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Vorrichtung zum Bedruckeh von Geweben mittels Filmdruckschablone Das
Bedrucken von Geweben unter Anwendung von Filmdruckschablonen erfolgt bislang gewöhnlich
in der Weise, daß man den Druckgrundstoff auf lange Arbeitstische spannt und ihn
dort entweder mit Klebstoff oder mit Stecknadeln befestigt, damit er sich nicht
vom Arbeitstisch abhebt, wenn die Schablone nach Ausführung des Druckes. wieder
abgehoben wird. Die Schablone wird entweder von zwei Arbeitern von Hand weitergesetzt
oder in längs des Arbeitstisches angeordneten Laufschienen fortbewegt, und zwar
in der Regel bis zu dem übernächsten Rapport, der überlicherweise durch an den Tischlängsseiten
sitzenden Anschlag- oder Ansteckstifte für den Rahmen der Druckschablone festgelegt
ist. Auch gibt es fahrbare Schablonendruckmaschinen, die ohne derartige Rapportstifte
ein rapportmäßiges Weitersetzen der Druckschablone bewirken. Sie sind in ihrem Aufbau
recht verwickelt und demgemäß so kostspielig, daß sie nur in seltenen Fällen in
der Praxis angewandt werden.
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Sobald der auf dem Arbeitstisch befestigte Druckgrundstoff so unter
Auslassung immer einer Schablonenbreite auf der ganzen Länge bedruckt ist, werden
die ausgelassenen Stellen nachgearbeitet. Der Druckgrundstoff ist dann über den
ganzen Arbeitstisch mit einer ersten Farbe versehen. Enthält das Musterbild mehrere
Druckfarben, so sind mehrere Druckschablonen mit verschiedenen Farben nacheinander
in der vorstehend beschriebenen Weise anzuwenden. Es ist also, sofern nur ein Arheiter
die
Druckarbeit ausführt, erforderlich, daß er finit jeder einzelnen Schablone zweimal
über die ganze Länge des Arbeitstisches arbeitet, und erst dann kann er die nächste
Schablone in Anwendung nehmen. Oder aber man muß mehrere Druckarbeiter beschäfti@,ca
und diese in gewissen Abständen hintereina der her arbeiten lassen.
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;ach Fertigstellung der gesamten Druckarbeit wird der Grundstoff vom
Arbeitstisch losgelöst und weiterverarbeitet. In dem Falle, «-o der Druckgrundstoff
auf .den Arbeitstischen aufgeklebt worden ist, muß nunmehr der Arbeitstisch von
dem überschüssigen Gummi und der über die Warenenden hinausgegangenen Druckfarbe
gereinigt werden. Dies geschieht ,durch Waschen. Hierauf wird der Arbeitstisch getrocknet
und steht dann bereit zum Aufziehen der nächsten Rohware. In jenem Falle, wo der
Druckgrundstoff auf den Drucktisch mit Nadeln befestigt worden ist, müssen dieselben
entfernt werden, was sehr zeitraubend ist, Ein gegebenenfalls verwendeter Mitläufer
muß gründlich gewaschen werden.
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Das bisher ausgeübte Druckverfahren ist recht umstündlich und wenig
produktiv, da vor allein die Nebenarbeiten: das Befestigen des Druckgrundstoffes
auf den Arbeitstischen, das Abheben des Stoffes nach durchgeführter Druckarbeit,
das Aufhängen des Druckgrundstoffes zum Trocknen, das Waschen., Reinigen und Trocknen
der Arbeitstische bzw. eventueller Mitläufer allzu zeitraubend sind. Denn die Nebenarbeiten
nehmen bislang ungefähr `/s, die eigentliche Druckarbeit dagegen ungefähr nur %
der Gesamtarbeitszeit in Anspruch. Mit dein bisherigen Verfahren konnten bei der
oft über ioo m reichenden Länge und en sich naturgemäß daraus ergebenden Längenveränderungen
der Arbeitstische die Muster meistens auch nicht mit der Genauigkeit übereinandergesetzt
werden, die für Erzielung eines vollkommen genauen Musterbildes wünschenswert ist.
Soweit bei dem heute üblichen Druckverfahren der Druckgrundstoff auf den Arbeitstischen
aufgeklebt wird, zeigt sich der Übelstand, daß der Farbstoff vom Gewebe nicht so
gut aufgenommen wird und nicht tief genug in das Gewebe eindringen kann. Das führt
einerseits zu Unzulänglichkeiten im Druckausfall, andererseits zu einem übergroßen
Farbenverbrauch, weil der Farbstoff viel konzentrierter auf .das Gewebe aufgetragen
werden muß. Schließlich benötigt man zur Ausübung des bisherigen Druckverfahrens
außergewöhnlich lange Arbeitsräume und Drucktische in der Regel bis zu iao m Länge,
wenn man die Arbeitsweise einigermaßen rationell gestalten und es vermeiden will,
die Druckstoffwerke zu unterteilen, was jewciis an den Warenenden einen Verlust
an unverwendbarem Stoff bedingt.
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Zur Vermeidung der vorgeschilderten 'Män-#I * t bereits vorgeschlagen
worden, beim ' Y is rucken von Geweben den Druckgrundstoff @- iüi't oder
ohne Mitläufer absatzweise über ` N'ifhen Drucktisch hinwegzuführen und auf einem
derartigen wesentlich kürzeren Arbeitstisch mittels einer heb- und senkbaren Filmdruckschablone
den Druck zu bewirken. Die zur Durchführung dieses Druckverfahrens bislang bekannten
Vorrichtungen sind jedoch in vielen Punkten noch recht unzulänglich und bringen
demzufolge weder eine Leistungssteigerung noch eine wesentliche Arbeitserleichterung
oder Verbesserung des Druckausfalles gegenüber dem eingangs beschriebenen Druckverfahren.
