DE850438C - Verfahren zur Herstellung von haltbaren pastenfoermigen, zur Veredlung von Faserstoffen, insbesondere Textilien, geeigneten Emulsionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von haltbaren pastenfoermigen, zur Veredlung von Faserstoffen, insbesondere Textilien, geeigneten Emulsionen

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DE850438C
DE850438C DEC1349D DEC0001349D DE850438C DE 850438 C DE850438 C DE 850438C DE C1349 D DEC1349 D DE C1349D DE C0001349 D DEC0001349 D DE C0001349D DE 850438 C DE850438 C DE 850438C
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Application number
DEC1349D
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English (en)
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Florian Dr Enderlin
Luzius Dr Schibler
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Novartis AG
BASF Schweiz AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Ciba AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von haltbaren pastenförmigen, zur Veredlung von Faserstoffen, insbesondere Textilien, geeigneten Emulsionen 1n dem Patent 748 833 ist ein Verfahren zur Herstellung von haltbaren, pastenförmigen, zur Veredlung von Faserstoffen, insbesondere Textilien, geeigneten Emulsionen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in einer mehr als 12% in Alkali aufgelöstes Kasein enthaltenden wässerigen Lösung eine nicht wesentlich unter ioo° und nicht wesentlich über 25o° siedende, mit Wasser nicht mischbare organische Flüssigkeit bzw. Lösung emulgiert und die erhaltene Emulsion mit Wasser und Formaldehyd versetzt, bis die wässerige Phase weniger als 12% Kasein enthält.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform dieses Verfahrens wird eine Alkalikaseinatlösung verwendet, die noch weitere mit Formaldehyd härtbare Kondensationsprodukte bildende Stoffe, wie Harnstoff, Thioharnstoff, Guanidin, Dicyandiamid oder Melamin, oder Gemische dieser Stoffe enthält. Es hat sich nun weiter gezeigt, daß die Emulgierung der mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit in der Alkalikaseinat und mindestens einen weiteren mit Formaldehyd härtbare Kondensationsprodukte liefernden Stoff enthaltenden wässerigen Lösung auch in Gegenwart des Formaldehyds und bei einer unter 12'/0 liegenden Konzentration des Kaseins vorgenommen werden kann, wenn man die wässerige Lösung nach Zusatz des Formaldehyds so weit kondensiert, daß deren Viskosität auch bei einem Gehalt von weniger als 12 % Kasein die Emulgierung der öligen Phase ermöglicht. Die Herbeiführung dieses erhöhten Viskositätsgrades der wässerigen Lösung erfolgt in der für Harze der Carbamidreihebekannten Weise entweder durch längeres Stehenlassen bei gewöhnlicher Temperatur oder kürzere Einwirkung erhöhter Temperatur. Verdünnt man dann die Gemische so weit, daß die Kaseinkonzentration unter i2%, vorzugsweise unter ioo/o sinkt, so sind dieselben praktisch unbegrenzt haltbar. Die gegenüber frisch hergestellten Mischungen erhöhte Viskosität solcher Primärkondensate befähigt dieselben unmittelbar zur Bildung von Emulsionen mit organischen Lösungsmitteln, wodurch direkt Bindemittel jeder beliebigen Form erhalten werden können. Der technische Hauptvorteil derartiger Erzeugnisse beruht einerseits auf der geringen Trockensubstanz, bezogen auf die Konsistenz, anderseits auf der Härtbarkeit bei erhöhter Temperatur. Durch Zusatz von Farbstoffen, Weichmachern, Füllstoffen, anderen Bindemitteln usw. können die beschriebenen Emulsionen in mannigfacher Weise verändert werden. Man erhält dadurch Erzeugnisse, die sich in hervorragender Weise als Druckfarben, Appreturen, Anstrichmittel und Klebstoffe eignen. j Beispiel i Zu einer Lösung von 9 Teilen Kasein und i Teil Borax in 4o Teilen Wasser fügt man 8,5 Teile Harnstoff und 1,5 Teile Thioharnstoff. Nach deren Auflösung setzt man tropfenweise 3o Teile 36o/oige Formaldehydlösung zu. Nun läßt man so lange stehen, bis sich ein zähes, in Wasser aber noch leicht verteilbares Gel gebildet hat, was bei gewöhnlicher Temperatur in einigen Tagen der Fall ist. Der gleiche Zustand kann durch 3- bis 4stündiges Erhitzen auf dem Wasserbad herbeigeführt werden. Das Gel wird mit 25 Teilen Wasser gequollen und zu einer viskosen Lösung verrührt; in welcher man 5 Teile Hansagelb G (S c h u 1 t z , Farbstoff -tabellern, 7. Auf l., Nr. 84) fein verteilt. Der Pigmentanreibung setzt man allmählich 8o Teile Lackbenzin zu und homogenisiert zu einer zügigen, haltbaren Emulsion.
  • Beispiele Man löst einerseits 2o Teile Kasein und 2 Teile Borax und 16 Teile Harnstoff in 78 Teilen Wasser, anderseits 4 Teile Melamin in 6o Teilen 36o/oiger Formaldehydlösung. Die Melamin-Formaldehyd-Lösung läßt man in die Kasein-Harnstoff-Lösung eintropfen, wobei man letztere gut rührt. Nach etwa 24stündigem Stehen ist die Mischung zu einem zähen Gel eingedickt. Man verrührt dasselbe mit 79 Teilen Wasser zur einer viskosen Harzlösung, welche durch Zusatz von i Teil Borax abgestumpft wird. Nun läßt man unter Rühren 14o Teile einer 2o/oigen Rohkautschuklösung in Chlorbenzol einfließen und homogenisiert die entstandene Paste mittels einer Salbenmühle oder Knetmaschine. Die Emulsion trocknet zu einem vollkommen farblosen und .durchsichtigen Film auf und ist unverändert haltbar. Ihre Verwendung kann z. B. in der Weise erfolgen, @daß man 95 Teile Bindemittel mit 5 Teilen einer Anreibung von Cibanonblau RS (S c h u 1 t z , Farbstofftabellen, 7. Aufl., Nr. 1228) vermischt. Die Anreibung erhält man durch Vermahlen von i Teil Farbstoff in 3,5 Teilen einer ioo/oigen Kaseinlösung und nachträglichem Zusatz von o,5 Teilen Harnstoff. Dieser hat den Zweck, das Kasein beim Vermischen mit dem Formaldehyd enthaltenden Bindemittel vor möglicher Ausflockung zu schützen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von haltbaren, pastenförmigen, zur Veredlung von Faserstoffen, insbesondere Textilien, geeigneten Emulsionen nach Patent 748 833, dadurch gekennzeichnet, daß man als wässerige Phase ein Gemisch aus einer Alkalikaseinatlösung, Formaldehyd und mindestens einem weiteren, mit Formaldehyd härtbare Kondensationsprodukte bildenden Stoff, wie Harnstoff, Thioharnstoff, Guanidin, Dicyandiamid oder Melamin, verwendet, dessen Komponenten so weit vorkondensiert sind, daß die Viskosität der wässerigen Lösung auch bei einem Gehalt von weniger als 12% Kasein die Emulgierung der öligen Phase ermöglicht.
DEC1349D 1940-11-23 1940-11-23 Verfahren zur Herstellung von haltbaren pastenfoermigen, zur Veredlung von Faserstoffen, insbesondere Textilien, geeigneten Emulsionen Expired DE850438C (de)

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