DE849653C - Verfahren zur Herstellung von Abbildungen menschlicher Koerperformen aus getrennten Aufnahmen einzelner Koerperteile (Steckbrieffilm) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abbildungen menschlicher Koerperformen aus getrennten Aufnahmen einzelner Koerperteile (Steckbrieffilm)

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DE849653C
DE849653C DEK5363A DEK0005363A DE849653C DE 849653 C DE849653 C DE 849653C DE K5363 A DEK5363 A DE K5363A DE K0005363 A DEK0005363 A DE K0005363A DE 849653 C DE849653 C DE 849653C
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DE
Germany
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images
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film
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DEK5363A
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Inventor
Friedrich-Ludwig Koch
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/14Pasting; Mounting
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/04Photo-taking processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Processing Or Creating Images (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Abbildungen menschlicher Körperformen aus getrennten Aufnahmen einzelner Körperteile (»Steckbrieffilm«) Bei polizeilichen Fahndungen nach gesuchten Personen ist es üblich, einen Steckbrief herauszugeben, der neben einer mehr oder weniger vollständigen Beschreibung der gesuchten Person weitere Angaben sowie ein Foto enthält.
  • In vielen Fällen ist es jedoch unmöglich, ein Foto der gesuchten Person zu erhalten, und dem Steckbrief haftet infolgedessen ein schwerwiegender Mangel an.
  • Die Kriminalpolizei konnte sich bisher in den Fällen, in denen die gesuchte Person von Zeugen gesehen wurde, der Zeichenmethode bedienen. Bei dieser wird durch einen besonders geschulten Künstler auf Grund von Zeugenaussagen ein Porträt der gesuchten Person gezeichnet und dann in Vervielfältigungen veröffentlicht. Die Nachteile dieser Methode bestehen besonders darin, daß für jeden einzelnen Fall ein besonders geschulter Künstler herangezogen werden muß, ein gezeichnetes Bild immer Nachteile gegenüber einem Foto hat und das Porträt durch auf freie Erinnerung fußende Zeugenaussagen aufgebaut werden muß.
  • Die im folgenden als Steckbrieffilm bezeichnete Erfindung weist diese Mängel nicht auf und gibt eine Herstellungsmöglichkeit für weitgehend naturgetreue Steckbrieffotos.
  • Eine Bildserie in der Art der bekannten Verbrecheralben, die auf einen Filmstreifen übertragen wird, trägt nur wenig der fast unendlich großen Vielgestaltigkeit der menschlichen Gesichtsbildung Rechnung.
  • Das erfindungsgemäß Neue des Steckbrieffilms ermöglicht es, jedes beliebige Porträt zusammenzustellen. Porträtelemente, wie Kopfumriß (Abb. r), Haartracht (Abb.2), Augen nebst Augenbraue (Abb.3), Nase (Abb. q), Ohren (Abb. 5 und 6) und Mundpartie (Abb. 7), befinden sich jeweils auf einem besonderen Filmstreifen als lebendes Bild. Jeder dieser Filmstreifen enthält in seinem Verlauf vom ersten bis zum letzten Bild eine Vielzahl von Variationen des betreffenden Porträtelements in Form und Größe, die von Negativen einer geeigneten großen Auswahl Porträts, z. B. von Negativen eines Verbrecheralbums; unter Zuhilfenahme von entsprechenden Masken auf den Filmstreifen kopiert wurden. Auch unter Anwendung von Trickfilmverfahren ist die Herstellung derartiger Filmserien realisierbar.
  • Ein Film dieser Art, der z. B. nach Abb. 7 nur die Mundpartie darstellt, enthielte also im Verlauf der Bildfolge alle möglichen Mundformen und Größen innerhalb des Proportionsbereichs des darzustellenden Gesamtporträts in langsamer, aber stetiger Entwicklung einer Form aus der anderen.
  • Durch gleichzeitige Projektion oder durch einfaches Übereinanderlegen beliebiger Bilder aller Filme bzw. Diapositive, die jeweils ein Porträtelement nach Abb. i bis 7 enthalten, kann man also ein Porträt wie in Abb.8 zusammenstellen, indem man in geeigneter Weise Abb. i bis 7 ineinanderzeichnet.
  • Durch die sehr große Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten jedesPorträteletnentseines Filmstreifens mit jedem beliebigen Porträtelement aller anderen Filmstreifen ist es möglich, die Vielgestaltigkeit der Natur nachzubilden und jedes beliebige Porträt zusammenzustellen.
  • Die Herstellung des Steckbrieffotos verläuft folgendermaßen: Zuerst beantwortet der Zeuge oder die Zeugen die üblichen Fragen nach dem Aussehen der gesuchten Person, worauf die Polizei eine Auswahl unter den vorliegenden Filmstreifen vornimmt. Dann wird der erste Film vorgeführt, auf dem nach Abb. i die Umrisse des Kopfes gezeigt werden. Hatte der Zeuge z. B. bei der Vernehmung die Kopfform der gesuchten Person als länglich-oval angegeben, werden ihm im Verlauf des ersten Films die vielen Variationsmöglichkeiten dieses Typs in bezug auf Umriß, Lage der Backen- und Kinnpartien zezeigt. Der Zeuge ist also nicht gezwungen, nur Aussagen aus der freien Erinnerung zu machen, sondern kann eine vergleichende Prüfung unter vielen Variationsmöglichkeiten vornehmen.
