DE711291C - Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben mittels Filmdruckschablone - Google Patents

Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben mittels Filmdruckschablone

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DE711291C
DE711291C DEH159414D DEH0159414D DE711291C DE 711291 C DE711291 C DE 711291C DE H159414 D DEH159414 D DE H159414D DE H0159414 D DEH0159414 D DE H0159414D DE 711291 C DE711291 C DE 711291C
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Erwin Hickisch
Dipl-Raufmann Stefan Wilsch
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DIPL RAUFMANN STEFAN WILSCH
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DIPL RAUFMANN STEFAN WILSCH
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F15/00Screen printers
    • B41F15/08Machines
    • B41F15/0831Machines for printing webs
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Bedruckeh von Geweben mittels Filmdruckschablone Das Bedrucken von Geweben unter Anwendung von Filmdruckschablonen erfolgt bislang gewöhnlich in der Weise, daß man den Druckgrundstoff auf lange Arbeitstische spannt und ihn dort entweder mit Klebstoff oder mit Stecknadeln befestigt, damit er sich nicht vom Arbeitstisch abhebt, wenn die Schablone nach Ausführung des Druckes. wieder abgehoben wird. Die Schablone wird entweder von zwei Arbeitern von Hand weitergesetzt oder in längs des Arbeitstisches angeordneten Laufschienen fortbewegt, und zwar in der Regel bis zu dem übernächsten Rapport, der überlicherweise durch an den Tischlängsseiten sitzenden Anschlag- oder Ansteckstifte für den Rahmen der Druckschablone festgelegt ist. Auch gibt es fahrbare Schablonendruckmaschinen, die ohne derartige Rapportstifte ein rapportmäßiges Weitersetzen der Druckschablone bewirken. Sie sind in ihrem Aufbau recht verwickelt und demgemäß so kostspielig, daß sie nur in seltenen Fällen in der Praxis angewandt werden.
  • Sobald der auf dem Arbeitstisch befestigte Druckgrundstoff so unter Auslassung immer einer Schablonenbreite auf der ganzen Länge bedruckt ist, werden die ausgelassenen Stellen nachgearbeitet. Der Druckgrundstoff ist dann über den ganzen Arbeitstisch mit einer ersten Farbe versehen. Enthält das Musterbild mehrere Druckfarben, so sind mehrere Druckschablonen mit verschiedenen Farben nacheinander in der vorstehend beschriebenen Weise anzuwenden. Es ist also, sofern nur ein Arheiter die Druckarbeit ausführt, erforderlich, daß er finit jeder einzelnen Schablone zweimal über die ganze Länge des Arbeitstisches arbeitet, und erst dann kann er die nächste Schablone in Anwendung nehmen. Oder aber man muß mehrere Druckarbeiter beschäfti@,ca und diese in gewissen Abständen hintereina der her arbeiten lassen.
  • ;ach Fertigstellung der gesamten Druckarbeit wird der Grundstoff vom Arbeitstisch losgelöst und weiterverarbeitet. In dem Falle, «-o der Druckgrundstoff auf .den Arbeitstischen aufgeklebt worden ist, muß nunmehr der Arbeitstisch von dem überschüssigen Gummi und der über die Warenenden hinausgegangenen Druckfarbe gereinigt werden. Dies geschieht ,durch Waschen. Hierauf wird der Arbeitstisch getrocknet und steht dann bereit zum Aufziehen der nächsten Rohware. In jenem Falle, wo der Druckgrundstoff auf den Drucktisch mit Nadeln befestigt worden ist, müssen dieselben entfernt werden, was sehr zeitraubend ist, Ein gegebenenfalls verwendeter Mitläufer muß gründlich gewaschen werden.
  • Das bisher ausgeübte Druckverfahren ist recht umstündlich und wenig produktiv, da vor allein die Nebenarbeiten: das Befestigen des Druckgrundstoffes auf den Arbeitstischen, das Abheben des Stoffes nach durchgeführter Druckarbeit, das Aufhängen des Druckgrundstoffes zum Trocknen, das Waschen., Reinigen und Trocknen der Arbeitstische bzw. eventueller Mitläufer allzu zeitraubend sind. Denn die Nebenarbeiten nehmen bislang ungefähr `/s, die eigentliche Druckarbeit dagegen ungefähr nur % der Gesamtarbeitszeit in Anspruch. Mit dein bisherigen Verfahren konnten bei der oft über ioo m reichenden Länge und en sich naturgemäß daraus ergebenden Längenveränderungen der Arbeitstische die Muster meistens auch nicht mit der Genauigkeit übereinandergesetzt werden, die für Erzielung eines vollkommen genauen Musterbildes wünschenswert ist. Soweit bei dem heute üblichen Druckverfahren der Druckgrundstoff auf den Arbeitstischen aufgeklebt wird, zeigt sich der Übelstand, daß der Farbstoff vom Gewebe nicht so gut aufgenommen wird und nicht tief genug in das Gewebe eindringen kann. Das führt einerseits zu Unzulänglichkeiten im Druckausfall, andererseits zu einem übergroßen Farbenverbrauch, weil der Farbstoff viel konzentrierter auf .das Gewebe aufgetragen werden muß. Schließlich benötigt man zur Ausübung des bisherigen Druckverfahrens außergewöhnlich lange Arbeitsräume und Drucktische in der Regel bis zu iao m Länge, wenn man die Arbeitsweise einigermaßen rationell gestalten und es vermeiden will, die Druckstoffwerke zu unterteilen, was jewciis an den Warenenden einen Verlust an unverwendbarem Stoff bedingt.
