DE856838C - Verfahren zum Entlaugen von einem alkalischen Aufschlussverfahren unterworfenen Kocherstoffen - Google Patents

Verfahren zum Entlaugen von einem alkalischen Aufschlussverfahren unterworfenen Kocherstoffen

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DE856838C
DE856838C DEP1103D DEP0001103D DE856838C DE 856838 C DE856838 C DE 856838C DE P1103 D DEP1103 D DE P1103D DE P0001103 D DEP0001103 D DE P0001103D DE 856838 C DE856838 C DE 856838C
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lye
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alkaline digestion
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DEP1103D
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English (en)
Inventor
Hans Dr Sadler
N Wennrich
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Phrix Werke AG
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Phrix Werke AG
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/02Washing ; Displacing cooking or pulp-treating liquors contained in the pulp by fluids, e.g. wash water or other pulp-treating agents

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entlaugen von einem alkalischen Aufschlußverfahren unterworfenen Kocherstoffen Beim alkalischen ZellstoffaufschluB wird meist so verfahren, daB die Rückgewinnung des Alkalis durch eine Wäsche in den sogenannten Diffuseuren vorgenommen wird. Ebenso hat man die Entlaugung insbesondere bei schlecht auswaschbaren Rohstoffen von Stroh oder Schilf in sogenannten Waschkästen vorgenommen. Diese Waschkästen sind niedrige Bütten, die mit einem Siebboden ausgelegt sind, durch den die Schwarzlauge absickert, während von oben aus Waschwasser nachgegeben wird.
  • Es wurde nun gefunden, daB sich ein nach einem alkalischen AufschluBverfahren erhaltener Kocherstoff in vorteilhafter Weise auf Siebpressen entlaugen und auswaschen läBt. Die Entlaugung erfolgt dabei durch Abpressen zwischen zwei Sieben. Das Auswaschen wird dabei im Gegenstrom in der Weise durchgeführt, daB vier Pressen hintereinandergeschaltet sind und die Ableitung der gesamten ersten PreBlauge in die Verdampfung und die eines Teiles der zweiten PrpBlauge in die Kocherei erfolgt.
  • Der in dem Kocher beispielsweise nach dem Sulfatverfahren aufgeschlossene Kocherstoff wird auf einer ersten Siebpresse bis auf einen Trockengehalt von etwa 30% abgepreBt. Der entlaugte Stoff wird alsdann mit der Ablauge der nächstfolgenden Pressung versetzt und dann auf einer zweiten Siebpresse ebenfalls wieder auf 30% Trockengehalt abgepreßt. Der zurri,zweitenmal abgepreßte Stoff wird mit Ablauge von der dritten Siebpresse ausgewaschen. Im ganzen werden für das Auswaschen vier Siebpressen benutzt und für das ,Auswaschen vor dem letzten Abpressen Frischwasser verwendet.
  • Das Verfahren hat gegenüber dem bekannten Diffusibnsverfähren den Vorteil, daß das Alkali fast hundertprozentig der Wiedergewinnung zugeführt wird. Die Anwendung von vier Siebpressen ist erforderlich, .da bei drei Siebpressen im Stoff Restalkalien verbleiben und dieser nicht einwandfrei ausgewaschen werden kann. Was die Wirtschaftlichkeit in bezug auf Alkaliverluste anbelangt, so arbeiten vier hintereinandergeschaltete Pressen am günstigsten. Mit vier Pressen kann die einzudampfende Ablaugenmenge gering gehalten werden, und es wird außerdem bei der Endwäsche ein guter Wascheffekt erzielt. Der Kocherstoff wird zweckmäßig vor dem Aufgeben auf die erste Siebpresse mit so viel Schwarzlauge versetzt, daß er in einen pumpfähigen Zustand übergeführt wird. In gleicher Weise wird er vor dem Abpressen auf den weiteren Pressen mit den an diesen anfallenden Laugen verdünnt. Das Anmaischen des ausgepreßten Stoffes mit der Lauge kann in Förderschnecken geschehen. Das Stoffgemisch wird zweckmäßig durch eigenes Gefälle von der einen Presse zur anderen geleitet, wozu die einzelnen Pressen hintereinander entsprechend angeordnet sind.