Unwirtschaftlich ist das Arbeiten auf einem kurzen Drucktisch insbesondere dann,
wenn die Bedienungsperson ohne fremde Hilfe nicht imstande ist, die Druckschablone
vom Drucktisch abzuheben, um beispielsweise den Anfang einer neuen Druckstoffbahn
über den Drucktisch zti spannen oder die Druckschablone auszuwechseln bzw. zu reinigen.
Auch wenn zwecks Erleichterung der Handhabung der Druckschablone ein Seilzug benutzt
wird, dürfte es für eine einzelne Person unmöglich, zumindest äußerst schwierig
sein, die vollständig von der Führung des Drucktisches abgezogene Druckschablone
herabzulassen und sie dabei gleichzeitig so zu lenken, daß sie ordnungsgemäß mit
den Führungsgliedern des Drucktisches wieder in Eingriff kommt und an allen Stellen
gleichmäßig auf den Drucktisch bzw. auf den Barüberliegenden Abschnitt der zu bedruckenden
Gewebebahn gleichmäßig aufgesetzt wird. Für einen Mehrfarbendruck sind .diese bekannten
Vorrichtungen überhaupt nicht verwendbar.
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Demgegenüber .besteht die Erfindung darin, daß für die auf Laufrollen
fahrbare Druckschablone eine in der Fortbewegungsrichtung des Druckgrundstoffes
verlaufende Schienenführung mit einem im Bereiche des Drucktisches liegenden, heb-
und senkbaren Gleisabschnitt und einem brückenartig über den Drucktisch hinausführenden
ortsfesten Gleisabschnitt vorgesehen ist, der auf gleicher Höhe liegt wie der bewegliche
Gleisabschnitt im angehobenen Zustande, und daß dabei zur genauen Einstellung der
Druckschablone gegenüber dem Drucktisch an letzterem halblagerförmige Rapportstücke
angebracht sind, mit denen beim Senken des Gleisabschnittes an den Längsschenkeln
des Rahmens der Druckschablone befestigte Querzapfen in Eingriff kommen. Erfindungsgemäß
ist also bei einer Druckvorrichtung mit kurzem Drucktisch, über den der Druckgrundstoff
absatzweise
hinweggeführt wird, eine fahrbare Druckschablone angewendet,
die eine einzelne Bedienungsperson bequem und rasch außer Bereich des Drucktisches
bringen kann, wenn dies beim Spannen einer neuen Druckgrundstoffbahn über den Arbeitstisch
oder aus sonstigem Grunde erforderlich wird. Damit ist nicht nur die Einmannbedienung
der Vorrichtung ermöglicht, sondern sind auch die Voraussetzungen für eine leichte
Handhabung sowie für die Erzielung einer erheblichen Leistungssteigerung in der
Gewebedruckerei insofern geschaffen, als die zeitraubenden Nebenarbeiten ganz erspart
oder doch wenigstens auf ein Mindestmaß abgekürzt sind und der Druckvorgang schnell
vonstatten geht. Es ist andererseits durch .das Zusammenwirken .der halblagerförmigen
Rapportstücke mit den Querzapfen an den Längsschenkeln des Schablonenrahmens beim
Niedersenken der Druckschablone eine sichere Gewähr dafür gegeben, daß diese sich
stets in einer ganz bestimmten Stellung gleichmäßig auf .den Drucktisch bzw. den
darüberl:iegenden Gew ebebahnabschnitt aufsetzt und das Musterbild einwandfrei ausfällt.
Dies ist von ganz besonderer Bedeutung für die Herstellung eines Mehrfarbendruckes,
der sich mit der neuen Druckvorrichtung in -der Weise ausführen läßt, daß die einzelnen
Filmdrucksch,ablonen der Reihe nach in der Schienenführung an den Drucktisch herangeschoben,
die verschiedenen Farben unmittelbar nacheinander auf den Druckgrundstoff aufgetragen
werden und der Druckgrundstoff erst nach Fertigstellung des vollständigen Musterbildes
um einen Rapport weitergesetzt wird.
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Zweckmäßig kann dabei vor dem brückenartig über .den Drucktisch hinausführenden
Gleisabschnitt ein stufenweise we.iterschaltbares Aufzuggestell mit einer Mehrzahl
von in gleichmäßigen Abständen übereinanderliegenden, auf die Höhe des Gleisabschnittes
einstellbaren und letzteren fortsetzenden Laufschienen angeordnet sein, von denen
die einzelnen Filmdruckschablonen rasch und bequem in die Arbeitsstellung ausgefahren
und auf die sie nach Benutzung wieder zurückgeschoben werden können. Ein besonderer
Vorteil dieser Anordnung ist die einfache Auswechselbarkeit der Druckschablonen.