  • Zur Vermeidung der vorgeschilderten 'Män-#I * t bereits vorgeschlagen worden, beim ' Y is rucken von Geweben den Druckgrundstoff @- iüi't oder ohne Mitläufer absatzweise über ` N'ifhen Drucktisch hinwegzuführen und auf einem derartigen wesentlich kürzeren Arbeitstisch mittels einer heb- und senkbaren Filmdruckschablone den Druck zu bewirken. Die zur Durchführung dieses Druckverfahrens bislang bekannten Vorrichtungen sind jedoch in vielen Punkten noch recht unzulänglich und bringen demzufolge weder eine Leistungssteigerung noch eine wesentliche Arbeitserleichterung oder Verbesserung des Druckausfalles gegenüber dem eingangs beschriebenen Druckverfahren. Unwirtschaftlich ist das Arbeiten auf einem kurzen Drucktisch insbesondere dann, wenn die Bedienungsperson ohne fremde Hilfe nicht imstande ist, die Druckschablone vom Drucktisch abzuheben, um beispielsweise den Anfang einer neuen Druckstoffbahn über den Drucktisch zti spannen oder die Druckschablone auszuwechseln bzw. zu reinigen. Auch wenn zwecks Erleichterung der Handhabung der Druckschablone ein Seilzug benutzt wird, dürfte es für eine einzelne Person unmöglich, zumindest äußerst schwierig sein, die vollständig von der Führung des Drucktisches abgezogene Druckschablone herabzulassen und sie dabei gleichzeitig so zu lenken, daß sie ordnungsgemäß mit den Führungsgliedern des Drucktisches wieder in Eingriff kommt und an allen Stellen gleichmäßig auf den Drucktisch bzw. auf den Barüberliegenden Abschnitt der zu bedruckenden Gewebebahn gleichmäßig aufgesetzt wird. Für einen Mehrfarbendruck sind .diese bekannten Vorrichtungen überhaupt nicht verwendbar.
  • Demgegenüber .besteht die Erfindung darin, daß für die auf Laufrollen fahrbare Druckschablone eine in der Fortbewegungsrichtung des Druckgrundstoffes verlaufende Schienenführung mit einem im Bereiche des Drucktisches liegenden, heb- und senkbaren Gleisabschnitt und einem brückenartig über den Drucktisch hinausführenden ortsfesten Gleisabschnitt vorgesehen ist, der auf gleicher Höhe liegt wie der bewegliche Gleisabschnitt im angehobenen Zustande, und daß dabei zur genauen Einstellung der Druckschablone gegenüber dem Drucktisch an letzterem halblagerförmige Rapportstücke angebracht sind, mit denen beim Senken des Gleisabschnittes an den Längsschenkeln des Rahmens der Druckschablone befestigte Querzapfen in Eingriff kommen. Erfindungsgemäß ist also bei einer Druckvorrichtung mit kurzem Drucktisch, über den der Druckgrundstoff absatzweise hinweggeführt wird, eine fahrbare Druckschablone angewendet, die eine einzelne Bedienungsperson bequem und rasch außer Bereich des Drucktisches bringen kann, wenn dies beim Spannen einer neuen Druckgrundstoffbahn über den Arbeitstisch oder aus sonstigem Grunde erforderlich wird. Damit ist nicht nur die Einmannbedienung der Vorrichtung ermöglicht, sondern sind auch die Voraussetzungen für eine leichte Handhabung sowie für die Erzielung einer erheblichen Leistungssteigerung in der Gewebedruckerei insofern geschaffen, als die zeitraubenden Nebenarbeiten ganz erspart oder doch wenigstens auf ein Mindestmaß abgekürzt sind und der Druckvorgang schnell vonstatten geht. Es ist andererseits durch .das Zusammenwirken .der halblagerförmigen Rapportstücke mit den Querzapfen an den Längsschenkeln des Schablonenrahmens beim Niedersenken der Druckschablone eine sichere Gewähr dafür gegeben, daß diese sich stets in einer ganz bestimmten Stellung gleichmäßig auf .den Drucktisch bzw. den darüberl:iegenden Gew ebebahnabschnitt aufsetzt und das Musterbild einwandfrei ausfällt. Dies ist von ganz besonderer Bedeutung für die Herstellung eines Mehrfarbendruckes, der sich mit der neuen Druckvorrichtung in -der Weise ausführen läßt, daß die einzelnen Filmdrucksch,ablonen der Reihe nach in der Schienenführung an den Drucktisch herangeschoben, die verschiedenen Farben unmittelbar nacheinander auf den Druckgrundstoff aufgetragen werden und der Druckgrundstoff erst nach Fertigstellung des vollständigen Musterbildes um einen Rapport weitergesetzt wird.
  • Zweckmäßig kann dabei vor dem brückenartig über .den Drucktisch hinausführenden Gleisabschnitt ein stufenweise we.iterschaltbares Aufzuggestell mit einer Mehrzahl von in gleichmäßigen Abständen übereinanderliegenden, auf die Höhe des Gleisabschnittes einstellbaren und letzteren fortsetzenden Laufschienen angeordnet sein, von denen die einzelnen Filmdruckschablonen rasch und bequem in die Arbeitsstellung ausgefahren und auf die sie nach Benutzung wieder zurückgeschoben werden können. Ein besonderer Vorteil dieser Anordnung ist die einfache Auswechselbarkeit der Druckschablonen.
  • Es ist bereits eine äußerst verwickelte, kostspielige Maschine für Schablonenspritzdruck bekannt, bei der nicht nur der Vorschub der Ware, sondern darüber hinaus sogar der Schablonenwechsel vollkommen selbsttätig maschinell bewirkt werden soll, und zwar in der Weise, daß von den bei Nichtgebrauch in einem Trockenraum übereinandergestapelten Schablonen die jeweils zu unterst liegende Schablone in die Arbeitsstellung vorgezogen und nach Gebrauch finit Hilfe eines Hubrahinens schließlich wieder auf den Stapel äufgesetzt wird. Dort ist das Auswechseln der Schablonen mit erheblichen Umständlichkeiten verknüpft und ein Wechsel der Schablonenzahl nur unter gleichzeitigem Umbau der ganzen Vorrichtung möglich. Außerdem ist der Betrieb der Maschine mit einem ständigen Energieverbrauch verbunden, der ein wirtschaftliches Arbeiten schon deshalb nicht zuläßt, weil das ebenfalls maschinell bewirkte Aufbringen der Farbe mittels Spritzdüsen ein nur sehr langsames Arbeitstempo zuläßt und keinen sauberen, gleichmäßigen Druckausfall gewährleistet. Auch hinsichtlich der Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit ist die Vollautomatisierung einer Gewebedruckvorrichtung ein gewagtes Spiel, da schon bei Versagen eines einzelnen Maschinenteiles unter Umständen die ganze Maschine vielleicht sogar für längere Zeit ausfallen und viel Ware verdorben werden kann, wenn nicht ständig der ordnungsmäßige Arbeitsgang der Maschine überwacht wird. Unter Berücksichtigung aller dieser Schwierigkeiten und angesichts der mit jener vollautomatischen Spritzdruckmaschine verknüpften hohen Anlagekosten ist es deshalb nicht verwunderlich, wenn eine solche Maschine in der Praxis bislang nicht anzutreffen ist.
