DE85146C - - Google Patents

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DE85146C
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piston
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hand lever
lever
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F11/00Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it
    • G01F11/02Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F11/021Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers which expand or contract during measurement of the piston type

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mefs- und Registrirvorrichtung für den Ausschank von Flüssigkeiten, wie Branntwein, Wein, Bier, Petroleum und dergl. Die Vorrichtung beruht darauf, dafs beim jedesmaligen Ausschänken ein der Flüssigkeitsmenge genau entsprechendes Zeichen auf einem fortlaufenden Bande hervorgebracht wird.
Die Vorrichtung, welche einen sicheren Schutz gegen die bisher so häufigen und gar nicht feststellbaren Veruntreuungen gewährt, ist auf der beiliegenden Zeichnung in einer etwa für den Ausschank von Branntwein geeigneten Ausführungsform dargestellt worden.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung in der Vorderansicht, j
Fig. 2 ist der zugehörige Grundrifs und Fig. 3 die Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt einen Mefscylinder nebst Zu- und Abflufshähnen im Schnitt. . ,
Fig. 5 veranschaulicht die beiden Endstellungen des die Zu- und Abflufshähne bethätigenden Hebelmechanismus in verkleinertem Mafsstabe.
Der zum Abmessen der Flüssigkeit dienende Cylinder α ist mittelst des Ständers b auf der von Füfsen d getragenen Grundplatte c angeordnet. In dem Cylinder α ist der Kolben e verschiebbar, welcher die Flüssigkeit durch den Hahn f in den Cylinder eintreten und durch den Hahn g aus dem Cylinder austreten läfst.
Die Stange des Kolbens e trägt am oberen Ende eine Querstange h, unter welche das freie Ende einer starken Sprungfeder i greift, so dafs der Kolben e stets das Bestreben hat, in seine höchste Stellung zu gelangen. Zum Niederdrücken des Kolbens e dient der in. den feststehenden Ständern k drehbar gelagerte Handhebel /. Letzterer dient gleichzeitig auch mittelst der Hebel to, η und der Stege to1, η1 zur Steuerung der Hähne f und g.
Die Bewegungen des Kolbens e werden mittelst eines in der Querstange h gelagerten Punktirrades 0 auf'ein im Gehäuse O angeordnetes Papierband aufgezeichnet, wobei die Einrichtung so getroffen ist, dafs das Papierband bei jedem Kolbenhub um ein kleines Stück verschoben wird. Diese Verschiebung wird ebenfalls von dem Handhebel / aus bewirkt. Die in den Ständern k drehbare Welle r, welche ihrerseits als Drehungsachse für' den Handhebel / dient, ist mit dem Schältrade ρ ausgestattet, in welches die am Handhebel / angeordnete Schaltklinke q eingreift.
Die Drehung des Schaltrades ρ und der Welle r wird durch die Kegelräder r1 und r2 auf die Welle s und von dieser durch die Zahnräder s1 und s'2 auf die im Gehäuse O drehbare und dasPapierband bewegende Welle o1 übertragen. Die Bewegung des Papierbandes geschieht in der Weise, dafs dasselbe innerhalb des Gehäuses von der Welle o2 abgewickelt und auf die Welle o1 aufgewickelt wird. Das Gehäuse O ist mit einem geeigneten Schlitz versehen, in welchem das Punktirrad 0 beim Auf- und Absteigen des Kolbens gleitet. Da das Papierband nicht verschoben werden darf, so lange das Punktirrad in dasselbe hineingreift, so ist die Einrichtung des Schaltrades ρ und der Schaltklinke q in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise' so getroffen, dafs die Drehung des Schaltrades ρ erst erfolgt, wenn der Hand-
hebel / bereits einen beträchtlichen Theil seines Weges zurückgelegt hat.
Die Hähne f und g sind so eingerichtet, dafs der Hahn/ bei der in Fig. ι gezeichneten Stellung des Handhebels / geschlossen und der Hahn g theilweise geöffnet ist. Bei der Drehung des Handhebels in der Richtung des Pfeiles wird der Hahn g zunächst noch weiter geöffnet und dann allmälig geschlossen. Darauf wird der Hahn f allmälig geöffnet, während der Hahn g geschlossen bleibt. Damit nun der Kolben e unter der Wirkung der Spiralfeder i nicht früher ansteigen kann, als bis der Hahn g völlig geschlossen und der Hahn f etwas geöffnet ist, greift ein auf der Grundplatte c drehbar gelagerter und unter der Wirkung einer Blattfeder cl stehender Sperrhebel t auf eine an der Querstange h angeordnete Schneide. An dem Handhebel / ist ein Winkelhebel t1 befestigt, welcher den Sperrhebel im geeigneten Augenblick seitlich ausbiegt, so dafs die Spiralfeder i den Kolben e aufwärts drängen kann. Hierbei füllt sich der Mefscylinder α mit der an das Rohr fl angeschlossenen Flüssigkeit.
