DE8482C - Nähmaschine für schwere Zeuge und lange gerade Nähte - Google Patents

Nähmaschine für schwere Zeuge und lange gerade Nähte

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DE8482C
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Germany
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sewing machine
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DENDAT8482D
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English (en)
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ROSENBERG & FRANKEL, Berliner Nähmaschinenfabrik in Berlin N., Elsasserstrafse 66
Publication of DE8482C publication Critical patent/DE8482C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B81/00Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1879.
ROSENBERG & FRAENKEL in BERLIN. Nähmaschine für schwere Zeuge und lange gerade Nähte.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1879 ab.
Beim Zusammennähen von Teppichen aus einzelnen Läufern oder bei der Anfertigung grofser Segel mittelst einer Nähmaschine kann man die schweren Stoffe nicht über die Stichplatte der Maschine durch deren Transporteur hinwegbewegen. Es werden in solchen Fällen die zusammenzunähenden Zeuglängen über einander horizontal fest ausgespannt, und die Nähmaschine wird an der Zeugkante entlanggeführt. Das Gestell der Maschine ist zu diesem Zweck mit Rädern versehen, die auf Schienen laufen, denen die Zeugkante parallel ausgespannt werden mnfs.
Solche aufSchienen sich selbst transportirende Nähmaschine hat die Singer-Company in New-York derartig ausgeführt, dafs ein Reibrädermechanismus an der den Schienen parallelen Kante eines Tisches angreift, auf welchen die zu nähenden Zeuglängen aufgelegt werden müssen. Ein solcher sehr langer Tisch mufs fest gebaut sein, da er durch den Maschinentransport in Anspruch genommen wird; sehr schwierig ist es, seine Kante in der nöthigen genau parallelen Lage zu den Schienen und diese ebenso zur Tischkante zu erhalten.
Es ist deshalb und um den Tisch ganz zu ersparen, vorliegende Construction geschaffen worden, bei der zwei Laufräder des Maschinengestelles auf einer Axe, direct auch die Triebräder auf den Schienen für den Selbsttransport sind.
Fig. ι und 2 stellt das auf Rädern und Schienen stehende Maschinengestell mit seiner Tischplatte und dem Sitzbrett für den Arbeiter dar. Auf der Tischplatte steht der Obertheil einer sehr stark gebauten Nähmaschine nach dem Singersystem. In der gewöhnlichen, bei Singermaschinen für Lederarbeiten gebräuchlichen Weise geht von der Krummzapfenwelle ein Schnurtrieb aufwärts zu einem Zahnrädervorgelege, mit dem der eigentliche Nähmaschinenmechanismus betrieben wird.
Mit dem Gang des letzteren mufs der Vorschub des ganzen Gestells zur Herstellung einer Naht conform sein, d. h. es mufs die gesammte Maschinerie sich um die Länge eines Nähstiches in der Richtung des in Fig. 1 eingetragenen Pfeiles fortbewegen, und zwar in dem Zeitraum, in dem die Nadel bei einem Maschinenumgang sich aufserhalb des Zeuges befindet, bei welchem ja auch der Transporteur im Maschmenobertheil seine Bewegung ausführt. Letztere ist der Bewegung der gesammten Maschinerie entgegen gesetzt, so dafs der hochgehobene Transporteur, von dem der Stoff in diesem Zeitpunkt geradezu getragen wird, relativ zum Raum still steht. Während der Zeit, in welcher die Nadel in das Zeug eingedrungen ist und die Nähschleife sich bildet, mufs der Gestellwagen still stehen.
Fig. 3 bis 5 stellen die Mechanismen zur Bewegung des Wagens dar. Durch den Maschinenobertheil ist unten eine Welle α geführt, die ihre Drehung gleichmäfsig, wie die obere Maschinenaxe von dieser, mittelst des Zwischenrades b und des auf ihr sitzenden Zahnrades c empfängt. Ueber dieser Welle liegt horizontal eine andere Welle d, die mit dem konischen Räderpaar e f auf eine stehende Welle g wirken kann. Letztere Welle führt aufsen am Gestell hinunter und trägt unten eine Schraube, die in ein Schneckenrad eingreift, welches auf derselben Axe mit dem Laufräderpaar unter dem Tisch sitzt und an dem einen Rad befestigt ist.