  • Der Erfindungsgegenstand hingegen hat seine Überlegenheit gegenüber allen bisherigen Druckvorrichtungen inzwischen durch ausgiebige, praktische Benutzung erwiesen und bei stets einwandfreiem Druckausfall eine bisher nicht erreichte Leistungsfähigkeit ergeben. Dieser Erfolg beruht nicht zuletzt auf den im nachfolgenden noch ausführlich beschriebenen und in den Patentansprüchen gekennzeichneten Einzelheiten für eine bequeme, schnelle Bedienungsmöglichkeit der Vorrichtung.
  • Auf der Zeichnung ist eine zur Durchführung des neuen Druckverfahrens geeignete Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen: Fig. r die Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung mit Schnitt nach der Linie A-A der Fig. r, Fig.3 in größerem Maßstabe die Betätigungseinrichtung für das heb- und senkbare Druckschablonenregal Fig. d. und 5 ebenfalls in größerem Maßstabe eine Seitenansicht der Einrichtung zum Heben und Senken der Druckschablonen am Arbeitstisch in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 6 die Rapporteinrichtung und Fig. 7 und 8 schließlich eine einzelne Druckschablone in Seitenansicht bzw., zum Teil abgebrochen, in Vorderansicht. Die Vorrichtung besteht aus einem Arbeitstisch, welcher mit mehreren `Falzen zur Aufnahme der unbedruckten und der fertig .bedruckten Ware und zur Führung .des Druckgrundstoffes, ferner mit einer Rapporteinrichtung zur Weiterschaltung -des Druckgrundstoffes und mit einer Vorrichtung zum Aufsetzen der Druckschablonen auf eine bestimmte Stelle des Arbeitstisches und Wiederabheben der Druckschablonen von dieser Stelle ausgerüstet ist. Zu der Vorrichtung gehört weiterhin ein vor der einen Schmalseite des Arbeitstisches angeordnetes, heb-und senkbares Druckschablonenregal, aus dem die einzelnen Druckschablonen entnommen und in Schienenführungen an die Druckfläche des Arbeitstisches herangeschoben werden können.
  • i bezeichnet das Gestell des Arbeitstisches; auf dem leicht abnehmbar die Walze a zur Aufnahme des unbedruckten Druckgrundstoffes, der sog. Warenbaum, und-,die Walze 3 zur Aufnahme der fertigbedruckten Ware, der sog. Fertigwarenbaum, gelagert sind. Der Fertigwarenbaum 3 ist im gezeichneten Beispiel in der Nähe der dem Schablonenregal abgekehrten Schmalseite des Arbeitstisches angeordnet, während der Warenbaum a näher an die Mitte des Arbeitstisches herangelegt ist. Die dem Schablonenregal benachbarte Hälfte des Arbeitstisches ist zum großen Teil ausgefüllt von einer ani Gestell i starr befestigten Druckplatte .4, über welche der vom Warenbaum abgezogene Druckgrundstoff 5 hinweggeführt wird. Vor und hinter der Druckplatte d. sind im Gestell i des Arbeitstisches zwei mit Nadeln besetzte Walzen 6, 7 gelagert, .die, wie bekannt, dazu dienen, den Druckgrundstoff 5 in straff gespanntem Zustande auf die Druckplatte d. niederzuhalten und mit deren Hilfe der Druckgrundstoff 5 jeweils um eine ganz bestimmte Länge weitergeschaltet (rapportiert) wird. Dabei dient die hinter der Druckplatte :i angeordnete Nadelwalze 7 als Antriebswalze, während die andere Nadelwalze 6 die Aufgabe zu erfüllen hat, den vom Warenbaum :2 abgezogenen Druckgrundstoff 5 an die Druckplatte ,4 heranzuleiten und ,den zwischen den beiden Nadelwalzen 6, 7 über die Druckplatte hinweggeführten Abschnitt der Gewebebahn ausreichend straff zu spannen. Zur Unterstützung dieser Aufgabe der Nadelwalze 6, und um ein faltenloses Aufbringen des Druckgrundstoffes 5 auf die Druckplatte d. zu gewährleisten, ist zwischen der Druckplatte 4. und der Walze 6 noch ein Streichscheid 8 angeordnet.
  • Von der Nadelwalze 7 ist die Gewebebahn 5 über zwei unten im Gestell i des Arbeitstisches gelagerte Um.lenkwalzen 9, io zum Fertigwarenbaum 3 geführt. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist das Tischgestell unten offen belassen, und das bedruckte Gewebe 5 wird ohne jede weitere Nachbehandlung auf den Fertigwarenbaum 3 aufgewickelt. Wie ohne weiteres ersichtlich, könnte man das Tischgestell i aber auch zu einem geschlossenen Kasten vervollständigen und in diesen Kasten eine Heizanlage einbauen, so daß das Gewebe 5, bevor es zum Fertigwarenbaum 3 gelangt, noch eine Trockenkammer durchläuft. Auch ist es möglich, eine solche TrockenkammeraußerhalbdesArbeitstisches i, beispielsweise an der dem Druckschablonenregal abgekehrten Schmalseite -des Arbeitstisches anzuordnen, um das bedruckte Gewebe wahlweise unmittelbar oder auf dem Umwege durch die vom Arbeitstisch getrennte Trokkenkamrner zum Fertigwarenbaum hinführen zu können.