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Es ist bereits eine äußerst verwickelte, kostspielige Maschine für
Schablonenspritzdruck bekannt, bei der nicht nur der Vorschub der Ware, sondern
darüber hinaus sogar der Schablonenwechsel vollkommen selbsttätig maschinell bewirkt
werden soll, und zwar in der Weise, daß von den bei Nichtgebrauch in einem Trockenraum
übereinandergestapelten Schablonen die jeweils zu unterst liegende Schablone in
die Arbeitsstellung vorgezogen und nach Gebrauch finit Hilfe eines Hubrahinens schließlich
wieder auf den Stapel äufgesetzt wird. Dort ist das Auswechseln der Schablonen mit
erheblichen Umständlichkeiten verknüpft und ein Wechsel der Schablonenzahl nur unter
gleichzeitigem Umbau der ganzen Vorrichtung möglich. Außerdem ist der Betrieb der
Maschine mit einem ständigen Energieverbrauch verbunden, der ein wirtschaftliches
Arbeiten schon deshalb nicht zuläßt, weil das ebenfalls maschinell bewirkte Aufbringen
der Farbe mittels Spritzdüsen ein nur sehr langsames Arbeitstempo zuläßt und keinen
sauberen, gleichmäßigen Druckausfall gewährleistet. Auch hinsichtlich der Betriebssicherheit
und Zuverlässigkeit ist die Vollautomatisierung einer Gewebedruckvorrichtung ein
gewagtes Spiel, da schon bei Versagen eines einzelnen Maschinenteiles unter Umständen
die ganze Maschine vielleicht sogar für längere Zeit ausfallen und viel Ware verdorben
werden kann, wenn nicht ständig der ordnungsmäßige Arbeitsgang der Maschine überwacht
wird. Unter Berücksichtigung aller dieser Schwierigkeiten und angesichts der mit
jener vollautomatischen Spritzdruckmaschine verknüpften hohen Anlagekosten ist es
deshalb nicht verwunderlich, wenn eine solche Maschine in der Praxis bislang nicht
anzutreffen ist.
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Der Erfindungsgegenstand hingegen hat seine Überlegenheit gegenüber
allen bisherigen Druckvorrichtungen inzwischen durch ausgiebige, praktische Benutzung
erwiesen und bei stets einwandfreiem Druckausfall eine bisher nicht erreichte Leistungsfähigkeit
ergeben. Dieser Erfolg beruht nicht zuletzt auf den im nachfolgenden noch ausführlich
beschriebenen und in den Patentansprüchen gekennzeichneten Einzelheiten für eine
bequeme, schnelle Bedienungsmöglichkeit der Vorrichtung.
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Auf der Zeichnung ist eine zur Durchführung des neuen Druckverfahrens
geeignete Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen: Fig.
r die Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung mit Schnitt
nach der Linie A-A der Fig. r, Fig.3 in größerem Maßstabe die Betätigungseinrichtung
für das heb- und senkbare Druckschablonenregal Fig. d. und 5 ebenfalls in größerem
Maßstabe eine Seitenansicht der Einrichtung zum Heben und Senken der Druckschablonen
am Arbeitstisch in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 6 die Rapporteinrichtung
und Fig. 7 und 8 schließlich eine einzelne Druckschablone in Seitenansicht bzw.,
zum Teil abgebrochen, in Vorderansicht.
Die Vorrichtung besteht
aus einem Arbeitstisch, welcher mit mehreren `Falzen zur Aufnahme der unbedruckten
und der fertig .bedruckten Ware und zur Führung .des Druckgrundstoffes, ferner mit
einer Rapporteinrichtung zur Weiterschaltung -des Druckgrundstoffes und mit einer
Vorrichtung zum Aufsetzen der Druckschablonen auf eine bestimmte Stelle des Arbeitstisches
und Wiederabheben der Druckschablonen von dieser Stelle ausgerüstet ist. Zu der
Vorrichtung gehört weiterhin ein vor der einen Schmalseite des Arbeitstisches angeordnetes,
heb-und senkbares Druckschablonenregal, aus dem die einzelnen Druckschablonen entnommen
und in Schienenführungen an die Druckfläche des Arbeitstisches herangeschoben werden
können.
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i bezeichnet das Gestell des Arbeitstisches; auf dem leicht abnehmbar
die Walze a zur Aufnahme des unbedruckten Druckgrundstoffes, der sog. Warenbaum,
und-,die Walze 3 zur Aufnahme der fertigbedruckten Ware, der sog. Fertigwarenbaum,
gelagert sind. Der Fertigwarenbaum 3 ist im gezeichneten Beispiel in der Nähe der
dem Schablonenregal abgekehrten Schmalseite des Arbeitstisches angeordnet, während
der Warenbaum a näher an die Mitte des Arbeitstisches herangelegt ist. Die dem Schablonenregal
benachbarte Hälfte des Arbeitstisches ist zum großen Teil ausgefüllt von einer ani
Gestell i starr befestigten Druckplatte .4, über welche der vom Warenbaum abgezogene
Druckgrundstoff 5 hinweggeführt wird. Vor und hinter der Druckplatte d. sind im
Gestell i des Arbeitstisches zwei mit Nadeln besetzte Walzen 6, 7 gelagert, .die,
wie bekannt, dazu dienen, den Druckgrundstoff 5 in straff gespanntem Zustande auf
die Druckplatte d. niederzuhalten und mit deren Hilfe der Druckgrundstoff 5 jeweils
um eine ganz bestimmte Länge weitergeschaltet (rapportiert) wird. Dabei dient die
hinter der Druckplatte :i angeordnete Nadelwalze 7 als Antriebswalze, während die
andere Nadelwalze 6 die Aufgabe zu erfüllen hat, den vom Warenbaum :2 abgezogenen
Druckgrundstoff 5 an die Druckplatte ,4 heranzuleiten und ,den zwischen den beiden
Nadelwalzen 6, 7 über die Druckplatte hinweggeführten Abschnitt der Gewebebahn ausreichend
straff zu spannen. Zur Unterstützung dieser Aufgabe der Nadelwalze 6, und um ein
faltenloses Aufbringen des Druckgrundstoffes 5 auf die Druckplatte d. zu gewährleisten,
ist zwischen der Druckplatte 4. und der Walze 6 noch ein Streichscheid 8 angeordnet.
