DE273089C - - Google Patents

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DE273089C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B30/00Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images
    • G02B30/20Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images by providing first and second parallax images to an observer's left and right eyes
    • G02B30/26Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images by providing first and second parallax images to an observer's left and right eyes of the autostereoscopic type
    • G02B30/30Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images by providing first and second parallax images to an observer's left and right eyes of the autostereoscopic type involving parallax barriers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— Ja 273089-KLASSE 42 h. GRUPPE
in WIEN.
Verfahren zur Herstellung von plastisch wirkenden Bildern. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. April 1913 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Bildern, die ohne besonderen, d. h. von dem Bilde getrennten optischen Apparat in Aufsicht (gegen eine dunkle Unterlage gehalten) plastisch erscheinen, indem der optische Apparat in die bzw. unter die Bildfläche verlegt wird.
Das Neue besteht im wesentlichen darin, daß das eine Teilbild als Diapositiv und das
ίο andere als transparentes, beispielsweise als gebleichtes Negativ ausgeführt wird, und daß diese beiden Bilder dann Schicht auf Schicht auf einer Unterlage angeordnet werden, welche, vom Standpunkte der Augen des Beobachters
!5 aus betrachtet, für das Diapositiv eine weiße und für das gebleichte Negativ eine schwarze Unterlage bildet.
Im folgenden sind mehrere Durchführungsformen des Verfahrens beschrieben, welche das gemeinsame Merkmal haben, daß durch Wahl einer geeigneten Unterlage für übereinandergelegte, durchsichtige, stereoskopisch aufgenommene Teilbilder, die in Komplementärfarben oder als Diapositiv und als negatives, weißes, transparentes Bild (ζ. Β. gebleichtes Negativ) ausgeführt sein können, das eine Bild ausschließlich dem einen und das andere Bild ausschließlich dem anderen Auge sichtbar gemacht wird. Die diesen Effekt ergebende Unterlage kann hierbei von den Stereoskopbildern gesondert sein, oder, insbesondere bei Verwendung geteilter Bilder, durch das dunkle Positivbild selbst gebildet werden.
In der Zeichnung sind in stark vergrößertem Maßstabe Teile von dem Erfindungsverfahren gemäß hergestellten Bildern in Querschnitt dargestellt und ist der Gang der Sehstrahlen der Augen des Beschauers veranschaulicht.
Wenn ein gewöhnliches Diapositiv auf eine schwarze Unterlage gelegt wird, so wird bekanntlich das Bild unsichtbar oder nahezu unsichtbar ; es erscheint dagegen als positives Bild, wenn das Diapositiv auf eine weiße Unterlage gelegt wird. Wenn dagegen ein in lichtem Tone gehaltenes oder ein durch chemisehe Mittel gebleichtes Film- oder Plattennegativ auf eine weiße Unterlage gelegt wird, so wird das Bild unsichtbar oder nahezu unsichtbar; es erscheint dagegen als positives Bild, wenn es auf eine schwarze Unterlage gelegt wird.
Das Ausbleichen der Negative kann nach jedem bekannten Ausbleich verfahren vorgenommen werden, z. B. in Bädern von Quecksilberchlorid oder von Kupferbromid usw. Anstatt dessen können die Bilder auch von Anfang an weiß gehalten werden, und zwar mittels Pigment- oder Askaudruck oder mittels des nassen Kollodiumverfahrens und nachträglichen Bleichens mit Kupferbromid.
Die erste Ausführungsform der neuen Erfindung zur Herstellung plastisch wirkender Bilder besteht nun darin, daß das eine der mittels einer Stereoskopkamera aufgenommenen Teilbilder als Diapositiv, das andere als weißes, transparentes Negativbild, beispielsweise als gebleichtes Negativ ausgeführt wird. Diese beiden Bilder werden nun Schicht auf Schicht
auf eine Unterlage gebracht, welche für das eine Auge und für das diesem zugeordnete Diapositiv eine weiße Unterlage, für das andere Auge und das diesem zugeordnete gebleichte Negativ eine schwarze Unterlage bildet. Hierbei muß das gebleichte Negativ oberhalb des Diapositivs liegen.