Wenn der Kolben e seine höchste Stellung erreicht hat, befindet sich das Punktirrad ο aufser Eingriff mit dem Papierbande. Beim Weiterdrehen des Handhebels / bewirkt dann die Schaltklinke q die Verschiebung des Papierbandes in der oben beschriebenen Weise. Dreht man nun den Handhebel / zurück, so wird zunächst der Hahn/geschlossen, während die Schaltklinke q über das Schaltrad ρ hinweggleitet. Dann trifft der Winkelarm tl gegen die in der nunmehrigen Drehrichtung des Handhebels umklappbare Spitze t'2 des Sperrhebels t. Sobald der Winkelhebel t1 über die Sperrstange t hinweggegangen ist, kehrt die Spitze t" infolge einer kleinen Blattfeder in ihre ursprüngliche Lage zurück. Bei der Bewegung des Winkelarmes tl in der entgegengesetzten Richtung kann die Spitze i'2 zufolge ihrer aus der Zeichnung ersichtlichen Anordnung nicht umgeklappt werden; die Sperrstange rnufs ausgerückt werden.
Nachdem der Winkelarm t1 an der Sperrstange t vorbeigekommen ist, wird der Hahn/ geschlossen, während der Hahn g geöffnet zu werden beginnt. Sobald der Handhebel / den Kopf, Z1 der Kolbenstange erreicht, ist der Hahn g bereits so weit geöffnet, dafs die im Cylinder α enthaltene Flüssigkeit durch den Rohransatz gλ austreten kann, sobald der Kolben niedergedrückt wird. Beim Weiterdrehen des Handhebels / bleibt der Hahn g geöffnet.
Die Menge der austretenden Flüssigkeit entspricht nun genau dem vom Kolben e zurückgelegten Wege, und letzterer wird mittelst des Punktirrades ο auf das im Gehäuse O befindliche Papierband aufgezeichnet. Es ist deshalb ohne Weiteres klar, dafs man aus den auf das Papier neben einander aufgebrachten Strichen erkennen kann, wie oft und welche Flüssigkeitsmenge ausgeschänkt ist.
Da nun in den Gastwirthschaften für dieselben Preise verschiedene Flüssigkeitsmengen abgegeben werden, je nachdem der Verkauf für das Local oder nach aufserhalb gilt, so kann man aus den einzelnen Aufzeichnungen auch ersehen, ob der Verkauf für das Local oder nach aufserhalb stattgefunden hat, sobald man für jeden Preis und für jede Verkaufsart verschiedene Strichlängen vorsieht. Verkauft man z. B. im Local Mengen für 5, 10 und 15 Pfennige und nach aufserhalb Mengen für 10 und 20 Pfennige, so ordnet man fünf verschiedene Strichlängen an und theilt die Breite des Papierbandes dementsprechend durch fünf verschiedene fortlaufende Linien in einzelne Abschnitte ein.
Nach dem Abwickeln des Papierbandes kann man dann ohne Weiteres neben die einzelnen Theilstriche die Geldbeträge schreiben, um sie dann zusammenzuzählen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Mefsapparat mit Registrirvorrichtung für den Ausschank von Flüssigkeiten,. gekennzeichnet durch . einen Mefscylinder (a) mit verschiebbarem Kolben fej, dessen Einzelbewegungen je nach Zahl und Gröfse auf einem neben dem Cylinder angeordneten, beim Neufüllen durch Hebel (I) und Zahnräder (p, r1, r2, s1 und s2) weiter bewegten Bande mittelst eines auf einer Traverse (h) der Kolbenstange angeordneten Punktirrades (0) aufgezeichnet werden, indem dasselbe auf dem Bande Eindrücke in der jedesmalig erreichten Höhe des Kolbens, also der Ausschankmenge entsprechend, hinterläfst.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. bezeichneten Apparates, gekennzeichnet durch einen unter Federdruck stehenden gezahnten Sperrhebel (t), welcher den Kolben so lange in seiner unteren Stellung erhält, bis der Abflufshahn geöffnet und der Zuflufshahn geschlossen ist, sodann jedoch mittelst eines am Handhebel· (TJ angebrachten Winkelarmes (t1) zur Seite gebogen wird, so dafs der Kolben (e) von einer Spiralfeder (i) in seine oberste Stellung gedrängt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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