Den Bewegungsbedingungen entspricht nun eine zeitweise Umdrehung der Wellen d und g in bestimmten gleichen Intervallen und in bestimmten gleichen Winkeln, und solche Drehung 'wird der Welle d von der Axe h dadurch mitgetheilt, dafs eine oscillirende Kurbelschleife mittelst des Gelenkstückes i einen Bremshebel η gegen ein Bremssperrrad, das fest auf der Welle d sitzt, andrückt und um seine Axe bewegt.
Die Axe h steht direct durch konische Räder / m mit der Welle α in Verbindung und macht dieselben Umdrehungen wie diese und auch wie die den Nähapparat treibende oberste Welle. Während die Kurbelschleife ihre Schwinge p aufwärts hebt, wird durch sie der Gestellwagen fortbewegt. Beim Abwärtsgehen der Schwinge gleitet der Bremskegel an seinem Scheibenrad hinab, weil er dabei nicht gegen diesen angedrückt ist, und der Wagen steht um die zum Nähstichbilden nöthige Zeit still. Wird der Hub der Kurbel auf der Axe h verändert, so wird auch die Fortbewegung des Wagens dadurch eine veränderte werden. Deshalb ist
Yf
in den'Kurbelarm ein Schlitz eingefräst, in dem ein Stein mit einer Schraube verstellt werden kann. Der Stein trägt den Zapfen mit Rolle, .welcher, sich in dem Schlitz der Schwinge be-■ wegt. ..■■·■
Durch die Stege σ, welche einerseits den Bremskegel tragen, andererseits sich gegen den Umfang der Bremsscheibe drücken, und an der Stelle, wo die Welle dx hindurchgeht, mit länglichen Schlitzen versehen sind, wird die Bewegung der Bremsscheibe und damit die der Welle d gesichert.
Die Anwendung der Kurbelschleife hat hier den Zweck, die ruckweise Bewegung einer verhältnifsmäfsig grofsen Masse nicht stofsartig zu bewirken, sondern in ihrer kurzen Zeitdauer immerhin allmälig einzuleiten und wieder zum Stillstand zu führen.
Ist eine lange Naht fertig gestellt, so ist ein Zurückbewegen des Wagens erforderlich, das schneller von Statten gehen kann; deshalb wird mit einem Hebel, der durch einen Riegel in seinen Endstellungen gesichert werden kann, die Verbindung zwischen den Wellen d und g durch Ausrücken des konischen Rades e aufgehoben, dafür aber die stehende Welle direct mit der Welle α gekuppelt. Fig. 4.
Auf der Nabe des konischen Rades / befindet sich ein zweites kleineres konisches Rad, mit dem das Rädchen r zu arbeiten vermag, wenn es durch die Stange s mit dem Handknopf, die ebenfalls durch Riegel in ihren Endstellungen . gesichert wird, vorgeschoben und in Eingriff gebracht wird.
Der Sinn der Umdrehung wird dadurch bei der Welle g umgekehrt, und somit läuft der Wagen mit Wünschenswerther Geschwindigkeit gleichmäfsig zurück. Tritt man die Maschine verkehrt herum, so kann man die Rückbewegung auch auf diese Weise gleichmäfsig bewerkstelligen. Löst man beide Räder e und r aus, so steht der Gestellwagen ganz still, und die Nähmaschine ist wie jede gewöhnliche zu benutzen. Will man in diesem Falle, oder auch bei der gleichmäfsigen Bewegung auf den Schienen die Kurbelschleife und den Bremssperrmechanismus nicht unnütz mitgehen lassen, so kann man das konische Rädchen I ebenfalls mit einem durch Riegel versicherungsfähigen Hebel aufser Eingriff mit dem Rädchen m bringen. Nach Vollendung einer langen Naht ist es zuweilen erforderlich, auf einem anderen Schienenstrang weiter zu arbeiten und deshalb der Transport der ganzen Maschinerie in einer Curve von kleinem Radius sehr erwünscht. Um dies bequem zu ermöglichen, ist der Theil des Wagens unter dem Sitzbrett als Drehschemel gestaltet, wie dies Fig. 1 verdeutlicht. Wird die Mutter oben am Drehzapfen angezogen, so sitzt der Drehschemel fest am Wagen, wie es beim Nähen erforderlich ist.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Die Anordnung der drei Wellen mit ihren Zahnrädern, die im Kurbelhub verstellbare oscillirende Kurbelschleife, der Bremssperrmechanismus und die Schraube ohne Ende in ihrer Zusammenstellung als Transportapparat, wie beschrieben und gezeichnet.
2. Die Ausbildung eines Theils des Gestellwagens zu einem Drehschemel, um nach Belieben mit der Maschinerie auch in Curven fahren zu können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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