DE855140C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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DE855140C
DE855140C DEC1458D DEC0001458D DE855140C DE 855140 C DE855140 C DE 855140C DE C1458 D DEC1458 D DE C1458D DE C0001458 D DEC0001458 D DE C0001458D DE 855140 C DE855140 C DE 855140C
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DE
Germany
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dye
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wool
dyes
dissolves
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Application number
DEC1458D
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English (en)
Inventor
Hermann Dr Schneider
Fritz Straub
Willy Dr Widmer
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Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daß wertvolle Azofarbstoffe hergestellt werden können, wenn man lackbildende Gruppen enthaltende Diazoverbindungen mit solchen 2, 6-Dioxynaphthalinen kuppelt, deren eine Hydroxylgruppe veräthert ist und worin beide ortho-Stellungen zur freien Hydroxylgruppe unbesetzt sind, und die erhaltenen Farbstoffe gegebenenfalls mit metallabgebenden Mitteln behandelt.
  • Die für das vorliegende Verfahren als Azokomponenten verwendeten 2, 6-l)ioxynaphthaline enthalten als verätherte Hydroxylgruppen insbesondere O-alkylgruppen, worin der Alkylrest in beliebiger Weise substituiert sein kann. Als Beispiele sind zu nennen: Alkoxygruppen mit einfachem niedrigmolekularem Alkylrest, wie 0 C H3- und 0 C2 H,-, Alkoxygruppen, deren Alkylrest einem mehrwertigen Alkohol, z. B. Äthylenglykol, oder Glycerin entspricht, sowie Alkoxygruppen, deren Alkylrest eine löslichmachende Gruppe, z. B. eine Carbox_vlgruppe, enthält.
  • Solche gemäß vorliegendem Verfahren als Azokomponenten dienenden halbseitig verätherten 2, 6-Dioxynaphthaline können mit den verschiedensten, lackbildende Gruppen enthaltenden Diazokomponenten gekuppelt werden, insbesondere mit solchen der Benzol- und Naphthalinreihe. Außer den sogenannten lackbildenden Gruppen, d. h. Substituenten, die dem fertigen Farbstoff die Eigenschaft verleihen, Metallkomplexverbindungen zu bilden, z. B. im einfachsten Fall eine zurDiazogruppe orthoständige Hydroxylgruppe, können diese Diazoverbindungen noch die verschiedensten in Azofarbstoffen üblicherweise vorkommenden Subsbituenten, wie Halogene, Alkyl-, Nitro- und Sulfonsäuregruppen, aufweisen.
  • Die Kupplung der genannten Diazo- und Azokomponenten erfolgt in bekannter Weise, vorteilhaft in alkalischem, z. B. ätzalkalischem, gegebenenfalls auch Alkalicarbonat enthaltendem Medium.
  • Sind die erhaltenen Farbstoffe infolge passender Auswahl der Komponenten zur Bildung von Metallkomplexverbindungen befähigt, so erhält man besonders wertvolle Erzeugnisse, wenn man diese Farbstoffe mit metallabgebenden Mitteln behandelt. Diese Behandlung kann in an sich bekannter Weise in Substanz, im Färbebade oder auf der Faser vorgenommen werden. So kann die Metallisierung in Substanz, z. B. mit chromabgebenden Mitteln, in saurem, neutralem oder alkalischem Medium, in An-oder Abwesenheit geeigneter Zusätze, wie Säuren, Neutralsalze oder Basen, gegebenenfalls unter Verwendung säurebindender Mittel, indifferenter Lösungsmittel oder weiterer, die Komplexbildung fördernder Zusätze, offen oder unter Druck, stattfinden.
  • Die Metallisierung im Färbebade oder auf der Faser kann ebenfalls in bekannter Weise, z. B. unter Zusatz neutraler Chromate sowie von Ammoniumsalzen zum Färbebad, oder nach dem bekannten Nachchromierverfahren vorgenommen werden.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Farbstoffe können als Pigmentfarbstoffe, insbesondere aber zum Färben und Drucken der verschiedensten Fasern, z. B. pflanzlichen, hauptsächlich aber tierischen Ursprungs, verwendet werden. Als solche Fasern seien Baumwolle und Kunstseide, insbesondere aber Wolle, Seide und Leder genannt, Gemäß vorliegendem Verfahren erhält man u. a. Farbstoffe, die Wolle nach den üblichen Chromierverfahren in sehr echten oliven, olivgrünen und grauen Tönen färben. Beispiel i 23,4 Teile 4-Nitro-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure werden in bekannter Weise dianotiert, und die Diazoverbindung wird @in alkalischer Lösung mit 18 Teilen 2-Oxy-6-methoxynaphthalin gekuppelt. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein violettschwarz gefärbtes Pulver dar, das sich in Wasser mit v iolettblauer, in verdünnter Natronlauge mit braunstichigbordoroter und in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in gleichmäßigen, violettbraunen Tönen, die durch Nachchromieren in ein ausgezeichnet walk-, potting- und lichtechtes Olivgrün- übergeführt werden. Der Farbstoff eignet sich vorzüglich zum Färben von Wolle nach dem Einbadchromierverfahren, wobei ebenfalls echte olivgrüne Färbungen erhalten werden.