In Fig. ι ist das gebleichte Negativ mit a, das Diapositiv mit b bezeichnet. Diese beiden
ίο Bilder werden zur Deckung gebracht und der Erfindung gemäß auf die glatte Seite einer Prismenplatte c (Fig. i) gelegt, bei welcher die einen Seiten d der Einzelprismen schwarz gefärbt sind. Diese Prismenplatte kann aus Glas, Zelluloid o. dgl. hergestellt sein. Die Winkel der Einzelprismen sind derart gewählt, daß für- das eine Auge des in- normaler Sehweite befindlichen Beschauers die schwarzen Prismenflächen ä_ durch totale Reflexion erscheinen, so daß für dieses Auge die Platte c eine schwarze Unterlage bildet. Diesem Auge (in Fig. ι ist dies das rechte Auge) erscheint somit bloß das Bild des gebleichten Negativs, und zwar als positives Bild; dagegen wird für dieses Auge das Diapositivbild optisch aufgehoben, weil es auf der schwarzen Unterlage erscheint. Für das andere (linke) Auge ist die . Platte c durchsichtig. Eine unter der letzteren angeordnete weiße Unterlage e dient somit dem linken Auge und dem diesem zugeordneten Diapositiv b als Unterlage, so daß das Diapositivbild nur dem linken Auge sichtbar wird. Dagegen wird durch die weiße Unterlage e das Bild des gebleichten Negativs für das linke Auge optisch aufgehoben.
Ein nach dem beschriebenen Verfahren zusammengesetztes Bild erscheint somit innerhalb der normalen Sehweite plastisch, weil jedem Auge nur das ihm zugeordnete Teilbild sichtbar gemacht wird. Die Größe der Prismenwinkel der Platte c, bei welcher für das in normaler Sehweite befindliche Auge totale Reflexion eintritt, kann rechnungsmäßig festgestellt werden.
Das beschriebene Verfahren kann in der Weise abgeändert werden, daß das transparent schwarze Diapositivbild und das weiße Negativbild auf ein und derselben Platte oder auf demselben Filmblatt hergestellt werden. Mittels eines Streifen- oder Schachbrettrasters werden auf der Platte zuerst Streifen' bzw. Quadrate des einen Bildes erzeugt und in den verbleibenden Zwischenräumen Streifen bzw. Quadrate des anderen Stereoskopbildes eingetragen ■ werden. Die Teile des positiven Bildes werden transparent schwarz, jene des negativen Bildes transparent weiß gehalten. Wird ein derart behandeltes Bild in der angegebenen Weise auf eine Prismenplatte c (Fig. 1) gelegt, so sieht das eine Auge das ihm zugeordnete schwarze.. Bild,, das andere bloß das weiße Bild. Obwohl von jedem Stereoskopbild bloß Teile (Streifen bzw. Quadrate oder Punkte) vorhanden sind, so faßt doch das Auge diese Bildteilchen zu einem kontinuierliehen Bild zusammen.
Eine weiße Unterlage für das eine Auge und das diesem zugeordnete Diapositivbild und eine schwarze Unterlage für das andere Auge und das diesem zugeordnete weiße Transparentbild können auch, wie Fig. 2 zeigt, durch Anwendung mehrerer Raster geschaffen werden. Der unterste Raster i (Fig. 2) besteht aus nicht transparenten, miteinander abwechselnden schwarzen und weißen Streifen. Auf diesem Raster i liegt ein Raster /, der aus schwarzen, jedoch transparenten Streifen und mit diesem abwechselnden, farblos durchsichtigen Streifen besteht. Die Streifen der Raster i, j sind in Abstand voneinander angeordnet und derart gegeneinander versetzt, daß sich für das eine Auge (in Fig. 2 ist dies das rechte Auge) die schwarzen Streifen decken und die weißen Streifen des Rasters i sichtbar sind, während für das andere (linke) Auge die schwarzen Streifen beider Raster i, j eine ununterbrochene schwarze Unterlage bilden. Unmittelbar auf den Streifen des Rasters / liegen die Streifen eines dritten Rasters k, der aus miteinander abwechselnden transparent weißen Streifen und farblos durchsichtigen Streifen besteht. Hierbei decken sich die transparent weißen Streifen des Rasters k mit den transparent schwarzen Streifen des Rasters j. Die transparent weißen Streifen des Rasters k können auf die Rasterplatte des Rasters j aufgebracht werden.
