DE960459C - Verfahren zur Herstellung von 6-Alkoxycyclodekanonen-(1) bzw. deren Oximen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 6-Alkoxycyclodekanonen-(1) bzw. deren Oximen

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DE960459C
DE960459C DEF15508A DEF0015508A DE960459C DE 960459 C DE960459 C DE 960459C DE F15508 A DEF15508 A DE F15508A DE F0015508 A DEF0015508 A DE F0015508A DE 960459 C DE960459 C DE 960459C
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Germany
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oximes
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low molecular
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Dr Kurt Bauer
Dr Herbert Simonis
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • C07C409/14Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides the carbon atom belonging to a ring other than a six-membered aromatic ring
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    • C07C2602/02Systems containing two condensed rings the rings having only two atoms in common
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    • C07C2602/28Hydrogenated naphthalenes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von 6-Alkoxycyclodekanonen-(1) bzw. deren Oximen Es ist bekannt, daß sich reines trans-9-Dekahydronaphthylhydroperoxyd in der Wärme unter Einwirkung von sauren, alkoholischen Lösungen in das dem angewandten Alkohol entsprechende 6-Alkoxycyclodekanon-(I) umlagert (R. Criegee, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 77, I944, S.72s; A. C. Cope und G. Holzman, Journ.Am.
  • Chem. Soc., Bd. 72, 1950, Seiten 3062 bis 68). Die Ausbeuten betragen hierbei etwa 50°/0 der Theorie.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Umlagerung des trans-9-Dekahydronaphthylhydroperoxyds mit einem Überschuß-eines niedermolekularen aliphatischen Alkohols, z. B. Methanol oder Äthanol, zu dem entsprechenden 6-Alkoxycyclodekanon-(I) auf technisch vorteilhafte Weise schon in dem Reaktionsgemisch, das bei der Luftoxydation von Dekahydronaphthalin, insbesondere nach dem Verfahren des Patents 956 949 anfällt, zweckmäßig nach vorheriger Abtrennung des nicht umgesetzten Dekahydronaphthalins, vornehmen kann. Dabei liegen die Ausbeuten mindestens ebenso hoch, wie wenn man von reinem trans-9-Dekahydronaphthylhydroperoxyd ausgeht.
  • Dies ist überraschend, da ein solches Reaktionsgemisch bereits erhebliche Mengen, nämlich etwa 40 bis 70 0/o an Alkoholen, und zwar a- und p-Dekahydronaphtholen, enthält. Diese Alkohole beteiligen sich jedoch bemerkenswerterweise nicht an der Bildung des 6-Alkoxycyclodekanons-(I).
  • Zur Abtrennung des in dem Reaktionsgemisch erfindungsgemäß hergestellten 6-Alkoxycyclodekanons-(I) kann man z. B. die Lösung neutralisieren, den überschüssigen, niedermolekularen Alkohol abdestillieren und das zurückbleibende Gemisch mit verdünnter Bisulütlauge behandeln. Dabei entsteht eine Bisulfitanlagerungsverbindung nur mit dem in dem Gemisch ebenfalls vorhandenen p-Naphthanon, die leicht abzutrennen ist, während die anderen, in dem Gemisch enthaltenen Ketone in Lösung bleiben. Diese kann man z. B. in Oxime überführen, alsdann die in dem Gemisch noch vorhandenen Alkohole abdestillieren, den Rückstand z. B. in Methanol aufnehmen und die Oxime, vorzugsweise fraktioniert, daraus auskristallisieren und spalten. So erhält man z. B. das Oxim des 6-Methoxycyclodekanon-(I) durch Abkühlen der methanolischen Lösung auf' - 800 als schwachgefärbtes Kristallpulver. Es hat einen Schmelzpunkt von 80 bis 85" und kann durch nochmaliges Umkristallisieren aus etwa der doppelten Menge Methanol schmelzpunktrein erhalten werden (Schmelzpunkt 91 bis 92").
  • Beispiel I Etwa 950/0ges trans - Dekahydronaphthalin (n20 = I,4695) wird in Gegenwart von etwa 0,05 0!o eines Mischkatalysators aus ölsaurem Kobalt-Mangan-Zink-Cer bei I70" und einem Druck von 2,5 bis 3 atü mit 300 1 Luft je Stunde derart oxydiert, daß die mittlere Verweilzeit 1/4 Stunde und der Umsatz etwa 601, beträgt. Das Reaktionsgemisch, das eine Säurezahl von o,82 und einen Peroxydgehalt von 2,6 0/o hat, wird mit einer gesättigten, wäßrigen Kochsalzlösung, die In01, Na O H enthält, säurefrei gewaschen und mit Methanol behandelt. Aus dem Methanolextrakt wird das Methanol über eine Kolonne abdestilliert. Anschließend wird das mitextrahierte Dekahydronaphthalin (etwa 49 01o des Konzentrates) bei stark vermindertem Druck (Kpjol = 34 bis. 36°) abdestilliert. Der Rückstand enthält I5,9 Olo Hydroperoxyd und keine nachweisbaren Mengen an trans-9-Dekahydronaphthol, wie die fraktionierte Destillation einer Probe im Hochvakuum zeigt.