  • Wird an Stelle von 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure die isomere 6-Nitro-2-amino-i-oxybenzol-4-sulfonsäure verwendet, so wird ein Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften erhalten, der Wolle nach dem Nachchromierverfahren etwas blaustichiger oliv färbt. Beispiele i9,9 Teile 4, 6-Dinitro-2-amino-i-oxybenzol werden in bekannter Weise dianotiert, und die Diazoverbindung wird in alkalischer Lösung mit 18 Teilen 2-Oxy-6-methoxynaphthalin gekuppelt. Nach beendeter Kupplung wird der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Der getrocknete Farbstoff ist ein schwarzbraunes Pulver, das sich in heißem Wasser und heißer, verdünnter Sodalösung mit schmutzigviolettroter, in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in violettbraunen Tönen, die durch Nachchromieren in ein ausgezeichnet walk-, potting- und lichtechtes Oliv übergeführt werden. Der Farbstoff eignet sich auch vorzüglich zum Färben von Wolle nach dem Einbadchromierverfahren.
  • Wird an Stelle von 2-Oxy-6-methoxynaphthalin Glycerinmono- [6-oxynaphthyl-(2) ]-äther als Azokomponente verwendet, so erhält man einen ähnlichen Farbstoff, der Wolle nach dem Nachchromier-und Einbadchromierverfahren ebenfalls in ausgezeichnet echten Olivtönen färbt.
  • Der Monoglycerinäther des 2, 6-Dioxynaphthalins kann wie folgt erhalten werden: In i5oo Teilen Wasser, enthaltend 56 Teile iooo/oiges Kaliumh_vdroxyd, werden 16o Teile 2, 6-Dioxynaphthalin bei 8o bis 85° in inerter Gasatmosphäre gelöst. Hierauf läßt man bei 75 bis 8o° unter Rühren eine Lösung von 12o Teilen Glycerinchlorhydrin in 5oo Teilen Wasser innerhalb i Stunde zulaufen und erwärmt weitere ,¢ bis 5 Stunden auf 8o bis 85° bis zum Eintritt neutraler Reaktion. Nach Kühlung auf Zimmertemperatur wird die entstandene hellgraue Suspension abgenutscht und die Paste in einem Gemisch von 6oo Teilen Wasser und i 5o Volumteilen einer 3oo/oigen Natronlauge verrührt. Hierauf filtriert man vom ungelöst gebliebenen Diglycerinäther ab und bringt im Filtrat durch Sättigen mit Kochsalz den Monoglycerinäther zur Ausscheidung. Er wird durch Filtrieren und Nachwaschen mit Kochsalzlösungisoviert undgereinigt und nach Neutralisation mit Mineralsäure getrocknet. Beispie13 25 Teile i-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure werden in konzentrierter alkalischer Lösung mit 18 Teilen 2-Oxy-6-methoxynaphthalin gekuppelt. Nach erfolgter Kupplung wird mit 3o/oiger Kochsalzlösung verdünnt und der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Er stellt dann ein violettschwarz gefärbtes Pulver dar, das sich in Wasser, verdünnter Sodalösung und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in blaustichigbordoroten Tönen, die durch Nachchromieren in ein sehr gut walkechtes Grau übergeführt werden.