  • Der Antrieb sämtlicher Walzen z, 3, 6, 7, 9, io erfolgt, wie bereits erwähnt, durch die Nadelwalze 7. Die Umlaufgeschwindigkeit des das unbedruckte Gewebe tragenden Warenbaumes a wird dabei durch den zwischen der Nadelwalze 6 und dem Warenbaum 2 gespannten Abschnitt der Gewebebahn 5 unmittelbar geregelt. Der Fertigwarenbaum 3 dagegen muß mit einer der Umlaufgeschwindigkeit des Warenbaumes 2 entsprechenden Geschwindigkeit angetrieben werden. Zu diesem Zwecke ist auf der an einer Seite über das Tischgestell i hinaus verlängerten Achse i i der angetriebenen Nadelwalze 7 eine Riemenscheibe 12 befestigt, welche über einen Riemen 13 eine an der ebenfalls verlängertc°n Achse 15 des Fertigwarenbaumes 3 sitzende Riemenscheibe 14 antreibt. Da jedoch der Durchmesser des Fertigwarenbaumeswächst, je mehr Ware auf die Walze 3 aufgewickelt wird, ist es erforderlich, zwischen die Riemenscheibe 14 und die Achse 15 eine Rutschkupplung 16 bekannter Bauart einzuschalten. Damit wird einerseits verhindert, daß bei zunehmendem Durchmesser :des Fertigwarenbaumes 3 der zwischen der Nadelwalze 7 und dem Ferti.gwarenbaum 3 befindliche Abschnitt der Gewebebahn 5 allzu straff angespannt und dadurch zerrissen oder in unzulässiger Weise gedehnt wird, und es wird andrerseits erreicht, daß der vorerwähnte Abschnitt der Gewebebahn 5 stets unter mäßiger Spannung gehalten ist.
  • An Stelle des Fertigwarenbaumes 3 könnte selbstverständlich auch eine das gedruckte Gewebe 5 fächerartig ablegende Einrichtung verwendet werden, die nach Maßgabe der Umlaufgeschwindigkeit der Nadelwalze 7 mit konstanter Arbeitsgeschwindigkeit zu betreiben ist und ihre antreibende Kraft ziveckmäßig gleichfalls von der Nadelwalze 7 erhalten kann. Ferner können auch die Nadelwalzen 6, 7 durch andere Zubringevorrichtungen ersetzt werden, und zwar durch endlose Kluppen-oder Nadelketten, welche an den beiderseitigen Randkanten des Gewebes 5 angreifen und über j e zwei an Stelle der Nadelwalzen 6, 7 vorgesehene Umkehrräder an -den Längsrändern oder in Längsnuten der Druckplatte entlang geführt sind und mit ihren oberen Trümern ungefähr in der Höhe der Druckplatte q. liegen. Solche Kluppen- oder Nadelketten sind bekanntlich insbesondere dann anwendbar, wenn bei -dem Gewebe, wie es beispielsweise bei Tischtüchern, Halstüchern usw. oft der Fall ist, die. beiderseitigen Randstreifen nicht mit bedruckt werden. Kluppenketten, das sind Ketten mit Haltegliedern, können für gröbere Stoffe, Nadelketten, bei denen die einzelnen Kettenglieder .mit nach auswärts gerichteten Nadeln besetzt sind, für feinere Stoffe Verwendung finden. Die Umkehrräder der Ketten müssen dabei selbstverständlich, genau wie die Nadelwalzen 6, 7 mit einer Rapporteinrichtung in Wirkungsverbindung gebracht -werden, welche sinngemäß in ähnlicher Weise ausgebildet sein kann, wie sie -weiter unten für .die Nadelwalzen noch ausführlich-beschrieben ist.
  • Der Vollständigkeit halber sei schließlich noch erwähnt, daß viele Stoffe, .die während des Druckens infolge der Feuchtigceitseinwirkung zu einer Längenveränderung neigen, vor allem die meisten Schußkreppstoffe, in bekannter Weise mit einem Mitläufer bearbeitet werden müssen. Als Mitläufer dienen Stoffe, auf .denen das zu bedruckende Gewebe 5 durch Aufnähen, Aufkleben oder in sonst geeigneter Weise befestigt wird. Der Mitläuferstoff reicht regelmäßig auf beiden Seiten über den Druckgrundstoff 5 hinaus, so daß auch hier als Zubringer vorzugsweise Nadel- oder Kluppenketten benutzt werden können, deren Greifglieder an den überstehenden Randstreifen des Mitläuferstoffes angreifen. Ein Mitläufer leistet auch dann gute Dienste, -wenn der Druckgrundstoff 5 für die Anwendung von Nadelwalzen zu schütter ist un.d%oder ein Teil der Farbe durch den Druckgrundstoff durchschlagen würde. In diesem Falle ist es allerdings meistens nicht erforderlich, den Druckgrundstoff auf dem Mitläufer zu befestigen.
  • Die Rapporteinrichtung sitzt, wie bereits erwähnt, an der Achse i i der hinter der Druckplatte q. angeordneten Nadelwalze 7 bzw. bei Verwendung von I#,ettenzixbringern an der gemeinsamen Achse der beiden hinter der Druckfläche angeordneten Umkehrräder. Sie dient dem bekannten Zwecke, den Druckgrundstoff 5 jeweils um ein der Breite der Druckschablone genau entsprechendes Stück weiterzubewegen, und besteht im wesentlichen aus einer an der Achse ii befestigten Handkurbel 17 mit einer V erriegelungsstange 18, welche nach Herumschwenken der Handkurbel 17. um 36o° unter Federwirkung in eine Rast einschnappt und die Handkurbel bis zum nächsten Arbeitsgang gegen Weiterdrehen sperrt. Die Verriegelungsstange 18 ist im gezeichneten Beispiel an der Rückseite des Kurbelarmes 17 längs verschiebbar angeordnet und weist ein rechtwinklig abgebogenes, .durch einen Langschlitz i9 des Kurbelarmes hindurch,-reifendes und zum Handgriff der Kurbel 17 parallel liegendes oberes Ende 2o auf, welches eine bequeme Handhabe zur Betätigung der Verriegelungsstange 18 bildet, wenn nach vollendetem Druck der Druckgrundstoff 5 rapportmäßig weiterbewegt werden muß. Das fallenartig ausgebildete untere Ende 21 der .durch eine Druckfeder 22 in ihre Arbeitsstellung vorgeschobenen Verriegelungsstange 18 greift für gewöhnlich in eine Rast 23 einer auf der Achse i i sitzenden, jedoch am Tischgestell i undrehbar befestigten, kreisrunden Scheibe 24 ein, welche im gezeichneten Beispiel mit einem die Verriegelungsrast 23 und den Fallenkopf 21 der Stange 18 nach vorn abdeckenden Flansch versehen ist.