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Von der Nadelwalze 7 ist die Gewebebahn 5 über zwei unten im Gestell
i des Arbeitstisches gelagerte Um.lenkwalzen 9, io zum Fertigwarenbaum 3 geführt.
Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist das Tischgestell unten offen belassen, und
das bedruckte Gewebe 5 wird ohne jede weitere Nachbehandlung auf den Fertigwarenbaum
3 aufgewickelt. Wie ohne weiteres ersichtlich, könnte man das Tischgestell i aber
auch zu einem geschlossenen Kasten vervollständigen und in diesen Kasten eine Heizanlage
einbauen, so daß das Gewebe 5, bevor es zum Fertigwarenbaum 3 gelangt, noch eine
Trockenkammer durchläuft. Auch ist es möglich, eine solche TrockenkammeraußerhalbdesArbeitstisches
i, beispielsweise an der dem Druckschablonenregal abgekehrten Schmalseite -des Arbeitstisches
anzuordnen, um das bedruckte Gewebe wahlweise unmittelbar oder auf dem Umwege durch
die vom Arbeitstisch getrennte Trokkenkamrner zum Fertigwarenbaum hinführen zu können.
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Der Antrieb sämtlicher Walzen z, 3, 6, 7, 9, io erfolgt, wie bereits
erwähnt, durch die Nadelwalze 7. Die Umlaufgeschwindigkeit des das unbedruckte Gewebe
tragenden Warenbaumes a wird dabei durch den zwischen der Nadelwalze 6 und dem Warenbaum
2 gespannten Abschnitt der Gewebebahn 5 unmittelbar geregelt. Der Fertigwarenbaum
3 dagegen muß mit einer der Umlaufgeschwindigkeit des Warenbaumes 2 entsprechenden
Geschwindigkeit angetrieben werden. Zu diesem Zwecke ist auf der an einer Seite
über das Tischgestell i hinaus verlängerten Achse i i der angetriebenen Nadelwalze
7 eine Riemenscheibe 12 befestigt, welche über einen Riemen 13 eine an der ebenfalls
verlängertc°n Achse 15 des Fertigwarenbaumes 3 sitzende Riemenscheibe 14 antreibt.
Da jedoch der Durchmesser des Fertigwarenbaumeswächst, je mehr Ware auf die Walze
3 aufgewickelt wird, ist es erforderlich, zwischen die Riemenscheibe 14 und die
Achse 15 eine Rutschkupplung 16 bekannter Bauart einzuschalten. Damit wird einerseits
verhindert, daß bei zunehmendem Durchmesser :des Fertigwarenbaumes 3 der zwischen
der Nadelwalze 7 und dem Ferti.gwarenbaum 3 befindliche Abschnitt der Gewebebahn
5 allzu straff angespannt und dadurch zerrissen oder in unzulässiger Weise gedehnt
wird, und es wird andrerseits erreicht, daß der vorerwähnte Abschnitt der Gewebebahn
5 stets unter mäßiger Spannung gehalten ist.
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An Stelle des Fertigwarenbaumes 3 könnte selbstverständlich auch eine
das gedruckte Gewebe 5 fächerartig ablegende Einrichtung verwendet werden, die nach
Maßgabe der Umlaufgeschwindigkeit der Nadelwalze 7 mit konstanter Arbeitsgeschwindigkeit
zu betreiben ist und ihre antreibende Kraft ziveckmäßig gleichfalls von der Nadelwalze
7 erhalten kann.
Ferner können auch die Nadelwalzen 6, 7 durch andere
Zubringevorrichtungen ersetzt werden, und zwar durch endlose Kluppen-oder Nadelketten,
welche an den beiderseitigen Randkanten des Gewebes 5 angreifen und über j e zwei
an Stelle der Nadelwalzen 6, 7 vorgesehene Umkehrräder an -den Längsrändern oder
in Längsnuten der Druckplatte entlang geführt sind und mit ihren oberen Trümern
ungefähr in der Höhe der Druckplatte q. liegen. Solche Kluppen- oder Nadelketten
sind bekanntlich insbesondere dann anwendbar, wenn bei -dem Gewebe, wie es beispielsweise
bei Tischtüchern, Halstüchern usw. oft der Fall ist, die. beiderseitigen Randstreifen
nicht mit bedruckt werden. Kluppenketten, das sind Ketten mit Haltegliedern, können
für gröbere Stoffe, Nadelketten, bei denen die einzelnen Kettenglieder .mit nach
auswärts gerichteten Nadeln besetzt sind, für feinere Stoffe Verwendung finden.
Die Umkehrräder der Ketten müssen dabei selbstverständlich, genau wie die Nadelwalzen
6, 7 mit einer Rapporteinrichtung in Wirkungsverbindung gebracht -werden, welche
sinngemäß in ähnlicher Weise ausgebildet sein kann, wie sie -weiter unten für .die
Nadelwalzen noch ausführlich-beschrieben ist.
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Der Vollständigkeit halber sei schließlich noch erwähnt, daß viele
Stoffe, .die während des Druckens infolge der Feuchtigceitseinwirkung zu einer Längenveränderung
neigen, vor allem die meisten Schußkreppstoffe, in bekannter Weise mit einem Mitläufer
bearbeitet werden müssen. Als Mitläufer dienen Stoffe, auf .denen das zu bedruckende
Gewebe 5 durch Aufnähen, Aufkleben oder in sonst geeigneter Weise befestigt wird.
