DE1372C - Einrichtungen zum Nähen von Steppdecken - Google Patents
Einrichtungen zum Nähen von SteppdeckenInfo
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- DE1372C DE1372C DE000000001372DA DE1372DA DE1372C DE 1372 C DE1372 C DE 1372C DE 000000001372D A DE000000001372D A DE 000000001372DA DE 1372D A DE1372D A DE 1372DA DE 1372 C DE1372 C DE 1372C
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Description
1877.
Klasse 52.
HARRY EDLER in BIELEFELD. Einrichtungen zum Nähen von Steppdecken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. November 1877 ab.
Diese Erfindung besteht aus:
I. Der Nähmaschine.
Dieselbe besteht (Fig. 1) aus der Unterplatte A, dem Oberarm B und den vor beide geschraubten Köpfen C und D, von denen ersterer die Mechanismen für die Bewegung des Schiffchens S (Fig. 2) und des Transporteurs T, letzterer die Nadelstange N (Fig. 2) und die Stoffstange O aufnimmt. Die Unterplatte A und ' der Oberarm B (Fig. 1) sind zusammengeschraubt und auf einem Untergestell befestigt. Sämmtliche Bewegungen gehen von der in A gelagerten Welle W und zwar für S, T und O direct, für N indirect aus. Zu diesem Zweck sitzt am vorderen Ende von W eine Scheibe E (Fig. 2), welche an ihrem Umfange nach einer Curve geformt ist und dadurch den auf letzterer schleifenden Hebel anhebt. Auf deni Hebel ist der eigentliche Transporteur . T befestigt. Die Nabe von E hat einen Ansatz e, welcher gegen einen Arm von / drückt und diesen seitlich bewegt. Diese hebende und seitliche Bewegung von t bezw. T bilden die Functionen des Transporteurs in Verbindung mit den beiden Spiralfedern tx und f2. In der Vorderfläche der Scheibe E ist ein Zapfen s befestigt, der durch die Stange ^1 den Rahmen i3 mit den beiden Knaggen S3, S3 (Fig. 2) und somit auch das zwischen ihnen liegende Schiffchen S hin- und herzieht. Am hinteren Ende ist W gekröpft zum Krummzapfen w (Fig. 1), von wo die Bewegung durch die Stange w (Fig. 3) auf den Arm der oberen Welle V übertragen und diese dadurch hin- und hergedreht wird. V trägt vorn den Arm η (Fig. 2), welcher durch die Stange U1 mit der Nadelstange N verbunden ist, so dafs diese mit der in ihr befindlichen Nadel bei jeder Umdrehung von W auf- und niedergeht. Neben der Kröpfung von W sitzt (Fig. 1) auf letzterer eine Curvenscheibe O1 , auf der der Hebel O1 (Fig. 3) mit der Nase o.2 schleift und dadurch niedergedrückt wird. Durch die Stange O3 und die Winkelhebel ou <?4 (Fig. 1) wird die Stoffstange O gleichzeitig gehoben. Eine Spiralfeder os (Fig. 2) bewirkt den Rückgang von O und somit auch O1 , während das Gegengewicht vom Hebel O1 die Massen abbalancirt. Um die Welle W sofort aufser Betrieb setzen zu können, ist auf ihr eine durch einen Ausrückhebel H hin- und herzuschiebende Scheibe J (Fig. 4), welche gegen eine Holzscheibe J1 gedrückt wird, befestigt. Die HoIzscheibe befindet sich in der Vorderfläche der Riemscheibe i?i und wird J durch die zwischen J und J1 erzeugte Reibung mitgenommen; während J sofort ruht, sobald sie durch H seitlich von J1 abgeschoben wird. Die Scheibe R1 bewegt sich auf einem Zapfen im Bocke X, welcher an das Untergestell angeschraubt ist.
Dieselbe besteht (Fig. 1) aus der Unterplatte A, dem Oberarm B und den vor beide geschraubten Köpfen C und D, von denen ersterer die Mechanismen für die Bewegung des Schiffchens S (Fig. 2) und des Transporteurs T, letzterer die Nadelstange N (Fig. 2) und die Stoffstange O aufnimmt. Die Unterplatte A und ' der Oberarm B (Fig. 1) sind zusammengeschraubt und auf einem Untergestell befestigt. Sämmtliche Bewegungen gehen von der in A gelagerten Welle W und zwar für S, T und O direct, für N indirect aus. Zu diesem Zweck sitzt am vorderen Ende von W eine Scheibe E (Fig. 2), welche an ihrem Umfange nach einer Curve geformt ist und dadurch den auf letzterer schleifenden Hebel anhebt. Auf deni Hebel ist der eigentliche Transporteur . T befestigt. Die Nabe von E hat einen Ansatz e, welcher gegen einen Arm von / drückt und diesen seitlich bewegt. Diese hebende und seitliche Bewegung von t bezw. T bilden die Functionen des Transporteurs in Verbindung mit den beiden Spiralfedern tx und f2. In der Vorderfläche der Scheibe E ist ein Zapfen s befestigt, der durch die Stange ^1 den Rahmen i3 mit den beiden Knaggen S3, S3 (Fig. 2) und somit auch das zwischen ihnen liegende Schiffchen S hin- und herzieht. Am hinteren Ende ist W gekröpft zum Krummzapfen w (Fig. 1), von wo die Bewegung durch die Stange w (Fig. 3) auf den Arm der oberen Welle V übertragen und diese dadurch hin- und hergedreht wird. V trägt vorn den Arm η (Fig. 2), welcher durch die Stange U1 mit der Nadelstange N verbunden ist, so dafs diese mit der in ihr befindlichen Nadel bei jeder Umdrehung von W auf- und niedergeht. Neben der Kröpfung von W sitzt (Fig. 1) auf letzterer eine Curvenscheibe O1 , auf der der Hebel O1 (Fig. 3) mit der Nase o.2 schleift und dadurch niedergedrückt wird. Durch die Stange O3 und die Winkelhebel ou <?4 (Fig. 1) wird die Stoffstange O gleichzeitig gehoben. Eine Spiralfeder os (Fig. 2) bewirkt den Rückgang von O und somit auch O1 , während das Gegengewicht vom Hebel O1 die Massen abbalancirt. Um die Welle W sofort aufser Betrieb setzen zu können, ist auf ihr eine durch einen Ausrückhebel H hin- und herzuschiebende Scheibe J (Fig. 4), welche gegen eine Holzscheibe J1 gedrückt wird, befestigt. Die HoIzscheibe befindet sich in der Vorderfläche der Riemscheibe i?i und wird J durch die zwischen J und J1 erzeugte Reibung mitgenommen; während J sofort ruht, sobald sie durch H seitlich von J1 abgeschoben wird. Die Scheibe R1 bewegt sich auf einem Zapfen im Bocke X, welcher an das Untergestell angeschraubt ist.