  • Die Betätigung der Rapporteinrichtung erfolgt in der Weise, daß man zugleich mit dem Handgriff der Kurbel 17 das darunterliegende Griffende 2o der Verriegelungsstange i8 erfaßt, die Stange 18 entgegen dem Druck der Feder 22 aus der Sperrast 23 heraus nach oben zieht und dann unter Wiederloslassen des Griffendes 2o die Handkurbel in Richtung des Pfeiles x (s. Fig. i und 6) herumschwenkt. Nach einer vollen Kreisdrehung der Kurbel 17 schnappt der Fallenkopf 21 der Verriegelungsstange 18 wieder in die Sperrast 23 ein, so .das der Weiterdrehung der Kurbel 17 ein Widerstand entgegengesetzt ist. Der Druckgrundstoff 5 ist alsdann um die gewünschte Strecke, welche der Breite einer Druckschablone bzw. -der eines Musterbildes entspricht, -weitergeschaltet und kann auf dem jetzt über der Druckplatte q. liegenden Abschnitt bedruckt werden.
  • Für die Erzielung eines genauen Rapportes kommt es dabei natürlich sehr wesentlich darauf an, daß der Umfang der Nadelwalze 7 bzw. .der Teilkreise der Umkehrräder für die Nadeloder Kluppenketten richtig bemessen ist.
  • Derv orbeschriebenenEin.richtungsind Filmdr uckschäblonen zugeordnet, ,die in bekannter Weise im wesentlichen aus einem Holz- oder Metallrahmen 25 und einer an der Unterseite dieses Rahmens aufgezogenen Seiden- oder Drahtgaze bestehen. Jene Teile der Gaze, -welche den Farbstoff nicht durchlassen sollen, sind, -wie üblich, mit einem widerstandsfähigen Lack zugeklebt, während die Musterpartien offen gelassen sind. Durch Anbringung je zweier Laufrollen -26 an den Rahmenl;iiigsseiten sind die einzelnen Druckschablonen 25 fahrbar ausgebildet, so daß sie in einer Schienenführung an die Druckfläche des Arbeitstisches leerangeschoben werden können. Die Laufrollen 26 liegen mit Flanschen 27 gegen die Innenseiten der Laufschienen an, so daß eine Querverschiebung der fahrbaren Druckschablonen gegenüber den Laufschienen ausgeschlossen ist.
  • Die Schienenführung setzt sich aus drei Abschnitten zusammen: einem im Bereich der Druckplatte q. liegenden, liefe- und senkbaren Gleisabschnitt 28, einem ortsfesten mittleren Gleisabschnitt 2c), welcher den heb- und senkbaren Gleisabschnitt 28 brückenartig lilit dein Druckschablonenregal verbindet, und dem iilil-erhalb :des Regales liegenden Gleisabschilitt 3o, auf dem die Druckschablonen bei Nichtgebrauch abgestellt werden.
  • Die den heb- und senkbaren Gleisabschtlitt bildenden beiden Laufschienen 28 sind auf je zwei Stangen 31 angeordnet, die in an der Druckplatte 4 oder am Tischgestell i befestigten Lagern 3,2 in senkrechter Richtung verscbiebDar geführt und paarweise an der gleiclien Seite des Arbeitstisches durch eine Winkeleisenschiene 33 miteinander verbunden sind. Unterhalb der Winkeleisenschienen 33 sind in den Längsträgern des Tischgestelles i parallel zueinander zwei über die ganze Tischbreite reichende Wellen 34 gelagert, an deren b"eiders@cits über die Längsträger des Tischgestelles hervorstehenden Enden gleichgerichtete Daumen- oder Exzenterscheiben 35 befestigt sind. Die beiden Wellen 3q. sind durch einen innerhalb des Tischgestelles i untergebrachten Kettentrieb 36 auf Mitdrehen miteinander gekuppelt, und eine der Wellen 34 ist an :der Arbeitsseite des Tisches mit einem Handhebel 37 oder einer Kurbel ausgerüstet. Durch Eetätigung des Hebels 37 können die beiden Wellen 34 so gedreht werden, daß die vier Daumenscheiben 35 entweder die in Fig. ,4 dargestellte Arbeitsstellung oder die in Fig. 5 gezeichnete Ruhestellung einnehmen. In beiden Stellungen liegt wenigstens eine der Dauinen-£;clleiben 35 an jeder Seite des Tisches i gegen einen Anschlag 38 an, welcher eine weitere Drehung der Wellen 34 verhindert. Werden die Datinlenscheibe11 35 in die Arbeitsstellung gedreht, so verschieben sie die Winkeleisen 33 und damit die Stangen 31 sowie die darauf sitzenden Laufschienen 28 so weit aufwärts, daß letztere mit den Laufschienen 29 des am G,-stell i des Arbeitstisches ortsfest angebrachten mittleren Gleisabschnittes in einer Ebene liegen. Alsdann ist es möglich, eine D1 tickschablone 25, 26 über die Druckplatte .1 hinzuschieben bzw. die Schablone nach dem Drucken vom Arbeitstisch wieder wegzufahren. Anschläge 39 an den Enden der Laufschienen 28 verhindern beim Hineinschieben 1er Druckschablone ein Abgleiten der fahrbaren Schablonen von den Laufschienen. Bewegt man durch Herumschwenken des Hebels 37 in Richtung des Pfeiles y (s. Fig. d.) die Daumenscheiben 35 in ihre Ruhestellung, so werden dadurch die Laufschienen 28 infolge E;igengewichtswirkung so weit nach unten gesenkt, daß die Film.druclzschablone 25,z6 finit ihrer Gazebespannung gegen den über die Druckplatte q. gespannten Druckgrundstoff 5 zur Anlage kommt.