Der Mitläuferstoff reicht regelmäßig auf beiden Seiten über den Druckgrundstoff
5 hinaus, so daß auch hier als Zubringer vorzugsweise Nadel- oder Kluppenketten
benutzt werden können, deren Greifglieder an den überstehenden Randstreifen des
Mitläuferstoffes angreifen. Ein Mitläufer leistet auch dann gute Dienste, -wenn
der Druckgrundstoff 5 für die Anwendung von Nadelwalzen zu schütter ist un.d%oder
ein Teil der Farbe durch den Druckgrundstoff durchschlagen würde. In diesem Falle
ist es allerdings meistens nicht erforderlich, den Druckgrundstoff auf dem Mitläufer
zu befestigen.
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Die Rapporteinrichtung sitzt, wie bereits erwähnt, an der Achse i
i der hinter der Druckplatte q. angeordneten Nadelwalze 7 bzw. bei Verwendung von
I#,ettenzixbringern an der gemeinsamen Achse der beiden hinter der Druckfläche angeordneten
Umkehrräder. Sie dient dem bekannten Zwecke, den Druckgrundstoff 5 jeweils um ein
der Breite der Druckschablone genau entsprechendes Stück weiterzubewegen, und besteht
im wesentlichen aus einer an der Achse ii befestigten Handkurbel 17 mit einer V
erriegelungsstange 18, welche nach Herumschwenken der Handkurbel 17. um 36o° unter
Federwirkung in eine Rast einschnappt und die Handkurbel bis zum nächsten Arbeitsgang
gegen Weiterdrehen sperrt. Die Verriegelungsstange 18 ist im gezeichneten Beispiel
an der Rückseite des Kurbelarmes 17 längs verschiebbar angeordnet und weist ein
rechtwinklig abgebogenes, .durch einen Langschlitz i9 des Kurbelarmes hindurch,-reifendes
und zum Handgriff der Kurbel 17 parallel liegendes oberes Ende 2o auf, welches eine
bequeme Handhabe zur Betätigung der Verriegelungsstange 18 bildet, wenn nach vollendetem
Druck der Druckgrundstoff 5 rapportmäßig weiterbewegt werden muß. Das fallenartig
ausgebildete untere Ende 21 der .durch eine Druckfeder 22 in ihre Arbeitsstellung
vorgeschobenen Verriegelungsstange 18 greift für gewöhnlich in eine Rast 23 einer
auf der Achse i i sitzenden, jedoch am Tischgestell i undrehbar befestigten, kreisrunden
Scheibe 24 ein, welche im gezeichneten Beispiel mit einem die Verriegelungsrast
23 und den Fallenkopf 21 der Stange 18 nach vorn abdeckenden Flansch versehen ist.
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Die Betätigung der Rapporteinrichtung erfolgt in der Weise, daß man
zugleich mit dem Handgriff der Kurbel 17 das darunterliegende Griffende 2o der Verriegelungsstange
i8 erfaßt, die Stange 18 entgegen dem Druck der Feder 22 aus der Sperrast
23 heraus nach oben zieht und dann unter Wiederloslassen des Griffendes 2o
die Handkurbel in Richtung des Pfeiles x (s. Fig. i und 6) herumschwenkt. Nach einer
vollen Kreisdrehung der Kurbel 17 schnappt der Fallenkopf 21 der Verriegelungsstange
18 wieder in die Sperrast 23 ein, so .das der Weiterdrehung der Kurbel 17 ein Widerstand
entgegengesetzt ist. Der Druckgrundstoff 5 ist alsdann um die gewünschte Strecke,
welche der Breite einer Druckschablone bzw. -der eines Musterbildes entspricht,
-weitergeschaltet und kann auf dem jetzt über der Druckplatte q. liegenden Abschnitt
bedruckt werden.
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Für die Erzielung eines genauen Rapportes kommt es dabei natürlich
sehr wesentlich darauf an, daß der Umfang der Nadelwalze 7 bzw. .der Teilkreise
der Umkehrräder für die Nadeloder Kluppenketten richtig bemessen ist.
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Derv orbeschriebenenEin.richtungsind Filmdr uckschäblonen zugeordnet,
,die in bekannter Weise im wesentlichen aus einem Holz- oder Metallrahmen 25 und
einer an der Unterseite dieses Rahmens aufgezogenen Seiden- oder Drahtgaze bestehen.
Jene Teile der Gaze, -welche den Farbstoff nicht durchlassen sollen, sind, -wie
üblich, mit einem widerstandsfähigen
Lack zugeklebt, während die
Musterpartien offen gelassen sind. Durch Anbringung je zweier Laufrollen -26 an
den Rahmenl;iiigsseiten sind die einzelnen Druckschablonen 25 fahrbar ausgebildet,
so daß sie in einer Schienenführung an die Druckfläche des Arbeitstisches leerangeschoben
werden können. Die Laufrollen 26 liegen mit Flanschen 27 gegen die Innenseiten der
Laufschienen an, so daß eine Querverschiebung der fahrbaren Druckschablonen gegenüber
den Laufschienen ausgeschlossen ist.
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Die Schienenführung setzt sich aus drei Abschnitten zusammen: einem
im Bereich der Druckplatte q. liegenden, liefe- und senkbaren Gleisabschnitt 28,
einem ortsfesten mittleren Gleisabschnitt 2c), welcher den heb- und senkbaren Gleisabschnitt
28 brückenartig lilit dein Druckschablonenregal verbindet, und dem iilil-erhalb
:des Regales liegenden Gleisabschilitt 3o, auf dem die Druckschablonen bei Nichtgebrauch
abgestellt werden.