Die vorstehend beschriebene= Maschine unterscheidet sich von den gebräuchlichen:
1. Durch die grofse Armlänge von 1,8 m
Arbeitsweite.
2. Durch die Uebertragung der Wellenbewegung W auf V.
3. Durch die bezeichnete Art der Inbetriebsetzung von W.
4. Durch die bezeichnete Bewegung der Stoffstange.
Zu ι. Die bis jetzt gebräuchlichen Maschinen haben einen viel kürzeren Arm und ist durch
die vergröfserte Armlänge eine Aenderung in den Dimensionen sämmtlicher Theile der Maschine
nothwendig geworden, somit diese formell als neu zu bezeichnen.
Zu 2 und 3. Die älteren Maschinen besitzen zwar die Welle W, doch sitzt auf derselben und
zwar am hinteren Ende eine Schnurscheibe. In ihr sitzt ein Zapfen (Kurbelzapfen), durch welchen
mittelst Stange die Bewegung auf einen auf V befindlichen Arm übertragen wird. Die
Schnurscheibe correspondirte mit einer anderen, auf einer unterhalb der Maschine liegenden Vorgelegewelle
befindlichen Schnurscheibe und wird von dieser mittelst Schnur gedreht. Eine ähnliche
Frictiohskupplung, wie die beschriebene, befindet sich auf der Vorgelegewelle und bewirkt
die In- und Aufserbetriebsetzung der Welle W. Diese Construction hat den grofsen Nachtheil,
dafs unter die Maschine noch eine dritte Welle gelegt werden mufs und durch die Schnurübertragung
grofse Unregelmäfsigkeiten im Gange der Maschine selbst entstehen. Beiden Uebelständen
ist durch die unter 2 und 3 bezeichneten veränderten und neuen Constructionen abgeholfen.
Zu 4. Die Steppdecken bestehen aus einem Ober- und Unterzeuge, zwischen denen die
/31Ά
Füllung, meistens Watte, sich befindet. Durch das Nähen werden alle drei Theile miteinander
verbunden. Da der Transporteur nur das Unterzeug fafst und dieses fortschiebt, so staut sich
das Oberzeug und die Füllung leicht auf, wenn die Stoffstange fest ist und im Augenblick der
seitlichen Verschiebung diese festhält. Hierdurch wird nicht allein das Nähen erschwert, sondern
es werden feine Oberzeuge durch, die Stoffstange sehr beschädigt. Der früher zum Heben der
Stoffstange verwendete Mechanismus wurde durch Knaggen bewegt, welche da deren Bewegung
unelastisch, Stöfse in die Nadelstange und somit ein öfteres Reifsen des Fadens hervorbrachten.
Diesem Uebelstande ist durch die Anordnung der Curvenscheibe O1 und den damit verbundenen
Theilen zur Bewegung der Stoffstange abgeholfen.
II. Dem Nährahmen.
Der Nährahmen besteht aus dem Holzrahmen mit aufgenagelten Leinen zur Befestigung der
zu steppenden Decke. Damit der 2,6 m lange und breite Rahmen auf dem Tische, worauf
derselbe ruht, allseitig bewegt und so die Decke für die Stepperei von den mannigfachsten Figuren
auf dem Oberzeuge in jede Lage schnell gebracht werden kann, sind unter dem Rahmen
vier Rollmechanismen LLLL angebracht. Diese bestehen (Fig. 5) aus einer Gufsplatte a
mit dem Stifte /Z1 im Mittelpunkte. Um diesen
dreht sich ein Arm a2, welcher unten die grofse
Rolle A1 und oben die beiden kleinen Rollen as, a3
aufnimmt. Erstere läuft direct auf dem Tische, während letztere unter der Platte α kufen und
so die bis dahin fehlende gröfsere Beweglichkeit des Rahmens bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1372T | 1877-11-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1372C true DE1372C (de) |
Family
ID=70846775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000001372DA Expired - Lifetime DE1372C (de) | 1877-11-16 | 1877-11-16 | Einrichtungen zum Nähen von Steppdecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1372C (de) |
-
1877
- 1877-11-16 DE DE000000001372DA patent/DE1372C/de not_active Expired - Lifetime
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