Die Anordnung der Raster i, j, k in der beschriebenen Weise hat zur Folge, daß für das eine (linke) Auge des Beschauers eine ununterbrochene schwarze Unterlage geschaffen wird, die aus den schwarzen Streifen der Raster i, j zusammengesetzt ist. Das andere (rechte) Auge sieht dagegen eine ununterbrochene weiße Unterlage, die von den weißen Streifen der Raster i, k gebildet wird. Auf die so geschaffene Unterlage werden nun ebenso wie nach dem ersten Verfahren Schicht auf Schicht übereinandergelegt das Diapositivbild b und das negative, transparent weiße Bild α (gebleichtes Negativ) angeordnet. Das rechte Auge sieht somit bloß das Diapositiv b auf weißer Unterlage, dem linken Auge erscheint dagegen das gebleichte Negativ α auf der schwarzen Unterlage als schwarzes positives Bild.
Anstatt der Prismenplatte c (Fig. 1) oder der drei Raster i, j, k (Fig. 2) kann als Unterlage für die Teilbilder eine einzige schwarzweiß gestreifte Platte verwendet werden. Hierbei müssen die beiden Teilbilder in besonderer Weise ausgeführt werden.
Nach der dritten Durchführungsform des Verfahrens wird ein Diapositiv hergestellt,
welches aus miteinander abwechselnden Streifen des rechten und linken Bildes besteht. Dieses Diapositiv f (Fig. 3) enthält die Bildstreifen r1, r3,rs... des rechten Teilbildes. Zwischen den Streifen r1, r3, r&... befinden sich die Streifen von P, I4; le... des linken Bildes. Es fehlen somit in dem Diapositiv die Streifen r2, r4·, r6... des rechten und die Streifen P, P, P.. . des linken Bildes. In ähnlicher Weise wird ein zweites Bild, jedoch als gebleichtes Negativ hergestellt, welches die dem Diapositiv f fehlenden Bildstreifen r2, rl... und P, I3...
beider Teilbilder enthält. Die Herstellung
. solcher geteilter und zusammengesetzter Bilder erfolgt mittels eines Rasters. Das gebleichte Negativ g (Fig. 3) und das Diapositiv f werden nun Schicht auf Schicht übereinandergelegt, wobei das gebleichte Negativ oben liegt. Unter den derart ausgeführten und übereinandergelegten Teilbildern wird eine schwarzweiß gestreifte Unterlage h (Fig. 3) angeordnet, derart, daß sich die schwarzen Streifen s und die weißen Streifen w in Abstand von der photographischen Schicht der beiden Teilbilder f, g befinden. Dieser Abstand kann durch die Dicke der Diapositivplatte f oder der die Streifen s und w tragenden Platte h gegeben sein.
Infolge der Konvergenz der Augenachsen erscheinen für das rechte Auge die Bildstreifen r1, r3, r5... des Diapositivs f über den weißen Streifen d der Unterlage h und werden dadurch sichtbar. Die fehlenden Bildstreifen r2, r 4 ... des rechten Teilbildes erscheinen dem rechten Auge über den schwarzen Streifen s der Unterlage h und werden dadurch diesem Auge gleichfalls sichtbar. Das rechte Auge sieht somit sämtliche dem rechten Teilbild angehörigen Streifen r1, r2, r3, r4, r5... und faßt diese BiIdstreifen zu einem Bilde zusammen; dagegen erscheinen dem rechten Auge die Streifen P, P, Is... des gebleichten Negativs über den weißen Streifen w der Unterlage h und die Streifen P, /4... des Diapositivs f über den schwarzen Streifen s der Unterlage h. Es werden somit sämtliche, dem linken Teilbilde angehörige Streifen P, I2, Is, ll, P... für das rechte Auge optisch aufgehoben, und dieses sieht bloß das rechte Teilbild. Dasselbe gilt für das linke Auge.
Dieses sieht die Streifen P, P... des linken Teilbildes über den schwarzen Streifen s, die Streifen I2, ^4... des linken Teilbildes über den weißen Streifen w. Für das linke Auge sind somit bloß die dem linken Bilde zugehörigen Streifen P, P, P ... sichtbar, dagegen die Streifen r1, r2, r3... des rechten Teilbildes unsichtbar.
. Nach diesem Verfahren hergestellte Teilbilder " erscheinen somit dem in Sehweite befindlichen Beschauer als plastische Bilder.
Die Breite der Streifen r, I, s und w ist sehr gering und hängt ebenso wie die Entfernung der Streifen s und w von der photographischen Schicht der beiden Teilbilder f, g von der für das betreffende Bild gewählten Sehweite ab.