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Die den heb- und senkbaren Gleisabschtlitt bildenden beiden Laufschienen
28 sind auf je zwei Stangen 31 angeordnet, die in an der Druckplatte 4 oder am Tischgestell
i befestigten Lagern 3,2 in senkrechter Richtung verscbiebDar geführt und
paarweise an der gleiclien Seite des Arbeitstisches durch eine Winkeleisenschiene
33 miteinander verbunden sind. Unterhalb der Winkeleisenschienen 33 sind in den
Längsträgern des Tischgestelles i parallel zueinander zwei über die ganze Tischbreite
reichende Wellen 34 gelagert, an deren b"eiders@cits über die Längsträger des Tischgestelles
hervorstehenden Enden gleichgerichtete Daumen- oder Exzenterscheiben 35 befestigt
sind. Die beiden Wellen 3q. sind durch einen innerhalb des Tischgestelles i untergebrachten
Kettentrieb 36 auf Mitdrehen miteinander gekuppelt, und eine der Wellen 34 ist an
:der Arbeitsseite des Tisches mit einem Handhebel 37 oder einer Kurbel ausgerüstet.
Durch Eetätigung des Hebels 37 können die beiden Wellen 34 so gedreht werden, daß
die vier Daumenscheiben 35 entweder die in Fig. ,4 dargestellte Arbeitsstellung
oder die in Fig. 5 gezeichnete Ruhestellung einnehmen. In beiden Stellungen liegt
wenigstens eine der Dauinen-£;clleiben 35 an jeder Seite des Tisches i gegen einen
Anschlag 38 an, welcher eine weitere Drehung der Wellen 34 verhindert. Werden die
Datinlenscheibe11 35 in die Arbeitsstellung gedreht, so verschieben sie die Winkeleisen
33 und damit die Stangen 31 sowie die darauf sitzenden Laufschienen 28 so weit aufwärts,
daß letztere mit den Laufschienen 29 des am G,-stell i des Arbeitstisches ortsfest
angebrachten mittleren Gleisabschnittes in einer Ebene liegen. Alsdann ist es möglich,
eine D1 tickschablone 25, 26 über die Druckplatte .1 hinzuschieben bzw. die
Schablone nach dem Drucken vom Arbeitstisch wieder wegzufahren. Anschläge 39 an
den Enden der Laufschienen 28 verhindern beim Hineinschieben 1er Druckschablone
ein Abgleiten der fahrbaren Schablonen von den Laufschienen. Bewegt man durch Herumschwenken
des Hebels 37 in Richtung des Pfeiles y (s. Fig. d.) die Daumenscheiben 35 in ihre
Ruhestellung, so werden dadurch die Laufschienen 28 infolge E;igengewichtswirkung
so weit nach unten gesenkt, daß die Film.druclzschablone 25,z6 finit ihrer Gazebespannung
gegen den über die Druckplatte q. gespannten Druckgrundstoff 5 zur Anlage kommt.
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Hierbei ist es bekanntlich zur Erzielmig eines genauen Rapportes erforderlich,
die Druckschablone 25 in eine ganz bestimmte Stellung gegenüber der Druckplatte
.I zu dringen und sie in dieser Stellung nach dein Absenken der Laufschienen 28
festzulegen. Zu diesem Zwecke sind auf der Druckplatte q. unmittelbar vor den Laufschienen
28 mehrere, vorzugsweise drei Rapportstücke d.o angeordnet, und zwar an d,.-r Arbeitsseite
des Tisches zwei und an der gegenüberliegenden Seite ein Rapportstück. Die Rapportstücke
qo bestehen aus Halblagern mit nach oben offenen, ungefähr halbkreisförmigen Aussparungen
im erhöhten Mittelteil, welche quer zu den Laufschienen liegen und zur Aufnahme
von an den Längsschenkeln des Rahmens der DruckschablOne 25 vorstehenden Zapfen
.41 bestimmt sind. Letztere sitzen an U-Eise11 42, welche an den gegebenen Stellen
von der Seite her über die Rahinenlängsschenkel geschoben sind und finit ihren Außenflächen
gegen die Rapportstücke ,4o eng anliegend ein Verschieben der Druckschablone in
der Querrichtung verhindern, sobald durch Niedersenken des Gleisabschnittes 28 die
Druckschablone auf die Druckplatte .I aufgesetzt ist. Bevor jedoch die Laufschienen
28 gesenkt «-erden dürfen, hat der Arbeiter darauf zu achten, daß die Zapfen .l
i über den Aussparungen der RapportstÜcke .I0 stehen, was immer dann der Fall ist,
wenn die Druckschablone 25, 26 bis gegen die Anschläge 39 an den Enden der Laufschienen
28 vorgeschoben ist. Beim Niedersenken der Laufschienen treten die Zapfen q i in
die Aussparungen der Rapportstücke ein und bewirken damit nach bekannter Art nicht
nur ein genatiestes Aufsetzen der DruckschabIone auf den druckbereit auf der Platte
.1 liegenden Druckgrundstoff 5, sondern legen die Druckschablone gleichzeitig auch
in der Längsrichtung fest.
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Jetzt kann der in die Schablone 25 eingeschüttete, zähflüssige Farbstoff
in bekannter Weise mittels einer Rakel über die ganze Schablone hin und her verstrichen
werden, so
daß er durch die offenen Partien der Gaze hindurchtritt
und an den betreffenden Stellen in den Druckgrundstoff übertritt. Danach ist die
Schablone 25 durch Betätigung des Hebels 37 wieder von der Druckplatte q. abzuheben
und über den festen Gleisabschnitt 29 in .das Druckschablonenregal zurückzufahren.
Da die eigentliche Arbeit an der Druckvorrichtung nicht unterbrochen zu werden braucht,
kann an der neuen Vorrichtung ein verhältnismäßig rasches Arbeitstempo eingehalten
und eine dementsprechende Leistungssteigerung erzielt werden.