  • Hierbei ist es bekanntlich zur Erzielmig eines genauen Rapportes erforderlich, die Druckschablone 25 in eine ganz bestimmte Stellung gegenüber der Druckplatte .I zu dringen und sie in dieser Stellung nach dein Absenken der Laufschienen 28 festzulegen. Zu diesem Zwecke sind auf der Druckplatte q. unmittelbar vor den Laufschienen 28 mehrere, vorzugsweise drei Rapportstücke d.o angeordnet, und zwar an d,.-r Arbeitsseite des Tisches zwei und an der gegenüberliegenden Seite ein Rapportstück. Die Rapportstücke qo bestehen aus Halblagern mit nach oben offenen, ungefähr halbkreisförmigen Aussparungen im erhöhten Mittelteil, welche quer zu den Laufschienen liegen und zur Aufnahme von an den Längsschenkeln des Rahmens der DruckschablOne 25 vorstehenden Zapfen .41 bestimmt sind. Letztere sitzen an U-Eise11 42, welche an den gegebenen Stellen von der Seite her über die Rahinenlängsschenkel geschoben sind und finit ihren Außenflächen gegen die Rapportstücke ,4o eng anliegend ein Verschieben der Druckschablone in der Querrichtung verhindern, sobald durch Niedersenken des Gleisabschnittes 28 die Druckschablone auf die Druckplatte .I aufgesetzt ist. Bevor jedoch die Laufschienen 28 gesenkt «-erden dürfen, hat der Arbeiter darauf zu achten, daß die Zapfen .l i über den Aussparungen der RapportstÜcke .I0 stehen, was immer dann der Fall ist, wenn die Druckschablone 25, 26 bis gegen die Anschläge 39 an den Enden der Laufschienen 28 vorgeschoben ist. Beim Niedersenken der Laufschienen treten die Zapfen q i in die Aussparungen der Rapportstücke ein und bewirken damit nach bekannter Art nicht nur ein genatiestes Aufsetzen der DruckschabIone auf den druckbereit auf der Platte .1 liegenden Druckgrundstoff 5, sondern legen die Druckschablone gleichzeitig auch in der Längsrichtung fest.
  • Jetzt kann der in die Schablone 25 eingeschüttete, zähflüssige Farbstoff in bekannter Weise mittels einer Rakel über die ganze Schablone hin und her verstrichen werden, so daß er durch die offenen Partien der Gaze hindurchtritt und an den betreffenden Stellen in den Druckgrundstoff übertritt. Danach ist die Schablone 25 durch Betätigung des Hebels 37 wieder von der Druckplatte q. abzuheben und über den festen Gleisabschnitt 29 in .das Druckschablonenregal zurückzufahren. Da die eigentliche Arbeit an der Druckvorrichtung nicht unterbrochen zu werden braucht, kann an der neuen Vorrichtung ein verhältnismäßig rasches Arbeitstempo eingehalten und eine dementsprechende Leistungssteigerung erzielt werden.
  • Um mit der neuen. Vorrichtung auch einen Mehrfarbendruck ausführen zu können, ist das Schablonenregal mit einer Mehrzahl von in gleichmäßigen Abständen übereinanderliegenden Fächern versehen und so eingerichtet, daß die einzelnen Fächer der Reihe nach auf die Höhe des als Brücke dienenden Gleisabschnittes 29 der Schienenführung einstellbar sind. Demgemäß weist das Schablonenregal ein aus Winkeleisen ausgeführtes, neben dem Arbeitstisch fest verankertes Gestell 43 und ein an diesem Gestell auf- und abwärts.verschiebbar geführtes kleineres Gestell qq. auf, in welchem die einzelnen Schablonenfächer dadurch gebildet sind, daß in gleichmäßigen Abständen übereinander jeweils zwei Laufschienen 30, 30 in der Spurweite der Laufschienen des Arbeitstisches auf kleinen Konsolträgern 45 an .den senkrechten Eisen des Aufzuggestelles 4q. befestigt sind. Der Querschnitt des Gestelles 44 ist so bemessen, daß eine von der einen Breitseite des Gestelles 44 her auf zwei zu dem gleichen Regalfach gehörende Laufschienen 3o aufgeschobene Druckschablone 25 gerade Platz findet (s. Fig. 2). Anschläge 4.6 an den hinteren Enden .der Laufschienen 30 verhindern ein Herunterrollen der Druckschablonen 25 von den Schienen 3o. Das Gewicht des Aufzuggestelles 4..4 mit den Druckschablonen 25, 26 ist in der beim Aufzugbau bekannten Weise durch zwei Gegengewichte 47 ausgeglichen, welche an von einer mittleren Längsschiene q:8 am oberen Ende des Aufzuggestelles 44 aus über j e zwei oben im Gestell 43 gelagerte Umlenkräder 49 n ch der ,dem Arbeitstisch abgekehrten Seite des Gestelles .43 .geführten Ketten 50 oder Seilen angehängt sind.
  • Für das Heben und Senken des Aufzuggestelles -4 ist ein an der gleichen Seite wie die Kurbel 17 der Rapporteinrichtung, d. h. an der Arbeitsseite .der Vorrichtung angebrachter Kurbelarm 51 vorgesehen. Letzterer sitzt mit zwei Sperrastenscheiben 52, 53 und einem Kettenrä"d 54 auf einer gemeinsamen Achse 55, >die an einer verstärkten Querstrebe 56 des Gestelles 43 ,drehbar gelagert ist. Die beiden Sperrastenscheiben 52, 53 und das Kettenrad 54. sind undrehbar auf der Achse 5 5 befestigt, wohingegen der Kurbelarm 5 i an sich zwar lose auf der Achse 55 sitzt, aber beim Vorwärtsschwenken in der Arbeitsrichtung .durch eine Schnäppereinrichtung und die Sperrastenscheibe 53 mit der Achse auf Mit-,drehen gekuppelt wird. Das Kettenrad 5.4 betreibt über eine Kette 57 ein Kettenrad 58, das am Ende einer oben im Gestell gelagerten Welle 59 befestigt ist. Die Welle 59 trägt außerdem noch zwei als Aufwickeltrommelri dienende Seilscheiben 6o. An die fre -en Enden der an den Seilscheiben 6o verankerten Seil4 61 ist mittels der bereits erwähnten Längsschiene 48 das Aufzuggestell 4.4 aufgehängt. Wie ohne weiteres ersichtlich, wird bei Drehen .des Kurbelarmes 51 in Richtung des in Fig. i und 3 eingezeichneten Pfeiles N, sofern die nachstehend noch beschriebene Schnäppereinrichtung entsprechend eingestellt ist, das Aufzuggestell 4.4 hochgezogen, während durch Drehen des Kurbelarmes in entgegengesetzter Richtung ein Senken des Aufzuggestelles bewirkt wird.
