DE855113C - Verfahren zur Reinigung cycloaliphatischer Ketone - Google Patents

Verfahren zur Reinigung cycloaliphatischer Ketone

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DE855113C
DE855113C DEB6617D DEB0006617D DE855113C DE 855113 C DE855113 C DE 855113C DE B6617 D DEB6617 D DE B6617D DE B0006617 D DEB0006617 D DE B0006617D DE 855113 C DE855113 C DE 855113C
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ketones
phenols
cycloaliphatic ketones
alkaline earth
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Expired
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DEB6617D
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English (en)
Inventor
Friedrich Dr Becke
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BASF SE
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BASF SE
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/79Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by solid-liquid treatment; by chemisorption

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung cycloaliphatischer Ketone Die nach den technischen Verfahren hergestellten cycloaliphatischen Ketone von der Art des @Cyclohexanons enthalten stets geringe Mengen Phenol-e. Diese können z. 13. als Nebenprodukte bei der Dehydrierung der entsprechenden Alkohole zu Ketonen entstanden sein; andererseits enthalten die Alkohole ihrerseits von ihrer Herstellung her meistens noch nicht hydrierte Phenole. Die Anwesenheit von Phenolen ist für viele Anwendungszwecke jener Ketone störend. Namentlich wird die Weiterverarbeitung der Ketone, z. B. die katalytische Oxydation gemäß Patent 597 973, durch Phenole er-Schwert. Diese müssen daher aus den ',K,etonen entfernt werden.
  • Eine Abtrennung der Phenole durch rektifizierende Destillation ist praktisch kaum durchführbar. Es wurde nun gefunden, daB man cycloaliphatische iKetone in sehr einfacher und wirtschaftlicher Weise .durch Behandlung mit wasserlöslichen Erdalkali- oder Magnesiumsalzen starker anorganischer Säuren oder deren .Gemischen vollkommen von Phenolen befreien kann. Als derartige Salze kommen z. B. in Betracht die Chloride und Bromide des Calciums, Bariums, Strontiums und Magnesiums oder die Nitrate dieser Metalle. Die Behandlung erfolgt bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 30 und 8o°. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des wohlfeilen, entwässerten bzw. weitgehend entwässerten Calcium- oder Magnesiumchlorids. Man verfährt zweckmäßig so, daß man das zu reinigende ;Keton mit dem Salz oder Salzgemisch versetzt und einige Zeit am Rückflußkühler erhitzt. Dann kann man das Gemisch z.B. in der Weise trennen, daß man es bei gewöhnlichem oder besser bei vermnindertem Druck destilliert, wobei das vollkommen von Phenolen freie cycloaliphatische Keton übergeht. Im Sumpf der Destillationsblase bleiben, die Phenole als schwerflüchtige Molekülverbindungen mit den Erdalkali- bzw. Magnesiumsalzen zurück.
  • Die Menge des anzuwendenden Erdalkali- bzw. Magnesiumsalzes richtet sich nach der Menge der vorhandenen Phenole. iIm allgemeinen genügt eine Menge von o,5 bis 1o % des Gewichts des phenolhaltigen Ketons. Man kann das Verfahren auch kontinuierlich gestalten, indem man das ohenolhaltige Keton über eine Säule von iErdalkali- bzw. Magnesiumsalz fließen läßt.
  • Es ist bekannt, cycloaliphatische @Ketone durch Ausschütteln mit Alkalilauge von Phenolen zu befreien. 1Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß unter der Wirkung der Alkalilauge während des Ausschüttelns und beim Erhitzen der so behandelten Ketone Verluste durch .Kondensationsreaktionen eintreten. Weitere Verluste sind durch die merkliche Löslichkeit der Ketone in Wasser und wäßriger Natronlauge bedingt. Demgegenüber gestattet das vorliegende Verfahren eine Entfernung .der Phenole ohne Schädigung der Ketone.