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Um mit der neuen. Vorrichtung auch einen Mehrfarbendruck ausführen
zu können, ist das Schablonenregal mit einer Mehrzahl von in gleichmäßigen Abständen
übereinanderliegenden Fächern versehen und so eingerichtet, daß die einzelnen Fächer
der Reihe nach auf die Höhe des als Brücke dienenden Gleisabschnittes 29 der Schienenführung
einstellbar sind. Demgemäß weist das Schablonenregal ein aus Winkeleisen ausgeführtes,
neben dem Arbeitstisch fest verankertes Gestell 43 und ein an diesem Gestell auf-
und abwärts.verschiebbar geführtes kleineres Gestell qq. auf, in welchem die einzelnen
Schablonenfächer dadurch gebildet sind, daß in gleichmäßigen Abständen übereinander
jeweils zwei Laufschienen 30, 30 in der Spurweite der Laufschienen des Arbeitstisches
auf kleinen Konsolträgern 45 an .den senkrechten Eisen des Aufzuggestelles 4q. befestigt
sind. Der Querschnitt des Gestelles 44 ist so bemessen, daß eine von der einen Breitseite
des Gestelles 44 her auf zwei zu dem gleichen Regalfach gehörende Laufschienen 3o
aufgeschobene Druckschablone 25 gerade Platz findet (s. Fig. 2). Anschläge 4.6 an
den hinteren Enden .der Laufschienen 30 verhindern ein Herunterrollen der Druckschablonen
25 von den Schienen 3o. Das Gewicht des Aufzuggestelles 4..4 mit den Druckschablonen
25, 26 ist in der beim Aufzugbau bekannten Weise durch zwei Gegengewichte 47 ausgeglichen,
welche an von einer mittleren Längsschiene q:8 am oberen Ende des Aufzuggestelles
44 aus über j e zwei oben im Gestell 43 gelagerte Umlenkräder 49 n ch der
,dem Arbeitstisch abgekehrten Seite des Gestelles .43 .geführten Ketten 50 oder
Seilen angehängt sind.
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Für das Heben und Senken des Aufzuggestelles -4 ist ein an der gleichen
Seite wie die Kurbel 17 der Rapporteinrichtung, d. h. an der Arbeitsseite .der Vorrichtung
angebrachter Kurbelarm 51 vorgesehen. Letzterer sitzt mit zwei Sperrastenscheiben
52, 53 und einem Kettenrä"d 54 auf einer gemeinsamen Achse 55, >die an einer verstärkten
Querstrebe 56 des Gestelles 43 ,drehbar gelagert ist. Die beiden Sperrastenscheiben
52, 53 und das Kettenrad 54. sind undrehbar auf der Achse 5 5 befestigt, wohingegen
der Kurbelarm 5 i an sich zwar lose auf der Achse 55 sitzt, aber beim Vorwärtsschwenken
in der Arbeitsrichtung .durch eine Schnäppereinrichtung und die Sperrastenscheibe
53 mit der Achse auf Mit-,drehen gekuppelt wird. Das Kettenrad 5.4 betreibt über
eine Kette 57 ein Kettenrad 58, das am Ende einer oben im Gestell gelagerten Welle
59 befestigt ist. Die Welle 59 trägt außerdem noch zwei als Aufwickeltrommelri dienende
Seilscheiben 6o. An die fre -en Enden der an den Seilscheiben 6o verankerten Seil4
61 ist mittels der bereits erwähnten Längsschiene 48 das Aufzuggestell 4.4 aufgehängt.
Wie ohne weiteres ersichtlich, wird bei Drehen .des Kurbelarmes 51 in Richtung des
in Fig. i und 3 eingezeichneten Pfeiles N, sofern die nachstehend noch beschriebene
Schnäppereinrichtung entsprechend eingestellt ist, das Aufzuggestell 4.4 hochgezogen,
während durch Drehen des Kurbelarmes in entgegengesetzter Richtung ein Senken des
Aufzuggestelles bewirkt wird.
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Der Kurbelarm 51 darf jedoch nur immer um einen ganz bestimmten Winkelausschlag
weitergedreht werden, der so bemessen sein muß, daß der sich daraus ergebende Hub
-des Aufzuggestelles 44 dem Abstand zweier übereinan.derliegender Fächer des Gestelles
entspricht und die Laufschienen 3o des nächstfolgenden Faches den Laufschienen 29
des festen Gleisabschnittes immer genau gegenüberstehen, wenn die Drehung des Kurbelarmes
beendet ist. Hierfür ist die Sperrrastenscheibe 52 vorgesehen, die mit einer auf
der Querstrebe 56 des Gestelles i angeordneten Schnäppereinrichtung zusammenarbeitet.
Die Schnäppereinrichtung (s. Fig.3) besteht aus einem Lagergehäuse 62, einem in
dem Gehäuse in senkrechter Richtung verschiebbar geführten und unter dem Druck einer
Feder mit seinem einseitig abgeschrägten unteren Ende 6d. gegen .den in bestimmter
Teilung mit Rasten versehenen Umfang der Scheibe- 52 angedrückten Bolzen 63, dessen
oben aus dem Gehäuse herausragendes Ende zu einem Anfaßknopf 65 ausgebildet und
mit einem seitwärts gerichteten Hebel 66 ausgestattet ist. Mit Hilfe des
Hebels 66 kann der Schnäpperbolzen 63 wahlweise so gedreht werden, daß er .die Sperrscheibe
52 im Uhrzeigersinn oder in der gegenläufigen Drehrichtung sperrt. In Fig. 3 der
Zeichnung liegt die abgeschrägte Kante 64. des Schnäpperbolzens 63 an der rechten
Seite, die Sperrastenscheibe 52 bzw. die Achse 55 kann also im Gegenzeigersinn gedreht
werden, ist aber auf jeden Fall gegen eine Drehung im Uhrzeigersinn verriegelt.