  • Wird an Stelle der genannten Diazokomponente 6-Nitro-i-diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure verwendet, so erhält man einen Farbstoff, der Wolle nach dem Nachchromierungsverfahren grünstichiger grau färbt. Beispie14 i5,4 Teile 5-Nitro-2-amino-l-oxybenzol werden in bekannter Weise diazotiert, und die Diazoverbindung wird ,in alkalischer Lösung mit 24 Teilen Glycerinmotio- [6-oxynaphthyl-(2) ] -äthergekuppelt. Nach beendeter Kupplung wird der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und verdünnter Sodalösung mit rotblauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in gleichmäßigen violettroten Tönen, die durch Nachchromieren in ein walk-, potting- und lichtechtes Blaugrün übergeführt werden. Der Farbstoff eignet sich auch zum Färben von Wolle nach dem Einbadchromierverfahren, wobei ebenfalls echte blaugrüne Färbungen erhalten werden. Beispiels 18,g Teile 6-Nitro-4-chlor-2-amino-l-oxybenzol werden in bekannter Waise diazotiert, und die Diazoverbindungwird in alkalischer Lösung mit 24Teilen Glvcerinmono- [6-oxynaphthyl-(2) ] -äthergekuppelt. Nach beendeter Kupplung wird der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und verdünnter Sololösung mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in blauen Tönen, die durch Nachchromieren in ein ausgezeichnet walk-, potting- und lichtechtes grünstichiges Grau übergeführt werden. Der Farbstoff eignet sich vorzüglich zum Färben von Wolle nach dem Einbadchromierverfahren. Beispie16 23,4 Teile 4-Nitro-2-amino-l-oxyl)enzol-6-sulfonsäure werden in bekannter Weise diazotiert, und die Diazoverbindung wird in alkalischer Lösung mit 24 Teilen Glycerinmono-[6-oxynaphthyl-(2)]-äther gekuppelt. Nach beendeter Kupplung wird der Farbstoff durch Kochsalzzugabe abgeschieden, abfiltriert und getrocknet. Er stellt dann ein schwärzliches Pulver dar, das sich in Wasser und verdünnter Sodalösung mit violettbrauner, in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in violettbraunen Tönen, die durch Nachchromieren in ein echtes Olivgrün übergeführt werden.
  • Wird an Stelle von 4-Nitro-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure die lisomere 6-1Vitro-2-amino-l-oxybenzol-4-sulfonsäure verwendet, so erhält man einen Farbstoff, der Wolle nach dem Nachchromierverfahren etwas blaustichiger oliv färbt. Beispie17 22,4 Teile 4-Chlor-2-amitio-l-oxybenzol-6-sulfonsäure werden in bekannter Weise diazotiert, und die Diazoverbindung wird in alkalischer Lösung mit 24 Teilen Glycerinmono-[6-oxN#naphthyl-(2)]-ät.her gekuppelt. Nach beendeter Kupplung wird der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Er stellt dann ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und verdünnter Sodalösung mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in bordoroten Tönen, die durch Nachchromieren in ein sehr gut walk- und lichtechtes Grau übergeführt werden. Beispie18 15,4 Teile 5-Nitro-2-amino-l-oxybenzol werden in h.ekannterWeise diazotiert, und dieDiazoverhindung wird in alkalischer Lösung mit 22 Teilen 2-Oxy-6-carboxymethoxynaphthalin gekuppelt. Nach erfolgter Kupplung wird der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Er stellt dann ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und verdünnter Sodalösung mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in gleichmäßigen, blaustichigbordoroten Tönen, die durch Nachchromieren in ein echtes Blaugrün übergeführt werden.