  • Sobald nun der Zeuge die Variation gefunden hat, die mit derjenigen der gesuchten Person übereinstimmt, wird der Film angehalten und auf 'der Leinwand mit dem nächsten Film überblendet. Dieser enthält die Haartracht (Abb. 2) und bringt im Verlauf der Bildfolge die vielen Möglichkeiten in Bezug auf Frisur, Haaransatz usw. Bei Übereinstimmung mit der Haartracht der gesuchten Person wird auch dieser Film gestoppt und das bereits entstandene kombinierte Bild, bestehend aus Kopfumriß und Haartracht, mit dem Film überblendet, der nach Abb. 3 die Augenpartie enthält.
  • Schrittweise, durch die auf die Erinnerung gestützte Auswahl des Zeugen, wird das auf der Leinwand entstehende kombinierte Bild zu dem Porträt ergänzt, das der Zeuge zuletzt als mit der gesuchten Person übereinstimmend bestätigt.
  • Etwaige notwendige Korrekturen werden vorgenommen, indem der betreffende Film vorwärts oder rückwärts laufengelassen wird, oder werden durch Ausrichten des betreffenden Projektors bewerkstelligt.
  • Von dem auf diese Art und Weise zusammengestellten Porträt wird anschließend das Steckbrieffoto hergestellt.
  • Derartige Filme könnten auf mehreren normalen Projektionsgeräten vorgeführt werden, was jedoch unpraktisch und teuer wäre. Ein erfindungsgemäßes Projektionsgerät stellt eine raumsparende, billigere Lösung dar. Es besteht aus so viel Bildwerfern, wie Filme zur Zusammenstellung des Porträts erforderlich sind, z. B. aus sieben Bildwerfern zur Vorführung der Filme nach Abb. i bis 7. In einem von diesen, dem Laufbildwerfer, der in seinem Aufbau einem normalen Filmvorführungsgerät entspricht, wird der erste Film bis zum Anhalten durch den Zeugen vorgeführt. Sodann wird der Film mit seinen beiden Spulen aus dem Laufbildwerfer herausgenommen und in einen der anderen Bildwerfer, die als ,Stehbildwerfer mit Vorrichtung zur Aufnahme der Filmspulen ausgebildet sind, eingelegt, und zwar mit dem Bilde, das der Zeuge als übereinstimmend mit der betreffenden Einzelheit der gesuchten Person erkannt hat.
  • In den Laufbildwerfer wird nun der nächste Film eingelegt und vorgeführt. Dieses Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis der letzte Film durch den Zeugen angehalten wurde. Etwaige Korrekturen am Gesamtbild werden durch Ausrichten des Bildwerfers, der das betreffende Einzelbild, z. B. die Mundpartie, projiziert, nach Höhe und Seite vermittels Stellschrauben sowie durch Vorwärts- oder Rückwärtsdrehen des betreffenden Films vorgenommen.
  • Eine entsprechende Kennzeichnung der einzelnen Filmstreifen in Verbindung mit einer fortlaufenden Numerierung der Einzelbilder ermöglicht jederzeit eine genaue Reproduktion eines b; stimmten Porträts und gewährleistet somit, bei entsprechender Verbreitung des beschriebenen Verfahrens, eine schnelle Übermittlung des Steckbrieffotos auf dem Fernmeldewege.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C I I E i. Verfahren zur Herstellung von Abbildungen menschlicher Körperformen, besonders von Gcsichfern, dadurch gekennzeichnet, daß man mehrere Filme oder Diapositive, von denen jeder bzw. jedes für sich nur eine Folge von Variationen einer bestimmten Einzelheit von Körperteilen, z. B. Kopf- oder Augen- oder Nasenformen, enthält und die, in geeigneter Form zusammengestellt, den vollständigen Körperteil ergeben, gleichzeitig oder in bestimmter Reihenfolge übereinandergelegt, so daß sie sich zu einem Gesamtbild ergänzen oder auf einen Schirm projiziert, wo die Bilder der einzelnen Filme bzw. Diapositive so zur Deckung gebracht werden, daß sie sich zu dem Gesamtbild des betreffenden Körperteils ergänzen.
  2. 2. Filme und Diapositive zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß a) jeder Film bzw. jedes Diapositiv nur eine ganz bestimmte Einzelheit enthält, z. B. Kopf- oder Augen- oder Nasenformen, die im Verlauf der Bildfolge vom ersten bis zum letzten Bild einer stetigen Variation in Form und Größe unterliegt, und diese Variation die durch die Natur gegebenen Möglichkeiten weitgehend erfaßt; b) die Bilder dieser Filme oder Diapositive fortlaufend numeriert sind.
  3. 3. Projektionsgerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, (laß a) mindestens so viel Bildwerfer, die auf einen einzigen Schirm projizieren, zu einer Einheit zusammengebaut sind, wie Filme zur Zusammenstellung einer vollständigen Abbildung, z. B. eines Gesichtes, benötigt werden, und von diesen Bildwerfern einer ein mechanisch angetriebenes Filmvorführungsgerät mit Vorrichtung zum Rückwärtslauf des Filmstreifens ist, während die anderen Stehbildwerfer mit je einem eingebauten Auflaufspulengehäuse sind; b) jeder der unter a genannten Bildwerfer mit einer der an sich bekannten Stellvorrichtungen versehen ist, vermittels derer jeder Bildwerfer unabhängig von den andeien nach Höhe und Sexte ausgerichtet werden kann.
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