Die Achse 55 kann dort also nur im Sinne des Anhebens des Aufzuggestelles 44 in
Drehung
versetzt werden, wofür es erforderlich ist, den Kurbelarm
51 im Gegenzeigersinn Herumzuschwenken. Dabei :drückt die mit dem Schnäpperbolzen
gerade in Eingriff stehende Rast den Schnäpper 63, 64 zurück, und die Achse kann
jetzt so weit herumgedreht werden, bis die nächste Rast der Scheibe 52 unter den
Schnäpperbolzen 63 gelangt und der Bolzen in diese Rast eintritt. Der Arbeiter merkt
daran, daß er, um den Kurbelarm weiterdrehen zu können, eine erhöhte Kraft aufwenden
müßte, daß die ordnungsmäßige Weiterschaltung des Kurbelarmes beendet und das Aufzuggestell
q..1 um ein Fach gehoben ist. Er kann jetzt die in diesem Regalfach befindliche
Schablone 25 in der Schienenführung 30, 29, 28 an die Druckplatte .4 heranschieben
und am Arbeitstisch die für das Drucken erforderlichen Handgriffe ausführen.
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Da ein vollständiges Herumschwenken des Kurbelarmes 51 umständlich
wäre und der Kurbelarm dabei außer Griffweite des vor dein Arbeitstisch stehenden
Arbeiters kommen würde, ist der Kurbelarm durch Anordnung einer mit der zweiten
Sperrastenscheibe 53 zusammenwirkenden Schnäppereinrichtung so ausgebildet, :daß
er sich durch Hinundherschwenken betätigen läßt. Die an der Rückseite des Kurbelarmes
angebrachte Schnäppereinrichtung entspricht im wesentlichen der am Gestell i angeordneten
Schnäppereinrichtung. Die zugeordnete Sperrastenscheibe 53 ist zwar etwas kleiner
als die andere Sperrastenscheibe 52, ihre Rasten sind aber in der gleichen Winkelteilung
angeordnet wie die Rasten der Scheibe 53. Genau wie der Schnäpperbolzen 63 kann
auch der Bolzen 67 der Schnäppereinrichtung mittels eines kleinen Handhebels 68
umgestellt werden, so daß die Mitnahme der Sperrastenscheibe 53 und damit der Achse
55 einmal bei Linksdrehung und das andere Mal bei Rechtsdrehung des Kurbelarmes
5 i erfolgt. Die beiden Schnäpperbolz'jn 63, 67 müssen stets so eingestellt werden,
dß ihre abgeschrägten Kanten an der gleiclien Seite liegen und beide Sperrastenscheiben
5=, 53 in derselben Drehrichtung mitgenomii_--n werden. An der Stellung der Hebel
66,
6`_,' kann der Arbeiter jederzeit sofort erkennen, oh die Einstellung
der Schnäpperbolzen 63 und 67 richtig ist. Zweckmäßig ist der Kurbelarm 51 ebenfalls
immer nur um die Winkelteilung zweier aufeinanderfolgender Rasten hin und her zu
schwenken, d. h. der Kurbelarm 51 wird, wenn die Sperrastenscheibe 53 um eine Sperrast
weitergeschaltet ist, sofort in seine Ausgangsstellung zurückgedreht. Dabei befindet
sich der Kurbelarm stets in einer Lage, in der er für den vor dem Arbeitstisch stehenden
Arbeiter bequem erreichbar ist. Soll der Druckgrundstoff 5 mit einem mehrfarbigen
Muster bedruckt werden, so empfiehlt es sich, die einzelnen Farben unmittelbar nacheinander
auf den über der Druckplatte .4 liegenden Abschnitt des Druckgrundstoffes 5 aufzutragen
und erst:danachdurch Betätigung der Rapporteinrichtung 17 den folgenden Abschnitt,des
Druckgrundstoffes an die Arbeitsstelle zu bringen.
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Das lieb- und senkbare Schablonenregal ist zweckmäßig wechselweise
so zu benutzen, daß beim Bedrucken der einen Stoffpartie durch Hochwinden des Aufzuggestelles
.4. und beim Bedrucken der nächsten Stoffpartie durch Niederlassen .des Aufzuggestelles
.4.4 die einzelnen Druckschablonen 25, 26 mit den verschiedenen Farben der Reihe
nach in die Höhe der Schienenführung 29, 28 gebracht werden und so fort. Hierfür
braucht man nach Beendigung des Druckvorganges durch einfaches Umlegen .der Hebel
66, 68 nur die beiden Schnäppereinrichtungen umzustellen und erspart sich dadurch
die Arbeit, das Aufzu.ggestell.4.q nach jedem Druckvorgang wieder in die Ausgangsstellung
zurückzubringen. Ganz nach Belieben kann dabei eine größere oder kleinere Anzahl
von Druckschablonen 25, 26 angewendet werden. Soll mit der Vorrichtung nur ein Einfarbendruck
hergestellt werden, so kann an Stelle des vorbeschriebenen lieb- und senkbaren Druckschablonenregales
ein einfacher Ständer angeordnet «erden, welcher die die Laufschienen 29 fortsetzenden
Laufschienen 30 trägt. Die Benutzung des Ständers ist nur notwendig, wenn
die Schablone zum Besehen der Ware entfernt werden soll, was natürlich auch auf
andere Art geschehen kann. Bei einem einschlägigen Muster wird sonst im Kontinueverfahren
gearbeitet, ohne Abstellung der Schablone.