  • Es ist ferner bekannt, daß iErdalkali- und Maggnesiumsalze mit hydroxylgruppenhaltigen organischen Verbindungen Komplexsalze bilden. Derartige Komplexverbindungen sind allerdings nur unter bestimmten :Konzentrationsverhältnissen und sonstigen Bedingungen beständig. Tatsächlich lassen sich beim Behandeln roher cycloaliphati-scher Ketone mit ;Erdalkal,i- oder Magnesiumsalzen die in dhnen öfters in erheblichen Mengen vorhandenen Alkohole (Cyclohex,anol) nicht entfernen. Es ist daher zweifellos überraschend, daß es ohne weiteres gelingt, durch einfachen Zusatz von Erdalkali- oder Magnesiumsalzen aus cycloaliphatischen Ketonen die Phenole restlos zu entfernen.
  • Weiterhin hat man .bereits Phenole von beigemengten Neutralölen befreit, indem man die zur Bildung neutraler Phenolate nötige Kalkmenge hinzufügt, dann bei einer -die Phenolate nicht zersetzenden Temperatur die Neutralöle im Vakuum abdestilliert, schließlich die in reinem Zustand zurückbleibenden Phenolate mit Mineralsäuren in Freiheit setzt und mit Wasserdampf destilliert. Dieses Verfahren läßt sich auf cycloaliphatische Ketone, die mit verhältnismäßig geringen Mengen Phenolaten verunreinigt sind, nicht anwenden, da die cycloaliphatischen Ketone dabei durch Kondensation und Polymerisation verändert werden, @so.daß das erstrebte Ziel, sie reim und möglichst vollständig zu gewinnet, auf diese Weise nicht erreichbar ist. Demgegenüber wird mit vorliegendem Verfahren ein technisch vorteilhafter Weg gezeigt, cycloaliphatische Ketone praktisch ohne Verluste von phenolischen Beimengungen zu befreien.
  • Das Verfahren ist nicht auf Cyclohexanon beschränkt, sondern kann auf alle cyclischen K etone angewendet werden, die Phenole als Verunreinigungen enthalten, soweit sie nicht etwa ihrerseits mit Erdalkali- oder Magnesiumsalzen reagieren.
  • Die in den nachfolgenden Beispielen .genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 350o Teile technisches Cyclohexanon mit einem Gehalt von 0,120/0 Phenol werden mit 175 Teilen wasserfreiem Chlorcalcium i :Stunde auf 50° erhitzt. Dann destilliert man bei i mm Druck das Cyclohexanon ab. Das bei 45 .bis 47° übergehende Destillat ist vollkommen frei von Phenol.
  • Beispiel (2 iooo Teile Methylcyclohexanon mit einem Kresolgehalt von 0,5010 werden mit 5o Teilen wasserfreiem Chlorcaloium 1 Stunde unter Rückfluß auf 5o bis 7o° erhitzt und dann bei 2 mm .Druck destilliert. Das Destillat ist völlig kresolfrei.
  • Bei spi ei 3 iooo Teile .Cyclohexanon, welche 1o Teile Phenol enthalten, werden mit 5o Teilen wasserfreiem Magnesiumchlorid i Stunde unter Rückfluß auf 50 bis 6o° erhitzt und dann destilliert. Das Destillat erweist sich als phenolfrei.
  • Beispiel 4 In der im Beispiel 1 angegebenen Weise werden iooo Teile Cyclohexanon mit 0,3 0/0 Phenolgehalt mit 75 Teilen teilweise entwässertem Calciumchlorid (Ca Cl, - r2 H20) behandelt. Das destillierte Produkt zeigt keinen Phenol,g@ehalt mehr.
  • Beispiel 5 iooo Teile technisches Cyclohexanon mit o,20/0 P.henolgehalt werden mit 5o Teilen wasserfreiem Calciumnitrat in der im Beispiel 1 angegebenen Weise behandelt. Nach der Destillation erweist sich das Keton als phenolfrei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung cycloaliphatischer Ketone von phenolischen Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, ,daß man cycloaliphatische Ketone, die ihrerseits keine mit Erdalkali- oder Magnesiumsalzen reagierende Gruppen enthalten, bei höherer Temperatur mit wasserlöslichen Erdalkali- oder Magnesiums.alzen istarker anorganischer Säuren behandelt. Angezogene Druckschriften: CT m e 1.in, Handbuch der anorgan. Chemie, B.d. Magnesium Teil B, B. Aufl. 1939 S. 142 bis 144; Deutsche Patentschrift Nr. 519 731.
DEB6617D 1941-06-01 1941-06-01 Verfahren zur Reinigung cycloaliphatischer Ketone Expired DE855113C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE519731C (de) * 1928-09-15 1931-03-04 Schering Kahlbaum Ag Verfahren zur Entfernung der Restphenole aus technischen Kresolgemischen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE519731C (de) * 1928-09-15 1931-03-04 Schering Kahlbaum Ag Verfahren zur Entfernung der Restphenole aus technischen Kresolgemischen

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