  • Um eine unerwünschte starke Schaumbildung zu vermeiden, ist es vorteilhaft, den fertiggekochten Stoff nicht in einen Diffuseur, sondern in einen Ausbläser zu entleeren. Aus dem Ausbläser wird der Stoff dann kontinuierlich mit der Pumpe unter Zugabe :der Verdünnungslauge zur Siebpresse gefördert. Hier tritt er in den Stoffablaufkasten nicht von oben ein, sondern er ist zur Verringerung der Schaumbildung unter,dem Flüssigkeitsstand einzuleiten. Zum gleichen Zweck wird die Lauge beim Eintritt in die Vorratsbehälter ebenfalls unter dem Flüssigkeitsspiegel eingeleitet.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist auf Kocherstoffe aus den verschiedensten Rohstoffen anwendbar, beispielsweise aus Kiefernholzhackschnitzeln oder Hackschnitzeln aus anderen Hölzern gewonnenem Kocherstoff, ebenso ist es anwendbar auf Kocherstoff aus alkalisch aufgeschlossenen Einjahrespflanzen, wie Strohhäcksel, Schilf, Kartoffelkraut usw. AusführurTgsl>eispiel Bei der Herstellung eines Kraftstoffes nach dem Sulfatverfahren aus Kiefernholzhackschnitzeln hatte der Kocherstoff eine Zusammensetzung von Stoff: Schwarzlauge von 1 :7, wobei die Laugenkonzentration 16° Be bei 15°C war. Der Kocherstoff wurde mit so viel Schwarzlauge aufgeschlagen, daß ein pumpfähiger Brei entstand und dieser der ersten Presse zugeführt. Die bei der ersten Siebpresse anfallende Ablaugenmenge @var 8,21 pro Kilogramm Zellstoff, absolut trocken, und hatte eine Laugenkonzentration von 13,c9° Be. Die Ablaugenmenge der zweiten Presse war 6,o 1 voll 5,7° Be, die der dritten Presse ebenfalls 6,o 1 von 1,3° Be, und die Frischwassermenge bei der vierten Presse wurde. zu 6,o 1 pro Kilogramm Zellstoff bemessen. Es konnte mit einem Gesamtwasserverbrauch von 6,o 1 pro Kilogramm Zellstoff eine vollständige Entlaugung des Kocherstoffes vorgenommen werden. Die gesamte Ablauge der ersten Presse wird zwecks Rückgewinnung des Alkalis der Verdampfung zugeleitet, und .die Ablauge von der zweiten Presse wird zu etwa 40% in der Kocherei verwendet, also zum Aufschluß neuen cellulosehaltigen Rohstoffes benutzt, während die restlichen 6o% zum Verdünnen ,des von der ersten Presse anfallenden Stoffes verwendet werden. Die .Ablauge von der dritten Presse wird vollständig zum Verdünnen des Stoffes, der bei der zweiten Presse anfällt, benutzt. Desgleichen wird,die Waschlauge von der vierten Presse für die Verdünnung des von der dritten Presse anfallenden Preßgutes benutzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entlaugen von einem alkalischen Aufschlußverfahren unterworfenen Kocherstoffen, ,dadurch gekennzeichnet, daß die Entlaugung im Gegenstrom mittels vier hintereinarndergeschalteter Siebpressen erfolgt, wobei die gesamte Ablauge der ersten Siebpresse zwecks Rückgewinnung des Alkalis der Verdampfung und ein Teil der Ablauge der zweiten Siebpresse der Kocherei zugeführt wird, während die restliche Allauge der zweiten Siebpresse sowie die Allaugen der dritten und vierten Siebpresse zum Verdünnen des abgepreßten Gutes in der jeweils vorhergehenden Siebpresse verwendet werden.
DEP1103D 1943-07-22 1943-07-22 Verfahren zum Entlaugen von einem alkalischen Aufschlussverfahren unterworfenen Kocherstoffen Expired DE856838C (de)

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DE (1) DE856838C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086987B (de) * 1958-05-31 1960-08-11 Olaf Qviller Trommelpresse zum Entwaessern und Entlaugen von Zellstoffsuspensionen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086987B (de) * 1958-05-31 1960-08-11 Olaf Qviller Trommelpresse zum Entwaessern und Entlaugen von Zellstoffsuspensionen

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