Das soeben beschriebene Verfahren kann in der Weise vereinfacht werden, daß jedes der Teilbilder f, g bloß die Streifen eines Bildes enthält und zwischen den Bildstreifen leere Streifen verbleiben. Das Bild f enthält bloß die Streifen r1, r3.. ., das Bild g bloß die Streifen P, P, während die Streifen r2, r4. .. und I2, P fehlen. Sind die Streifen hinreichend schmal, so werden sie von dem Auge zu einem vollständigen Bild zusammengefaßt.
Anstatt eines Diapositivs und eines gebleichten Negativs können in der letztbeschriebenen Durchführungsform des Verfahrens geteilte und zusammengesetzte Teilbilder in komplementären Farben hergestellt werden, wobei die Unterlage aus miteinander abwechselnden Streifen derselben Komplementärfarben besteht. Das eine Auge erhält alsdann, ähnlich wie beim Anaglyphenverfahren ein Bild in der einen, das andere ein Bild in der anderen der beiden Komplementärfarben, so daß durch physiologische Mischung ein schwarzweißes Bild entsteht.
Die beiden Stereoskopbilder können auch in der Weise hergestellt werden, daß die Anordnung einer besonderen Unterlage, welche die beiden Bilder den Augen gesondert vermittelt, entbehrlich ist, indem das schwarze Bild unmittelbar sichtbar gemacht wird und als Unterlage für das weiße Bild dient. Die beiden Bilder, die in den Fig. 4 und 5 voneinander getrennt in Ansicht dargestellt sind, müssen hierbei in besonderer Weise geteilt werden.
Das dunkle Positivbild m (Fig. 4) wird auf einer undurchsichtigen weißen Unterlage erzeugt und besteht aus miteinander abwechselnden dunklen Streifen p und weißen Streifen q. Die weißen Streifen q enthalten keine Bildteile. Die dunklen Streifen p sind nochmals geteilt, so daß Quadrate entstehen. Jedes zweite dieser Quadrate enthält ein Teilchen m1 des dunklen Positivbildes m. Die zwischen diesen Bildteilchen m1 verbleibenden Quadrate s1 sind schwarz. Von dem Positivbild m ist somit bloß jeder vierte Punkt vorhanden. no
In ähnlicher Weise ist das weiße Bild η (Fig. 5) geteilt. Es wird auf einer farblos durchsichtigen Unterlage erzeugt und besteht aus miteinander abwechselnden weißen Streifen u und farblos durchsichtigen Streifen v, welch letztere keine Bildteilchen enthalten. Die weißen Streifen u sind nochmals geteilt, so daß Quadrate entstehen. Jedes zweite dieser Quadrate enthält ein Teilchen n1 des transparent weißen Negativbildes. Die zwischen diesen weißen Bildteilchen n1 verbleibenden Quadrate w1 sind weiß. Von dem weißen Bilde ist
somit gleichfalls bloß jeder vierte Punkt vorhanden.
Die beiden Bilder tn, η werden nun übereinandergelegt, und zwar das weiße Bild oben und quer zu den Längsstreifen q und ν um die halbe Breite dieser Streifen, in der Richtung der Streifen q, ν jedoch um die volle Breite der Quadrate m1 (bzw. n1, s1, w1) gegeneinander versetzt, so daß immer ein dunkles Bildteilchen m1 mit einem weißen n1 abwechselt.
Die Fig. 6 und η veranschaulichen Querschnitte nach den Linien A-B und C-D der Fig. 4 und 5 durch die übereinandergelegten Bilder. Aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß für das rechte Auge, dem im vorliegenden Falle das weiße Bild n zugeordnet ist, die weißen Bildteilchen n1 oberhalb der schwarzen Quadrate s1 liegen und infolgedessen sichtbar sind. Das linke Auge sieht dagegen die Bildteilchen n1 nicht, da sie ihm oberhalb der weißen Streifen q erscheinen. Fig. 7 zeigt, daß das rechte Auge in dem durch die Linie C-D angedeuteten Streifen bloß eine weiße Unterlage sieht, die sich aus den weißen Quadraten w1 und Teilen der weißen Streifen q zusammensetzt. Das linke Auge sieht dagegen durch die farblos durchsichtigen Streifen υ hindurch die Teilchen m1 des ihm zugeordneten dunklen Positivbildes m. Dasselbe ist bei den auf den Streifen A-B und C-D folgenden Streifen der Fall. Jedem Auge sind somit bloß die Teilchen des ihm zugeordneten Stereoskopbildes sichtbar. Sind diese Teilchen hinreichend klein, so faßt sie das Auge zu einem kontinuierlichen Bilde zusammen, und es ergibt sich ein plastisches Aussehen der Bilder.