  • Das hydroperoxydhaltige Gemisch läßt man nun erfindungsgemäß unter starkem Rühren in die unter Rückflußkühlung zum Sieden erhitzte, 2 bis 3fache Menge absoluten Methanols, das durch Zugabe von mindestens 980/0iger Schwefelsäure etwa 1 fl an E2SO4 ist, in dünnem Strahl zufließen, so daß die Reaktion (Schäumen der Lösung) nicht zu heftig wird. Nach beendeter Zugabe läßt man das Reaktionsgemisch noch 1/2 bis 1 Stunde unter Rückfluß und Rühren sieden und neutralisiert dann die Lösung durch anteilweises Zugeben von Calcium- oder Bariumcarbonat (etwa In01, Überschuß). Die heiße Lösung wird vom Calcium- oder Bariumsulfat abgesaugt, der Niederschlag mit Methanol ausgewaschen und das Filtrat auf dem siedenden Wasserbad eingeengt. Der vom Methanol befreite, peroxydfreie Rückstand wird mit einer etwa 2o0/0igen Bisulfitlösung verrührt und die Bisulfitanlagerungsverbindung des trans-p-Naphthanons abgesaugt. Die vom trans-fl-Naphthanon befreite, organische Schicht wird anschließend mit einer fast neutralen Hydroxylaminlösung in der Hitze behandelt, die organische Schicht abgetrennt und die Hauptmenge. der Dekahydronaphthole unter vermindertem Druck - zweckmäßig fraktioniert - abdestilliert, bis der Hauptteil des trans-fl-Dekahydronaphthols (Kp.0,1 = 68°) übergegangen ist. Der noch dekahydronaphtholhaltige, ölige Rückstand wird in etwa der doppelten Menge Methanol gelöst und das Gemisch von trans-a-Naphthanonoxim und dem Oxim des 6-Methoxycyclodekanons- (I) durch Abkühlen der Lösung auf - 80" als schwachgefärbtes Kristallpulver erhalten. Man kann auch zunächst die Hauptmenge des trans-a-Naphthanonoxims durch Abkühlen auf o" und dann durch Tiefkühlung auf - 80" die restlichen Oxime abtrennen.
  • Das ausgefällte Gemisch wird in etwa der 3fachen Menge Methanol in der Siedehitze gelöst. Beim Abkühlen auf o" fällt zuerst das bedeutend schwerer lösliche trans-a-Naphthanonoxim aus. Beim weiteren Abkühlen auf etwa - 800 fällt das Oxim des 6-Methoxycyclodekanons-(I) mit einem Schmelzpunkt von 80 bis 85" aus und kann durch nochmaliges Umkristallisieren aus etwa der doppelten Menge Methanol schmelzpunktrein (Schmelzpunkt 91 bis 92°) erhalten werden. Die Ausbeute an 6-Methoxycyclodekanonoxim beträgt mindestens S°°/o (bezogen auf umgelagertes Hydroperoxyd) und kann bei entsprechender Aufarbeitung der Mutterlaugen auf etwa 70 0/o gesteigert werden. Das Oxim kann dann z. B. durch Erhitzen mit einer verdünnten Mineralsäure, wie 2 n-Schwefelsäure, gespalten und so das 6-Methoxycyclodekanon-(I) - erhalten werden. Kp.l2 = I27 bis 1280.
  • Beispiel 2 Etwa go0iges cis-Dekahydronaphthalin (n020 = 1,4798) wird unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 oxydiert und das Reaktionsgemisch in entsprechenderWeise aufgearbeitet. An Stelle der im Beispiel I erhaltenen trans-a- und trans-,8-Naphthanone bzw. -Dekahydronaphthole erhält man hier die entsprechenden cis-Isomeren. Das trans-g-Dekahydronaphthylhydroperoxyd, das hier etwa 50 01o der Oxydationsprodukte ausmacht, wird ebenfalls zum 6-Methoxycyclodekanon-(I) umgelagert und in Form seines Oxims (Schmelzpunkt 91 bis 92°) in 50- bis 70 0/0der Ausbeute erhalten, das in üblicher Weise durch Erhitzen mit verdünnten Mineralsäuren gespalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 6-Alkoxycyclodekanonen-(I) bzw. deren Oximen durch Umlagerung von trans-9-Dekahydronaphthylhydroperoxyd in saurer, alkoholischer Lösung bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umlagerung mit einem Überschuß eines niedermolekularen, aliphatischen Alkohols in dem Reaktionsgemisch vornimmt, das bei der Luftoxydation von Dekahydronaphthalin, insbesondere nach dem Verfahren des Patents 956 949, zweck- mäßig nach vorheriger Abtrennung des nicht umgesetzten Dekahydronaphthalins, anfällt, das Reaktionsgemisch nach vollzogener Umlagerung neutralisiert, zweckmäßig den überschüssigen, niedermolekularen Alkohol abdestilliert, das erhaltene Gemisch mit verdünnter Bisulfitlösung behandelt, die Bisultitanlagerungsverbindung des ,B-Naphthanons abtrennt, die noch in dem Gemisch enthaltenen Ketone in Oxime überführt, die gleichzeitig noch vorhandenen Dekahydronaphthole anschließend abdestilliert, den Rückstand z. B. mit einem niedermolekularen Alkohol aufnimmt, die Oxime aus dieser Lösung vorzugsweise fraktioniert kristallisiert und das hierbei abgetrennte 6-Alkoxycyclodekanon-(I)-oxim gegebenenfalls in üblicher Weise spaltet.
DEF15508A 1954-08-19 1954-08-19 Verfahren zur Herstellung von 6-Alkoxycyclodekanonen-(1) bzw. deren Oximen Expired DE960459C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1222052B (de) * 1960-07-23 1966-08-04 Inventa Ag Verfahren zur Herstellung von Cyclodecanol-(1)-on-(6)

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