  • Der Kurbelarm 51 darf jedoch nur immer um einen ganz bestimmten Winkelausschlag weitergedreht werden, der so bemessen sein muß, daß der sich daraus ergebende Hub -des Aufzuggestelles 44 dem Abstand zweier übereinan.derliegender Fächer des Gestelles entspricht und die Laufschienen 3o des nächstfolgenden Faches den Laufschienen 29 des festen Gleisabschnittes immer genau gegenüberstehen, wenn die Drehung des Kurbelarmes beendet ist. Hierfür ist die Sperrrastenscheibe 52 vorgesehen, die mit einer auf der Querstrebe 56 des Gestelles i angeordneten Schnäppereinrichtung zusammenarbeitet. Die Schnäppereinrichtung (s. Fig.3) besteht aus einem Lagergehäuse 62, einem in dem Gehäuse in senkrechter Richtung verschiebbar geführten und unter dem Druck einer Feder mit seinem einseitig abgeschrägten unteren Ende 6d. gegen .den in bestimmter Teilung mit Rasten versehenen Umfang der Scheibe- 52 angedrückten Bolzen 63, dessen oben aus dem Gehäuse herausragendes Ende zu einem Anfaßknopf 65 ausgebildet und mit einem seitwärts gerichteten Hebel 66 ausgestattet ist. Mit Hilfe des Hebels 66 kann der Schnäpperbolzen 63 wahlweise so gedreht werden, daß er .die Sperrscheibe 52 im Uhrzeigersinn oder in der gegenläufigen Drehrichtung sperrt. In Fig. 3 der Zeichnung liegt die abgeschrägte Kante 64. des Schnäpperbolzens 63 an der rechten Seite, die Sperrastenscheibe 52 bzw. die Achse 55 kann also im Gegenzeigersinn gedreht werden, ist aber auf jeden Fall gegen eine Drehung im Uhrzeigersinn verriegelt. Die Achse 55 kann dort also nur im Sinne des Anhebens des Aufzuggestelles 44 in Drehung versetzt werden, wofür es erforderlich ist, den Kurbelarm 51 im Gegenzeigersinn Herumzuschwenken. Dabei :drückt die mit dem Schnäpperbolzen gerade in Eingriff stehende Rast den Schnäpper 63, 64 zurück, und die Achse kann jetzt so weit herumgedreht werden, bis die nächste Rast der Scheibe 52 unter den Schnäpperbolzen 63 gelangt und der Bolzen in diese Rast eintritt. Der Arbeiter merkt daran, daß er, um den Kurbelarm weiterdrehen zu können, eine erhöhte Kraft aufwenden müßte, daß die ordnungsmäßige Weiterschaltung des Kurbelarmes beendet und das Aufzuggestell q..1 um ein Fach gehoben ist. Er kann jetzt die in diesem Regalfach befindliche Schablone 25 in der Schienenführung 30, 29, 28 an die Druckplatte .4 heranschieben und am Arbeitstisch die für das Drucken erforderlichen Handgriffe ausführen.
  • Da ein vollständiges Herumschwenken des Kurbelarmes 51 umständlich wäre und der Kurbelarm dabei außer Griffweite des vor dein Arbeitstisch stehenden Arbeiters kommen würde, ist der Kurbelarm durch Anordnung einer mit der zweiten Sperrastenscheibe 53 zusammenwirkenden Schnäppereinrichtung so ausgebildet, :daß er sich durch Hinundherschwenken betätigen läßt. Die an der Rückseite des Kurbelarmes angebrachte Schnäppereinrichtung entspricht im wesentlichen der am Gestell i angeordneten Schnäppereinrichtung. Die zugeordnete Sperrastenscheibe 53 ist zwar etwas kleiner als die andere Sperrastenscheibe 52, ihre Rasten sind aber in der gleichen Winkelteilung angeordnet wie die Rasten der Scheibe 53. Genau wie der Schnäpperbolzen 63 kann auch der Bolzen 67 der Schnäppereinrichtung mittels eines kleinen Handhebels 68 umgestellt werden, so daß die Mitnahme der Sperrastenscheibe 53 und damit der Achse 55 einmal bei Linksdrehung und das andere Mal bei Rechtsdrehung des Kurbelarmes 5 i erfolgt. Die beiden Schnäpperbolz'jn 63, 67 müssen stets so eingestellt werden, dß ihre abgeschrägten Kanten an der gleiclien Seite liegen und beide Sperrastenscheiben 5=, 53 in derselben Drehrichtung mitgenomii_--n werden. An der Stellung der Hebel 66, 6`_,' kann der Arbeiter jederzeit sofort erkennen, oh die Einstellung der Schnäpperbolzen 63 und 67 richtig ist. Zweckmäßig ist der Kurbelarm 51 ebenfalls immer nur um die Winkelteilung zweier aufeinanderfolgender Rasten hin und her zu schwenken, d. h. der Kurbelarm 51 wird, wenn die Sperrastenscheibe 53 um eine Sperrast weitergeschaltet ist, sofort in seine Ausgangsstellung zurückgedreht. Dabei befindet sich der Kurbelarm stets in einer Lage, in der er für den vor dem Arbeitstisch stehenden Arbeiter bequem erreichbar ist. Soll der Druckgrundstoff 5 mit einem mehrfarbigen Muster bedruckt werden, so empfiehlt es sich, die einzelnen Farben unmittelbar nacheinander auf den über der Druckplatte .4 liegenden Abschnitt des Druckgrundstoffes 5 aufzutragen und erst:danachdurch Betätigung der Rapporteinrichtung 17 den folgenden Abschnitt,des Druckgrundstoffes an die Arbeitsstelle zu bringen.