Daß dem linken Auge die schwarzen Quadrate s1 durch die farblos durchsichtigen Streifen ν hindurch sichtbar sind (Fig. G), ist, wie praktische Versuche gezeigt haben, für den Gesamteffekt nicht störend. Derselbe Effekt wie bei dem soeben beschriebenen Verfahren kann selbstverständlich dadurch erzielt werden, daß das Positivbild m als Diapositiv, welches bloß die Bildteile m1 enthält, ausgebildet und auf einen Raster gelegt wird, der die schwarzen Quadrate s1 und die weißen Streifen q enthält. Die Herstellung der Teilbilder kann bei allen beschriebenen Durchführungsformen des Verfahrens sowohl auf photochemischem Wege oder durch Drucken erfolgen.

Claims (7)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung plastisch wirkender Bilder, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Teilbild als Diapositiv und das andere als transparent weißes Bild, beispielsweise als gebleichtes Negativ, ausgeführt wird und diese beiden Bilder Schicht auf Schicht auf einer Unterlage angeordnet werden, welche, vom Standpunkt der Augen des Beobachters aus betrachtet, für das Diapositiv eine weiße und für das gebleichte Negativ eine schwarze Unterlage bildet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Unterlage für die Teilbilder (a, b) eine Prismenplatte (c) aus durchsichtigem Material (Glas, Zelluloid
    0. dgl.) verwendet wird, bei welcher die einen Flächen (d) der Prismen schwarz gefärbt sind und für das eine Auge und das diesem Auge zugeordnete gebleichte Negativbild eine total reflektierende Gesamtfläche und infolgedessen eine schwarze Unterlage bilden, während für das andere Auge und das diesem zugeordnete Diapositivbild die Prismenplatte (c) durchsichtig ist und die weiße Unterlage (β) sichtbar macht (Fig. 1).
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stereoskopbilder mittels eines Streifen- oder Schachbrettrasters auf ein und derselben Platte hergestellt werden, wobei die dem einen Bild zugehörigen Teile als dunkles Diapositiv und die dem anderen Bild zugehörigen Teile als weißes Bild (gebleichtes Negativ) ausgeführt werden.
  4. 4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilbilder (a, b) auf einer aus drei Rastern (i, j, k) zusammengesetzten Unterlage angeordnet werden, von denen der unterste (i) aus undurchsichtigen, miteinander abwechselnden schwarzen und weißen Streifen, der in Abstand von diesem angeordnete zweite Raster (j) aus transparent schwarzen und mit diesen abwechselnden farblos durchsichtigen Streifen und der unmittelbar auf dem zweiten Raster (j) liegende dritte Raster (k) aus transparent weißen und mit diesen abwechselnden farblos durchsichtigen Streifen besteht (Fig. 2).
  5. 5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Diapositivbild (f), bestehend aus miteinander abwechselnden Streifen des rechten (rx,r%, r5 usw. j und linken (P, I*, le usw.J Teilbildes und ein gebleichtes Negativbild (g), welches aus den in dem Diapositiv fehlenden Bildstreifen (V2, r4, r6.. . und I1, P, Is...) der beiden Teilbilder besteht, Schicht auf Schicht, und zwar das gebleichte Negativ (g) oben, auf einer schwarzweiß gestreiften Unterlage (h) angeordnet werden, die sich in Abstand von der photographischen Schicht der beiden Teilbilder befindet (Fig. 3).
  6. 6. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei aus miteinander abwechselnden Streifen der beiden stereoskopisch aufge-
    nommenen Bilder zusammengesetzte Bilder in komplementären Farben hergestellt und Schicht auf Schicht auf einer Unterlage angeordnet werden, welche miteinander abwechselnde Streifen derselben Komplementärfarben trägt.
  7. 7. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein positives Stereoskopbild (m) als geteiltes und unvollständiges Bild mit zwischen den Bildteilchen (m1) befindlichen schwarzweißen Stellen (s1 bzw. q) ausgeführt wird, so daß es als Unterlage für ein transparent weißes Bild '(η) und als Hintergrund für das diesem zugeordnete Auge dienen kann, und das weiße Bild (η) als geteiltes Bild ausgeführt und mit weißen 1) und farblos durchsichtigen Stellen (v) versehen wird, um durch diese hindurch dem anderen Auge die Teilchen (m1) des ihm zugeordneten Positivbildes (m) sichtbar zu machen (Fig. 4 bis 7).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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