  • Das 2-Oxy-6-carboxymethoxynaphthalin kann wie folgt erhalten werden: Unter inerter Gasatmosphäre werden 16o Teile 2, 6-Dioxynaphtlialin in iooo Teilen Wasser, enthaltend 56 Teile iooo/oiges Kaliumhydroxyd, bei 8o bis 85° gelöst. Unter Einhaltung dieser Temperatur läßt man unter Rühren eine etwa 25o/oige neutrale Lösung von chloressigsaurem Kalium, enthaltend iio Teile Monochloressigsäure, innerhalb 2 Stunden zulaufen. Man erwärmt weitere 4 bis 5 Stunden auf go bis 95° bis zum Eintritt fast neutraler Reaktion. Nach Erkalten der Reaktionsmasse vervollständigt man die Abscheidung durch Aussalzen und schwaches Ansäuern und filtriert. Aus der Nutschpaste läBt sich das 2-Oxy-6-carboxymethoxynaphthalin durch mehrmaliges Digerieren mit schwacher Sodalösung bei 40 bis 5o° ausziehen. Die filtrierten Sodaauszüge ergeben beim Ansäuern mit Salzsäure eine cremefarbige Fällung des 2-Oxy-6-carboxymefhoxynaphthalins, die im Gegensatz zum Ausgangsmaterial auch in kalter verdünnter Sodalösung klar löslich ist. Man filtriert al> und trocknet. Beispiel g 18,9 Teile 6-Nitro-4-chlor-2-amino-l-oxybenzol werden in bekannter Weise diazotiert, und die Diazoverbindung wird in alkalischer Lösung mit 22 Teilen 2-Oxy-6-carboxymethoxynaphthalin gekuppelt. Nach erfolgter Kupplung wird der abgeschiedene Farbstoff abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und verdünnter Sodalösung mit rotstichigblauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in blauen Tönen, die durch Nachchromieren in ein sehr echtes grünstichiges Grau übergeführt werden. Beispiel io 22,4 Teile 4-Cl1lor-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure werden in bekannter Weise diazotiert, und die Diazoverbindung wird in alkalischer Lösung mit 18 Teilen 2-Oxy-6-methoxynaphthalin gekuppelt. Der nach erfolgter Kupplung abgeschiedene Farbstoff wird abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein violettschwarz gefärbtes Pulver dar, das sich in Wasser mit rotstichigblauer, in verdünnter Natronlauge mit violetter und in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade in bordoroten Tönen, die durch Nachchromieren in ein sehr gut licht- und walkechtes Blaugrau übergeführt werden. Der Farbstoff eignet sich ebenfalls zum Färben nach dem Einbadchromierverfahren.
  • Wird an Stelle der genannten Diazokomponente 2-Amino-4-methyl-i-oxybenzol-6-sulfonsäure oder -5-sulfonsäure oder ein Gemisch der beiden verwendet, so wird ein Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften erhalten, der Wolle nach dem Nachchromierverfahren etwas rotstichiger blaugrau färbt. Beispiel ii 43 Teile des Farbstoffes aus dianotierter 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure und 2-Oxy-6-methoxynaphthalin werden mit 125o Teilen Wasser und Zoo Teilen einer 4,2% Cr203 enthaltenden Chromfluoridlösung mehrere Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Die nach erfolgtem Erhitzen abgeschiedene Chromkomplexverbindung wird abfiltriert und getrocknet. Sie stellt dann ein violettbraun gefärbtes Pulver dar, das sich in verdünnter heißer Sodalösung mit grauvioletter und in konzentrierter Schwefelsäure mit grauer Farbe löst und Wolle aus schwefelsaurem Bade in besonders gleichmäßigen, echten grauen Tönen färbt.
  • Beispiel 12 46,4Teile desFarbstoffes ausdiazotierter4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure und 2-Oxy-6-methoxynaphthalin (vgl. Beispiel i) werden mit i2oo Teilen Wasser und 200 Teilen einer 4,2% Cr203 enthaltenden Chromfluoridlösung mehrere Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Die nach erfolgtem Erhitzen abgeschiedene Chromkomplexverbindung des Farbstoffes wird abfiltriert und nach Zusatz von Natriumcarbonat getrocknet. Sie stellt ein violettbraun gefärbtes Pulver dar, das sich in heißem Wasser mit graugrüner und in konzentrierter Schwefelsäure mit grauvioletter Farbe löst. Die Chromverbindung färbt Wolle aus schwefelsaurem Bade in echten, besonders gleichmäßigen, graugrünen Tönen. Beispiel 13 45 Teile des Farbstoffes aus dianotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure und 2-Oxy-6-methoxynaphthalin (vgl. Beispiel 3) werden mit 1300 Teilen Wasser und ioo Teilen einer 8,4% Cr,(), enthaltenden Chromfluoridlösung etwa 24 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Die nach erfolgtem Erhitzen abgeschiedene Chromkomplexverbindung des Farbstoffes wird abfiltriert und nach Zugabe von Natriumcarbonat getrocknet. Sie stellt ein blauviolett gefärbtes Pulver dar, das sich in heißem Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit graugrüner Farbe löst. Die Chromverbindung färbt Wolle aus schwefelsaurem Bade in echten, blauen Tönen an.

Claims (1)

  1. PATENT AN SPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man lackbildende Gruppen enthaltende Diazoverbindungen mit solchen 2, 6-Dioxynaphthalinen kuppelt, deren eine Hydroxylgruppe veräthert ist und worin beide ortho-Stellungen zur freien Hydroxylgruppe unbesetzt sind, und die erhaltenen Farbstoffe gegebenenfalls mit metallabgebenden Mitteln behandelt.
DEC1458D 1942-12-22 1944-02-20 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Expired DE855140C (de)

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