  • Das lieb- und senkbare Schablonenregal ist zweckmäßig wechselweise so zu benutzen, daß beim Bedrucken der einen Stoffpartie durch Hochwinden des Aufzuggestelles .4. und beim Bedrucken der nächsten Stoffpartie durch Niederlassen .des Aufzuggestelles .4.4 die einzelnen Druckschablonen 25, 26 mit den verschiedenen Farben der Reihe nach in die Höhe der Schienenführung 29, 28 gebracht werden und so fort. Hierfür braucht man nach Beendigung des Druckvorganges durch einfaches Umlegen .der Hebel 66, 68 nur die beiden Schnäppereinrichtungen umzustellen und erspart sich dadurch die Arbeit, das Aufzu.ggestell.4.q nach jedem Druckvorgang wieder in die Ausgangsstellung zurückzubringen. Ganz nach Belieben kann dabei eine größere oder kleinere Anzahl von Druckschablonen 25, 26 angewendet werden. Soll mit der Vorrichtung nur ein Einfarbendruck hergestellt werden, so kann an Stelle des vorbeschriebenen lieb- und senkbaren Druckschablonenregales ein einfacher Ständer angeordnet «erden, welcher die die Laufschienen 29 fortsetzenden Laufschienen 30 trägt. Die Benutzung des Ständers ist nur notwendig, wenn die Schablone zum Besehen der Ware entfernt werden soll, was natürlich auch auf andere Art geschehen kann. Bei einem einschlägigen Muster wird sonst im Kontinueverfahren gearbeitet, ohne Abstellung der Schablone.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben, bei welcher der Druckgrundstoff mit oder ohne Mitläufer rapportmäßig über einen Drucktisch fortbewegt und auf diesem Tisch mittels einer durch Nockenscheiben heb- und senkbaren Filnidruckschablone bedruckt wird, dadurch gekennzeichnet, daß für die auf Laufrollen (26, 27) fahrbare Druckschablone (25) eine in der Fortbewegungsrichtung des Druckgrundstoffes (5) verlaufende Schienenführung mit einem im Bereiche des Drucktisches (.l) liegenden lieb- und senkbaren Gleisabschnitt (28) und einem brückenartig über den Drucktisch hinausführenden ortsfesten Gleisabschnitt (29) vorgesehen ist, der auf gleicher Höhe liegt wie der bewegliche Gleisabschnitt (28) im angehobenen Zustande, und daß dabei zur genauen Einstellung der Druckschablone gegenüber dem Drucktisch an letzterem halblagerförmige Rapportstücke (4o) angebracht sind, mit denen beim Senken des Gleisabschnittes (28) an den Längsschenkeln des Rahmens der Druckschablone befestigte Querzapfen (41) in Eingriff kommen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i-, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem brückenartig über .den Drucktisch (4) hinausführenden Gleisabschnitt (28) ein stufenweise w eiterschaltbares Aufzuggestell (44) mit einer Mehrzahl von in gleichmäßigen Abständen übereinanderliegenden, auf die Höhe des Gleisabschnittes (29) einstellbaren und letzteren fortsetzenden Laufschienen (3o) angeordnet ist, derart, daß bei Ausführung eines Mehrfarbendruckes die einzelnen Filmdruckschablonen (25) der Reihe nach in der Schienenführung (30, 29, 28) an die Arbeitsstelle herangeschoben und die verschiedenen Farben unmittelbar nacheinander auf den Druckgrundstoff (5) aufgetragen werden können, der Druckgrund-' stoff aber jeweils erst nach Fertigstellundes vollständigen Musterbildes um einen-Rapport weitengesetzt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach. Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von den in bekannter Weise vor und hinter dem Drucktisch angeordneten Walzenzubringern (6, 7) die Achse (i i) des an der Ablaufseite .des Drucktisches befindlichen Walzenzubringers (7) eine aus einer Handkurbel (17) und einer an dieser verschiebbar gelagerten, durch Federwirkung (22) gegen eine ortsfeste, kreisrunde Scheibe (24) mit einer Sperrast (23) angedrückten Sperrstange (18) bestehende Rapporteinrichtung trägt, mit deren Hilfe nach Fertigstellung eines 'Musterbildes der Druckgrundstoff (5) um einen Rapport in der Weise weitergesetzt werden kann, daß ein in der Nähe des Kurbelwellenhandgriffes liegendes Griffende (2o) der Sperrstange zwecks Aufhebung der Verriegelung .der Kurbel an der Rastenscheibe angezogen und sodann dieKurbel mitdem Walzenzubringer (7) um 36o° gedreht :" wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fertigbedruckte Ware über mehrere Umlenkwalzen (9, io) unter dem Drucktisch (4) und gegebenenfalls noch durch eine T rokkenkammer hindurch zu einem vor der die unbedruckte Ware tragenden Walze gelagerten Fertigwarenbaum (3) hzw. zu einer Abfächervorrichtung geleitet ist, welcher bzw. welche von der durch die Rapporteinrichtung (17, 18, 22, 23) in Drehung versetzten Walzenzubringerachse (ii) aus über einen Riementrieb (12, 13, 14) und eine Rutschkupplung (16) angetrieben wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch .gekennzeichnet, daß für das stufenweise Weiterschalten des Aufzuggestelles (44) ein Kurbelarm (51) dient, mit dessen Hilfe die Antriebsachse (55) des Aufzuggestelles jeweils bis zum Eintritt eines am Führungsgestell (43) angeordneten Schnäpperbolzens (63, 64) in die Rast einer auf .der Achse befestigten Sperrastenscheibe (52) weitergedreht werden kann.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbelarm (51) ebenfalls mit einem gegen eine zweite Sperrastenscheibe (53) der Achse (55) wirkenden Schnäpperbolzen (67) ausgerüstet und dadurch zu einem ratschenartig hin und her schwenkbaren Betätigungsorgan ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden an ihren unteren Enden fallenkopfartig abgeschrägten Schnäpperbolzen (63, 67) in ihren Führungslagern mit Hilfe kleiner Handhebel (66 bzw. 68) um i8o° verdrehbar sind, so daß man das stufenweise Weiterschalten des Aufzuggestelles (44) abwechselnd durch Heben und durch Senke der Einrichtung bewerkstelligen kann. Hierzu i Blatt Zeichnungen
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2610577A (en) * 1948-10-05 1952-09-16 Teximpex Ab Screen printing machine
DE930862C (de) * 1951-05-02 1955-07-25 Robert Ronald Laupman Vorrichtung zum Bedrucken von absatzweise foerderbaren Blaettern, Bogen oder Stuecken, namentlich aus Textilien, durch Filmdruck
DE1190913B (de) * 1959-05-23 1965-04-15 Yu Ichinose Geb Yonetani Rapporteinstellvorrichtung fuer eine automatische Siebdruckmaschine
EP0093701A1 (de) * 1982-05-05 1983-11-09 Svecia Silkscreen Maskiner AB Vorrichtung zum Befestigen und/oder Justieren der Schablonenrahmen in einer Siebdruckmaschine

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