzahl der Leiter L ist gleich der an der Scala des Wägeoder Mefsinstrumentes verzeichneten Anzahl Schwingungslagen oder Zeigerstellungen, und die Entfernungen der einzelnen Leiter L von einander sind der Scalatheilung des messenden oder wägenden Instrumentes proportional.
Von den Leitern L zweigt je ein Leitungsdraht / ab nach je einem Elektromagneten m der zugehörigen Registrirvorrichtung, Fig. 2. Dieselbe kann sich in jeder beliebigen Entfernung von der durch Fig. 1 dargestellten Vorrichtung befinden und besteht aus einer der. Anzahl der Leiter L, Fig. 1, gleichen Anzahl Elektromagneten Vt1 m.2 m3..., einer gleichen Anzahl Anker α, β, a,
einer gleichen Anzahl zugehöriger Registrirhebel H1 Zz2 Zz3 . . . und aus einer durch ein Uhrwerk T betriebenen Registrirtrommel, auf deren Mantel t sich das Bulletin befindet oder ein Papierstreifen sich abwickelt, sowie aus einer am feststehenden Uhrwerk T angeordneten beliebigen elektrischen Contactvorrichtung, die z. B. aus der den Triebwerksboden u durchdringenden Welle J2>, dem darauf sitzenden nichtleitenden Hartgummicylinder v, darin befindlicher Contactschiene d und den beiden auf der Isolirung i angebrachten Contactfedern C1 und C2, Fig. 2 und 4, bestehen kann. An letzteren befinden sich die Leitungen 2 und 4.
Die Registrirhebel h, Fig. 2, können in beliebiger Weise, z. B. um einen gemeinsamen Bolzen e drehbar gelagert sein. Jeder derselben trägt einen Anker α und einen Schreiboder Druckstift S. Um ein seitliches Ausbiegen der Hebel zu verhindern, können deren Schreibstifte in einer Schiene f geführt werden.
Jeder Anker α befindet sich in geringer Entfernung von dem zugehörenden Elektromagneten m. Jeder dieser in beliebiger Weise unter einander angeordneten Magnete Ot1 Ot2 ms... ist für sich in beliebiger Weise durch eine Leitung 17 und 18 mit der Hauptbatterie und diese schliefslich mit dem Leiter C, Fig. 1, durch Leitung 10 und 11 verbunden. Der Elektromagnet M, Fig. 1, erhält Strom durch eine zweite Batterie und die Leitungen 1 bis 7 und 8 und 9.
In der Zeichnung ist der Uebersichtlichkeit wegen nur eine Leitung I von der Vorrichtung Fig. ι nach derjenigen Fig. 2 gezeichnet.
Fig. 5 zeigt die Registrirvorrichtung, Fig. 2, von oben gesehen.
In Fig. 3 ist beispielsweise die Anordnung der Vorrichtung, Fig. 1, an einem beliebigen Instrument, z. B. an einer Gaswage, dargestellt, die, auf einem Sä'ulchen U ruhend, durch den Wagebalken, den in Luft schwimmenden Wä'gekörper W1 und den von dem in Pfeilrichtung 1 bis 2 von den zu wägenden Gasen umspülten Wägekörper W0 gebildet wird. Werden die Gase schwerer, so erhält der Körper "VF2 gröfseren Auftrieb und der Zeiger V einen Ausschlag von links nach rechts. Bei leichteren Gasen findet das Gegentheil statt und der am Gehänge G befindliche Schwingkörper B folgt den Schwingungen der Wage.
Die Leitungen / können sich in einer Isolirplatte i sammeln, die an der Wand des Gehäuses k befestigt ist. In Fig. 7 ist diese Einrichtung besonders dargestellt; die Leitungsdrähte Γ münden in die Leiter r und s ein bezw. aus und zweigen von den Leitern ί nach den Magneten JiZ1 m.2 m% . . ., Fig. 2, ab. Die zwischen den Vorrichtungen Fig. 1 und 2 liegenden Leitungsdrähte können zu einem oder mehreren Kabeln vereinigt sein, auch können in diejenigen Leitungen, die der Registrirung besonders wichtiger Zeigerstellungen oder Schwingungslagen dienen, elektrische Signalvorrichtungen eingeschaltet werden. Trifft nun die Schiene d des rotirenden Hartgummicylinders v, Fig. 2, die beiden Contactfedern C1 und C2, so erhält der Magnet M Strom, zieht mittelst des Ankers A den Schwingkörper B an und dieser stellt sodann mittelst .seiner Theile α und b Stromschlufs her zwischen dem Leiter C und einem der Leiter L, Fig. 1, bezw. in der Leitung 10 bis 18. Hierbei erhält auch einer der Elektromagneten m, Fig. 2, Strom, zieht den zugehörigen Anker A an, dieser setzt den zugehörigen Hebel h in Bewegung, so dafs der Schreibstift S des letzteren die Höhenlage des Theiles α des Schwingkörpers B, also die Schwingungslage oder die Zeigerstellung des Wäge- oder Mefsinstrumentes auf dem Bulletin oder Papierstreifen der Vorrichtung Fig. 2 registrirt.
Verläfst die Schiene d die Contactfedern C1 und C2, wird also der elektrische Strom wieder geöffnet, so tritt auch der durch eine Feder getragene betreffende Hebel h wieder in seine Ruhelage zurück.
Der nichtleitende Hartgummicylinder kann mehrere Contactschienen d besitzen und sodann der Stromschlufs bei 3, Fig. 2, entsprechend öfter erfolgen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Fernregistrirung der Schwingungslagen oder Zeigerangaben von Wäge- und Mefsinstrumenten, gekennzeichnet dadurch, dafs auf einem festen Gestell pder dergl. ein elektrischer Leiter C, ein Elektromagnet M, sowie eine der Anzahl der zu registrirenden Zeigerstellungen entsprechende Anzahl unter sich isolirter elektrischer Leiter L angeordnet sind, und dafs ferner an einem schwingenden Theil des Instrumentes ein den Schwingungen des Instrumentes frei folgender Schwingkörper B angeordnet ist, der zwei Contactstücke α und b besitzt, so dafs bei Stromschlufs der Elektromagnet M den sonst frei schwingenden Körper B anzieht und dieser hierdurch Stromschlufs herstellt zwischen dem Leiter C und, je nach seiner Schwingungslage, mit einem der Leiter L, von denen je einer durch je eine Leitung Z mit je einem Elektromagneten m der zugehörigen Registrirvorrichtung (Fig, 2), gleichwie auch der Leiter C elektrisch verbunden ist, dafs also beim Stromschlufs durch den Schwingkörper B der mit dem vom Contacttheil α getroffenen Leiter L correspondirende Elektromagnet m der Registrirvorrichtung (Fig. 2) ebenfalls Strom erhält und den zugehörigen Anker α und dieser wiederum den zugehörigen Hebel h anzieht. ,
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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